Hallo Thimo & André,
weil es dem Wechsel strom aus der Steckdose egal ist, er
braucht halt nur eine Hin- und eine Rückleitung. Hinleitung
nennt man Phase, Rückleitung Null.
Eine Hin- und eine Rückleitung braucht es immer, auch bei Gleichstrom. Der Unterschied zwischen Phase und Neutralleiter besteht darin, dass eine Leitung, der Nullleiter, mit Erde (eigentlich mit dem Grundwasser) verbunden ist.
In den Anfängen der Elektrizitätsversorgung, war dies nicht der Fall. Dadurch gab es oft Probleme, wenn irgendwo der eine Pol versehentlich mit Erde Verbunden wurde und an einem Anderen Ort der Andere. Dadurch floss dann ein Strom durch das Erdreich, welcher vom E-Werk erzeugt werden musste, aber keinem Verbraucher verrechnet, bzw. geliefert, werden konnte. Weiterhin führt so ein Erdschluss auch zu Korrosion an Wasser- und Gasleitungen, was ja nicht erwünscht ist. Weiterhin kann es dadurch zu Potenzialdifferrenzen zwischen Gas-, Wasser-, Abwasser- und Telefonleitungen kommen, was zu weiteren technischen Problemen führt und auch lebensgefährlich sein kann wenn man z.B. gleichzeitig die Gas- und Wasserleitung anfasst.
Dann gibt es meist noch den Schutzleiter. Und der macht die
Schutzfunktion (Berührungsschutz).
Der Schutzleiter (PE = Protective Earth) ist ein separat geführter Nullleiter (N = Neutral, auch Neutalleiter genannt). Tatsächlich kommt im Hauptanschluss nur ein Anschluss für Schutzleiter und Schutzerde an (PEN). Ab dem Hauptanschluss werden dann die Schutzerde (PE) und der Nullleiter separat geführt und zusätzlich wird der PEN auch noch elektrisch mit der Wasserleitung verbunden.
Es gibt für große Verbraucher (Elektroherd,
Heißwasserbereiter…) auch die Anschlußmöglichkeit für
mehrphasigen Wechselstrom. Auch hier ist es fast egal, in
welcher Reihenfolge die Phasen an das Gerät angeschlossen
werden, nur die richtigen Anschlüsse sollten es schon sein. Im
Bereich der Industrie/Gewerbe werden Motoren (für Pumpen…)
auch an Drehstrom angeschlossen. Hier ist zum Beispiel die
Beachtung der Phasen in der richtigen Reihenfolge zwingend
notwendig. Daher sind die Stecker dieser Geräte auch
verpolsicher ausgeführt.
Durch vertauschen von zwei Phasen wird die Drehrichtung des Motors umgekehrt, was je nach Maschine einfach nicht funktioniert (z.B. Pumpe) oder auch gefährlich sein kann.
Bei Drehstrom verwendet man 3 Phasen. Die Sinusschwingung der einzelnen Phasen ist jeweils um 120° gegeneinander versetzt. Dadurch liegt zwischen jeder Phase und dem Nullleiter eine Spannung von 230V an. Zwischen 2 Phasen besteht aber eine Spannung von 400V.
Das kann man am besten verstehen, wenn man sich das mal aufzeichnet.
MfG Peter(TOO)