Hi@all!
Folgendes Szenario:
Max Meier hat ziemlich derbe finanzielle Probleme u infolge deren vor 1 1/2 Jahren eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben. Ein Gläubiger jedoch versucht nun, über eine Kontopfändung an sein Geld zu kommen. Warum muss Max eine EV abgeben, wenn dann doch versucht wird, per Pfändung an das Geld zu kommen? Wo liegt da der Sinn einer EV? Max ist übrigens Arbeitnehmer und parallel Hartz4-Bezieher (zu geringes Arbeitseinkommen, daher zusätzlich Hartz4), es handelt sich also nur um definitiv unpfändbares Einkommen.
Verwirrte Grüße
Mutschy
Hallo!
Du unterliegst einem weit verbreiteten grundsätzlichen Missverständnis. Die eidesstattliche Versicherung dient nicht dazu, dem Schuldner für drei Jahre Ruhe zu verschaffen, sondern sie dient dazu, dem Gläubiger Einblick in die Vermögensverhältnisse des Schuldners zu geben, ihm Ansatzpunkte zu liefern, wo noch etwas zu holen sein könnte. Die Kontopfändung ist sozusagen Standard nach Abgabe der eidesstattlichen Versicherung. Wer weiss, vielleicht gewinnt der Schuldner ja schon nächste Woche bei „Wer wird Millionär“, dann freut sich der Gläubiger, der die Hand auf dem Konto hat, vor dem Fernseher ehrlich mit dem Schuldner mit…