Hab eine Frage zu normlen Schaltnetzteilen (Handy, MP3 Player,…):
Ist es möglich diese in den USA (110V@60Hz) ganz normal zu betreiben (natürlich mit geeignetem Umstecker für die Steckdose…)??
Soweit ich weiß haben die Netzteile ja genau aus diesem Grund einen sehr großen Toleranzbereich bei der Eingangsspannung (so ca. 80 bis 250V) bzw. schalten sie bei 110V automatisch einen Spannungsverdoppler bei.
Ich kann mich erinnern, als ich mit 16 in den USA war und noch keinen Tau von Elektronik hatte, hab ich einfach mein MP3 Ladegerät in die Steckdose (mit Umwandler natürlich…) gesteckt, das hat ohne Probleme funktioniert…
Wenn auf deinem Netzeil etwas von 100-240V und 50-60Hz steht
dann kann das Teil das auch.
Und zwar nicht durch einen Spannungsverdoppler, sonder weil diese Schaltnetzteile sowieso erst die Wechselspannung gleichrichten und dann diese Gleichspannung zerhacken, auf nen kleinen Trafo geben und daraus dann die Kleinspannung für das Gerät erzeugen. Das Ganze wird dabei eh elektronisch geregelt, so dass am Ausgang ne stabile Spannung anliegt, da macht es weniger Mühe, die Netzteile für eine weiten Spannungsbereicha auszulegen, als für jedes Land mit abnormen Spannungen ein eigenes Gerät zu konstruieren. Die Frequenz ist bei diesen Teilen eigentlich sogar egal, die sollten sogar mit 0Hz arbeiten.
Die Frequenz ist bei diesen
Teilen eigentlich sogar egal, die sollten sogar mit 0Hz
arbeiten.
Das stimmt nicht, der Eingangselko muss der Frequenz entsprechend ausgelegt sein (länger dauernde Zeiträume mit Unterspannung überbrücken), für Gleichspannung auch der Gleichrichter (da muss ja ein Zweig der Brücke den kompletten Strom aushalten).
Und wie sich das mit den neueren Schaltnetzteilen mit PFC verhält, ist mir nicht bekannt. Da müsste man nochmal nachforschen, was die können.
Gruß
loderunner
ok, also hängt der große Eingangsspannungsbereich meist mit der Regelung vom Netzteil zusammen!?
Bin nämlich grad am Analysieren einer Schaltung, wo man nach dem Gleichrichter (manuell) einen Spannungsverdoppler zuschalten kann, eben für eine Netzspannung von 110V.
PFC ist ja soweit ich weiß nur ab 75W vorgeschrieben. Also bei so kleinen Handynetzteilen glaub ich kaum, dass eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung eingebaut ist…
Was anderes:
Das Apple Ladegerät für den iPod hat max. 67A Output!! Das benötigt doch der kleinen MP3 Player nie…
ok, also hängt der große Eingangsspannungsbereich meist mit
der Regelung vom Netzteil zusammen!?
Auch. Neben der erwähnten Auslegung der Bauteile.
Jedes Schaltnetzteil wählt unterschiedliche Ein- und Ausschaltzeiten für den eigentlichen Schalter (meist ein Transistor oder Mosfet) zum regeln. Dieser ‚pumpt‘ für eine gewisse Zeit Energie in eine Drossel oder einen Trafo und während der übrigen Zeit wird die Energie dann auf einen Ausgangskondensator übertragen. Die Möglichkeiten zur Veränderung der Zeiten sind aber begrenzt, da jeder Schalter eine maximale Schaltgeschwindigkeit besitzt. Ebenso ist die Energie begrenzt, die die Drossel bzw. der Trafo aufnehmen können. Und damit ist auch der Eingangsspannungsbereich begrenzt (ebenso wie der Lastbereich), in dem die Sache funktioniert.
Bin nämlich grad am Analysieren einer Schaltung, wo man nach
dem Gleichrichter (manuell) einen Spannungsverdoppler
zuschalten kann, eben für eine Netzspannung von 110V.
Das muss nicht unbedingt sein. Es gibt auch Schaltnetzteile, deren Bereich groß genug ist. Meine elektrische Zahnbürste kann das genauso wie mein Rasierapparat. Meist sind das dann Geräte mit relativ geringer Leistungsaufnahme, bei größeren Leistungen wird es eben schwieriger bzw. aufwändiger - und dann sieht man ggfr. zwei Varianten eines Gerätes für unterschiedliche Länder vor.
PFC ist ja soweit ich weiß nur ab 75W vorgeschrieben. Also bei
so kleinen Handynetzteilen glaub ich kaum, dass eine
Leistungsfaktorkorrekturschaltung eingebaut ist…
Nö, das brauchen die nicht.
Das Apple Ladegerät für den iPod hat max. 67A Output!!
Das glaube ich jetzt einfach mal nicht.
Gruß
loderunner