woher kommt der oben genannte Ausdruck?
Wir haben mal fantasiert, dass ein Kerbholz so eine Art altmodischer Notizblock gewesen sein könnte. Eingekerbt hätte man dann Zeichen für irgendwelche Dinge, an die man sich erinnern will (z.B. der Wirt macht Kerben für die Schulden seiner Kunden).
Was wisst ihr? Ist an unserer Fantasie was Wahres dran?
"Das Kerbholz war ein aus zwei gleichen Teilen bestehendes Holzstück, in das Schulddaten z.B. beim Ausleihen von Saatgut bei Priestern eingetragen wurden. Nach der Ernte wurden die Holzstücke verglichen, um danach bei Übereinstimmung die Schuld zu begleichen. „Etwas auf dem Kerbholz haben“ bedeutete ursprünglich bei jemandem in der Schuld stehen "
hi,
früher mussten kinder, wenn sie etwas angestellt hatten, das auf einem holz mit einer kerbe notieren. der „nikolaus“ usw. hat sich dann dieses kerbholz auch angesehen.
m.
woher kommt der oben genannte Ausdruck?
Wir haben mal fantasiert, dass ein Kerbholz so eine Art
altmodischer Notizblock gewesen sein könnte. Eingekerbt hätte
man dann Zeichen für irgendwelche Dinge, an die man sich
erinnern will (z.B. der Wirt macht Kerben für die Schulden
seiner Kunden).
Was wisst ihr? Ist an unserer Fantasie was Wahres dran?
„Kerbholz“ oder „Kerbe“, auch die „Beile“ genannt, ist das alte Mittel zum Zählen und Rechnen, die alte Rechentafel, ein später Nachkomme des uralten Runenstabes. Es diente namentlich zur gegenseitigen Sicherstellung und zum Schutz gegen Betrug im Geschäfts- und Rechnungswesen, was dadurch erreicht wurde, daß beide im gegenseitigen Geschäftsverkehr stehenden Parteien zwei ganz gleiche etwa fußlange Stäbchen besaßen, die man bei der Notierung der Schuld nebeneinander legte und über die man in einem Zuge so viele Kerben einschnitt oder einfeilte, als die Rechnung Posten hatte.
Bei der Abrechnung wurden die beiden Teile miteinander verglichen und die Kerben, die, sofern keine Fälschung stattgefunden hatte, genau aufeinander passen mußten, zusammengezählt.
Der Kerbhölzer bedienten sich namentlich Bäcker, Metzger, Milchbauern, Drescher, Müller, Bergleute u. dgl.
Auch amtliche Rechnungen wurden so geführt und im Steuerwesen diente die Einrichtung zur Berechnung und Kontrolle zwischen dem Einnehmer und dem Gegenbeamten.