Eure Erfahrung bei Auktionsplattformen

Hallo,

kleine Story, würde gerne eure Kommentare dazuhören.


eine Frau kauft etwas über eine deutsche Autkionsplattform von einem Mann der im Süden von Germany wohnt. Sie überweist das Geld auf ein deutsches BAnkkonto und wartet geduldig eine Woche. Über Mail sagt der Mann das das Geld eingegangen ist und das die Schwester das Päckchen zur Post gebracht hat. Da kein Päckchen kommt, versucht sie mit dem Mann darüber zu reden. Was nicht geht, keine Nummer und auf Mails antwortet er nicht mehr. Nach einer Woche droht sie mit Anwalt doch nichts passiert.

Jetzt sitzt sie Zuhause und überlegt was sie machen soll.
Der Mann ist in Deustchland mit deutschem Konto also sollte da doch was zu machen sein … Doch wie sind die Aussichten mit einem Anwalt weiterzukommen? Oder sollte sie gleich zur Police gehen? Würde das überhaupt die Versicherung übernehmen? Oder sollte sie besser 300km fahren und ihn zur Rede stellen? Im Auktionshaus ist er auch nicht mehr und sie ist schon völlig verzweifelt! Es geht immerhin umd Ein Viertel eines Monatseinkommens und um den Scham betrogen worden zu sein, besonders wo doch der Mann so nett war und erst immer auf Ungeduldige Fragen geantwortet hat.

Was soll sie bloss tun? Sie weiß echt nicht mehr weiter …

Jetzt könnt ihr euch austoben. :wink:

Hoffe auf gute Kommentare zu dieser Story.
Vielleicht kann jemand die arme Frau mit einem Tipp trösten …

Gruß

Merrick

Moin, Merrick,

die Auktionsplattformen sind sehr daran interessiert, von solchen Fällen zu erfahren, das wäre die erste Adresse. Bei e…y findet man über Hilfe > Rechtsportal zu einer Seite, wo man sich vorab schlau machen kann.

Gruß Ralf

Hi,

ich habe mal von einer Frau gehört (:wink:) der so etwas auch passiert ist.
Sie hat dann sofort Anzeige erstattet.
Adresse ist kein Problem - kriegt der Staatsanwalt über die Bank raus.
Die Frau hatte den Eindruck dass die Staatsanwaltschaft bei Internetkriminalität sehr interessiert ist.

Also - noch einmal mahnen und dann die Sache an Leute geben die sich mit sowas beruflich beschäftigen.

viele Grüße

Susanne

Anmerkung
Hallo,

Sie hat dann sofort Anzeige erstattet.

Du weißt aber schon, dass man davon sein Geld auch nicht zurück bekommt, weil man dazu eine Zivilklage einreichen muss?
Gruß
loderunner (ianal)

Hi,

die Freundin hat das Geld aber bekommen.
Der Betrüger hat das Geld zurückgezahlt um die Strafe zu mindern.

viele Grüße

Susanne

Hallo,

die Freundin hat das Geld aber bekommen.
Der Betrüger hat das Geld zurückgezahlt um die Strafe zu
mindern.

Das ist natürlich schön, aber eben kein Automatismus. Und das ging aus Deinem Post eben nicht hervor.
Gruß
loderunner (ianal)

Hallo,

danke erstmal für die Antworten.
Es gibt bei dieser Story ein paar Einzelheiten,
die ich vorher für irrelevant hielt.


Nach der Überweisung war der Auktions-Account plötzlich „nicht mehr registriert“. Die Frau wundert sich, fragt nach und der Verkäufer antwortet über die angegebene Mailadresse.

Sie hätten ihn sofort gelöscht, nachdem eine Käuferin von Betrug geredet hätte und diese deutsche Plattfrom „wäre bescheuter“ als die Amerikanisch-Internationale, und er würde das Päckchen abschicken.

In späteren Mails ging das dann freundlich weiter.
Zurzeit auf Montage, wenig Zeit, deshalb bringt die Schwester das Paket zur Post, etc.
Misstrauisch wurde sie erst am Freitag, nachdem es hieß, könnte man nicht schon mal Positiv bewerten um den Streitfall auf der Plattform zu klären. Weil man das nämlich nur kann, wenn man eingeloggt ist.
Sie wusste das zwar, aber sagte natürlich das eine gute Bewertung erst geht wenn das Paket da ist. So lange müssten sich beide Parteien gedulden.

In der nächsten Mail fragte die Frau nach der Paketstücknummer um zu wissen wo das Paket ist. „Mache ich, kann nicht versprechen in den nächsten 10minuten dazu zu kommen.“ Sie wartet und am nächsten Tag ist immer noch keine Nummer da. „Keine Zeit, melde mich spätestens Monatg früh.“ Er meldet sich nicht und antwortet auf keine Mails mehr.

Das ist das das, was die Entscheidung so kompliziert macht.
Auf der einen Seite denkt sie, eine echter Betrüger hätte sich doch gar nicht mehr melden brauchen, außerdem ist es ein deutsches Bankkonto mit einem Namen der passend zur Adresse ist -und eine Kontaktplattfrom bestätigte auch das dort jemand mit diesem Namen lebt. NUr die Telefonnummer hat sie nicht.
Auf der anderen Seite sollte er doch noch antworten und das Paket müsste mit DHL auch schon längst da sein. Ein Tag geben die an.

Deshalb würde ein Anwalt wohl reichen. Denkt sie.
Nur wie erfolgreich so einer ist, weiß sie nicht einzuschätzen.
Sie ist noch nie so enttäuscht worden.
Betrogen worden ja … aber nicht so enttäuscht.

Ich hoffe, das macht das ganze einfacher.
Versteht mich nicht falsch, alle Tipps waren super,
nur ist das hier mehr eine psychologische Zwickmühle.

Den Mann gibt es. Er wohnt da wo er angegeben hat.
Deutsches Konto. Kein Ausland.
Das Problem ist die eine Woche anhaltende Freundlichkeit,
die das Gefühl aufkommen lässt, das dass Ganze ein Missverständnis ist. Das ist das Problem.

Anwalt? Polizei? Warten?
Was wäre in dieser Hisnicht am Vernüftigsten,
aber gleichzeitig am Besten mit der „Psyche“ zu vereinbaren.

Gruß

Merrick

Gruß

Merrick

Anwalt? Polizei? Warten?
Was wäre in dieser Hisnicht am Vernüftigsten,
aber gleichzeitig am Besten mit der „Psyche“ zu vereinbaren.

Genau das an den Verkäufer schreiben. Termin dazu und Bankverbindung für Rücküberweisung. Termin überschritten: Polizei. warum nochmal zum Anwalt? kostet nur noch mehr Geld.

vnA

Hallo,

Polizei. warum nochmal zum Anwalt? kostet nur noch mehr Geld.

und erwartet der Käufer von der Polizei. Die wird bei zivilrechtlichen Streitigkeiten nicht helfen. Da ist ein Anwalt sicher der bessere Ansprechpartner…

Gruß

S.J.

Hallo,

Sie hat dann sofort Anzeige erstattet.
Adresse ist kein Problem - kriegt der Staatsanwalt über die
Bank raus.

der wird die Adresse aber ganz sicher nicht an den Anzeigenden weitergeben. Der Staatsanwalt ist eben nur für strafrechtlich relevante Dinge zuständig. Zivilrechtliche Ansprüche muss man ggf. unter Einschaltung eines Anwalts durchsetzen.

Gruß

S.J.

und erwartet der Käufer von der Polizei. Die wird bei
zivilrechtlichen Streitigkeiten nicht helfen. Da ist ein
Anwalt sicher der bessere Ansprechpartner…

Zweifelsfrei. Aber sehen wir es mal so: Hat derjenige Geld, wird er, wenn die polizeilichen Ermittlungen beginnen, schnellstmöglich entweder das Geld zurückzahlen oder die Ware versenden um sich in ein gutes Licht zu stellen.
Hat er kein Geld und keine Ware, kann man das auch zivilrechtlich auch abhaken.
So oder so bleibt man auf den Anwaltskosten erstmal sitzen.
Außerdem bleibt es unbenommen zu einem späteren Zeitpunkt einen Anwalt einzuschalten.

vnA

Hi,

wo du Recht hast hast du Recht (:smile:)

viele Grüße
Susanne

Danke für die Tipps
Hallo,

sie hat es sich jetzt überlegt.
Sie hat ihm eine Mail geschrieben das bis nächste Woche Mittwoch das Geld zurücküberwiesen ist oder das Handy da ist.
Sonst liegt es am Donnerstag beim Anwalt und der Police.
Sie ist in diesem Zusammenhang zuversichtlich das Geld zurückzubekommen. Schließlich ein deutsches Bankkonto. :smile:

Gleichzeitig geht sie jetzt sicherer vor.
Sie hat ein neues Handy bestellt und dieser Käufer akzeptiert PayPal.
Hat er sogar selber vorgeschlagen.
Und das Konto ist bei der gleichen Bank wie sie selbst.
Da kann dann hoffentlich nichts merh schiefgehen.
Und krankhaft misstrauisch ist sie deshalb nicht
-nur nicht mehr so geduldig.

Auf jeden Fall an alle Danke für alle Tipps und Hinweise zu der Story.
Falls noch jemand eine Bemerkung oder einen Einwand hat, soll er ihn ruhig machen.

Danke an alle für die Antworten

Gruß

Merrick

Aaaaaaalso:

Was hier leider noch gar nicht berücksichtigt wurde, ist die Möglichkeit, dass das Päckchen wirklich abgeschickt wurde. Darum wird die Strafanzeige wohl im Sande verlaufen, ganz zu schweigen davon, dass sie dem (eventuell) Geprellten nix hilft.

Im Übrigen ist auf die Bestimmung des § 447 BGB hinzuweisen sowie auf die des § 275 BGB. Der Verkäufer muss, wenn er das Päckchen hat abschicken lassen, gar nix mehr tun, auch das Geld nicht erstatten und kein anderes Handy liefern. Das ist die Rechtslage.

Zur Beweislage: Die Schwester wird wohl bezeugen, das Handy abgeschickt zu haben. Ob nun gelogen oder nicht.

Ich befürchte, hier ist nicht viel zu holen.

Levay

OooooooKaaaay, :wink:

Zur Beweislage: Die Schwester wird wohl bezeugen, das Handy
abgeschickt zu haben. Ob nun gelogen oder nicht.

Da es mit DHL verschickt wurde, hat dieser Jemand jedenfalls gesagt, liegt die Beweislast wieder beim Verkäufer.

Denn selbst wenn die Schwester dies bezeugen würde; wenn er die Paketnummer nicht vorweisen kann ist das Beweis genug, das er es nicht abgeschickt hat. Glaube ich zumindest.
Das ist ja das Interessante. Er könnte es ganz leicht beweisen: Einfach die Nummer übermitteln. Tut er nicht, und damit haben Anwälte und Polizei eine Chance.

Würde ich mal sagen.

Gruß

Merrick

Du hast von einem Päckchen geschrieben.

Bei Päckchen gibt es keine Nummern und keine Einlieferungsbelege!

Levay

Mein Fehler
Mein Fehler, sorry.

Er hatte ‚Paket‘ geschrieben.
‚Deustche Post versicherter Versand‘.

Gruß

Merrick