Eure Meinung dazu, bitte

Hallo,

angenommen eine Autowerkstätte möchte nun auf alle Artikel einen Preisaufschlag (also UPE+5%) von 5% einführen. Der Hintergedanke sind natürlich höhere Deckungsbeiträge. Es gehen nun die Meinungen auseinander ob dies gut oder schlecht für dieses Unternehmen ist, da in die Überlegung folgendes miteinbezogen wir:
Bleiben evtl. Kunden weg und sinkt somit auch der Umsatz?
Ist ein geringerer Umsatz jedoch ein höherer Deckungsbeitrag besser, als ein hoher Umsatz und dann nicht ganz so ein hoher Deckungsbeitrag?
Wenn der Preis der Artikel/Ersatzteile erhöht wird, sinkt dann evtl. die Werkstattauslastung?

Im Umkreis von etwa 20-30 km sind Autowerkstätten der gleichen Marke vorhanden. Die jedoch überwiegend keinen Artikelaufschlag haben.

Was würdet ihr denn machen? Erhöhen oder nicht?
Was vielleicht noch wichtig ist, es handelt sich um zwei Betriebsstätten. Davon läuft eine gut und die andere nicht so gut.

Freue mich auf Eure Meinungen und sage schon jetzt
VIELEN DANK.

Hallo!
Ich würde auf jeden Fall keinen Preisaufschlag in betracht ziehen. Der Kunde ist durch Internet/Foren/Telfonanfragen häufig über die Preise bestens im Bilde. Ich merke bei Anfragen immer wieder das der Preis bereits bekannt ist. Wie erklärst Du Deinem Stammkunden dieses ?
MFG
Sandra

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Deckungsbeitrag Autoteile bei Werkstatt
Hallo reb,

angenommen eine Autowerkstätte möchte nun auf alle Artikel
einen Preisaufschlag (also UPE+5%) von 5% einführen. Der
Hintergedanke sind natürlich höhere Deckungsbeiträge.

ich denke ein guter und freundlicher Service, lässt die paar mehr Euronen auf der preisliste vergessen. Ausserdem dürfte der Arbeitspreis die rechnung wesentlich bestimmen. Daher dürfte der rechnungsbetrag um weniger als 5 % steigen.

Übrigens gibt es hier ein Archiv. Und damit man da thematisch passende Beiträge wiederfindet sind aussagekräftige Titel extrem hilfreich. Worte iw Hilfe, einung sind nicht aussagekräftig.

Ciao maxet.

Hallo!

Wenn der Preis der :Artikel/Ersatzteile erhöht :wird, sinkt dann evtl. die :Werkstattauslastung?

Was veranlaßt einen Kunden, Deine Werkstatt in Anspruch zu nehmen und nicht zur Konkurrenz zu gehen? Ist es in der Hauptsache der Preisast, auf dem sich die Werkstatt hält, sollte man an diesem Ast lieber nicht sägen. Aber es gibt noch etliche andere Äste, auf die man sich setzen könnte, so daß der Preisast in den Augen des Kunden seine Bedeutung einbüßt. Besondere Arbeiten, die nicht alle Werkstätten durchführen oder eine besonders gute Qualitätskontrolle der ausgeführten Instandsetzungen fallen mir auf Anhieb ein. Aber auch vermeintliche Kleinigkeiten können einen ganzen Betrieb hoch oder herunter ziehen: Das Telefon klingelt ewig, bevor jemand rangeht, um sich dann unverständlich ins Rohr bellend zu melden und sodann den Anrufer in einer Warteschleife mit nervtötender Musik verhungern zu lassen. Mitarbeiter im Ersatzteilverkauf, denen man im Gehen die Schnürsenkel zubinden könnte. Punkt Feierabend abgewiesene Kunden. Blasiert oder gelangweilt wirkendes Personal. Oder ein rüder Umgangston unter Mitarbeitern (was Kunden nicht auf Dauer verborgen bleibt). Oder Werkstatt, Kundenräume, Toiletten oder auch nur ein einsehbarer Hof machen einen schmuddeligen Eindruck.

Manchmal sind die unmittelbar Beteiligten betriebsblind und nehmen das Geschehen ihres Umfelds mit Gewöhnung, aber nicht mehr mit kritischen Augen wahr. Lasse deshalb in größeren Abständen betriebsfremde Leute anrufen, im Betrieb erscheinen und Arbeiten in Auftrag geben und dann lasse Dir darüber einen detaillierten Bericht geben. Auf diese Weise merkst Du, wenn sich Unhaltbares einschleift und welcher Eindruck den Kunden vermittelt wird.

Wenn man das zelebriert, offenbarte Unzulänglichkeiten abstellt und für feinste, termingerechte Arbeit sorgt, lassen sich Kundenzufriedenheit und Preisniveau anheben. Dabei wird das Preisniveau der gebotenen Klasse gerecht, ohne Kunden zu vertreiben. Die Maßnahme läßt sich mit wenigen gezielt ausgewählten, sehr preisgünstigen Angeboten guter Qualität kombinieren. Dafür braucht man ein bißchen Fingerspitzengefühl. Die Gelegenheit ist zwar schon zeitlich verrauscht, aber es hätten z. B. hochwertige Winterrreifen mit Felgen zum günstigen Preis sein können, dazu das Angebot, die Sommerräder einzulagern. Je nach Jahreszeit oder sich ändernden gesetzlichen Bestimmungen lassen sich laufend neue Ideen dieser Art produzieren. An den Aktionen läßt sich nicht viel verdienen, aber das steht auch nicht im Vordergrund. Ziel ist dabei, grundsätzlich Service auf hohem Niveau zu bieten, natürlich angemessene Preise zu verlangen und gleichzeitig zu verhindern, daß der Betrieb als teure Bude dasteht, der nichts für spitz rechnende Kunden ist.

Kurz: Als Billigheimer kann man nicht leben. Einfach nur die Preise anheben, funktioniert aber auch nicht. Du mußt Dir vielmehr dauernd die im ersten Satz dieses Postings formulierte Frage stellen.

Gruß
Wolfgang