Eurokraten und die Folgen = EU-Standard-ÜBW

Hallo zusammen,

es waren einmal ein paar Bürokraten in Brüssel, denen beim überweisen Ihres Gehalts in die Heimat ein paar Euro gebühren abgezogen wurden.

Da dies ihnen zu dumm war, haben Sie eine Richtline erlassen wo zum Wohle des Verbrauchers (= dahinter hätte ich mich auch versteckt) Überweisungen bis 12.500 EUR in den EUVO-Ländern(Euroverordnungsländern) zum Preis einer Inlandszahlung abgewickelt werden müssen.

Was die guten Herren dabei zum Nachteil des Verbrauchers nicht bedacht haben. 99,5% aller Überweisungen sind Inlandszahlungen.

Und diese werden nun teuerer.
Die Sparkassen haben vorgelegt mit 1 Euro pro ÜBW!
Alle Kontenmodelle wo das enthalten ist, gelten jetzt momentan als Sonderkondition… wichtig war nur den Preis festzulegen.
Andere Banken werden folgen.

Daher sage ich danke liebe EU, dass ihr mir die normalen Übws. von ca. 0,20-0,50 auf einen Euro verteuert habt.

Anmerkung: In anderen Ländern… z.B. Frankreich liegen die Kosten für eine ÜBW noch viel höher, und das bereits jetzt.

Gruß ivo

Hast ja recht.
Aber trotzdem kann ich nur sagen: Pech. Wer bei der richtigen Bank ist, zahlt für die Überweisungen eh NICHTS, z.B. Postbank.
Ich versteh sowieso nicht, warum viele Kunden bei anderen Banken sich das immer noch gefallen lassen, pro Überweisung xx Cent blechen zu müssen.
Das ist absolut unnötig. Spardabank, Postbank und einige andere Institute belegen das.

MfG
Werner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn 99,5 % aller Überweisungen Inlandsüberweisungen sind, dann wäre ja wohl höchstens eine Gebührenerhöhung von 1 Cent gerechtfertigt. Ich weiß nicht warum du dich stattdessen nicht über die deutschen Banken aufregst.

Gruß, Cosmo

Wenn 99,5 % aller Überweisungen Inlandsüberweisungen sind,
dann wäre ja wohl höchstens eine Gebührenerhöhung von 1 Cent
gerechtfertigt.

In ebenso - leicht übertriebenen - 99,5% erfordert eine beleghaft vorliegende Überweisung eine manuelle Nachbearbeitung, weil entweder Angaben fehlen oder sie mit Sauklaue ausgefüllt ist, so daß sie keine OCR-Software dieser Welt entschlüsseln kann.

In diesem Fall ist selbst eine Gebühr von einem Euro erheblich zu gering.

Ich weiß nicht warum du dich stattdessen nicht
über die deutschen Banken aufregst.

Evtl. weil im restlichen Europa In- wie Auslandszahlungen deutlich teurer sind als in Deutschland?

Gruß
Christian

Hallo Werner,

Aber trotzdem kann ich nur sagen: Pech. Wer bei der richtigen
Bank ist, zahlt für die Überweisungen eh NICHTS, z.B.
Postbank.

Das wird sich eventuell gewaltig ändern. Vielleicht nicht bei der Sparda oder Postbank… aber selbst da bin ich mir nicht sicher.

Ich versteh sowieso nicht, warum viele Kunden bei anderen
Banken sich das immer noch gefallen lassen, pro Überweisung xx
Cent blechen zu müssen.
Das ist absolut unnötig. Spardabank, Postbank und einige
andere Institute belegen das.

Ja, die müssen anderswie die Kunden „abzocken“ um ans Geld zu kommen.

Gruß ivo

Hallo Cosmo,

ich rege mich nur drüber auf, dass diese Bürokraten ein Problem heraufbeschworen haben, das keines ist.

Nun nutzen die Banken die Chance eine Entwicklung rückgängig zu machen, die sie früher „falsch“ gemacht haben.
Die Banken in Deutschland haben Überweisungen so sehr technisiert, dass die Kosten hierfür nur bei ca. 0,20 bis 0,50 Euro liegen. Die duch die Technisierung eingesparten kosten haben Sie an den Verbraucher und die Unternehmen weitergegeben.
Nun machen Sie es rückgänig.

Warum sollte ich mich über die Banken hierbei aufregen, wo es in allen anderen Europäischen Ländern teuerer ist.
In Frankreich z.B. liegen die kosten für eine Übw. bei 3 Euro, und so zieht sich das durch ganz Europa.

Gruß ivo

Hallo Ivo,

ich rege mich nur drüber auf, dass diese Bürokraten ein
Problem heraufbeschworen haben, das keines ist.

Was genau meinst du damit?

Nun nutzen die Banken die Chance eine Entwicklung rückgängig
zu machen, die sie früher „falsch“ gemacht haben.
Die Banken in Deutschland haben Überweisungen so sehr
technisiert, dass die Kosten hierfür nur bei ca. 0,20 bis 0,50
Euro liegen. Die duch die Technisierung eingesparten kosten
haben Sie an den Verbraucher und die Unternehmen
weitergegeben.
Nun machen Sie es rückgänig.

Warum machen sie es rückgängig? Diese EU-Verordnung kann ja wohl kein Grund sein?

Warum sollte ich mich über die Banken hierbei aufregen, wo es
in allen anderen Europäischen Ländern teuerer ist.
In Frankreich z.B. liegen die kosten für eine Übw. bei 3 Euro,
und so zieht sich das durch ganz Europa.

Ganz einfach deswegen, weil sie (naja vorerst nur die Sparkassen, wenn ich dich richtig verstanden habe) die Gebühren ohne Not erhöhen.

Gruß ivo

Gruß zurück, Cosmo

Hallo Christian,

In ebenso - leicht übertriebenen - 99,5% erfordert eine
beleghaft vorliegende Überweisung eine manuelle
Nachbearbeitung, weil entweder Angaben fehlen oder sie mit
Sauklaue ausgefüllt ist, so daß sie keine OCR-Software dieser
Welt entschlüsseln kann.

In diesem Fall ist selbst eine Gebühr von einem Euro erheblich
zu gering.

Das ist doch aber kein neues Problem, das eine Gebührenerhöhung von 100 % und mehr rechtfertigt.

Evtl. weil im restlichen Europa In- wie Auslandszahlungen
deutlich teurer sind als in Deutschland?

Siehe Antwort bei Ivo.

Gruß
Christian

Gruß, Cosmo

Hi,

Das ist doch aber kein neues Problem, das eine
Gebührenerhöhung von 100 % und mehr rechtfertigt.

neu isses nicht, aber die Kosten wurden bisher z.T. über die Gebühren für Auslandsüberweisungen gedeckt (Stichwort: Mischkalkulation). Wenn das nicht mehr möglich ist, werden halt die Gebühren an den tatsächlichen Aufwand angepaßt.

Ähnliches ist ja auch bei der Post passiert: Der Briefdienst wurde durch den Paketdienst mitfinanziert. Die EU hatte ein Problem damit und schon wurde das Briefporto teurer.

Aber so Wettbewerbshüter sind schon was feines. Feiner wäre allerdings, wenn die nur ansatzweise Ahnung davon hätten, wie es in der Wirtschaft zugeht. Aber das ist wohl zuviel verlangt.

Gruß
Christian

Warum machen sie es rückgängig? Diese EU-Verordnung kann ja
wohl kein Grund sein?

Doch, klar, wie ich unten sagte: Bisher wurde der Inlandszahlungsverkehr durch den Auslandszahlungsverkehr subventioniert. Nun dürfen aber Auslandsüberweisungen nicht mehr teurer sein, als Inlandsüberweisungen. Also werden die Inlandsüberweisungen teurer auch wenn sie wahrscheinlich noch nicht soviel einbringen, wie sie Kosten verursachen).

Gruß
Christian

Nun aber mal langsam
Hi Ivo,

als Banker enttäuscht Du mich aber gerade:

Die Sparkassen haben vorgelegt mit 1 Euro pro ÜBW!

Alle zweihundertschlagmichtot?

Mit Sicherheit nicht, es mag sein das einige Sparkassen oder Volksbanken dies getan haben, aber sicher nicht alle.
Wie Du ja weisst haben Sparkassen, sowie Volksbanken keine einheitliche Preisgestaltung, die Istitute vor Ort machen ihre eigenen Preise.
Die Mehrheit der Sparkassen und Volksbanken bleiben erstmal (wie auch die Grossbanken noch) beim alten Preisschema.

Andere Banken werden folgen.

Richtig, da wie Du ja weisst, die Kosten für eine Überweisung in der Regel nicht vollständig durch das Überweisungsentgelt gedeckt werden. Das wird nicht ewig so gehen.

Und nochmal an alle, die meinen, Banken und Sparkassen zocken mit diesen Geldern ab :

Die Kosten für eine Überweisung liegen nicht nur beim Belegdrucken oder dem Zurverfügungstellen der Onlinemaske (Onlineüberweisungen sind eh meist kostenlos oder wesentlich billiger als konvetionelle Überweisungen).
Ich arbeite bei einem Institut, dass für eine Überweisung je nach Paket zwischen 0 und 0,25€ verlangt. In jeder dieser Variante legen wir mal mehr, mal weniger drauf. Ein Mitbewerber vor Ort bietet generell umsonst an.
Nun kommt das grosse aber: dieser Mitbewerber verlangt Geld für Kreditkarten, Scheckkarten usw. Wir nicht. Die Jungs von Nebenan haben 1 Filiale in der Stadt, wir über 20, usw.

Letztendlich muss der Kunde entscheiden, was er will: billig oder Service. Beides zusammen ist auf Dauer nicht möglich.

Ein einigermaßen Brauchbares Belegverarbeitungssystem mit OCR-Erkennung kostet schnell mal ne halbe Million EURO und mehr, je nach Menge der angeschlossenen Korrektorenplätze.
Auch die besten Systeme können nicht mal die Hälfte der Belege lesen (schlechte Schrift, Kästchen nicht getroffen, rote oder grüne Tinte benutzt, Schreibschrift, Knitterfalten im Beleg usw.), so dass selbst eine kleine Sparkasse oder Volksbank locker 10 Vollzeitkräfte nur damit beschäftigt (und die arbeiten nicht umsonst) diese Belege in Datensätze umzuwandeln.

Soll das wirklich kostenlos sein?

Wäre toll, aber dann sollte mir auch der Schuster die Sohlen kostenfrei ankleben (ich bring sogar die Pattextube mit), ein kleines Scheibchen Wurst wird mir der Metzger ja auch noch schenken können und der Bus fährt so oder so, ob ich nun bezahle oder nicht, stimmts?

Das Problem ist doch, dass wir uns allmählich den eigenen Ast absägen, jeder will alles billiger haben, die Hersteller (und dazu zählen auch die Banken als Hersteller von Dienstleistungen) reagieren, sparen, legen teilweise sogar drauf (Verkauf unter EK-Preis, kostenfreie Überweisungen bei Postbank usw.) und entlassen Personal, weil der Produktionsfaktor Personal nun einmal der teuerste ist.
So kriegen wir das Arbeitslosenproblem un den Kaufkraftschwund auch nicht in den Griff, sondern verschärfen das Problem immer mehr.

Nochwas von Wegen Banken als Abzocker:

Wenn ich heute eine Marge von 2% mache, bin ich wirklich glücklich, in der Regel ist es deutlich weniger.
Würde der Einzelhandel oder das Handwerk mit diesen Margen arbeiten müssen, wäre das Wehklagen bis nach Indien zu hören.

Grüße

Uwe

Hallo Uwe,

mein Posting kam bei dir offensichtlich völlig falsch an.

Mir ging es nicht darum, dass irgenwelche Banken hier die Preise anpassen. Ich frag mich nur wohin diese Europäische Regelungswut führt!

Dass Beleglesesysteme Geld kosten ist klar. Drum hat es jede Vernünftige Bank längst outgesourced.
Die Masse der Überweisungen gehen jedoch über DTA ein und drum ist’s in Deutschland so günstig.

Dass die Sparkassen und Voba’s in Ihrer Preisgestaltung frei sind ist mir auch klar. Nur wenn die Sparkassenvertreter im ZKA so was auf den Tisch legen, ist davon auszugehen, dass sich die Preise auch da einpendeln.
Schließlich haben Sparkassen und Volksbanken mehr Clearing-Posten wie alle anderen Banken. (Die DZ Bank cleart z.B. ca. 27 Mio Übws pro Tag, die Deutsche Bank gerade mal ca. 6 Mio)

Mir ist auch klar, dass dies nicht für umsonst zu haben ist.

Aber ich frage mich wieso der Anstoss für eine Preisanhebung ausgerechnet daher hervorgeht, weil ein paar Leute in Brüssel Ihr Gehalt günstiger überwiesen haben wollen.

Gruß ivo

Ja, die müssen anderswie die Kunden „abzocken“ um ans Geld zu
kommen.

Nö, ich z.B. hab nur mein Girokonto bei der Postbank. Die zocken mich nirgends anders ab. Kann doch jeder genauso machen.

MfG
Werner

Gruß ivo