Eutanasie

Ist es möglich, eine Narkose durch subkutane Verabreichung zu bewirken, die in der Regel von Tierärzten vor der eigentlichen Tötungsspritze angewandt wird, oder handelt es sich hier nicht um Narkose, sondern um ein Gift, das lediglich die Muskulatur erschlaffen läßt um für den Tierhalter die Optik zu schaffen, das Tier bekäme in diesem Zustand nichts von seiner Tötung mit und würde friedlich entschlafen.
Könnte schon sein, das mit der ehrlichen Beantwortung dieser Frage ein ganzer Berufsstand in Verlegenheit gebracht würde, doch ich denke jeder Tierhalter sollte das Recht haben voll in Kenntnis gesetzt zu werden, wenn es denn so weit ist, den schweren Gang mit seinem kranken Tier zum Tierarzt anzutreten.

Hallo Willi,

eine „subkutane Narkose“ ist technisch unmöglich; die funktioniert nur intravenös. Die Haut ist zwar mit Blutgefäßen durchzogen, die sind aber viel zu fein, um den Wirkstoff innerhalb einer kurzen Zeit an den ganzen Körper abzugeben; außerdem kannst Du subkutan nur eine relativ kleine Menge spritzen und würdest nur eine lokale Betäubung um die Einstichstelle erreichen.

Außerdem geht es bei der ersten Spritze weder um eine Narkose noch um ein Gift, das die Muskulatur lähmt; das Tier bekommt vorab ein Sedativum (= Beruhigungsmittel) gespritzt. Schließlich bekommen auch Menschen - sofern sie es wünschen - vor einer OP eine Beruhigungsspritze angeboten. Mit der „Optik für den Halter“ hat es also auch nichts zu tun. Wenn das Tier sediert ist, bekommt es von der eigentlichen „Tötungsspritze“ (ein grausiges Wort!) kaum bis überhaupt nichts mit. Einer meiner Hunde (ging halt nicht anders) schlief damals tatsächlich ganz friedlich bei mir im Arm ein, während ich mir die Seele aus dem Leib geheult habe.

Könnte schon sein, das mit der ehrlichen Beantwortung dieser
Frage ein ganzer Berufsstand in Verlegenheit gebracht würde,
doch ich denke jeder Tierhalter sollte das Recht haben voll in
Kenntnis gesetzt zu werden, wenn es denn so weit ist, den
schweren Gang mit seinem kranken Tier zum Tierarzt anzutreten.

Ich glaube nicht, daß Dir ein guter Tierarzt/eine gute Tierärztin (eine solche habe ich, Gott sei Dank) eine ehrliche und ausführliche Antwort auf diese Frage verweigern wird. Insofern brauchen seriöse Tierärzte keinerlei Befürchtungen haben, womöglich in Verlegenheit gebracht zu werden. Wenn Du keine befriedigende Antwort bekommst bzw. wenn erst einmal umständlich um den heißen Brei geredet wird oder Dir blöde Sprüche á la „ist doch nur ein Tier“ angeboten werden, würde ich sofort den Tierarzt wechseln.

So long

Tessa

Hallo Tessa

Danke für deine Erklärung!
Ganz so wie bei deinem Hund ist es auch bei meiner Katze gewesen, ich denke mein Tierarzt ist schon in Ordnung.
Nun, das konnte ich von mir nicht behaupten, ich hatte nichts von dem was er mir sagte verstanden geschweige denn war ich fähig irgend etwas zu sagen, ich heulte nur und bewegte mich wie eine Marionette. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und ich nehme an, er wird mir das gleiche wie du gesagt haben.

Gruß

Willi

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Hallo nochmal,

Ganz so wie bei deinem Hund ist es auch bei meiner Katze
gewesen, ich denke mein Tierarzt ist schon in Ordnung.
Nun, das konnte ich von mir nicht behaupten, ich hatte nichts
von dem was er mir sagte verstanden geschweige denn war ich
fähig irgend etwas zu sagen, ich heulte nur und bewegte mich
wie eine Marionette. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und
ich nehme an, er wird mir das gleiche wie du gesagt haben.

Wenn es ein guter Tierarzt gewesen ist: ganz bestimmt. Ich war mit meinem Hund bei drei verschiedenen Tierärzten, weil ich nicht glauben wollte, daß ich mich tatsächlich auf diese Weise von ihm trennen muß. Das Schlimmste war, daß ICH darüber entscheiden mußte! Bei einem der Tierärzte bin ich regelrecht aus der Praxis gestürmt, weil er den Hund auf der Stelle einschläfern wollte.

Meine Haus- und Hof-Tierärztin, bei der ich als erstes gewesen bin, hat mir dann schließlich nicht nur die Gelegenheit gegeben, mich zu entscheiden, ob ich es nun durchziehen will oder nicht („schlafen Sie noch eine Nacht darüber“), sie hat sich auch gut zwei Stunden Zeit für ein Gespräch mit mir genommen. Ich komme zwar nicht aus der Tiermedizin, kenne mich aber durchaus in medizinischen Fragen aus und kann den Leuten trotz zweistündigen Heulens entsprechend unangenehme bzw. unbequeme Fragen stellen. Daß meine Viecherles immer noch von dieser Dame geimpft & im Bedarfsfall - übrigens hervorragend - behandelt werden, ist wohl klar.

Sie war übrigens damals die einzige, die mir - wenn auch unnötigerweise - sagte, daß der Vierbeiner ganz genau spürt, wenn man nervös, traurig oder aufgeregt bist; das überträgt sich. Und dann saß ich am nächsten Tag mit meinem Riesenhund auf dem Schoß (ein roter Kovacs von über 65 kg) und meiner Tierärztin - wir beide heulten Rotz und Wasser - auf dem Boden in ihrem Behandlungszimmer und wollte einfach nur meinen Hund packen und abhauen. Es klingt bescheuert, aber ich kam mir vor wie Hitchcock’s „Marnie“, als sie ihr Pferd erschoß (erschießen mußte; das Pferd hat sich beim Sprung über eine Mauer beide Hinterbeine gebrochen).

Jetzt höre ich lieber auf, sonst muß ich wieder heulen.

Ciao

Tessa

PS. Mir ist gerade aufgefallen, daß meine erste „Erklärung“ ein wenig technisch klang. Sorry, ich bin (bzw. war) Krankenschwester, da gelingt es manchmal (schon aus Selbstschutz) nicht ganz, alles in sensible Worte zu kleiden.

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Hallo nochmal,

Ganz so wie bei deinem Hund ist es auch bei meiner Katze
gewesen, ich denke mein Tierarzt ist schon in Ordnung.
Nun, das konnte ich von mir nicht behaupten, ich hatte nichts
von dem was er mir sagte verstanden geschweige denn war ich
fähig irgend etwas zu sagen, ich heulte nur und bewegte mich
wie eine Marionette. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und
ich nehme an, er wird mir das gleiche wie du gesagt haben.

Wenn es ein guter Tierarzt gewesen ist: ganz bestimmt. Ich war
mit meinem Hund bei drei verschiedenen Tierärzten, weil ich
nicht glauben wollte, daß ich mich tatsächlich auf diese Weise
von ihm trennen muß. Das Schlimmste war, daß ICH darüber
entscheiden mußte! Bei einem der Tierärzte bin ich regelrecht
aus der Praxis gestürmt, weil er den Hund auf der Stelle
einschläfern wollte.

Hallo Tessa,

Habe heute mit meinem Tierarzt telefoniert und wie gesagt, er ist schwer in Ordnung, kenne ihn schon über 20 Jahre und hatte auch einige Jahre mit ihm zusammen gearbeitet, damals in der Uniklinik Wien. Denke, das meine Verzweiflung so groß war und die eine oder andere Erinnerung an die damalige Zusammenarbeit mein Hirngespinst von Verdacht hervor gebracht haben. Dazu muß ich sagen, damals in der Uni gab es schon einige von oben angeordnete Vorgehensweisen denen sich auch ein Arzt während seiner Pflichtjahre beugen mußte, wenn gleich sie auch alles andere als ethisch und moralisch korrekt waren.

Meine Haus- und Hof-Tierärztin, bei der ich als erstes gewesen
bin, hat mir dann schließlich nicht nur die Gelegenheit
gegeben, mich zu entscheiden, ob ich es nun durchziehen will
oder nicht („schlafen Sie noch eine Nacht darüber“), sie hat
sich auch gut zwei Stunden Zeit für ein Gespräch mit mir
genommen. Ich komme zwar nicht aus der Tiermedizin, kenne mich
aber durchaus in medizinischen Fragen aus und kann den Leuten
trotz zweistündigen Heulens entsprechend unangenehme bzw.
unbequeme Fragen stellen. Daß meine Viecherles immer noch von
dieser Dame geimpft & im Bedarfsfall - übrigens hervorragend -
behandelt werden, ist wohl klar.

Nochmals, mein Tierarzt ist über jeden Zweifel erhaben und nur aus meiner emotionellen Lage suchte ich wohl ein Opfer.

Sie war übrigens damals die einzige, die mir - wenn auch
unnötigerweise - sagte, daß der Vierbeiner ganz genau spürt,
wenn man nervös, traurig oder aufgeregt bist; das überträgt
sich. Und dann saß ich am nächsten Tag mit meinem Riesenhund
auf dem Schoß (ein roter Kovacs von über 65 kg) und meiner
Tierärztin - wir beide heulten Rotz und Wasser - auf dem Boden
in ihrem Behandlungszimmer und wollte einfach nur meinen Hund
packen und abhauen. Es klingt bescheuert, aber ich kam mir vor
wie Hitchcock’s „Marnie“, als sie ihr Pferd erschoß
(erschießen mußte; das Pferd hat sich beim Sprung über eine
Mauer beide Hinterbeine gebrochen).

Das verstehe ich gut, vor den beiden Katzen hatte ich einen Hund. In seinem 14. Jahr mußte auch er nach jahrelanger Behandlung scheiden, er litt an Muskelschwund, vorwiegend am Kopf und hatte dadurch immer stärker werdende Gleichgewichtsstörungen und war taub geworden. Laufend schlug er sich den Kopf, rannte irgend wo dagegen. Trotzdem zeigte er Freude wenn er mich sah, fraß ordentlich und war organisch topfit. Da er mich nicht mehr hörte, konnte ich mich an ihn heranschleichen und als er mich dann entdeckte war die Freude groß, wir konnten uns ganz lange in die Augen sehen, wie sollte ich da bei diesem Blick seinen Tod entscheiden, einfach grässlich. Immer wieder schob ich diese Entscheidung hinaus bis letztlich ein Termin beim Tierarzt feststand. Ich erinnere mich noch genau und quäle mich beim schreiben dieser Zeilen, wie wir loszogen, den letzten Gang. An diesem Tag wollte er absolut nicht mitkommen, gerade so als ob er wußte, seine letzte Stunde hat geschlagen. Wie in Zeitlupe konnte ich beobachten, wie er sich gemäß einem Hund unterwarf und sein Schicksal wohl akzeptierte, er sträubte sich nicht mehr und wir gingen langsam zur Praxis mit gebrochenem Herzen.
Ich schwor mir, so eine Erfahrung wollte ich nie wieder machen und im nach hinein gesehen überrumpelte ich meine Katze und mich selbst. Der Tierarztbesuch war nur für eine weitere Infusion gedacht, mit diesen Gedanken und Gefühlen ging ich hin. Das die Infusionen von Woche zu Woche immer weniger halfen ignorierte ich einfach. Ich weiß jetzt, das er mir wieder empfahl ein Ende zuzulassen, doch ich könnte auch in den nächsten Tagen kommen. Ich hatte und habe keine Worte für meine Gefühle in dieser Situation, alles wozu ich imstande war, war ein Nicken. Alle Menschen die so eine leidvolle Erfahrung machen mußten, wie auch du, werden um die Grenzüberschreitung der eigenen Persönlichkeit wissen, es gibt dafür keine Worte.

Jetzt höre ich lieber auf, sonst muß ich wieder heulen.

Ciao

Tessa

PS. Mir ist gerade aufgefallen, daß meine erste „Erklärung“
ein wenig technisch klang. Sorry, ich bin (bzw. war)
Krankenschwester, da gelingt es manchmal (schon aus
Selbstschutz) nicht ganz, alles in sensible Worte zu kleiden.

Deine Wortwahl war für mich wirklich in Ordnung, ich verstehe was du meinst, bin Behindertenbetreuer und zur Psychohygiene ist eine sachliche Formulierung einfach notwendig.

Servus

Willi

Hallo Tessa,

am 12. Dezember habe ich auch einen Hund „einschläfern“ lassen. Es war der ältere der beiden Hunde meines Freundes, der beste Hund den man nur haben kann. Er ist nur knapp sieben Jahre alt geworden. Er hatte einen Milztumor, den man nicht erkennen konnte, da er so klein war. Allerdings war das, was alle für eine Wasseransammlung im Bauch gehalten hatten, leider Blut, verursacht durch viele kleine Metastasen. Als man bei einer Punktion das Blut feststellte, wurde er sofort operiert. Und es hieß, natürlich, da ist nichts mehr zu machen. Bei dem Blutverlust war uns dann auch klar, wieso er kaum noch richtig auf die Beine kam. Und zuvor hatte er auch noch wg. der Fehldiagnose wasserentziehende Medikamente bekommen!! Wie dem auch sei, von allen Seiten höre ich immer, daß es „das Beste“ für den Hund gewesen sein. Ich bin mir da allerdings nicht so sicher. Die Ärztin hat mir bestätigt, das erlediglich ungeheuer schwach und müde gewesen sein müßte, jedoch bis zu dem Zeitpunkt keine Schmerzen hatte. Jetzt im Nachhinein hätte ich ihn lieber mit nachhause genommen, wo er auf „seinem“ Platz, mit uns in seiner Nähe, gelegen hätte und vielleicht noch am selben Tag am Kreislaufversagten gestorben wäre. Vielleicht empfinde ich auch so, weil ich mir ohnehin ihm gegenüber wie eine Verräterin vorkomme, denn eigentlich sollte er an besagtem Tag nur noch einmal gründlich untersucht werden und eine Infusion bekommen und danach sollte er wieder nachhause geholt werden. Vielleicht hängt auch alles nur damit zusammen, daß die Tierärztin mir nicht genug Zeit gegeben hat. Er lag da und atmete tief und friedlich, zuckte wie manchmal wenn er träumte und buchstäblich im nächten Moment war er tot! Das war so über die Maßen unfaßbar!! Ich habe schon mehrfach gehört, das alte und/oder sehr kranke Tiere einem zu verstehen geben, wann es genug ist, wann sie sterben wollen und die „Hilfe“ des Einschläferns begrüßen. Stimmt das alles nicht? Ich hatte jedenfalls nicht mal die Zeit ihm in Ruhe etwas ins Ohr zu flüstern. Immerhin haben wir ihn dann abends noch aus der Praxis geholt un ihm ein Grab in unserer gegraben.

Vielleicht hst Du oder auch andere, Lust mir Deine/Eure Erfahrungen mit dem Verlust eines Tieres mitzuteilen. Ich würde mich sehr freuen und helfen würde es mir, glaube ich, auch.

Liebe Grüße

Angelika

Hallo Angelika,

Vielleicht hst Du oder auch andere, Lust mir Deine/Eure
Erfahrungen mit dem Verlust eines Tieres mitzuteilen. Ich
würde mich sehr freuen und helfen würde es mir, glaube ich,
auch.

Vor einem Jahr habe ich unsere Katze im Garten begraben. Es ist auch eine Form des Abschied nehmens. Je mehr man sein Tier geliebt hat, desto tiefer buddelt man.
Sie starb beim Tierarzt im Wartezimmer einen Herztod.

Ich habe mir vorgenommen, kein Tier einschläfern zu lassen. Ich weiß wie sehr diese Kreaturen am Leben hängen, selbst wenn sie leiden.

Ich vermute, dass das Einschläfern eher dazu dient, dem Besitzer das Ansehen des Leidens zu ersparen.

Gruß
Carlos

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Ich vermute, dass das Einschläfern eher dazu dient, dem
Besitzer das Ansehen des Leidens zu ersparen.

Hi Carlos und Willy
Wenn das zuträfe, würde der Betreffende klar gegen die
tierethischen- und die Standesregeln der Veterinäre verstossen.
Der Abschied, wie auch immer, ist schwer - loslassen ist immer
schwer.
Einige gute Beiträge zu diesem traurigen aber nötigen Thema und
Trost danach haben wir gefunden bei:
http://www.Tierinformation.cool.am
Gruss
JC

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Zum Nachdenken: Ein Ausschnitt aus dieser HP…
Ein Brief eines Hundes an seinen Herrn

  • Aus einer Zeitschrift -

_Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, wie war ich glücklich! Noch ein kleiner Spazier gang vor den Ferien, wie schön!

Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Strassenrand angehalten. Die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn Dir zurückzubringen.

Als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens. Ich lief Tag für Tag, um Dich zu finden und wurde immer schwächer. Ich hatte grosse Angst und grossen Hunger.

Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr.

Aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein Du warst es nicht. Es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.

Geliebter Mensch, ich will, dass Du weisst, dass ich mich trotz des Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte ich würde auf Dich zulaufen, denn ich hatte Dich lieb.

Dein Hund_

Dieser Brief ist in einer deutschen Zeitung mit der ausdrücklichen Bitte um Nachdruck und Verbreitung erschienen, was wir hiermit tun. Anstelle von Hund kann man einsetzen: Katze, Ratte, Hamster, Reptilien, Fische usw usw.
Wir hoffen, dass er einige Leute zum Nachdenken anregt, doch was tun wir nur mit solchen Menschen?

Quelle: http://www.tierinformation.cool.am/

Zitat Ende; Artikel Ende (ist auch egal, mein MakeUp ist ohnehin schon ruiniert).

Tessa

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Hallo Angelika,

mich wundert es, das du nach der Fehldiagnose und Fehlbehandlung dem Tierarzt so einfach abnimmst, daß der Hund keine Schmerzen hatte. Meiner Schwägerin wurde ihre Katze zum „einschlafen“ mit nach Hause gegeben, Folge war, daß ihre Katze bei ihr im Arm recht qualvoll erstickt ist. Ich denke, das sind Erfahrungen die freiwillig keiner machen möchte… Desweiteren habe ich in der Pflege Menschen über Monate langsam sterben sehen und dabei oft bei mir gedacht: wäre es ein Tier könnte/dürfte man es von seiner Qual erlösen. Es ist das schlechte Gewissen weil man die Entscheidung treffen muß, aber man sollte immer bedenken was ist das beste für mein T i e r, icht wie geht es mir dabei. Glaub mir, ich weiß worüber ich spreche, ich mußte in den letzten 2,5 Jahren 2 Kater und einen Hund einschläfern lassen.

Gruß Petra

Ich habe mir vorgenommen, kein Tier einschläfern zu lassen.
Ich weiß wie sehr diese Kreaturen am Leben hängen, selbst wenn
sie leiden.

Ich vermute, dass das Einschläfern eher dazu dient, dem
Besitzer das Ansehen des Leidens zu ersparen.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos!

Als ich Deinen Artikel gelesen habe, bin ich fast vor Wut geplatzt. Wie kannst Du so etwas behaupten?
Es gibt Krankheiten bei Tieren, die sind genauso schmerzhaft wie
bei Menschen, doch leider kann sich das Tier nicht so genau äußern, sodaß man als Besitzer den Grad des Leidens nur schwer beurteilen kann. Bei schwerwiegenden, schmerzhaften Erkrankungen ist es sogar die menschliche Verpflichtung das Tier einschläfern zu lassen. Aus Liebe zum Tier, nicht um dem Tierhalter Leid zu ersparen sondern dem geliebten ein würdiges sterben zu ermöglichen und kein weiters Leiden, weil der Besitzer zu Feige ist die Verantwortung auch im letzten, schwersten Moment zu übernehmen. Der Gang zum Tisch des Tierarztes ist nähmlich nicht leicht und erspart dem Tierhalter nichts, sonder fordert von ihm ein hohes Maß an Mut und Selbstbeherschung um das geliebte Tier die letzten Minuten zu begleiten. Dies gehört auch dazu wenn man die Verantwortung für ein Tier übernimmt. Nicht nur die schönen Tage, sondern auch in den schweren Tagen. Und das Leben eines Tieres nur zu erhalten, weil man sich vor der Entscheidung drücken möchte und blind ist das Leid des Tieres zu sehen, hat mit Tierliebe nichts mehr zu tun. Ich selbst verlor schon einige meiner Tiere und mußte schon schwere Entscheidungen treffen. Leider muß ich im nachhinein sagen, habe ich mit auch in einem Fall zu spät für die Erlösung entschieden. Ich wollte den wahren Zustand meines geliebten Tieres nicht erkennen und klammerte mich an jeden Stohhalm den man mir reichte. Erst als das Leiden für mein Tier unerträglich war, öffneten sich meine Augen. Und noch heute, 7 Jahre danach, mache ich mir unendliche Vorwürfe nicht früher gehandelt zu haben, denn das war kein Leben mehr für mein Tier, sondern nur existieren und vegitieren. Das kann nicht der Sinn des Lebens sein.

Ich wünsche mir für mich und alle anderen Tierbesitzer den Mut und die Fähigkeit, in dem Moment der schweren Krankheit des Tieres, einen klaren Kopf zu behalten, für kurze Zeit sein liebendes Herz auszuschalten, und objektiv zu beurteilen was für das Tier und nicht für den Halter das beste ist.

Viel Freude mit all euren Tieren, Gesundheit und Glück

wünscht Euch
Antaria

Hallo Antaria,

Als ich Deinen Artikel gelesen habe, bin ich fast vor Wut
geplatzt. Wie kannst Du so etwas behaupten?

Weil es leider für viele Menschen der einfachere Weg ist, besonders, wenn das Tier dann besonders viel Arbeit und Dreck macht.

Es gibt Krankheiten bei Tieren, die sind genauso schmerzhaft
wie bei Menschen, doch leider kann sich das Tier nicht so genau
äußern, sodaß man als Besitzer den Grad des Leidens nur schwer
beurteilen kann.

Genau das ist der Punkt. Das Tier kann nicht sagen, daß es weiterleben oder sterben will. Wenn Wildtiere in eine Falle geraten nagen sie ihr oft Bein ab, um zu entkommen. Sie ertragen ungeheure Schmerzen weil sie an ihrem Leben hängen.

Wenn man sich umhört, kommt es sehr häufig vor, daß Tiere nicht eines natürlichen Todes sterben, sondern eingeschläfert werden.
Es ist nicht so, daß die Tiere wie wahnsinnig vor Schmerzen schreien oder von extremen Krämpfen befallen sind.
Meistens liegen die Tiere apatisch rum. Vielleicht wimmern sie etwas. Bedeutet dies, daß sie unerträgliche Schmerzen haben?
Wenn sie dann unheilbar krank sind, ist ihr sofortiges Todesurteil beschlossen.

Übertrage diese Situation mal auf den Menschen.
Wenn ein Mensch alt ist und schwer erkrankt gibt man ihm dann die Gnadenspritze?

Bei schwerwiegenden, schmerzhaften
Erkrankungen ist es sogar die menschliche Verpflichtung das
Tier einschläfern zu lassen.

Warum gibt man dem Tier kein Morphium? Weil man sein Leben nunmal als weniger wertvoll ansieht.

Erst als das
Leiden für mein Tier unerträglich war, öffneten sich meine
Augen. Und noch heute, 7 Jahre danach, mache ich mir
unendliche Vorwürfe nicht früher gehandelt zu haben, denn das
war kein Leben mehr für mein Tier, sondern nur existieren und
vegitieren. Das kann nicht der Sinn des Lebens sein.

Der Wert des Lebens bemißt sich nicht daran, daß wir jede Sekunde happy und vergnügt sind. Sondern an dem Geschenk, daß wir existieren können. Dein Tier konnte weiterhin bei dir bleiben. Dies hat dem Weiterleben deines Tieres Sinn gegeben.

Das Leben von vielen Wildtieren ist ein qualvoller Überlebenskampf. Glaubst, daß das Leben dieser Tiere sinnlos ist?

Ich wünsche mir für mich und alle anderen Tierbesitzer den Mut
und die Fähigkeit, in dem Moment der schweren Krankheit des
Tieres, einen klaren Kopf zu behalten, für kurze Zeit sein
liebendes Herz auszuschalten, und objektiv zu beurteilen was
für das Tier und nicht für den Halter das beste ist.

Die Weiterführung des Gedankens wäre dann; sobald das Tier alt und krank wird schläfern wir es ein, bevor es vermehrt Leiden erfährt.

Gruß
Carlos

Hallochen!

Weil es leider für viele Menschen der einfachere Weg ist,
besonders, wenn das Tier dann besonders viel Arbeit und Dreck
macht.

Es ist nicht immer so, daß ein krankes Tier mehr Arbeit macht.
Und einfach ist der Weg zum Tierarzt um ein Tier einschläfern zu lassen mit Sicherheit nicht, ich weiß´nicht ob Sie schon mal in einer solchen Situation waren. Wenn nicht, wünsche ich es Ihnen nicht.

Genau das ist der Punkt. Das Tier kann nicht sagen, daß es
weiterleben oder sterben will. Wenn Wildtiere in eine Falle
geraten nagen sie ihr oft Bein ab, um zu entkommen. Sie
ertragen ungeheure Schmerzen weil sie an ihrem Leben hängen.

Wildtiere nagen Ihr Bein nicht deshalb ab, weil sie unbedingt weiterleben wollen, sondern weil das Entkommen aus einer Gefahr ein Instinkt des Tieres ist, welchen es nicht willentlich steuern kann. Ein Tier hat keinen Begriff vom Tod, sonst würde es sich vielleicht anders entscheiden, wenn es wüßte daß es sowieso danach qualvoll an einer Infektion sterben muß.

Wenn man sich umhört, kommt es sehr häufig vor, daß Tiere
nicht eines natürlichen Todes sterben, sondern eingeschläfert
werden.
Es ist nicht so, daß die Tiere wie wahnsinnig vor Schmerzen
schreien oder von extremen Krämpfen befallen sind.
Meistens liegen die Tiere apatisch rum. Vielleicht wimmern sie
etwas. Bedeutet dies, daß sie unerträgliche Schmerzen haben?

Dieses apathische herumliegen kommt nicht davon, daß sie keine Schmerzen haben, sonst würden sie sich ja wie sonst auch benehmen und nicht einfach nur daliegen. Wenn ein Tier schon mal wimmert, kann nach wissenschaftl. Erkenntnis davon ausgehen daß das Tier sogar schon sehr starke Schmerzen hat.Außerdem ist vom klinischen Befund her meißt zu sagen ob das Krankheitsbild mit Schmerzen einhergeht.

Übertrage diese Situation mal auf den Menschen.
Wenn ein Mensch alt ist und schwer erkrankt gibt man ihm dann
die Gnadenspritze?

Ich arbeite in einen Altenpflegeheim mit schwerstpflege-bedürftigen alten Menschen. Was ich dort tagtäglich sehe läßt mich oft auf eine Rechtsänderung für die Zukunft hoffen um für mich eine Gnadenspritze zu ermöglichen wenn ich in solch einer Situation bin. Hier gibt es keine Lebensverlängerung sondern nur eine Sterbeverlängerung.

Bei schwerwiegenden, schmerzhaften
Erkrankungen ist es sogar die menschliche Verpflichtung das
Tier einschläfern zu lassen.

Warum gibt man dem Tier kein Morphium? Weil man sein Leben
nunmal als weniger wertvoll ansieht.

Morphium verlängert nicht das Leben sondern das Sterben, nur in sehr hohen Dosen ist es bei schweren Erkrankungen noch wirksam. Dies kommt aber auch einer Lebensverkürzung gleich, da Morphium als Nebenwirkung die Atmung und den Kreislauf verlangsamt und es so über kurz oder lang zu einem Kreislaufversagen und Atemlähmung kommt.
Im Moment ist dies für die Menschen und Ärzte die einzige Möglichkeit das Leiden eines Menschen zu lindern und auch legal zu verkürzen.

Der Wert des Lebens bemißt sich nicht daran, daß wir jede
Sekunde happy und vergnügt sind. Sondern an dem Geschenk, daß
wir existieren können. Dein Tier konnte weiterhin bei dir
bleiben. Dies hat dem Weiterleben deines Tieres Sinn gegeben.

Niemand hat behauptet daß man im Leben jede Sekunde glücklich sein muß um das Leben lebenswert zu finden. Allerdings ist ein Leben was Sekunde über Sekunde nur von Schmerz erfüllt ist auch nicht Lebenswert. Und der Sinn im Weiterleben meines Tieres bestünde nur darin, mir die Entscheidung für seine Erlösung abzunehmen und bis zum letzten Atemzug für meine Feigheit zu leiden.

Das Leben von vielen Wildtieren ist ein qualvoller
Überlebenskampf. Glaubst, daß das Leben dieser Tiere sinnlos
ist?

Ein Tier in freier Wildbahn leidet zu 90 % nicht sehr lange, da es meist sehr schnell von Raubtieren getötet wird und auch nicht durch Medikamente und sonstige Behandlungsmethoden künstlich länger am Leben erhalten wird, bzw. das Sterben verlängert wird.

Die Natur ist hier in mancher hinsicht gnädiger als der Mensch, der nur an sich denkt und möglichst lange sein Tier bei sich haben will um die schwere Entscheidung nicht treffen zu müssen.

Ich wünsche mir für mich und alle anderen Tierbesitzer den Mut
und die Fähigkeit, in dem Moment der schweren Krankheit des
Tieres, einen klaren Kopf zu behalten, für kurze Zeit sein
liebendes Herz auszuschalten, und objektiv zu beurteilen was
für das Tier und nicht für den Halter das beste ist.

Die Weiterführung des Gedankens wäre dann; sobald das Tier alt
und krank wird schläfern wir es ein, bevor es vermehrt Leiden
erfährt.

Alter ist kein Grund für den Tod, den alt sein bedeutet nicht gleichzeitig krank zu sein und starke Schmerzen zu haben.
Es geht hier nicht um ein krankes Tier, was nur etwas mehr Geld kostet und arbeit macht, weil es evtl. Gymnastik braucht oder Medikamente benötigt. Es gibt ja Erkrankungen, welche durchaus mit der richtigen Behandlung, das Leben eines Tieres nicht oder nur minimal beeinträchtigen. Hier ist die Todesspritze fehl am Platz. Wer hier sein Tier einschläfern läßt, liebt es nicht.
Allerdings sollte man genauestens abwägen, wann ein Tier seinen natürlichen Lebensweg beendet hat und die Veterinärmedizin soweit an ihre Grenzen gestoßen ist, das dem Tier große Schmerzen durch Medikamente nicht mehr erspart werden können.
Außerdem glaube ich nicht, daß es einem Hund sehr gefällt, in einer Ecke auf seiner Decke zu liegen, sich mit Kot und Urin voll zu machen, weil er nicht mehr aufstehen kann. Sehr viele Menschen, mit denen ich in einer solchen Situation gesprochen haben, warten nur auf den Tod und bitten häufig um Erlösung, die ich ihnen als Krankenschwester vom Gesetz her aber nicht geben darf. Schmerzmittel, selbst Morphium wirken bei vielen Krankheitsbildern nicht ausreichend, sodaß das Leiden trotzdem unermeßlich ist.

Ich verstehe nicht ganz worauf Sie hinauswollen ? Soll ich mein Tier bis es elendig verreckt bei mir zuhause behalten, daneben sitzen und mich an dem Leid „erfreuen“ ?
Soll es auch noch jede letzte Sekunde bis zum „natürlichen“ Tod Schmerz und Leid erfahren obwohl das Ende mit Sicherheit in Kürze zu erwarten ist und es sich nurnoch um einige Wochen/Tage oder Stunden handelt. Welch einen Sinn hätte das für das Tier und für den Halter ?
Es geht doch um einen „würdigen Tod“. Bei einem Hund der nurnoch Haut und Knochen ist weil er von sich aus nichts mehr fressen möchte. Der sich mit seinen eigenen Exkrementen vollmacht, kann man wohl kaum mehr von würdigem Leben geschweige denn von einem würdigen Tod reden.

Sicher machen sich es manche Personen etwas leicht mit dem Einschläfern. Dies betrifft jedoch Menschen die ihr Tier als Sache und nicht als Familienmitglied betrachten. Wenn ich rechtlich dürfte, würde ich diesen „Liebesdienst“ auch meinen Familienangehörigen zu teil werden lassen.

MfG

Gruß
Carlos

Hallo Antaria

Allerdings ist ein
Leben was Sekunde über Sekunde nur von Schmerz erfüllt ist
auch nicht Lebenswert. Und der Sinn im Weiterleben meines
Tieres bestünde nur darin, mir die Entscheidung für seine
Erlösung abzunehmen und bis zum letzten Atemzug für meine
Feigheit zu leiden.

Wenn mein Tier WIRKLICH grausam leiden würde, würde ich wahrscheinlich auch einer Einschläferung zustimmen

Die Natur ist hier in mancher hinsicht gnädiger als der
Mensch, der nur an sich denkt und möglichst lange sein Tier
bei sich haben will um die schwere Entscheidung nicht treffen
zu müssen.

Ein Hungertod, der sich über mehrere Wochen erstreckt, Verdursten, an Krankheiten verrecken,… So gnädig ist die Natur nicht. Das Risiko oder die Chance von einem Raubtier getötet zu werden ist gar nicht so groß wie allgemein angenommen wird.

Alter ist kein Grund für den Tod, denn alt sein bedeutet nicht
gleichzeitig krank zu sein und starke Schmerzen zu haben.
Es geht hier nicht um ein krankes Tier, was nur etwas mehr
Geld kostet und arbeit macht, weil es evtl. Gymnastik braucht
oder Medikamente benötigt. Es gibt ja Erkrankungen, welche
durchaus mit der richtigen Behandlung, das Leben eines Tieres
nicht oder nur minimal beeinträchtigen. Hier ist die
Todesspritze fehl am Platz. Wer hier sein Tier einschläfern
läßt, liebt es nicht.

Genau dies ist der Knackpunkt, daß die überwiegende Mehrheit der Tiere, die eingeschläfert werden, gar nicht grausam leiden.

Wie hoch ist der Anteil der Tiere, die Eingeschläfert werden im Vergleich zu denen, die eines natürlichen Todes sterbe. Ich habe leider keine Zahlen, aber wenn ich mich umhöre, habe ich den Eindruck, daß das Einschläfern die häufigere Todesart ist.

Ich bezweifle, daß der grauenhafte Schmerztod bei Haustieren der Normalfall sein soll. Ich habe eher folgenden Eindruck. Wenn ein Tier sich dem Tod nähert und dies durch Symptome für den Halter erkennbar wird, geht er Arzt. Der Arzt diagnostiziert den baldigen Tod. Also empfiehlt der Arzt dem Halter das Tier einschläfern zu lassen, weil es die gängige Praxis ist.

Allerdings sollte man genauestens abwägen, wann ein Tier
seinen natürlichen Lebensweg beendet hat und die
Veterinärmedizin soweit an ihre Grenzen gestoßen ist, das dem
Tier große Schmerzen durch Medikamente nicht mehr erspart
werden können.

Also doch Einschläfern, sobald das Tier alt und krank ist?

Außerdem glaube ich nicht, daß es einem Hund sehr gefällt, in
einer Ecke auf seiner Decke zu liegen, sich mit Kot und Urin
voll zu machen, weil er nicht mehr aufstehen kann. Sehr viele
Menschen, mit denen ich in einer solchen Situation gesprochen
haben, warten nur auf den Tod und bitten häufig um Erlösung,
die ich ihnen als Krankenschwester vom Gesetz her aber nicht
geben darf. Schmerzmittel, selbst Morphium wirken bei vielen
Krankheitsbildern nicht ausreichend, sodaß das Leiden trotzdem
unermeßlich ist.

Die Problematik in den Pflegeheimen ist mir persönlich bekannt. Der qualvolle Schmerztod ist dort die Ausnahme, wesentlich häufiger sind Depressionen und das Gefühl, des Verlassens sein.
Das Thema Euthanasie wurde in anderen Foren schon angesprochen. Ich persönlich bin der Meinung, daß viele Menschen nicht mehr den sofortigen Wunsch zu sterben hätten, wenn sie von liebenden Angehörigen betreut würden und eine ausreichende Schmerzversorgung hätten.
Sehen Sie das anders?

Es geht doch um einen „würdigen Tod“. Bei einem Hund der
nurnoch Haut und Knochen ist weil er von sich aus nichts mehr
fressen möchte. Der sich mit seinen eigenen Exkrementen
vollmacht, kann man wohl kaum mehr von würdigem Leben
geschweige denn von einem würdigen Tod reden.

Mir geht es darum eine Gegenposition aufzubauen. Meiner Meinung nach werden Tiere viel zu schnell umgebracht. Auch von Menschen, die diese Tiere, weil man ihnen erzählt, daß dies das Beste ist.

Genau in der obigen Position befinden sich heute Menschen. In einem anderen Forum wurde schon der Vorschlag gemacht die pflegebedürftigen Menschen einzuschläfern.

Sicher machen sich es manche Personen etwas leicht mit dem
Einschläfern. Dies betrifft jedoch Menschen die ihr Tier als
Sache und nicht als Familienmitglied betrachten.

Eben nicht.

Wenn ich
rechtlich dürfte, würde ich diesen „Liebesdienst“ auch meinen
Familienangehörigen zu teil werden lassen.

Und was wenn Sie sich irren? Wenn der geliebte Mensch nicht zwangsläufig sterben muß? Wenn er möglicherweise genesst.
Als Krankenschwester müßten sie solche Fälle kennen, wo todgesagte Menschen allen Prognosen entgegen doch überleben.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos:

Ich habe schon interessiert auf Ihre Antwort gewartet.

Wenn mein Tier WIRKLICH grausam leiden würde, würde ich
wahrscheinlich auch einer Einschläferung zustimmen

Dies freut mich zu hören.

. Das Risiko oder die Chance von einem Raubtier

getötet zu werden ist gar nicht so groß wie allgemein
angenommen wird.

In Deutschland vielleicht nicht, aber in Afrika o.ä. Staaten mit Sicherheit. Dort lebt ein krankes und verletztes Tier meißt nicht lange. Allerdings kann die Natur auch grausam sein, das muß auch ich zugeben. Müssen wir deshalb auch grausam sein und unser Tier bis zum vielleicht schweren Ende den Weg gehen lassen?

Genau dies ist der Knackpunkt, daß die überwiegende Mehrheit
der Tiere, die eingeschläfert werden, gar nicht grausam
leiden.

Das halte ich für nicht richtig. Alle Tiere von mir und in meinem Bekanntenkreis, die eingeschläfert wurden, hatten Schmerzen und ein weiterleben war nicht mehr im Sinne des Tierschutzes. An eine Heilung in diesen Fällen war nicht zu denken. Es handelte sich meist um Krebs, der im Alter sehr häufig auftritt. Ein riesiger Milztumor. Ein Schlaganfall mit Lähmung der Extremitäten, Störungen des ZNS, usw.

Wie hoch ist der Anteil der Tiere, die Eingeschläfert werden
im Vergleich zu denen, die eines natürlichen Todes sterbe. Ich
habe leider keine Zahlen, aber wenn ich mich umhöre, habe ich
den Eindruck, daß das Einschläfern die häufigere Todesart ist.

Was verstehen Sie unter einem natürlichen Tod. Einen Herzinfakt. Dieser ist aber nicht immer tödlich. Herzschwäche und somit Altersschwäche kommt ja auch vor, allerdings ist auch hier ein friedvoller Tod im Sinne von einfach einschlafen und nichtmehr aufwachen, auch nicht die Regel. Bei Herzschwäche treten auch erhebliche Beeinträchtigungen auf - schwere Atemnot mit Ertickung
sangst , Beklemmung in der Brustregion, Wassereinlagerung usw. - Dies ist kein angenehmer Zustand und bei Tieren kann es aufgrund des schweren Krankheitsgefühls zu einer Nahrungsverweigerung kommen. Dann muß das Tier verhungern.
Die meisten Tierbesitzer wollen mit dem Einschläfern ihrem Tier nur die letzten schweren Stunden nehmen. Diese zu durchleben hat weder für das Tier noch für den Mensch einen Sinn.

Die Problematik in den Pflegeheimen ist mir persönlich
bekannt. Der qualvolle Schmerztod ist dort die Ausnahme,
wesentlich häufiger sind Depressionen und das Gefühl, des
Verlassens sein.
Das Thema Euthanasie wurde in anderen Foren schon
angesprochen. Ich persönlich bin der Meinung, daß viele
Menschen nicht mehr den sofortigen Wunsch zu sterben hätten,
wenn sie von liebenden Angehörigen betreut würden und eine
ausreichende Schmerzversorgung hätten.
Sehen Sie das anders?

Ja. Da ich bereits auch in einer Sozialstation gearbeitet habe und somit auch die pflegebed.Pers. zuhause betreuen konnte, habe ich dort auch kein anderes Bild vorgefunden. Die schwerkranken Menschen wollten ebenfalls möglichst bald sterben.
Der qualvolle Schmerztod ist keineswegs die Ausnahme sondern nach
meinen Erfahrungen eher die Regel. Meist ist Sterben nicht so leicht. Viele wünschen sich einfach einzuschalfen, aber das ist nicht vielen vergönnt. Die meisten quälen sich über die letzten Wochen/Tage und Stunden und würden sich über eine Erlösung freuen.

Mir geht es darum eine Gegenposition aufzubauen. Meiner
Meinung nach werden Tiere viel zu schnell umgebracht. Auch von
Menschen, die diese Tiere, weil man ihnen erzählt, daß dies
das Beste ist.

Ich habe sogar die andere Seite kennengelernt. Wo Menschen aus Angst vor der Entscheidung ihr Tier bis zum letzten gequält haben. Oder Tierärzte aus Profitgier noch eine unsinnige Behandlung nach der anderen empfohlen haben, obwohl ihnen schon lange klar war, daß es den Tod des Tieres nur unmaßgeblich hinauszögert. Die Besitzer griffen aber nach jedem Strohhalm.

Genau in der obigen Position befinden sich heute Menschen. In
einem anderen Forum wurde schon der Vorschlag gemacht die
pflegebedürftigen Menschen einzuschläfern.

Die Enscheidung für die Sterbehilfe sollte jedem Menschen selbst überlassen werden. Selbstmord ist nicht strafbar aber wenn ich mich selbst töten will, aber körperl. nichtmehr dazu i.d. Lage bin und Hilfe von anderen benöige, so ist es strafbar. Für mich ist dies ein Widerspruch.

Und was wenn Sie sich irren? Wenn der geliebte Mensch nicht
zwangsläufig sterben muß? Wenn er möglicherweise genesst.
Als Krankenschwester müßten sie solche Fälle kennen, wo
todgesagte Menschen allen Prognosen entgegen doch überleben.

Diese Falle treten selten ein. Es geht dann auch um die Definition von „Überleben“. Bedeutete es z.B. aus dem Koma erwachen und dann im Rollstuhl zu sitzen. Gefüttert werden. Inkontinent sein usw. Oder ist ein lebenswertes Leben gemeint.
Diese Fälle sind sehr selten. Wenn eine Chance von 10% bestünde, daß ich gesund würde, aber 90% Chance daß ich so krank bleibe , dann pfeife ich auf die 10% Chance und möchte lieber sterben. Tod ist Tod, was gekommen wäre, wenn… interessiert mich dann nichtmehr. Ich habe dann meinen Frieden gefunden.
Dies sehe ich für mein Tier genauso.

Mfg
Antaria

Gruß
Carlos