Hallo Reiseexperten.
Mein Vater hat mir vor 2 Wochen als Geburtstagsgeschenk eine Reise nach Berlin mit 2maliger Übernachtung im Adlon geschenkt. Wir hatten 2 Zimmer mit Connecting Door und Blick auf „unter den Linden“.
Zugegeben, die Zimmer waren vom Feinsten, der Service unten ebenso, wie auch die Preise
Was ich aber total vermisste waren kleine Aufmerksamkeiten auf dem Zimmer, die in ausländischen 5*+ Hotels (haben bisher nur im Ausland in solchen Palästen gewohnt) derweil Standard sind:
Begrüßungskarte, teils eigenhändig geschrieben,sowie meist ein kleines Präsent auf dem Zimmer
Frische Blumen
Jeden Abend ein „Gute Nacht Leckerli“, oder sonstige Spezialität des Hauses.
Gerade solche Kleinigkeiten lassen einen sich im Hotel heimisch fühlen.
Dagegen wirkte das Adlon nüchtern und kalt.
Dennoch natürlich von der Ausstattung und der Sicherheit her einfach Spitze.
Nun meine Frage: ist es in anderen deutschen 5*+ Hotels ebenfalls so, oder ist da der Service auf dem Zimmer aufmerksamer?
Würde mich brennend interessieren, denn so gelobt, wie das Adlon immer wird, hatte ich mir eigentlich einen rundum perfekten Service vorgestellt.
Danke für Eure Berichte.
Jeder Kontinent entwickelte seine eigene 5-Sterne-Philosophie. Die fernöstliche Hotelerie ist da sicherlich wieder ganz anders als die europäische. Ich sehe daher frische Blumen und ein kleines Präsent nicht als Standard in Europa in einem 5-Sterne-Hotel, zumal bei zwei oder drei Nächtiugngen nur.
Dass keine Schokolade oder sonstige Süssigkeit am Bett liegt, wundert mich schon eher. Aber handgeschriebene Willkommensgrüße sind auch in Europa schon lange nicht mehr üblich - vielleicht noch bei langjährigen Stammkunden.
Ich gebe auch zu bedenken, dass z. B. in Fernost kleine Give-aways viel günstiger für das Hotel zu bekommen sind als hier in Europa.
Nicht zu vergessen, dass Berlin fast schon eine „nordeuropäische“ eher kühle Hauptstadt ist, wo einfach auch das Publikum ein anderes in dieser Hotelkategorie sein wird als in Bangkok oder Las Vegas.
Hallo Peter,
danke für die Antwort, aber das mit Europa stimmt nicht, denke ich an Lissabon (Lapa Palace) oder die Schweiz, dort sind Willkommenskarten und Blumen Standart.
Aber Du hast wohl Recht mit den beiden Übernachtungen - 8-9 Nächte sind da schon etwas Anderes.
MFG
Henning
naja, trotzdem… was kostet eine Praline, noch dazu wenn man sie in großen Stückzahlen kauft? 50 Cent, 60 Cent?
Ich finde es schon beschämend bzw. bezeichnend wenn eine solche Kleinigkeit, die aber einen großen Effekt hätte, nicht verfügbar ist. An den Kosten kann es wohl kaum liegen.
Was mich stört - auch wenn das jetzt leicht off topic ist - ist daß in der Welt der Schönen und Reichen immer so eine gewisse Arroganz herrscht. Will sagen: wenn der Graf XY mit seinem Rolls Royce vorfährt liegt vielleicht auch ein Pralinchen im Zimmer, während bei „Otto Normalverbrauchern“ wie Henning Grund - wer ist schon Henning Grund? - scheinbar nicht nötig ist sich dementsprechend anzustrengen, denn das ist ja erkennbar ein Gast der eigentlich nur mal aus Spaß in diesem Hotel logieren will, der aber eigentlich nicht standesgemäß dazugehört.
Mag sein daß ich mich irre, aber ich kann mich dieses Gedankens nicht so ganz erwehren…
immer noch keine ganz klare Aussage
Hallo,
na, ob es so einfach ist?
Wir haben immerhin den Limousinenservice in Anspruch genommen, 2 Superior Doppelzimmer für 2 Nächte. Dafür kannst du bequem 1 Woche in die Karibik fliegen. Außerdem - woher sollen sie wissen, wer ich bin?
Ich glaube mehr, dass es in Deutschland nicht üblich ist.
Das war aber genau meine Frage, die bis jetzt noch nicht beantwortet worden ist.
Hat denn keiner Erfahrungen mit anderen 5*+ Hotels der BRD?
MFG
Henning
ich habe in verschiedenen Hotels verschiedenste Erfahrung gemacht. Im Inland wie im Ausland.
Der „Deutsche“ Service ist eben eher spröde und steif und so mancher Hotelmanager denkt sich eben vermutlich, „warum soll ich die blöde Praline hinlegen, wo sie doch eh nur von 5% gegessen wird“. Auch ich lege das Ding immer weg und rühre sie nicht an. Wichtiger in einem 5* Haus ist doch die Sauberkeit, 24h-Verfügbarkeit des Service und der Angestellten, Großzügigkeit der Einrichtungen (Zimmer), zentrale Lage (in Städten) usw. und so fort. Ob da jetzt z.B. ein Bonbon auf dem Kopfkissen liegt stört die Zielgruppe des Hotels nicht. Wenn man naschen will, beauftragt man den Concierge etwas frisches zu besorgen.
Abgesehen davon wird mit Sicherheit darauf geachtet, wer zu welchem Tarif wohnt. Da macht auch der Limo-Service zum WE-Special keinen Unterschied. Ernst-August und Caroline wird sicherlich mehr Aufmerksamkeit gescheinkt als Dir. Nichts für ungut, aber so ungerecht ist die Welt. Das ist das selbe wie im Flugzeug. Als Super-Spar Flieger wirst Du auf einem Interkontinental Flug niemals upgegraded, als vollzahlender Business-Class Kunde ist mir das bei fast jedem zweiten Flug passiert (ja, ja, das hat in den goldenen Zeiten die Firma gezahlt)
Um ehrlich zu sein, ich komme mir da etwas albern vor. Denn ansonsten war ja alles einfach super. Ich wollte ja auch nur wissen, wie es im Allgemeinen in der BRD so ist. Also Adlon keine negative Ausnahme.
MFG
henning
ich habe in verschiedenen Hotels verschiedenste Erfahrung
gemacht. Im Inland wie im Ausland.
Der „Deutsche“ Service ist eben eher spröde und steif
Danke, das wollte ich wissen.
Wichtiger in einem 5* Haus ist doch die Sauberkeit,
24h-Verfügbarkeit des Service und der Angestellten,
Großzügigkeit der Einrichtungen (Zimmer), zentrale Lage (in
Städten) usw. und so fort.
Da hast du Recht.Das ist beim Adlon einfach perfekt.
Beispiel:
Vater und ich wollten um 10 Uhr draußen einen Tee trinken. Das gehe erst ab 12, da würde geöffnet. Ich zur Rezeption, 5 Minuten später war ein Tisch aufgeschlossen (die werden angekettet) und wir konnten haben, was wir wollten.
Über die 42m² Zimmer kann ich nur sagen: das bisher Beste, was ich erleben durfte - sicher auch Geschmackssache.
Ja, danke nochmal für deine Erklärung.Bin nun vollends beruhigt.
Aus eigener Erfahrung
… kann ich das folgende dazu sagen.
dass es kein Betthupferl gab, finde ich ungewöhnlich
handgeschriebene Willkommensbriefe sind in der Geschäftshotellerie in Deutschland eher selten
In den 5-Sterne-Häusern, in denen ich arbeitete (3) und die ich beruflich besuchte (>20), gab es immer Betthupferl. Handgeschriebene Willkommensbriefe gab es meist nur mit Einschränkungen, z.B. nur in den Suiten, nur in der höheren Zimmerkategorie oder nur für VIPs.
Danke für die Antwort.
Es kann auch sein: durch ein anstrengendes Tagesprogramm gingen wir relativ früh schlafen, d.h. ab 20.00 auf den Knopf für das „Bitte nicht stören“ gedrückt. Vielleicht kam das Betthupferl später? Ich kann mich noch erinnern, dass in Kairo die bediensteten laut gegen die Tür hämmerten, trotz des Schildes.
Wäre eine Erklärung.
MFG
Henning
Es kann auch sein: durch ein anstrengendes Tagesprogramm
gingen wir relativ früh schlafen, d.h. ab 20.00 auf den Knopf
für das „Bitte nicht stören“ gedrückt. Vielleicht kam das
Betthupferl später?
Das kann natürlich sein! Der Turndown-Service (Bettaufdecken, Mülleimer leeren, Handtücher checken & Betthupferl verteilen) kann je nach Belegungs- und Personalsituation schon mal bis 21.00 dauern.
Das ist bestimmt die Erklärung, denn dass es im Adlon keinen Turndown gibt, kann ich nicht glauben.
Hallo Myriam,
der Turndown Service kam bereits angemessen um 19 Uhr, allerdings ohne Betthupferl. Wie ich das Hotel inzwischen einschätze, haben die dafür noch einen Extra Service. Nun, und den hat dann die Please do not disturb Lampe abgeschreckt.
Ach ja, zum Schmunzeln: ich wollte für unterwegs einen Teebeutel haben. Im Adlon unmöglich, entsetzte, sich aber entschuldigende Gesichter beim Frühstücksbuffet.
Man würde den Beutel besorgen - wäre irgendwie unten?im Keller? - und auf das Zimmer schicken.
Gerade als wir am Zimmer angelangt waren, schellte es, und der RS kam mit 2 Portionen Tee (20€).Da ich nur einen Beutel wollte (RS wollte mir dann zig besorgen), wollte ich die Portionen nicht; nun,der Einfachheit halber wurde daraus dann ein Geschenk des Hauses.
Mal ehrlich: toll so ein Hotel, aber irgendwie auch etwas stressig. Vor allem, wenn man mit irgendeiner Art von Handtasche, die nach Gepäck aussah, durch die Lobby wollte. Ein fast unmögliches Unterfangen, stürzten sich doch von allen Seiten Bedienstete auf einen, die einem tragen helfen wollten.