Eure Meinung zu diesem Fertighaus/Problem

ich habe echt ein für mich riesen problem bzw weiß ich einfahc nicht wie ich mich entscheiden soll. es geht um folgendes: ich habe zusammen mit meiner schwester ein haus geerbt - doppelhaushälfte.
es handelt sich um ein 1990 erbautes haas fertighaus. (holzfenster, fassade aus holz, ich nenne es jetzt mal holzhaus da es zu einem großen teil aus holz besteht). das haus hat 1990 mit grund etwa 220.000 euro gekostet. das haus ist nun fast 15 jahre alt, ich wohne jetzt in diesem haus, meine schwester nutzt es nicht. da wir es geerbt haben, stellt sich da frage ob wir es verkaufen oder ich ihr ihren teil ausbezahlen soll.
ich habe mir natürlich überlegt, dass wenn wir es verkaufen, jeder ein gutes startkapital für ein eigenes neues haus hätte. andererseit hänge ich sehr an dem haus. wir haben es bisher nicht schätzen lassen, ich habe also keine ahnung wie der momentane wert des hauses ist. was denkt ihr, wieviel wird das haus jetzt nach 15 jahren wert sein und was denkt ihr wäre besser: haus verkaufen oder ausbezahlen. es ist wie gesagt ein fertigteil haus, ich weiß nicht wie das mit der qualität aussieht? ich meine, jetzt nach 15 jahren wird sich bei den neuen fertighäusern qualitatv sicher einiges verändert haben!
würde ich das haus behalten, möchte ich natürlcih auch wenn möglich immer hier wohnen bleiben. daher auch die frage wie lange hält denn so ein haus? ich meine, ich habe keine lust dass mir das ding in 20 jahren auf den kopf fällt. es ist echt schwierig eine entscheidung zu treffen da ich wie gesgat schon auch sehr an dem haus hänge. andererseits ist halt ein neues haus auch sehr reizvoll.

Zur Schätzung
Hallo,

lass ein Wertgutachten anfertigen und den etwaigen Instandhaltungsrückstau explizit ausweisen. Dann weisst Du mehr.

Nimm die Hausunterlagen und ermittle die bestehenden Nebenkosten.

Drei Dinge sind noch Wichtig:

  1. die Lage
  2. die Lage
  3. die Lage

Dann setzt euch zusammen und ermittelt die REALEN [!] Verkaufschancen ohne das ihr das Haus verschleudert.

Christian

Hallo,

lass ein Wertgutachten anfertigen und den etwaigen
Instandhaltungsrückstau explizit ausweisen. Dann weisst Du
mehr.

was ist denn ein instandhaltungsrückstau?
hmm, die lage. ja die ist eigentlich recht gut muß ich sagen. die grundstückspreise sind hier in der gegend nicht gerade günstig.
denkst du, dass es weniger wert ist als vor 15 jahren?
darlehen sind noch monatlich etwa 200 euro zurück zu bezahlen für die nächsten 6 jahre glaub ich. hab mich damit bisher noch nicht so auseinander gesetzt. naja und sonst fallen eigentlich nur noch etwa 200 euro nebenkosten pro monat an.

Hallo,

was ist denn ein instandhaltungsrückstau?

das sind anstehende Reparaturen deines Hauses vor allem aus der Vergangenheit. Aber auch anfallende Reparaturen in der Zukunft wie z. B. wann die Heizung wieder erneuert werden muß oder das Dach, Fenster etc.

Gruß

Hi,

ungeachtet der zweifellos richtigen vorangehenden Antworten wuerde ich einfach mal einziehen und dem Haus die Moeglichkeit geben, dass du dich drin wohlfuehlst. Waehrend dieser Zeit kannst du dich ruhig um die ganzen finanziellen Fragen kuemmern.

Gruss,

hi helge,

ich wohne bereits in diesem haus. für den fall, dass ich das haus behalten sollte, sind meine bedenken aber, dass es mir in 20 oder 30 jahren über dem kopf zusammen bricht. so krass ausgedrückt jetzt mal. ich habe gehört, dass die fertig häuser nicht grad eine besonders hohe qualität haben sollen und eines welches vor 15 jahren gebaut schon recht.
die lebensdauer eines solchen hauses liegt angeblich bei etwa 50 jahren. nun ja, die wären dann ja in 3o jahren erreicht…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Lea,

da hast du eine ganze Reihe von Problemen zu bedenken.

zunächst zur Haltbarkeit:
Bei Häusern ist es wie bei anderen dem Wetter ausgesetzten Gegenständen auch, egal aus welchem Material sie gebaut sind: sie brauchen Pflege und Wartung. Jedes Haus bricht schnell über dir zusammen, wenn z.B. das Dach undicht wird und du nichts machst. Umgekehrt heisst das: Auch Holzhäuser halten langelangelange, wenn man sie richtig pflegt. Erste Pflegehinweise bekommst du vom Hersteller. Aber keine Bange, es ist nichts besonders Aufwändiges oder Kompliziertes, im Wesentlichen geht es darum, dem Holz Staunässe und Schädlinge zu ersparen. In Schweden stehen jahrhundertealte Holzhäuser.

Dann geht es dir darum, den Wert des Hauses zu erfahren, damit du dir überlegen kannst, deine Schwester auszuzahlen.
Hier gibt es mehrere Wege: Ihr könnt einen Makler anrufen (gemeinsam, ihr wollt euch ja nicht streiten), dem erzählen, dass ihr das Haus verkaufen wollt und ihn fragen, was es denn wert sein könnte. Das gibt euch einen ersten Richtwert.
Ihr könnt einen Architekten (aus eurer Bekanntschaft?) bitten, sich das Haus einmal anzusehen und zu beurteilen, ob es Bauschäden gibt und auf dieser Basis euch einen weiteren Richtwert für den Wert zu ermitteln.
Und schließlich könnt ihr einen Sachverständigen beauftragen, den Wert des Hauses zu ermitteln. Das kostet natürlich. Der schreibt euch dann ein seitenlagens Gutachten, in dem er den Substanzwert ermittelt, also was ist das Haus an sich wert, das dort gebaut wurde (und das Grundstück natürlich), den Ertragswert, der ergibt sich im Wesentlichen aus der am Markt vermutlich erzielbaren Miete und er wird daraus den Verkehrswert ableiten, den Wert, den das Haus unter Einbeziehung aller Vor- und Nachteile am Markt vermutlich erzielen würde.

Da ihr beide geerbt habt, werdet ihr vermutlich einen ersten Richtwert für das Haus schon aus dem Erbfall erhalten, denn das Finanzamt ermittelt, ob ihr erbschaftssteuerpflichtig seid. Dieser Wert wird aber regelmäßig niedriger liegen als der Verkehrswert.

Für alle diese Werte gilt aber: Ein Haus ist nur soviel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Es bleibt also viel Raum für Streit zwischen dir und deiner Schwester.

In jedem Fall bleibt für dich zu prüfen, ob die Haushälfte für dich finanzierbar ist.

Gruß
Burkh

Hi,

ich wohne bereits in diesem haus. für den fall, dass ich das
haus behalten sollte, sind meine bedenken aber, dass es mir in
20 oder 30 jahren über dem kopf zusammen bricht.

Wenn das so kommen sollte, kannst du ja wieder ausziehen

so krass
ausgedrückt jetzt mal. ich habe gehört, dass die fertig häuser
nicht grad eine besonders hohe qualität haben sollen und eines
welches vor 15 jahren gebaut schon recht.
die lebensdauer eines solchen hauses liegt angeblich bei etwa
50 jahren. nun ja, die wären dann ja in 3o jahren

Sowas hält garantiert länger als 50 Jahre.
Aber wie gesagt, wenn dem so wäre…
Ich sehe hier für die nächsten paar Jahre keinen grossen Handlungsbedarf.

Gruss,

Hi,

ungeachtet der zweifellos richtigen vorangehenden Antworten
wuerde ich einfach mal einziehen und dem Haus die Moeglichkeit
geben, dass du dich drin wohlfuehlst. Waehrend dieser Zeit
kannst du dich ruhig um die ganzen finanziellen Fragen
kuemmern.

Gruss,