Eure liebsten (historischen) Kirchenromane

Die Päpstin wird ja hier wohl irgendwie jeder zweite gelesen haben :smile: aber was sind denn eure persönlichen Lieblingsromane in denen es um kirche geht?

Meine sind: Ken Follett- Die Säulen der Erde
Dan Brown: Illuminati & Sakrileg
Hanjo Lehmann: Die Truhen des Archiboldo

Alle sehr fiktiv mit dem (anfechtbaren) Anspruch historisch zu sein.
Was lest ihr so in dieser Richtung?

Die Päpstin wird ja hier wohl irgendwie jeder zweite gelesen
haben :smile: aber was sind denn eure persönlichen Lieblingsromane
in denen es um kirche geht?

Meine sind: Ken Follett- Die Säulen der Erde
Dan Brown: Illuminati & Sakrileg
Hanjo Lehmann: Die Truhen des Archiboldo

Tut mir leid, Oleinka, solchen Quatsch les ich nicht.
Unübertroffen ist immer noch „Der Name der Rose“

Ich bin irgendwie traurig, daß ich Dir nicht weiter behilflich sein kann!

Gruß - Rolf

Guten Morgen.

Als ganz interessant empfand ich seinerzeit noch „Die Kathedrale“ von William Golding. Mag aber u.U. schwer zu bekommen sein, ich hatte es seinerzeit in Form eines schon älteren Fischer-Taschenbuches.

Es gibt übrigens auch sehr spannende Romane über die Kirche, die etwas offensichtlicher ins Fiktive und Phantastische gehen (dabei aber durchaus Realitätsrelevantes bieten).

Zum einen wäre da „Das Sakriversum“ von Thomas Mielke, eine Geschichte über eine Sippe von Kleinwüchsigen, deren Vorfahren (ich glaube, aus politischen Gründen) beim Bau einer Kathedrale eingemauert wurden, dort überlebten und deren Erben ein Leben völlig abgeschottet von der Außenwelt führen.

Zum zweiten wäre da natürlich das teils recht sarkastische „Königsprojekt“ von Carl Amery. Leonardo da Vinci hat seinerzeit eine Zeitmaschine erfunden, und der Vatikan besitzt dieses Geheimnis und versucht, damit die Geschichte zu verändern…

Mein persönlicher Favorit unter den Kirchenromanen dieser Prägung ist jedoch ganz klar „Lobgesang auf Leibovitz“ von Walter M. Miller jr. (nicht zu verwechseln mit „Ein Hohelied für Leibovitz“, der einige Jahrzehnte später entstandene Folgeband). Nach einer weltumspannenden Katastrophe leben die Menschen in einem zweiten Mittelalter. Zentraler Ort des Geschehens ist das Kloster des Heiligen Sankt Leibovitz – benannt nach einem Elektroingenieur, der vor Jahrhunderten die Katastrophe überlebte und einige Zeugnisse seiner Arbeit zurückließ, die nun als Reliquien verehrt werden. Obwohl der Roman stellenweise zum Brüllen komisch ist (wenn beispielsweise die Mönche die seinerzeit von Leibovitz gezeichneten Schaltpläne und Blaupausen in ihren Scriptorien nachmalen und mit Blattgold und Ornamenten versehen), ist es doch keine Parodie oder Verulkung, sondern ein sehr lesenswerter und spannender Roman mit recht realitätsrelevanten philosophischen Anklängen. Kann ich unbedingt empfehlen.

Liebe Grüße

Pengoblin

hallo oleinka,

um bei TRPM zu bleiben:
seine avignon-trilogie spielt um 13xx und befaßt sich christlicher kirche, dem papst in avignon, judentum und etwas auch dem koran bzw. raub, intrigen und andere verbrechen um kirchliche güter und macht. (ISBN: 3596163315 Buch anschauen, ISBN 3596163323 Buch anschauen und ISBN: 3596163331 Buch anschauen)

aber auch colonia handelt über große teile von der kirche - und dem bau des kölner doms. (ISBN: 340414855X Buch anschauen)

das thema kirche ist in historischen romane unvermeidbar.

gruß
ann

Thomas Michael Disch, The Priest: A Gothic Romance.
http://search.barnesandnoble.com/booksearch/isbnInqu… Buch anschauen&itm=2

Leider nicht übersetzt.

Gruß,
M.

Hi,

versuch mal

Die Kinder der Finsternis
von Wolf von Niebelschütz

Gandalf

Tut mir leid, Oleinka, solchen Quatsch les ich nicht.
Unübertroffen ist immer noch „Der Name der Rose“

Ich bin irgendwie traurig, daß ich Dir nicht weiter behilflich
sein kann!

Gruß - Rolf

*gg* :wink:
Man muss als angehende Historikerin auch mal Bücher mögen die nicht
gut sind (obwohl nicht gut ist da vielleicht auch falsch).
das beste daran ist eigentlich sich die verdrehten Fakten rauszupicken.

Ja und Asche auf mein Haupt, aber der name der rose hab ich noch nicht gelesen…

Klingt super! OwT
hab doch gesagt, kommt nix mehr! :stuck_out_tongue:

Hallo,

ich möchte „Die Brücke von Alcantara“ von Frank Baer empfehlen. Vielleicht nicht direkt ein Kirchenroman, aber er beschreibt sehr eindrücklich das Aufeinandertreffen des Judentums, der Christen und des Islams im 11. Jh. in Spanien. Dabei kommen die Christen nicht unbedingt gut weg.

Aus einer Rezension (nicht von mir):
„Auf kunstvolle Weise werden die Schicksale eines jüdischen Arztes, eines arabischen Dichters und eines jungen Spaniers mit den Palastintrigen und kriegerischen Wirren der Zeit verknüpft. Der historische, kulturelle und wirtschaftliche Hintergrund ist farbig, detail- und kenntnisreich ausgemalt; die Personen sind nicht bloße Kostümträger, sondern lebendige Charaktere, an deren Abenteuern, Leiden und Freuden der Leser Anteil nehmen kann. Ein erzählerischer Glücksfall und entsprechend empfehlenswert.“

Grüße: Uli

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

meine Lieblingsbücher wurden eigentlich schon genannt: Amery, Königsprojet und Miller, Lobgesang auf Leibowitz. Zu letzterem ist übrigens postum noch ein Fortsetzungsband erschienen: Ein Hohelied für Leibowitz, ISBN: 3453161920 Buch anschauen.

Hier aber noch ein Roman der mich echt fasziniert hat:

Simon Taylor, Der Mönch, ISBN: 3442425611 Buch anschauen

Die Bruder-Cadfael-Reihe von Ellis Peters würde ich zwar nicht direkt als historische Kirchenromane einordnen, aber es sind solide geschriebene Krimis, kenntnisreich im Mittelalter angesiedelt und nettes Lesefutter.

Ein sehr schöner Science-Fiction-Roman, der eine alternative Zeitlinie beschreibt, ist
Keith Roberts, Pavane oder die folgenschwere Ermordung von Elisabeth I., ISBN: 3453062248 Buch anschauen

Grüße
Wolfgang

Die Päpstin wird ja hier wohl irgendwie jeder zweite gelesen
haben :smile: aber was sind denn eure persönlichen Lieblingsromane
in denen es um kirche geht?

Meine sind: Ken Follett- Die Säulen der Erde
Dan Brown: Illuminati & Sakrileg
Hanjo Lehmann: Die Truhen des Archiboldo

Ja, seh ich auch so wie Rolf. Muss man die gelesen haben?
Ich empfehle Dir Umberto Eco, rauf und runter: Der Name der Rose, Das Foucaultsche Pendel, Baudolino.
Aber Obacht: Seine Bücher sind nicht ironiefrei…
Gruß, wombat