Etwas links- oder rechtsrum öffnen?

Hallo Wissende,

nein, es ist keine fremdsprachlige Anfrage, ich glaub aber trotzzdem daß ich hier richtig bin, weil ich hier viele vermute, die nicht nur fremde Sprachen können sondern auch schon da waren wo diese gesprochen werden.
Liege ich falsch, sorry, muß wohl der liebe Mod seines Amtes walten und in ein anderes Brett schubsen :smile:

Meine Computermaus ruckelte rum. Okay, ist eine einfache, so mit Kugel unten und Kabel zum PC.
Wenn man sie umdreht sieht man unten eine Art Drehscheibe mit Loch in der Mitte wo die Kugel rausschaut.

Ich habe dann, so wie von anderen Computermäusen her gewohnt, versucht diese Drehscheibe abzuschrauben. Da ging gar nix.

Nach einigen tagen kam ich irgendwie auf die Idee, schraub mal nicht linksrum, sondern rechtsrum, schwupps war die Drehscheibe abgeschraubt :smile:

Okay, jetzt zu meiner Frage. Die Maus ist Kleinpreislich, made in China. Liegts es daran daß man da aus mir unklaren Gründen rechtsrum anstatt linksrum drehen muß um etwas aufzuschrauben?

Oder kann es sein, andere Länder, andere Sitten, so wie Linksverkehr in England, daß es in anderen Ländern (welchen?) üblich ist, irgendein Gurkenglas rechtsrum aufzudrehen?

Hier in D. kenne ich es nur so, egal was, aufgeschraubt wird linksrum, zugeschraubt rechtsrum. Ausnahmen kenne ich jetzt nur bei bestimmten Gasflaschenanschlüßen.

Danke ^ Gruß
Reinhard

Hallo,
Ich kann dir nur eine Komischkeit aus China berichten: unsere Zimmertür hier lässt sich mit dem Schlüssel in die gegengesetzte Richtung öffnen. Das verwirrt mich immer etwas.
Ich weiß aber nicht, inwieweit sich das in andere Bereiche ausdehnt, ansonsten scheint sich hier die Welt bisher „normalrum“ zu drehen.

Grüße,

  • André

Hallo,

Türen werden in Australien auch „verkehrt herum“ geöffnet bzw. geschlossen.

Ansonsten ist alles andere auch normal.

Bei der mouse könnte ich mir vorstellen, daß man sie ja umdreht und dann dreht man halt andersrum?

mfg
M

Hallo Reinhard,

Linksverkehr in England ist ein gutes Stichwort. Meinem Kachelofen aus der Zopfzeit krachten die Schrauben der Abzugsklappe raus, Materialermüdung. Von Kreti zu Pleti rannte ich, bis eine Freundin von mir ihren 95jährigen Vater befragte, der seinerzeit Ofensetzer war.

Der erzählte, dass so von 1903-1910 sämtliche Kachelöfen für den Berliner Raum aufgrund irgendeines Wirtschaftsabkommens (wahrscheinlich waren die auch wesentlich billiger in der Fertigung) aus Großbritannien importiert wurden, also folgerichtig sämtliche Schrauben mit Linksgewinde versehen waren.

Da hätte ich ewig versuchen können, die Klappe wieder festzuzurren.

Beste Grüße

Annie