Hallo allerseits,
was haltet ihr eigentlich vom Vorbeschluss der EU, dass Frauen den Männern in Versicherungs-Beiträgen nicht mehr nachgezogen werden dürfen?
Gruß
Marco
Hallo allerseits,
was haltet ihr eigentlich vom Vorbeschluss der EU, dass Frauen den Männern in Versicherungs-Beiträgen nicht mehr nachgezogen werden dürfen?
Gruß
Marco
Hi!
Das hatte ich die Woche mit einem Bekannten diskutiert, der bei einer namhaften Versicherung beschäftigt ist.
Er unterstrich meine Ansicht, dass hier die Zwangsgleichmacherei der Geschlechter über versicherungsmathematische Fakten gestellt wird.
Als Unternehmer würde ich einen solchen Eingriff in meine Kalkulationen nicht akzeptieren.
Grüße,
Mathias
was haltet ihr eigentlich vom Vorbeschluss der EU, dass Frauen
den Männern in Versicherungs-Beiträgen nicht mehr nachgezogen
werden dürfen?Gruß
Marco
Hallo Marco,
ich halte das für vollkommen in Ordnung, wenn solch eine Gleichbehandlung auch in allen Versicherungsbereichen durchgeführt wird, also auch bei KFZ, UV, RLV und anderen Sparten, in denen Frauen bevorteilt sind.
Ich verstehe sowieso nicht, warum Frauen z.B. bei privaten Rentenversicherungen eine niedrigere Rente ausbezahlt bekommen, bloß weil sie statistisch länger leben. Der Bedarf dürfte doch der selbe sein.
Sogenannte Unisextarife gibt es bereits bei einigen offenen Pensionskassen und das wohl bekannteste Beispiel bildet die gesetzliche Rentenversicherung.
Versicherungsmathematisch dürfte so etwas kein Problem darstellen und hier geht es ja wohl um Diskreminierung und nicht um den Eingriff in Unternehmenskalkulationen sondern um einheitliche Tarife.
Mir fällt da auf Anhieb noch eine Gruppierung ein, die meines Erachtens viel zu häufig bevorzugt wird, die Beamten. Hier sollte auch mal an Gleichbehandlung gedacht werden. Das Problem ist nur, dass die Leute, die nachdenken müssten, selber Beamte sind.
Gruß
Ralf
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Hallo,
hier sehe ich den Eingriff in die wirtschafliche Selbstständigkeit der Unternehmen. Die Gleichstellungen würde nur Bedeuten das man das höhere Risiko zuläßtals teurer wird.
Gruß Achim
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Moin, Marco!
was haltet ihr eigentlich vom Vorbeschluss der EU, dass Frauen
den Männern in Versicherungs-Beiträgen nicht mehr nachgezogen
werden dürfen?
Meines Erachtens ist dieser Beschluß schwachsinnig. Ich halte aber ohnehin nix von der ständigen Gleichmacherei oder anders gesagt: Der Geschlechterkampf ist in meinen Augen heutzutage überflüssig.
Warum ich aber diesen EU-Beschluß, der meiner Ansicht nach das persönliche Steckenpferd einer einsamen EU-Kampfemanze ist, für ausgemachten Unfug halte, ist recht simpel.
Die unterschiedlichen Prämien für Männlein und Weiblein im Versicherungsgeschäft resultieren im allgemeinen aus einer risikogesteuerten Prämienberechnung auf Basis statistischer Werte. Klassisches Beispiel dafür sind die günstigeren Prämien für Frauen in der Risikolebensversicherung (Frauen leben halt statistisch gesehen länger) oder auch die im Gegensatz höheren Prämien für Frauen in der PKV (Frauen verursachen nunmal im Regelfall *g* höhere Kosten beim Doc). Wenn jetzt seitens der EU-Bürokraten hier eine künstliche Gleichmacherei erfolgen soll, dann bliebe den Versicherern eigentlich nur ein Ausweg, um alle Prämien auf ein Unisex-Niveau zu bringen. Theoretisch müßten dann alle Prämien dem mximal möglichen Risiko angeglichen werden. Ergo würden die Prämien für Frauen in der Risikoleben auf das Niveau der Männer gehoben, in der PKV würden die Prämien für Männer den Frauen angeglichen werden.
Unterm Strich hätte das dann zwar mit Risikokalkulation nix mehr zu tun, aber was schert´s die EU? Hauptsache, wir haben eine weitere Norm.
Fazit: Ich glaube nicht (…Die Hoffnung stirbt zuletzt *g*), das sich das letztlich durchsetzt. Es ist einfach zu schwachsinnig. Andererseits… wir haben ja auch EU-Normen für die Größe von Kloschüsseln…
Soweit meine Ansichten dazu - Du siehst also, ich lebe noch *g*
Liebe Grüße vom
Dicken MD.
Gruß
Marco
Hi Marco,
das interessante dabei ist, dass die Versicherer dann die geschlechtsspezifisch negativen Risiko versuchen zu vermeiden. Der Dumme ist doch z.B. bei einer Rentenversicherung dann die Gesellschaft, die viel Frauen versichert (da die länger leben).
Im Ergebnis sind die Gesellschaften dann bemüht, möglich wenig Frauen zu versichern.
Kann wohl nicht ganz im Sinne der Erfinderin sein, oder?
Andreas
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Servus Andreas,
genau das Problem sehe ich nämlich auch. Es wird eine günstige Prämie gewählt, damit man viel Geschäft bekommt und bei den Frauen werden eben härtere Selektionen gefahren und künftig gibts da eben nur noch LAS anstatt RZ´s, was dazu führen wird, dass Frau sich nicht absichern wird.
Gruß
Marco