Hallo liebe Experten,
D = Epsilon * dem elektrischen Feld E.
Was ist eigentlich der deutsche Name für D? Wir nennen es hier „déplacement éléctrique“.
Aber davon abgesehen:
Es ist aus der Formel zu entnehmen, daß umso größer die Permittivität Epsilon ist, umso größer ist D.
Bedeuted das mit anderen Worten, daß ein Dielektrikum mit relativ. Epsilon > 1 die Kraft, die auf die elektrischen Ladungen wirken, verstärkt? (Woher aber kommt dann diese Kraft?)
Ich würde mich freuen, ein paar Vorschläge aus der Praxis oder Theorie hören zu können.
Viele Grüße
Bernhard
Hallo
D = Epsilon * dem elektrischen Feld E.
Was ist eigentlich der deutsche Name für D? Wir nennen es hier
„déplacement éléctrique“.
D = Dielektrische Verschiebung
Aber davon abgesehen:
Es ist aus der Formel zu entnehmen, daß umso größer die
Permittivität Epsilon ist, umso größer ist D.
D=epsilon*E gilt nur im Falle linearer Medien, allgemein gilt D=epsilon0*E + P, wobei P die Polarisation ist. Setzt du ein Dielektrikum (nach außen erstmal elektrisch neutral) in ein elektrisches Feld, so werden im Inneren Moleküle durch das äußere Feld ausgerichtet. Dadurch entsteht im Innern ein elektrisches Feld, welches dem Äußeren entgegengerichtet ist (das Dielektrikum wird „polarisiert“). Das Gesamtfeld im Dielektrikum ist dann kleiner als das von außen angelegte (äußeres Feld + (entgegengerichtetes)inneres Feld). Durch diese Feldschwächung wird z.B. in einem Kondensator die Kapazität größer (je kleiner das Feld, umso größer die Kapazität (im Grenzfall würde ein Leiter zu einem inneren, resultierenden Feld von Null führen, also zu einer größtmöglichen Kapazität; aber das geht natürlich nicht bei einem Kondensator).
Durch diese Polaristion ändert sich nun an der Grenzfläche eines Dielektrikums das elektrische Feld sprunghaft (im inneren ist es ja kleiner). Die dielektrische Verschiebung jedoch ist an der Grenzfläche stetig (zumindest die Normalkomponente von D), da sie praktisch mit den Bedingungen/Auswirkungen des Dielektrikums (epsilon bzw. der Polarisation) schon verknüpft ist. Das ist der eigentliche Sinn der Definition von D.
Es ist eigentlich nicht nötig, D einzuführen. Dann müsste man aber sämtliche Ladungen, die zu Feldänderungen führen, explizit berücksichtigen (man spricht von sogenannten „gebundenen“ Ladungen im Dielektrikum, von der Polarisation herrührend)
Das war ein kleiner theoretischer Auszug, der mit Sicherheit nicht vollständig ist, aber vielleicht hilft´s dir ja schon mal bisschen weiter…
Schönen Gruß
Andre