Ich will dir keinesfalls die Illusion nehmen, aber auf dich käme eine Last zu, die für jemanden in jungen Jahren ganz geheuer ist.
Als Veranstalter hat man auf Veranstaltungen fast nie Spaß. Außerdem ist man verantwortlich für alles.
Ich kenne deine privaten Vermögensverhältnisse nicht, würde aber vermuten, dass im Moment für dich sehr überschaubare Events realisierbar sind. In der Regel Musik von Konserve oder lokale bzw. regional bekannte Live-Acts. Richtig tourende Acts von bekannterem Ausmaß wirst du dir am Anfang nicht leisten können.
Hier mal einige Stichpunkte, was aus einer VA so erwächst:
Live-Band: Gage, Technik-Miete/Backline, ggf. Steuern und KSK, Catering, Hotel/Unterkunft
(bei DJs ist die zu mietende Technik bzw. Backline in aller Regel sehr viel kleiner)
Clubveranstaltung: Secu, evtl. GEMA-Abgabe, Clubmiete, evtl. Transporter
Open-Air: Genehmigungen von Behörden (z.B. Bauamt, Ordnungsamt, Lärmschutz,), Security, Zäune, Toiletten, Absperrgitter, evtl. Sanitäter, Tonanlage, Lichtanlage, Techniker für beides, Aufbauhelfer für Bühne, Hands
außerdem: Werbung, private Auslagen, GEMA
Du solltest fit in rechtlichen Fragen sein:
die Wörter Gastspielvertrag, Ausländersteuer, KSK, Gema, usw. sollten dir nicht fremd sein. Breite Kenntnis der englischen Sprache ist unabdingbar, da technische Details sehr oft in englisch besprochen werden und die meisten internationalen Bookings nur über englisch laufen, ebenso wie die Verträge dann.
Da sind wir beim Thema Booking:
wenn dein Einstiegsoffer zu niedrig ist, nimmt man dich nicht ernst. Ist es zu hoch, saugt man dich aus. Sehr gute Kenntnis der Marktlage, meint Trends, Verkäufe, Besuchsstand der bisherigen Konzerte einer Tour etc. sollten die helfen, den Wert eines Acts realistisch einzuschätzen. Danach wird mit der Agentur geschachert, gehandelt, viel gespielt.
Mein Tipp:
fang klein an. Schulparties, kleine Dinge im eigenen Keller. Handgemachtes. Da lernst du das Handwerk und kriegst ein Gefühl für die Zusammenhänge, ohne dass du bei einem Flop tausende Euro in den Sand setzt. Such dir Freunde, die Einlass etc. übernehmen. Hilf beim Aufbau der Technik, damit du die verstehst.
Im übrigen:
du bist der Depp wenn was schiefgeht, klappt aber alles, bedankt sich kaum jemand bei dir. Bevor du irgendetwas verdienst, musst du alle anderen auszahlen: Technik, Club, Gagen, Secus etc. pp.
Reichen deine Einnahmen nicht aus, zahlst du das privat.
Siehe hier: http://dertanterenate.blogsport.de/2009/06/02/wochene/
Es ist nicht der dankbarste Beruf. Aber einer der schönsten 