Eu-Fahrzeug SCHROTT (Hyndai Getz 1.1 oder 1.4)

Hallo!!

Ich hatte schoneinmal eine Anfrage gestellt wie Ihr den Hyundai Getz 1.1 (1.4) findet. Eure Meinungen waren geteilt. Ich jedoch habe mich dazu entschieden das ich dieses Auto auf jeden Fall kaufen möchte, da es als Neuwagen eine günstige Alternative ist. Jetzt habe ich jedoch im Internet Angebote über EU-Fahrzeuge gefunden. Mit diesem Vergleichsangebot bin ich nun zu meinem Hyundai-Händer gegangen und habe angefragt, warum dieses Fahrzeug so viel günstiger (2000 - 3000 Euro) ist. Mein Hyundai-Händler sagt mir darauf er könnte mir zum gleichen Preis ebenfalls einen EU-Neuwagen besorgen. Er hat mir aber von einem EU-Auto abgeraten. Seine Aussagen:

  • Ersatzteile und reparaturen sind teurer.
  • Der Boden rostet schnell durch.
  • Qualtität ist schlecher.
    Diese zwei Aussagen haben mir nun zu denken gegeben, besonders das mit dem Rost.

Ist das alles nur „gelaber“ damit ich kein EU-Auto bei ihm kaufe, sondern ein „deutsches“ Auto … oder ist da was dran?

Habt Ihr ein EU-Auto? Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Könnt Ihr mit empfehlen einen EU-Wagen zu kaufen?

Danke schonmal für Eure Antworten und schöne Grüße!!!

Hallo,

mich wundert es nicht, dass ein Vertragshändler versucht, EU-Fahrzeuge schlecht zu reden. Schließlich will er ja seine eigenen, teureren Wagen verkaufen. Die Aussage, dass er selber so ein EU-Fzg. beschaffen kann, wundert mich da schon eher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Importeur egal welchen Herstellers so eine „Konkurrenz“ zulässt.

Ich kenne zwar den Produktionsvorgang bei Hyundai nicht, aber:

  • Ersatzteile und reparaturen sind teurer.

Wir sprechen aber schon vom selben Fzg-Typ?
Frage den Verkäufer doch mal, welche Teile bzw. Reparaturen teurer sein sollen. Bei einzelnen Teilen kann das vielleicht schon mal passieren, aber generell kann ich mir das nicht vorstellen!

  • Der Boden rostet schnell durch.

Das kann dann stimmen, wenn das Fzg. ursprünglich für ein Land gebaut wurde, in dem im Winter nicht gestreut werden muss und deswegen die Karosse auch mit geringerem Rostschutz nicht rostet.
Einem Neuwagen, den ich lange fahren möchte, würde ich aber eh nach ein paar Monaten eine extra Hohlraumversiegelung gönnen. Unterbodenschutz extra auftragen - falls wirklich möglich - und man hat ein Auto, das wirklich geschützt ist, besser als das vom deutschen Vertragshändler.

  • Qualtität ist schlecher.

Welcher Hersteller macht sich denn die Mühe, die Fzg. auszusortieren, die nach D. gehen? Steht da bei Hyundai jemand am Ende des Bandes und sortiert aus? „Der hier ist gut, der geht nach D., der hier ist schlecht, der darf nicht nach D.“???

Da der Preisunterschied aber nicht so groß ist, würde ich mal bei einem zweiten Vertragshändler anfragen, was der dazu sagt.
Mit etwas Verhandlungsgeschick ist der Preisunterschied evtl. deutlich geringer als 2000 Euro. Dann musst Du dieses „Risiko“ vielleicht gar nicht mehr eingehen.

Beste Grüße
Guido

Hi Jacy,

die einzige Information die ich beizutragen habe ist, dass die Ausstattungen der PKW innerhalb der EU abweichen können. So ist die Ausstattung „X-Line“ in Frankreich u.U. nicht mit der gleichnamigen Serie in Deutschland vergleichbar, was sich natürlich auf den Preis auswirkt.

Hier gilt es sehr gut zu vergleichen und zu hinterfragen.

Dass die Fertigungsqualität unterschiedlich sein soll kann ich mir nicht vorstellen. Die Autos werden ja alle im gleichen Werk produziert.

bye
Rolf

Hallo,

lass dich nicht verrückt machen und kauf den Wagen !
Beisteuern möchte ich dass ich nach 20 Jahren Toyota nun einen Getz Diesel gekauft habe ( 05/2006, 18800 km, 8500 E) , den jetzt 10 Tkm gefahren habe und zutiefst zufrieden damit bin.
Es ist ein ehemaliges Mietfahrzeug vom spanischen Markt.

Zu den Benzinmotoren kann ich nichts sagen weil ich ja den Diesel mit 88 PS habe, der ist aber einfach klasse !
Wenn du im Flachland wohnst und meist Kurzstrecke fährst kannst du den 1.1 nehmen, andernfalls tu dir den Gefallen und nimm den 1.4 . Mehr Power ist immer besser und kostet ja fast nichts mehr.

Wenn du den astronomischen Wertverlust betrachtest magst du evtl. auch lieber einen jungen Gebrauchtwagen haben für 50 % des NP ?

Viel Glück mit deiner Entscheidung
SomeOne

  • Ersatzteile und reparaturen sind teurer.

Dummes Zeugs. Das sind - bis auf Details in den Ausstattungen - die selben Autos, die vom selben Band laufen.

  • Der Boden rostet schnell durch.

Mag sein, dass Hyundai für Fahrzeuge, die zum Export nach Namibia vorgesehen sind, weniger oder keinen Unterbodenschutz auftragen. Bei Fahrzeugen aus dem / für das europäische Ausland halte ich das aber ebenfalls für dummes Zeugs.

  • Qualtität ist schlecher.

Jetzt wird es aber abenteuerlich! In der DDR war es angeblich so, dass am Ende der Produktion aussortiert wurde: Der Schrott wurde im Inland verkauft, die guten Sachen wurden gegen Devisen exportiert.

Diese zwei Aussagen haben mir nun zu denken gegeben, besonders
das mit dem Rost.

Richtig, DAS würde mir auch zu denken geben. Und zwar, ob ich bei einem solchen Händler üpberhaupt etwas kaufen würde.

Das einzige, was er hätte sagen können, wäre: Der Umfang der freiwilligen Garantie (nicht der Gewährleistung!) oder die Kulanz könnte bei einem EU-Import schlechter sein.

Hallo,

mal so als begeisterter Reimport-Fahrer (momentan 2. Reimport):

Wir reden hier von Fahrzeugen die für den westeuropäischen Markt gefertigt werden. D.h. Fahrzeuge die nach Italien, Dänemark, Niederlande, … als ganz normale Neufahrzeuge geliefert werden. D.h. die Fahrzeuge stehen da ganz genau so beim Händler im Laden wie hier auch. Die Dänen, … würden wohl kaum ein Auto kaufen, was nicht genau so gut wie ein Auto für den deutschen Markt wäre.

Was es gibt sind unterschiedliche Laufzeiten/Verfügbarkeiten bestimmter Modellreihen. Das hat aber weniger mit den Reimporten an sich, sondern mehr damit zu tun, dass zu den Reimporteuren Kunden kommen, die ein besonders günstiges Fahrzeug haben wollen, und daher kaufen die Reimporteure natürlich nur zu gerne die auslaufenden Vorserienfahrzeuge auf, die die gebundenen Händler überall gerne günstig raushauen, um Platz für die neue Serie zu bekommen. Da Modellwechsel nicht nur ganz deutlich, sondern teilweise auch nur unter der Haube stattfinden, muss man ggf. vergleichen, ob ein bestimmtest Fahrzeug schon aktuelle Serie, oder ggf. noch Vorserie ist. Seriöse Reimporteure weisen dies aber auch deutlich aus.

Außerdem gibt es in den einzelnen Ländern unterschiedliche Ausstattungsvarianten, teilweise zu identischen Bezeichnungen. D.h. die GLX-Ausstattung kann in Italien andere Komponenten beinhalten als in Deutschland. Auch darauf wird ein seriöser Reimporteur hinweisen, bzw. man muss eben vergleichen ob man all die Komponenten bekommt, die man haben will. Viele Reimporteure kaufen ohnehin nur gehobene Ausstattungen ein, da ist die Gefahr gering, dass wirklich interessante Dinge fehlen.

Da wir bei Reimport-Fahrzeugen von ganz normalen Serienfahrzeugen sprechen, gibt es da auch keine anderen Ersatzteile. Zudem bieten die großen Anbieter inzwischen üblicherweise europaweit einheitliche Garantien an. D.h. besagter seltsamer Händler bei Dir vor Ort müsste sogar die Hersteller-Garantie bzgl. deines Reimports abwickeln. Ich hatte bei meinem aktuellen Fahrzeug einen Garantiefall, und der wurde auch sauber und ohne Murren beim Händler hier vor Ort abgewickelt.

Kleiner Knackpunkt: Die Herstellergarantie beginnt mit dem Erstverkauf. D.h. man sollte aufpassen, dass man ein Fahrzeug bekommt, was nicht schon Monate beim Reimporteur auf dem Hof steht, denn die Zeit verliert man dann an Garantiezeit.

Gruß vom Wiz

Hallo,
der Hyundai Getz 1.4 kostet um 9400 EUR, der 1,1er als deutsches Fahrzeug ab 7700. Soll er als Reimport noch 2000 billiger werden? Glaub ich nicht dran. Ich meine, da will jemand die Preise hochhalten, kauf beim preiswerten Haendler ein D-Fahrzeug.
Gruss Helmut

Moin,

bei EU-Importen kann es schon mal vorkommen das andere Teile verwendet werden. Wir hatten mal einen Golf III als Reimport im Fuhrpark, da war ein Teil der Klima etwas schwieriger zu beschaffen. Aber natürlich bekommt man die Teile hier. Was sollten denn sonst Urlauber machen die mit ihrem Fahrzeug eine Panne in Deutschland haben?
Alles andere bezüglich Qualität und Rost ist, wie schon zahlreich geschrieben wurde, Mumpitz.

Gruss Jakob

Hi,

wie viele Hyundai-Werke gibt es denn in Deutschland? Meines Wissens genau 0… also kommen die Hyundais in D ohnehin aus irgendwelchen Werken auf der Welt.
Die Aussagen sind so oder so Nonsens, um den Händler würde ich einen großen Bogen machen.
Dass er lieber „eigene“ Fahrzeuge verkauft, ist absolut verständlich, aber dann soll er das auch so sagen, zumal es dafür ja in der Tat gute (wirtschaftliche) Argumente gibt.

Grüße, M

Ist das alles nur „gelaber“ damit ich kein EU-Auto bei ihm
kaufe, sondern ein „deutsches“ Auto … oder ist da was dran?

Habt Ihr ein EU-Auto? Was für Erfahrungen habt ihr damit
gemacht? Könnt Ihr mit empfehlen einen EU-Wagen zu kaufen?

Danke schonmal für Eure Antworten und schöne Grüße!!!

Hallo!

Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat gegenüber ein Autohaus erbauen lassen, und verkauft dort als freier Händler solche EU- Neuwagen.
Ich werde mal rübergehen, und ihn dazu befragen.
Vielleicht am Samsatg, oder am Montag.
Mal sehen, was er dazu sagt. Ich schreibe auf jeden Fall noch was dazu.

Etwas eigene Erfahrung habe ich auch:
In meiner (freien) Werkstatt kommen auch manchmal ältere Autos, was solche Re-Importe sind.
Der Schreck geht schon los, wenn in den Fahrzeugpapieren keine Schlüsselnummern stehen.
Dann wird erstmal die Ersatzteilbestellerei schwieriger.
So aus Erfahrung ist dann auch das Risiko höher als normal, dass die Ersatzteile manchmal nicht passen, obwohl eindeutig richtig bestellt wurde.
Das passiert immer mal, aber bei solchen Fahrzeugen doch viel öfter.
Ich kann mich da an einen Suzuki erinnern, da gab es hier in D. keinen passenden Auspuff, den musste ich auseinanderschneiden und verlängern.
Auch sind da manchmal Bremsen eingebaut, die normalerweise in dem Auto garnicht sein sollten. Ich kann mich da an einen Ford Transit erinnern, da war eine ganz andere Hinterachse eingebaut, als es sein sollte.
Das kann manchmal ganz schön nervig sein.
Auf dem letzten Lehrgang für Kupplungen hat der Mentor gewarnt,
wir sollen bei Re- Importen aufpassen, bei neueren VW wäre teilweise irgend ein anderes Kupplungsteil verbaut, das man hier in D. garnicht bekommt. Das müssten dann erst aus dem Ausland beschafft werden.

Vertragswerkstätten dürften diese Probleme aber nicht haben,
da die über ihre interne Software das anhand der Fahrgestellnummer bestellen. Die wissen dann schon sicher, welches Teil gebraucht wird.
Aber wenn irgend ein Ersatzteil in Deutschland lagermässig nicht angelegt ist, dauert das auch.

Als kompletten Unsinn würde ich die Aussage den Händlers nicht bezeichnen.

Aber wie schon angekündigt, ich schreibe noch was dazu!

Grüße, Steffen!

Hallo,

alles dummes Gelaber des Händlers.

Es gibt zwar „Länderspezifische Varianten“ wegen örtlich unterschiedlicher Zulassungsvorschriften, aber gerade was Europa angeht wurde hier in den letzten Jahren viel gleichgestellt und alle Importeurfahrzeuge sind bis auf wenige Dinge (NSL und LWR in D Pflicht, Tagfahrlicht in DK, S, N, FL Pflicht usw.) absolut identisch.

Gerade das serh unterschiedliche Ausstatten und Fertigen macht die Fahrzeuge teuer, also warum sollte ein Importeuer, der die Autos erst noch verschiffen muß mal OHNE und mal MIT Unterbodenschutz fertigen ?

In der Tat ist es aber auch für die Händler immer noch ein hartes Los, wegen der Innereuropäischen besteuerung, gegen diese „EU-REimporte“ ankämpfen zu müssen. Letztendlich ist es der Verdienst des Händlers, um den es da geht und aus Insiderkreisen weiß ich, daß die Margen der Autohersteller zurückgenommen wurden, also verstehe ich, daß er sich gegen EU Fahrzeuge wehrt.

Wir in der Hausgerätebranche mit angemeitetem Ladengeschäft und Fachpersonal lassen uns auch nicht mit Internetpreisen die die Kunden beischleppen vergleichen, weil wir im Gegensatz zu den Internetverkäufern die Ware bei regionalen Händlern und nicht im Ausland kaufen und noch Nebenkosten wie Ladenmiete und Personal haben…

Hallo,

das Fahrzeug kenne ich nicht, wir haben kürzlich auch ein gaaaanz billiges kleines Auto gesucht und uns für einen Chevrolet Matiz entschieden. Den Kundendienst kann man nämlich beim Opelhändler machen lassen, mit Tageszulassung haben wir einen mit supertoller Ausstattung für 8.700 Euro bekommen, kein EU-Import, gefunden über den Autoscout24.de

Zum Thema EU-Fahrzeug hier noch unsere persönlichen Erfahrungen:

Vor 5 Jahren haben wir das Abenteuer gewagt und einen Ford Ka als EU-Fahrzeug gekauft, für einen Spottpreis, sind ziemlich weit gefahren, um das Auto abzuholen, denn damals war das mit den EU-Fahrzeugen noch nicht so verbreitet.

Die Ford-Werkstatt im Nachbarort hat die Kundendienste immer ohne Murren gemacht, kaputt war NIE etwas, und als er die 100.000 km-Marke überschritten hatte, war der Wechsel angesagt. Ein freier Händler hat uns noch einen akzeptablen Preis geboten, und auch hier war kein Thema, dass es ein EU-Import war, lediglich die Preisermittlung war wohl etwas schwieriger, weil er nicht in der Datenbank bei Schwacke und Co. war.

Die Papiere waren teilweise auf holländisch, aber es gab keinerlei Probleme mit der Zulassung und dem TÜV. Wichtig ist, dass du einen guten EU-Händler erwischst, es tummeln sich wohl immer mehr schwarze Schafe auf dem Markt. Keine Anzahlung leisten, Bedingungen genauestens durchlesen, das dürfte reichen.

Gute Fahrt wünscht dir
Insel