Das, was du schilderst, klingt nach zwei Ansatzpunkten: einerseits Arbeit, zum Geldverdienen, aber auch für das Selbstwertgefühl. Andererseits geht es um finanzielle Hilfe, wo möglich.
Bei konkreten Ratschläge zu letzterem müssen die FAQ:1129 beachtet werden und du bist möglicherweise nicht im richtigen Brett. Daher antworte ich zu den Punkten allgemein, Nachfragen solltest du besser unter Beachtung der FAQ im passenden Brett stellen:
- Zur Arbeitssituation:
Mit Borderline und Depression hast du ein Päckchen zu tragen. Mit Kleinkind zusätzliche Verantwortung. Wenn du gerade intensiv Therapie machst und dort auch Fortschritte, dann ist das sehr wertvoll. Da muss genau abgewogen werden, inwieweit dir eine Arbeit (damit ist noch nicht zwangsläufig voll bezahlte gemeint) jetzt im Augenblick eher nützt (weil sie motiviert) oder schadet (weil sie dich noch überfordert). Das solltest du mal mit deinem Therapeuten besprechen.
Inwieweit es Unterstützung für dich gibt, hängt von deiner bisherigen Arbeitssituation ab (nur selbstständig oder auch mal angestellt?), deinem jetzigen Versichertenstatus und der Einkommenssituation. Dafür gibt es Beratungsstellen, entweder freier Träger oder du wendest dich an den sozialpsychiatrischen Dienst deiner Gemeinde.
Ich möchte auch etwas verdienen, bei dem gedanken mein Mann
verdient alleine geht es mir schlecht.
Hier würde ich mir ein mittelfristiges! nicht kurzfristiges Ziel setzen, den Zustand des Selbstverdieners wieder zu erreichen. Versuch, dich nicht unnötig unter Druck zu setzen mit diesen Gedanken, sondern investier die Kraft darin, erst einmal wieder auf den Damm zu kommen. Oder gibt es finanziellen und / oder Druck durch deinen Mann?
Ich habe von der EU Rente gelesen, kann ich sie in meinem Fall
beantragen?
Vorab: eine EU Rente würde nicht dein psychisches Problem lösen, nicht mehr zu arbeiten! Auf der anderen Seite sehe ich in deinem Alter und nach selbstständiger Arbeit auch keinen Ansatz für eine EU-Rente. Voraussetzung ist, dass man ausreichend Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Konkreter gibt es das aber im Versicherungsbrett.
Ich bekomme derzeit keinen Cent vom Amt oder sonstiges.
Habe monatliche Kosten ( dank meinem asthma und krebs) die ich
tragen muss.
Schon mal mit der Krankenversicherung gesprochen?
Steht mir irgendetwas zu? Eine Rezeptkostenbefreiung
vielleicht ( habe mtl ca 70€ allein an Rezeptgebühren).
Du bist gesetzlich versichert und hast hoffentlich alle Quittungen aufgehoben? Bei chronisch Kranken müssen max. 1 % der Zuzahlungen selbst aufgebracht werden. Dazu zählen Praxisgebühr, Rezeptgebühr, Hilfsmittelzuzahlungen etc. Wer die Grenze erreicht, kann sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Wenn die Quittungen vorhanden sind, geht das auch noch rückwirkend - sogar noch für das Vorjahr!
Du solltest dich also zügig mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Dort kannst du auch mal nach dem Rehabilitationsberater fragen.