Europa, Erew, Arabien?

hi,

in Europapolitik stieß ich auf folgendes Zitat aus Wikipedia:

„Der Name Europa ist eine ursprüngliche asiatische Bildung für „Abendland“, aus grch.: erebos Dunkel, Schattenreich, bzw. aus semit. ereb Abend.“

Wie kommt es, daß jetzt anscheinend Europa das Abendland ist, und gleichzeitig „Arabien“ aber auch?! das Wort für Arabien schreibt sich gleich wie erew, bzw. ma’ariw, was abendlich bedeutet (auch abendblatt *g*) und gleichzeitig „westlich“ (da wo die sonne untergeht). in Arabien müßte sie aber eigentlich aufgehen? oder sehe ich das jetzt komplett verkehrt?!

ich weiß ich klinge wie moin moin manni aber ich wills wissen… *g*

gruß
datafox

Re: Europa, Erew, Arabien?
von Frank Datum: 29.12.2003 17:41 Uhr Bewertungspunkte: (0) Gelesen: 0 mal
hi,

in Europapolitik stieß ich auf folgendes Zitat aus Wikipedia:

„Der Name Europa ist eine ursprüngliche asiatische Bildung für
„Abendland“, aus grch.: erebos Dunkel, Schattenreich, bzw. aus
semit. ereb Abend.“

Wie kommt es, daß jetzt anscheinend Europa das Abendland ist,
und gleichzeitig „Arabien“ aber auch?!

Arabien ist das Morgenland!
http://wikipedia.t-st.de/data/Abendland (der geht diesmal, wieder in deinem persönlichen ordner „gg“)

Gruß
Frank

Hallo Frank,

da hast du aber datafox´ Frage nicht verstanden. Er geht davon aus, dass sich der Name „Arabien“ von derselben Wurzel herleitet wie „Ereb“ => „Europa“, beide also vom Sonnen_untergang_. Obs etymologisch stimmt, weiß ich nicht, aber wenn, wärs in der Tat ein Warum wert. Vielleicht war Arabien in der alten semitischen Völkerwelt (vom Zweistromland aus gesehen) tatsächlich der Westen?

Gruß,
Peter

hi, Datafox,

viel spricht für die Vermutung meines Vorposters Peter Gerloff, z. B. das:

_Die Herkunft des Wortes „arabisch“ ist trotz vieler nachvollziehbarer sprachwissenschaftlicher Erklärungen noch nicht endgültig geklärt. Einige Philologen sind der Meinung, dass das Wort von einer semitischen Wurzel mit der Bedeutung ‚Westen‘ abzuleiten ist, das zum ersten Mal von den Bewohnern Mesopotamiens auf die Völker westlich des Euphrattals angewandt worden ist. Andere Wissenschaftler bringen das Wort mit dem Nomadentum in Verbindung, indem sie einen Zusammenhang mit dem hebräischen Wort arabha für düsteres Land, Steppenland und dem hebräischen Wort erbh für vermischt und daher unorganisiert sehen und auch die Ableitung von der semitischen Wurzel abhar für reisen, weiterziehen nicht ausschliessen. In früheren Zeiten verwendeten die Araber selbst das Wort zur Unterscheidung der Beduinen von den Stadt- und Dorfbewohnern. Nomaden (rohall Pl.) sind umherziehende Hirtenstämme, können aber auch als Beduinen bezeichnet werden; Beduinen (bedu Pl.) sind Land- und Dorfbewohner. Als die Assyrer, sie lebten im Norden des heutigen Irak, im 9. Jahrhundert auszogen, die Staaten der östlichen Mittelmeerwelt zu erobern, unterstützten die Araber ihre Handelspartner in Syrien, Babylonien und Phönezien. Als König Salmanassar II. bei Qarqar auf das Heer der Bundesgenossen traf, kämpfte auf syrischer Seite ein Scheich namens Gindibu mit tausend Kamelreitern der Aribi, so dass das Wort „Araber“ im assyrischen Siegerbericht zum ersten Mal erwähnt wird. Von dieser Zeit an finden wir zahlreiche Inschriften, die auf Aribi, Arabu oder Urbi hinweisen und von deren Leben in der Wüste zeugen. Die Araber im Alten Testament können mit den Aribi gleichgesetzt werden.

Um etwa 530 v. Chr. erscheint in persischen Keilschrift-Dokumenten die Bezeichnung Arabaja.

In klassicher Zeit erwähnten bereits Aischylos und Herodot Arabien und dehnten die Begriffe Arabien und Araber auf die gesamte Halbinsel einschliesslich dem Süden und über das Rote Meer hin bis zur ostägyptischen Wüste aus, dem Raum, in dem bereits die Aribi nomadisierten und der von semitischsprachigen Völkern bewohnt wurde. Jetzt taucht auch zum ersten Mal die Bezeichnung Sarazene auf. Ursprünglich der Name eines Wüstenstammes im Sinai, wird er nun allgemein in der Bedeutung ‚Nomaden‘ benutzt, während er in Byzanz und im mittelalterlichen Abendland zunächst als Bezeichnung aller muslimischen Völker und später aller Muslime der Mittelmeerwelt diente.

Der erste arabische Gebrauch des Wortes ‚Araber‘ findet sich in frühen südarabischen Inschriften, dem Süden, der als Arabia Felix Geschichte machte. Araber bedeutet in ihnen Beduine und wird im Unterschied zur sesshaften Bevölkerung verwendet. Im Norden erscheint das Wort zum ersten Mal in der auf arabisch, aber in nabatäisch-aramäischer Schrift verfassten aus dem vierten Jahrhundert n. Chr. stammenden Grabinschriften von Namara, in der von den Heldentaten und dem Tod von Imru al Kais, dem ‚König aller Araber‘ erzählt wird, dessen Herrschaft sich auf Nord- und Zentralarabien erstreckte. Diese in arabischer Schrift verfasste Inschrift ist eines der ältesten Zeugnisse jener nordarabischen Sprache, aus der sich das klassische Arabisch entwickelt hat. Seit dem Siegeszug des Islam gibt es zahlreiche Informationen zum Gebrauch des Wortes in Zentral- und Nordarabien._

Gefunden bei: http://www.enfal.de/etym.htm

Gruß Fritz

Europa = Astarte
Hi datafox

„Der Name Europa ist eine ursprüngliche asiatische Bildung für
„Abendland“, aus grch.: erebos Dunkel, Schattenreich, bzw. aus
semit. ereb Abend.“

Diese Ableitung ist mit Sicherheit falsch, wenn auch die Ähnlichkeit zwischen griech. erebos („Dunkelheit, Unterwelt“) und sem. ereb, aräb („Abend“) zunächst verblüfft. Mit der Europa hängt es aber gar nicht zusammen, obwohl deren Etymologie ganz und gar unklar ist.

erebos leitet sich aus idg. *reg^os rajani „Nacht“, armenisch erek, gotisch riqis, isländisch rökk, griech. orphnos („dunkel“), tocharisch orkäm („Finsternis“) und lat. orcus „Unterwelt“.

Daß die assyrische Bezeichnung aribi für Stämme aus der arbischen Wüste irgendetwas mit „westlich“ zu tun hat, oder überhaupt mit Einwanderungen semitischer Völker aus dem „Westen“ nach Mesopotamien hinein, ist sicher fehlgedeutet. Denn die Wanderungen verliefen während des ganzen 3. Jahrtausends immer so, daß die semitischen Stämme (Akkader, Aramäer) sprachliche Elemente der Sumerer übernahmen, nicht umgekehrt. Und warum sollten sie sich selbst als „Westler“ bezeichnen, und sie waren auch weder „abendlicher“, "noch „dunkler“ als die Einwohner. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, daß es ein Stammesname war, der von anderen verallgemeinert wurde, ähnlich wie „Hellenen“ oder „Sarazenen“.

Europa aber hat eindeutig seinen Namen im Ursprung eines phönizisch-kanaanäischen Mythos, der mit der Stadt Tyros zusammenhing. Agenor, identisch mit dem phönizischen Chnas, hatte Kinder, zu denen neben Kadmos („östlich“), Phoinix („blutrot“) auch Europa gehörte, von der wir nur die griech. Namesvariante haben. Die wurde dann von Zeus in der Gestalt eines Stieres nach Kretea entführt. Die Deutungsmöglichkeiten von europa sind aber vielfältig: eur-ops („breit(gesichtig“) deuten manche, was aber nichts bringt, interessanter ist schon, daß Europa stellenweise als Beiname der Demeter (die in die Unterwelt gehört) und auch der altsyrisch-kanaanäischen Astarte auftaucht.

Und bei Astarte liegt man dann historisch wieder richtig. Der griech. Mythos von Europa mit dem (Zeus-)Stier ist nämlich nicht griechisch sondern gehört in das vorakkadische Sumer. Hier war die (nackt dargestellte Himmel- und Liebes-)Göttin Inanna mit dem Stier (der wahrscheinlich den sumerischen Himmelsgott An(u) repräsentiert) ein weitverbreitetes Kultmotiv. Inanna, Innin, babylonisch Ischtar, assyrisch Attart, ist aber die kanaanäische Astarte, die hebr. Aschtaroth heißt. So ist der Kreis wieder geschlossen.

Gruß

Metapher

Isch tar auch gut versichert?

Hallo, Metapher, sicher, sehr interessant deine historischen Forschungergebnisse. Ich würde mich freuen, wenn ich auch entsprechende Literatur mein eigen nennen dürfte, und nicht nur den Julius Pokorny („Indogermanisches Etymologisches Wörterbuch“; mit dem ich jeden erschlagen konnte bisher, nicht nur weng seiner Dicke).
Sympathisch finde ich allerdinghs, daß du den Namen „Europa“ weiter zurückverfolgst als die beschränkte Gräcophilie es tut.
Was ich bei dir vermisse (das Recht habe ich doch, oder? Als Dilda), ist eine offene Haltung gegenüber Ahnungen (und Be-, Ce- und Dehnungen). Man(ni) hat den Eindruck, du verteidigst doch in erster Linie eine… ja was eigentlich…„abendländische“ Domima, „Do-mina“.
Ich würde die Fragestellung allerdings auch lieber mehr in die „keltische Ecke“ öffnen, zur insgesamt vor-mediterranen „höheren“ (ich meine eher „elementareren“) aber auch glz amorpheren „Ureinheit“ der Kuktur „Mensch“.
Und Praktur, okay.
Das primitivste Argument gegen die auch nur Möglichkeit des Ursprungs des Namen „Europa“ erhielt ich bisher mit den Worten: „der türkische Name Avrupa´ (arabisch Auruba´) ist eine Fehlübernahme aus dem Europäischen, speziell Griechischen) zu erklären allerhöchstens aus der morgenländischen Vokalharmonie“.
Dabei lag alleine schon Troja auf dem Anatolischen Gelände.
Klar, ginge viel zu viel verloren, wenn wir „einfach auf die autochthonen“ Ursprünge des „Europäischen“ verzichten würden, und das gerade will zB ich verhindern durch die Öffnung zumindest des Denkens, gegenüber zumindest fundamentalen Zuströmen „von umzu“.
Übergens: ich selbst war damals nicht dabei, auch weder Augen- noch Ohrenzeuge! Du?
Soweit mir bekannt, wurde in der Renaissance die mittelalterliche dogmatische Abgeschlossenheit des „Abendlandes“ aufgebrochen mithilfe der Öffnung gegenüber seinen griechischen Vorstufen.
Ist es nicht allmählich Zeit, die Vorvorstufen zu begrüßen?
Übergens: auch da war ich nicht dabei. Deswegen würde ich mich froien, wenn wir alle gemainsam möglichst viele Spuren zusammentragen könnten. „Könnten“ im Konjunktief.
Nicht im Konditional. Wie es Kultursprachen nennen, nicht die „Leidkultur“.
Ich weiß, du wirst nicht zustimmen:
Ist es nicht an der Zeit für eine Art „Bregenstorming“ über unsere Vorgeschichte? Zurück bis zum Wort, ja noch weiter: zurück über den homo afrikaniensis, oder wie immer man die oiropäischen aborigines nennen mögen tut oder tun mag.
Oder kamen diese wie alle „Menschen“ gleich mit einer Art Wort in die Welt? Mit Sicherheit sind die Menschen keine bloßen Affen, die zu sprechen gelernt haben. Eger ist es umgekehrt.
Ich meine, „wie die Menschen Affen wurden“.
Was mag ein intraterrestrischen Wesen schmunzeln über
unsere Probleme mit unserer „wahren Geschichte“!!!

„Diese Ableitung ist mit Sicherheit falsch“.
Eye eye, Sir! Und die Wurzelausminuseins gibt es nicht.
Nur nix Produktiveres als ihre imaginäre Majestät.
Aber ein Mathemat macht auch daraus ein totes Faktum.
Die Geschichte ist aber nur materialistisch unlebendig.
Pardon, aber das meine ich und mainen auch 1-2 andere.
Lieber Krüsse, m´ahnt, Manni

P.S.: sollte dieser main Baitrag nun wengstens wegen dem Aì
gelöscht und main Hausverbot hier wieder aktualisiert werden,
nur zu! Vergeßt nur BITTE nicht:
„Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!“
Stimmt eigentlich nur halb: denn es gibt nichts gutes, außer
man(ni) TUT es!
Fut anch´ Amun.
Ein erfolgreiches Jahr wünsche ich allen!
In dieses Minne.

hi,

wow… das war ja eine ganze menge, die ich mal durchlesen und studieren sollte. also hat sich zumindest die westostverwirrung jetzt mal aufgelöst…! so ganz ging es mir auch nicht auf.

viele grüße
datafox

hallo,

ich kann dich ideologisch durchaus nachvollziehen. viele etymologischen erklärungen dürfen anscheinend nicht sein, weil sie europäische (oder soll ich sagen indo-arische?) „vorherrschaft“ in frage stellen. der gedanke stammt aus alter zeit, vor einigen hundert jahren, als die sprachwissenschaft aufkam. gut. aber ich vermisse bei dir konkrete fakten, beispielwörter, belegungen, die metapher im gegensatz dazu bringen konnte.

auch dir danke für die ausführungen.
die absichtlichen rechtschreibfehler sind wohl künstlerische freiheit… naja.

kleinschreibgrüße
datafox

Animierbare Geschichte?
Pardon, hatte zuerst noch das letzte „in der Kralle“.
Nun meine noie Antwort:
Also, zugegeben, ich will niemanden überzeugen noch überzoigen. Und ich habe zuviele Bücher gelesen, als daß ich überhaupt noch ainem ainzigen traue - außer mindestens dokumentierten und nachprüfbaren „wissenschaftlichen Erkenntnissen“ (letzterem Titel inzwischen am allerwenigsten; ich erinnere daran, daß ainst Hexen wissenschaftlich überführt wurden, und die „wissenschaftliche Überführung des Terrorismus“ (v.a. durch dessen Animation) ist ja aktuell.
Und mir ist klar, daß meine Argumente „schwach“ sind.
Nein, ich argumentiere gar nicht, wenn überhaupt, dann nur für die (schwache) Fraihait mainer (schwachen) Phantasie.
Icdh werde nur immer sehr hell und unhörig, wenn eine endliche unorthodoxe Suche schon schul- und meisterlich verhindert werden soll.
Nur aus diesem Grunde (aber zugegeben viellaicht dochnoch auch aus ainer zusetzlichen aigenen „profilnoirotischen“ Motivation) habe ich mich hier überhaupt zu Worte gemeldet.
Im Zukunft gelingt es mir (nur nicht ganz ohne Hilfe) hoffentlich, mich auf konkrete Sachfragen zu beschränken. Das fällt aber umso schwerer, umsomehr von ainem Haufen momentan wengstens nicht nachprüfbarer Details erschlagen zu werden den Aindruck hat.
„Geschichte ist Geschichte! - Die kann man im nachhinein nicht verändern!“
Ja, wirklich? Gibt es denn eine andere Geschichte als die überlieferte(n Siegerversionen)?
Und die „Wissenschaft“? - Auch die findet nur das was sie suchen tut! Nur Lücken machen stutzig. Und da gibt es ainige, soweit mir bekannt.
Zum Bleisdtift die zwischen dem ersten und dem zweiten Wort! :smile::smile::smile:
Nur noch ain klainer Ainwurf:
Klar ist die Römische Kultur die „Leitkultur“ in Europa gewesen und lebt heute noch weltweit fort.
Aber: ist nicht „Lateinien“ auch zunächst nur eine regionale Kultur in der Nachfolge einer für uns immer noch amorphen „Keltischen Kultur“ gewesen?
Die sicherlich nicht zu unrecht als dominate aus der Geschichte verschwunden ist. Als DOMINANTE, aber nicht als „historische Vorstufe“, „Zustufe“.
Inzwischen spricht man sogar von afrikanischen Vorstufen der „europäischen Kultur“, von „indogerman-europäisch“ sowieso. Der Antiarabismus ist schon sehr alt… nicht erst biblisch…
In der Mathematik kann man nicht „alles beweisen“, wohl (nehme ich an), weil sich deren (Arbeits)Material in den Köpfen befindet. Z.B. die Zahlen, die Repräsentanten der die Dinge repräsentierenden Finger. („Zahlen sind Finger im Kopf“, also zähl weiter ab, Fiete!).
Alles historische „Material“ unterlag immer schon der „Siegerjustiz“ und der „Fingierung“.
Wo der UhU gerade am Aufrollen der Geschichte ist: Gebieten wir ihm Einhalt und bewahren wengstens die Spuren der geschehenen Geschichte.
Kein Amen! Suchen wir zusammen nach noien Worten!
Liebe Krüsse, moin, manni
Pardon für verainzelte unbeabsichtigte Schraibhelfer!

Inzwischen spricht man sogar von afrikanischen Vorstufen der
„europäischen Kultur“, von „indogerman-europäisch“ sowieso.
Der Antiarabismus ist schon sehr alt… nicht erst
biblisch…

hi,

ich weiß nicht, ob ich dich verstanden habe (ist etwas schwierig). spielst du auf die sprachwissenschaft des 19. jhdts an? in einem beliebigen latein- oder griechischlehrbuch aus dem jahre 1850+ wird interessanterweise IMMER das moderne lateinische alphabet (und die sprache gleich dazu) über die stufen griechisch-phönizisch-indisch (!?) erklärt, wobei doch eigentlichen jedem deppen einleuchtet, woher alpha, beta usw. eigentlich herkommen müssen - irgendwo aus dem semitischen raum nämlich, irgendwo zwischen irak und israel. die namen der buchstaben und ihre anordnung verrät es. das arabische, das du oben erwähnst, bildet davon heute den größten teil. war das gemeint? wurde der ur-rassismus mit sprachwissenschaft begründet, dort, wo die unseligen begriffe „semitisch“ und „arisch“ usprünglich herstammen?

gruß
datafox

Hallo nochmal,

um auf unser Alphabet nochmal zurückzukommen:

in einem beliebigen latein- oder griechischlehrbuch
aus dem jahre 1850+ wird interessanterweise IMMER das moderne
lateinische alphabet (und die sprache gleich dazu) über die
stufen griechisch-phönizisch-indisch (!?) erklärt, wobei doch
eigentlichen jedem deppen einleuchtet, woher alpha, beta usw.
eigentlich herkommen müssen - irgendwo aus dem semitischen
raum nämlich, irgendwo zwischen irak und israel.

Unser Alphabet stammt letztlich vom phönizischen / kanaanitischen ab, also schon „irgendwo aus dem semitischen Raum“. Die Zwischenschritte waren Griechisch und Etruskisch. Die indischen Alphabete stammen zwar auch vom phönizischen ab, sind aber nicht die Vorfahren des unseren.

Nur um das nochmal klar zu machen :smile:

Gruß Kubi

Gruß Kubi