Ethikunterricht

Kurz: Wenn ich etwas ablehnen möchte, muss ich wissen, WAS das
überhaupt ist.

Hallo, Looza,
Max hat mit seiner Aussage durchaus recht. Die Zivilisation, die Gesellschaftsordnung unseres Teiles der Welt (Europa) ist so entscheidend vom Christentum geprägt, wie die Arabische Welt vom Islam und meinetwegen China vom Konfuzianismus. Wer dies leugnet, hat eine andere Welt vor Augen oder verschließt sie vor der real existierenden.

Selbst der Marxismus/Leninismus baut auf den ethischen Grundlagen des Christentums auf und - ob Du es glaubst oder nicht - auch der Nationalsozialismus unseligen Angedenkens hatte seine Wurzeln im Christentum.

Schule hat die Aufgabe Wissen zu vermitteln. Diese Aufgabe erfüllt auch der Ethik/Philosophie-Unterricht.

Wenn Du jetzt dagegen wetterst, dass Deine Tochter - gemäß Lehrplan des 3. Schj. - mit den Grundlagen und der Geschichte des Christentums vertraut gemacht wird, dann wirst Du vielleicht im nächsten jahr ganz verrückt, wenn sie über die Grundlagen des Islam oder des Buddhismus etwas erfährt.

Solltest Du den Eindruck haben, der Unterricht drifte in Richtung einer Missionierung für eine bestimmte Weltanschauung ab, solltest Du das Gespräch mit der Lehrperson suchen. Der Tochter jedoch die Lehrerin madig zu machen ist mit Sicherheit der beste Weg, sie in Konflikte zu führen.

Und Ihr mit dem Urknall zu kommen ist wohl schon von der Didaktik her nicht sehr erfolgversprechend. Eher könntest Du ihr klarmachen, dass es über die Entstehung der Welt eine wissenschaftliche Erkenntnis gibt, dass die 7-Tage-Story auf dem Wissen/Glauben/Ahnen der Menschen von vor vielen tausend Jahren entspricht und dass man nach heutigen Erkenntnissen dies als Legende auffassen muss.

Gruß
Eckard
PS: und ehe Du auch nur darüber nachdenkst: Nein ich bin kein Angehöriger einer wie auch immer gearteten Glaubensrichtung. Ich bin überzeugt davon, dass die Welt seit kurz nach dem Urknall nach den Naturgesetzen abläuft (auch wenn wir die noch nicht vollständig kennen).

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Danke nochmal
Danke nochmal für die sachdienlichen Hinweise zu der eigentlichen Frage.
Hiermit möchte ich mich auch für die losgetretene Diskussion entschuldigen an der ich mich nicht mehr beteilige, die damit sicher auch enden wird und die ich persönlich ein wenig bereue, denn ob ihr es glaubt oder nicht : Ich muss keinen und vor allem keine Kinder mit meiner Weltanschauung missionieren. Von mir aus seit alle frei zu entscheiden was ihr in diesem Grenzbereich glaubt und euren Kindern vermittelt. Dasselbe Recht fordere ich aber auch für mich und damit für meine Tochter ein und aus diesem Sinne kam die ursprüngliche Frage.

Grüße, Alexander

Minus-Sternchen
Hallo Rolf,

wenn es Minus-Sternchen gäbe, hättest du jetzt von mir eines bekommen. Du hast vielleicht nicht vollkommen unrecht. Du versteht allerdings überhaupt nicht, worum es eigentlich geht.

Wir reden hier nicht von einer konfessiongebundenen, sondern von einer staatlichen Schule. Und den geltenden Grundsatz kann man ganz klar zusammenfassen: Der Staat ist zur religiösen Neutralität verpflichtet. Punkt, Aus. Da könnt ihr noch hundertmal erwähnen, dass unser Staat auf christlichen Grundwerten aufgebaut sei (was übrigens sowieso nicht stimmt), es ändert nichts an der Tatsache, dass der Staat in seinen Schulen nicht für die Verbreitung des Christentums sorgen darf. Und es ist auch unerheblich, wieviel Prozent der Schüler der Religion X angehören, eine Missionierung der Schüler hin zur Religion X oder die Vornahme religiöser Handlungen in Schulen ist per se ungesetzlich.

Ich möchte gar nicht damit anfangen, was ich über Leute denke, die Kinder (!) als Missionierungsobjekt ansehen, wie es zum Beispiel viele Geistliche, Religionslehrer, Ausbilder der Religionslehrer usw. tun. Wie diese Leute Kindesmissionierung mit ihrem Gewissen vereinbaren können, ist mir nicht klar.

Viele Grüße
Ultra

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Wenn Du jetzt dagegen wetterst, dass Deine Tochter - gemäß
Lehrplan des 3. Schj. - mit den Grundlagen und der Geschichte
des Christentums vertraut gemacht wird, dann wirst Du
vielleicht im nächsten jahr ganz verrückt, wenn sie über die
Grundlagen des Islam oder des Buddhismus etwas erfährt.

Noch einmal : Der Aufhänger war für mich die für meine Begriffe über Gebühr abgehandelte Person Luthers (die erste „Person“ überhaupt die in der Schule konkret durchgenommen wurde abgesehen von Johann Sebastian Bach (Leipzig halt)) und die Entstehungsgeschichte. Ich lebe, glaube und vermittle meiner Tochter auch das Gier, Diebstahl etc. nicht richtig sind, das man allen Menschen erstmal freundlich gegenüber treten soll, das man sich versöhnen kann etc. Wie du genau richtig schreibst sind das Werte die nicht allein vom Christentum gepachtet sind und auch sehr gut ohne dieses vermittelt werden können. Extrem gesagt möchte ich das meine Tochter Dinge tut weil sie sie versteht oder fühlt und nicht weil sie Angst hat das der Mann im Himmel sie sonst bestraft wenn sie mal stirbt, und dazu kommen dann noch Werte die ich nicht gutheiße.

Solltest Du den Eindruck haben, der Unterricht drifte in
Richtung einer Missionierung für eine bestimmte Weltanschauung
ab, solltest Du das Gespräch mit der Lehrperson suchen. Der
Tochter jedoch die Lehrerin madig zu machen ist mit Sicherheit
der beste Weg, sie in Konflikte zu führen.

mache ich nicht, ich habe um ein Elterngespräch gebeten.

Und Ihr mit dem Urknall zu kommen ist wohl schon von der
Didaktik her nicht sehr erfolgversprechend. Eher könntest Du
ihr klarmachen, dass es über die Entstehung der Welt eine
wissenschaftliche Erkenntnis gibt, dass die 7-Tage-Story auf
dem Wissen/Glauben/Ahnen der Menschen von vor vielen tausend
Jahren entspricht und dass man nach heutigen Erkenntnissen
dies als Legende auffassen muss.

Hey, wir verstehen uns. :smile:

Didaktisch gesehen ist es so : Ich glaube nicht das Kinder in dem Alter wirklich schon die ganz große Frage nach „wie ist die GANZE welt entstanden“ haben. Da geht es in kleinen Schritten darum wo die Tiere herkommen, was mit den Sternen ist, wo die dinosaurier hin sind etc, alles Fragen die man beantworten kann wenn sie auftauchen.

In der Schule lernen sie neue Dinge und nehmen das was im Unterricht gesagt wird als Wahrheit auf. Wenn die Lehrerin sagt 3+7=10, dann ist das so.

Und genau in diesem Moment kriege ich eine Krise wenn der Unterricht offensichtlich so abläuft das die Lehrerin sagt „Früher“ oder „im Christentum“ oder wasweiß ich „denken die Menschen Gott hat die Welt so und so erschaffen“. Punkt.

Weil, dann kommt nämlich kein Hinweis auf die Wissenschaft und den Urknall oder die Evolution (oder auf andere Religionen), weil es nämlich (Überraschung) zu kompliziert wäre das den kleinen Kindern zu erklären. Nur haben die dann genau die eine Meinung gehört, keine Alternative (wobei sie eh noch nicht gewöhnt sind mit Alternativen im Schulunterricht umzugehen, das kommt dann vielleicht in der Oberstufe in Deutsch oder Kunst mal) und dann setzt sich das fest. Was denen dort erzählt wird nehmen die als Wahrheit.

Und dann will ich in dem Moment als Elternteil meinem Kind das dazu zu sagen was ich für richtig halte und weil ihr das logischerweise zu kompliziert ist nimmt es lieber die einfache Antwort von Gott aus der Schule und in dem Moment hört es bei mir auf. Es kann für mich nicht sein das denen in der Schule, unter welchen Umständen auch immer, eine Variante erzählt wird die nachweislich nicht stimmt, maximal mythischen oder historischen Charakter hat und abgesehen davon für mich an etwas hängt an das ich sowieso nicht glaube, ohne in irgendeiner Form die Wahrheit in Form von wissenschaftlichen Fakten gegenüberzustellen (und das wie gesagt in dem Alter aus gutem Grund.)

PS: und ehe Du auch nur darüber nachdenkst: Nein ich bin kein
Angehöriger einer wie auch immer gearteten Glaubensrichtung.
Ich bin überzeugt davon, dass die Welt seit kurz nach dem
Urknall nach den Naturgesetzen abläuft (auch wenn wir die noch
nicht vollständig kennen).

Wie ich.

Grüße, Alexander.

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Wir reden hier nicht von einer konfessiongebundenen, sondern
von einer staatlichen Schule. Und den geltenden Grundsatz kann
man ganz klar zusammenfassen: Der Staat ist zur religiösen
Neutralität verpflichtet. Punkt, Aus.

Genau!
Was anderes habe ich auch nicht gesagt. Alexander hatte doch selbst herausgefunden, daß der Lehrplan vorsieht, was die Lehrerin vermittelt hat. Und ich habe darauf hingewiesen, daß dieser Lehrplan vom Kultusministerium des Freistaates Sachsen herausgegeben worden ist.
Wenn Du irgendwen anpissen willst, dann doch bitte nicht mich! Ich habe keiner Form von Indoktrinierung das Wort geredet. Bin ich denn dafür verantwortlich, was das Kultusministerium von Sachsen in seine Lehrpläne schreibt?

Und Du bist ultra = jenseits von was?
Jeglicher Fähigkeit, unvoreingenommen zu lesen?

Je nun - Rolf

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H wie Hola.

Falsch - es ging ja nicht um den bloßen „Tatbestand“.
Religionskenntnisse sollte jeder Atheist wenigstens in Ansätzen haben, schon aus Gründen der Allgemeinbildung.

Stein des Anstoßes war die Situation, daß die Tochter als Schöpfungsgeschichte den (aus atheistischer Sicht) Unfug aus der Bibel nacherzählte. Dabei ist es völlig egal, ob das ein Mißverständnis des Kindes oder Indoktrinierung durch das Lehrpersonal gewesen ist.

Bei solchen Themen muß sich die Lehrkraft einfach so ausdrücken, daß Mißverständnisse ausgeschlossen sind.

Wie gesagt: Ethikunterricht ist traditionell atheistischer Unterricht. Ihren weltverblendeten Bibelkreis können die Leute von mir aus in der Religionsstunde zelebrieren. In Ethik hat ein distanzierter, naturwissenschaftlicher Ton vorzuherrschen. Das und nichts anderes.

Ein Kind in dem genannten Alter sollte heutzutage bereits Grundkenntnisse der Astronomie haben und nicht beim Thema Weltentstehung mit diesem verfluchten Alten von oben ankommen.

Von der Trennung des Staates von der Kirche ganz zu schweigen.

MfG

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Hallo Rolf,

ich habe deine Antwort dahingehend interpretiert, dass man ja in den Lehrplan schreiben könne was man will, denn die Eltern haben ja auch immer noch einen Einfluss auf ihr Kind. Doch mit diesem Argument könnte man alles Mögliche kritiklos in den Lehrplan übernehmen.

Zunächst kann man einen bestehenden Lehrplan kritisieren, auch wenn dieser offiziell gültig ist. Dann muss ihn natürlich auch so anwenden, wie es für konfessionslosen Ethik-Unterricht geboten ist. Wenn schon über das Christentum unterrichtet wird, dann nicht in missionierender, sondern nur in beschreibender Weise.

Der Threadersteller hat nach meiner Beobachtung sowohl den Lehrplan, als auch den Unterricht, in dem die biblische Schöpfungslehre als Wahrheit dargestellt wird, kritisiert. Das Argument, man könne seinen Kindern zu Hause etwas anderes beibringen, fruchtet da nicht.

Viele Grüße
Ultra

Noch eine Ergänzung
Eine Sache ist mir im Nachhinein noch aufgefallen. Weiter oben schreibst du:

versuche einmal, den Gedanken wenigstens zuzulassen, daß auch Du Dich möglicherweise irren könntest bei dem, was Du für Deine Tochter das Beste hältst.

Gleichzeitig gibst du an, Pfarrer im Ruhestand zu sein. Da passt doch was nicht zusammen. Du hast einen Beruf gewählt, bei dem es deine ureigene Aufgabe war, Menschen vom Glauben, letztendlich deinem Glauben zu überzeugen. Und andere Menschen fragst du, ob sie sich nicht vielleicht irren könnten? Was hast du denn angerichtet, falls du dich geirrt hast?

Gruß
Ultra

Vielen Dank
Hi,

Ich gehe nach deiner Antwort mal davon aus das du Christ bist[…]

wie kommst du darauf. Weil du unreflektiert beurteilst???
Ich habe lediglich versucht dir darzustellen, wo das problem bei der gazen sache liegt.
Anscheinend lehnst du also nicht nur religionen ansich ab, was ja durchaus legitim ist; sondern du lehnst auch das wissen um dieselbigen ab, was schlichtwag dumm ist…

und möchte dich hiermit dringend auffordern mit deinem
erstgeborenen Kind zu seinem achten Geburtstag bei mir zu
Hause zu erscheinen, wo ich ihm in ein paar kleinen
Nachhilfestunden genau, kindgerecht und natürlich nur zur
Information und ohne „Missionsgedanken“ erkläre warum es Gott
nicht gibt[…]

Danke. Aber ich denke das kann ich selbst ebensogut darlegen.

Weil, sonst wäre sein Wissen und seine Vorstellung von der
Welt ja nur „verantwortungslose nachplapperei von papis
schwadronieren“.

Nun ja. Hätte ich nicht schon einen eindruck von deiner erziehungweise gewonnen, würde ich das als unverschämtheit aufnehmen müssen…

Um es dir nochmal zu erklären nehme ich mich selbst einmal als beispiel. Obwohl ich katholisch getauft bin und auch religion in der schule hatte, stehe ich, ähnlich wie du, dem konstrukt religion und gott sehr hinterfragend gegenüber. Nur nehme ich mir die freiheit (bzw. im gegensatz zu dir HABE ich aufgrund meiner „religiösen vorbildung“ die freiheit) diese themen aus allen blickwinkeln zu betrachten. Nur so kann ich zu einem qualifizierten urteil gelangen.

Also schlaf nochmal und überleg wem du tatsächlich „schwadronieren“ vorwerfen möchtest…

LG Alex

Hi,

Dasselbe
Recht fordere ich aber auch für mich und damit für meine
Tochter ein und aus diesem Sinne kam die ursprüngliche Frage.

Dann gesteh deiner tochter auch das recht zu, sich selbstein bild zu machen. Du entziehst sie sonst der möcglichkeit der freien entscheidung. Die entscheidung sie in den ethikunterricht zu schicken finde ich vernünftig. Das GG sagt ja schließlich, dass man ab 14J mündig ist seine religion selbst zu bestimmen.
Nun musst du nur nochmal darüber nachdenken, ob du ihr eben DIESE möglichkeit geben willst oder sie aber von religionen fernhalten möchtest, bzw. religionen und das wissen darum aus ihrem leben fernhalten möchtest…

Ist DAS nicht auch eine art der missionierung???

Lg Alex

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na, da muss ich doch noch drauf antworten.

Weil, sonst wäre sein Wissen und seine Vorstellung von der
Welt ja nur „verantwortungslose nachplapperei von papis
schwadronieren“.

Nun ja. Hätte ich nicht schon einen eindruck von deiner
erziehungweise gewonnen, würde ich das als unverschämtheit
aufnehmen müssen…

Dir ist schon klar das das ein wörtliches Zitat aus deinem Beitrag war, oder ?

Aber ich verstehe ja das euch das innerlich völlig fertig macht das es Leute gibt die nicht so glauben wie ihr. Und die Gottlosen sind die allerschlimmsten.

hallo rene,

so dass die
sensibleren Kinder richtig Angst vor den Dealern an der
nächsten Ecke bekamen, während andere, zu denen
glücklicherweise auch meine Tochter gehörte, dies eher
kritisch betrachteten.

eine gesunde angst vor dealern schadet eigentlich niemandem:smile:
ich meine, ich bin 27 und mache einen bogen drumrum.

zählst Du eine Phobie, alleine auf dem Schulhof zu gehen, weil dort die Dealer lauern, zu „gesunde Angst“? Ich nicht.

Und nocheines: Bayern ist überwiegend katholisch,
dass hier
Martin Luther außerhalb des ev. Religionsunterrichtes
verherrlichend dargestellt wird, kann ich
mir überhaupt nicht
vorstellen.

du weisst schon, dass er damals staatsfeind nr 1 war:smile:

Ja. Ich bin schließlich als Evangele in Freising (=katholisches Herz Bayerns) aufgewachsen.

ethik sollte ein fach sein, in dem man eben parallelen
zwischen heute und gestern ziehen sollte und VOR ALLEM
aktuelles betrachten muss.

Und ich bin immer noch der Ansicht, dass die Betrachtung des Vergangenen auch die Gegenwart lehren kann.

Gruß, Karin

hallo,

zählst Du eine Phobie, alleine auf dem Schulhof
zu gehen, weil
dort die Dealer lauern, zu „gesunde Angst“? Ich nicht.

ich schon. eine voellig andere frage ist allerdings, ob dealer dorthingehoeren.

ethik sollte ein fach sein, in dem man eben parallelen
zwischen heute und gestern ziehen sollte und VOR ALLEM
aktuelles betrachten muss.

Und ich bin immer noch der Ansicht,
dass die Betrachtung des
Vergangenen auch die Gegenwart lehren kann.

ja. ich auch. deshalb isst luther auch nicht schlecht, aber man sollte es in ethik immer auf aktuelles beziehen - ansonsten ist es geschichte und nicht ethik.

mfg:smile:
rene

Da gibt es ja durchaus einen unterschied.
Ich bin trotz meines Interesses an Religionen gegen die religiöse Erziehung von Kindern, grade weil sie die Gelegenheit haben sollen, sich selbst für etwas zu entscheiden und nicht einfach Teil einer Religion sind, mit der sie eigentlich nichts anfangen können (wie die ganzen Christen, die nur auf dem Papier Christ sind).

Natürlich sollte man die Religionen kennenlernen, die zur Auswahl stehen.
Aber
a) sollte man dann auch alle kennenlernen können, bzw. so viele wie möglich, und nicht nur eine.
b) Wenn man dem Kind dann aufgibt „Der liebe Gott hat die Erde erschaffen“. Dann IST das Missionierung.
Selbst auf meiner katholischen (!) Grundschule im Religions(!) unterricht war unsere Lehrerin in der Lage zu sagen „Wir Christen *glauben* daran, dass Gott die Erde erschaffen hat…“
bzw. man kann ja auch sagen „Die Christen glauben daran…“ etc. pp.

Es gibt doch nicht nur entweder oder, ein zwei Worte mehr können schon was bewirken.

lg
Kate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo rene,

zählst Du eine Phobie, alleine auf dem Schulhof
zu gehen, weil
dort die Dealer lauern, zu „gesunde Angst“? Ich nicht.

ich schon. eine voellig andere frage ist allerdings, ob dealer
dorthingehoeren.

entschuldige bitte meine ungenaue Ausdruckweise: Phobie, alleine auf dem Schulhof zu gehen, weil dort die Dealer lauern, obwohl weit und breit kein Dealer da ist.

Ich dachte, das wird schon aus der Verwendung des Wortes „Phobie“ klar.

Und dass das Lehren über Vergangenes immer Geschichte sei, ist für mich zu kurz gegriffen. Dann wäre Deutsch Geschichte, sobald man sich von der Gegenwartsliteratur entfernt.

Gruß, Karin

hallo,

entschuldige bitte meine ungenaue Ausdruckweise:
Phobie,
alleine auf dem Schulhof zu gehen, weil dort die Dealer
lauern, obwohl weit und breit kein Dealer da ist.

ehm…na solch fesselnden unterricht moechte ich auch mal haben…
also nochmal…an einer schule, an der gedealt wird und wo gewalt an der tagesordnung ist, hat man(schueler und lehrer)auch dann angst, wenn gerade keiner dealt oder schlaegt. wieso sollte man so tun, als ob alles ok ist, nur weil die dealer gerade auf dem klo kiffen.
wenn das zur phobie ausartet, dann sicher nicht wegen des ethik-unterrichts…klingt fast so als wird der ethiklehrer fuer die kiffer dealer verantortlich gemacht.

Und dass das Lehren über Vergangenes immer
Geschichte sei, ist
für mich zu kurz gegriffen.
Dann wäre Deutsch Geschichte,
sobald man sich von der Gegenwartsliteratur entfernt.

deutsch ist literatur. man kann ja nicht in geschichte literatur behandeln.
und auch in ethik soll man luther behandeln, aber es ist ethik-unterricht, keine religionslehre. das sollte man dabei im auge behalten, was wohl hier bei der fragestellung gerade nicht der fall war.

mfg:smile:
rene

Hey,
also ich geh jetzt in die 13. Klasse, habe einen evangelischen Kindergarten besucht (und fand die ganzen Jesus-Geschichten damals schon blöde) und in der Grundschule habe ich dann auch am Religionsunterricht teilgenommen. All das nicht,weil meine Familie irgendwie religiös ist, ganz im Gegenteil, aber meine Eltern faden es halt wichtig fürs Allgemeinwissen. Ein Wenig über Religion etc. zu wissen schadet ja nicht… In der 7. Klasse habe ich mich dann von ganz allein dazu entschieden lieber Werte und Normen (Ethik) zu belegen und mich auch nicht konfirmieren lassen. Es geht mir echt gut dabei und der Religionsunterricht hat mich nicht negativ beeinflusst und meine Eltern haben mir auch nichts eingetrichtert…was Religion angeht, bin ich sehr skeptisch und, da ich beide Fächer hatte konnte ich mir gut eine eigene Meinung bilden und zähle mich auf jeden Fall zu den Atheisten :o)

Allerdings find ich es nicht i.O. wenn die Lehrerin den Schülern eine Meinung aufzwingt…man könnte die ganze Sache mit Sicherheit anders, besser gestalten. Warum nicht mal das Gespärch mit der Frau suchen?

Liebe Grüße Hanna

Hi,

Ich gebe dir vollkommen recht…

b) Wenn man dem Kind dann aufgibt „Der liebe Gott hat die Erde
erschaffen“. Dann IST das Missionierung.
Selbst auf meiner katholischen (!) Grundschule im Religions(!)
unterricht war unsere Lehrerin in der Lage zu sagen „Wir
Christen *glauben* daran, dass Gott die Erde erschaffen
hat…“
bzw. man kann ja auch sagen „Die Christen glauben daran…“
etc. pp.

Es gibt doch nicht nur entweder oder, ein zwei Worte mehr
können schon was bewirken.

Da gebe ich dir auch recht. Nur steht in dem ausgangsposting nix davon, dass die tochter die lehrerin ZITIERT hätte. Das habe ich auch an anderer stelle schon zu bedenken gegeben.
Kennst du den wortlaut aus dem unterricht? Ich nämlich auch nicht. Und ob eine drittklässlerin diesen wortlaut im gesamtkontext korrekt widergibt kann man durchaus mal anzweifeln.
Das spannenste fakt in einem solchen unterricht ist dann halt der „liebe gott, der das alles einfach so mal macht“ und nicht die 2000jährige religionsgeschichte, die dazu auch noch erzählt wird…

LG Alex:smile:

Hi,

Weil, sonst wäre sein Wissen und seine Vorstellung von der
Welt ja nur „verantwortungslose nachplapperei von papis
schwadronieren“.

Nun ja. Hätte ich nicht schon einen eindruck von deiner
erziehungweise gewonnen, würde ich das als unverschämtheit
aufnehmen müssen…

Dir ist schon klar das das ein wörtliches Zitat aus deinem
Beitrag war, oder ?

Dir ist auch klar, dass du in deiner eloquenz versucht hast mein zitat gegen mich zu wenden, oder??? Also bitte…

Aber ich verstehe ja das euch das innerlich völlig fertig
macht das es Leute gibt die nicht so glauben wie ihr. Und die
Gottlosen sind die allerschlimmsten.

Wie ich schon sagte, du kannst gerne stereotypisieren, verallgemeinern und was du sonst noch so machst. Deineeinstellung wird nicht wahrer.
Nicht die auf gott bezogen; das kann jeder handhaben, wie er will; sondern die deiner tochter gegenüber…

LG Alex (der auch in diskussionen ein mindestmaß an höflichkeit behält, zumind. was grußformeln angeht)

Hallo rene,

entschuldige bitte meine ungenaue Ausdruckweise:
Phobie,
alleine auf dem Schulhof zu gehen, weil dort die Dealer
lauern, obwohl weit und breit kein Dealer da ist.

ehm…na solch fesselnden unterricht moechte ich auch mal haben…

manchmal sind auch einfach die Kinder mit zuviel Phantasie ausgestattet.
Und meine Korrektur unten in fett:

also nochmal…an einer schule, an der nicht gedealt wird und wo
nicht gewalt an der tagesordnung ist, ha ben ein paar schueler :angst, obwohl eben keiner dealt

Die Lehrerinnen hatten einfach keine Lust (keine Vorgaben oder sonstwas) ein anderes Thema für den Ethikunterricht zu suchen.

Gruß, Karin

PS: Auch wenn es Dir schwerfallen mag es zu glauben: Zumindestens in den 80-ern gab es hier in München eine Grundschule (nur 1. bis 4. Klasse) an der Dealen überhaupt nicht vorgekommen ist und Gewalt nur selten. Aber die Themen waren doch so bequem für die Lehrerinnen.