Eventueller Kindsmissbrauch?

Hallo zusammen!

Ich bin etwas verzweifelt und suche auch auf diesem Wege Hilfe oder Info´s bzw. die objektive Meinung eines Dritten.

Ich habe eine 5 jährige Tochter, die seit ca. 4 Jahren getrennt von mir bei Ihrer Mutter lebt. Ich sehe meine Tochter regelmässig und habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Auch die Kommunikation zwischen meiner Ex-Frau und mir funktioniert sehr gut was unsere Tochter anbetrifft.

Nun hat sich am Wochenende folgendes zugetragen:

Meine Frau erzählte mir, das meine Tochter mehrere Tage bei ihrer Oma (mütterlicherseits) verbrachte. In diesem Haushalt leben die ca. 45-jährige Grossmutter meiner Tochter, deren Lebensgefährte sowie zwei Kinder, beide Jungen (10 und 14 Jahre)
Nach der Rückkehr nach Hause entdeckte meine Ex-Frau Blut an der Vagina meiner Tochter - anscheinend nicht unerheblich.
Auf die Frage woher das gekommen sei, erzählte meine Tochter sie sei auf einen Stein gefallen.
Am selben Tag ging meine Tochter mit einer Freundin Ihrer Mutter spazieren - und erzählte dieser dann das man die Vagina nicht mit Mund oder Fingern berühren dürfe - woraufhin meine Ex-Frau dann doch stutzig wurde und meine Tochter ohne Ergebnis befragte, ob was passiert sei.

Daraufhin versuchte ich mein Glück (erst ca. 2 Tage später) - ich habe eine sehr enge Beziehung zu meiner Tochter und nahm daher an, dass sie sich mir evtl. anvertraut. Im Laufe des Gesprächs erzählte sie mir jedoch drei „Unfall-Versionen“ - sie sei von der Schaukel gefallen, sie sei auf einen Stein gefallen, sie wäre beim Einkaufen von einer Stange (wohl an der Kasse) gefallen.

Nachdem ich dann nachgefragt habe und ihr nochmal versichert habe, das sie mir vertrauen könne und ich nicht sauer mit ihr wäre usw. (es ist für mich eine sehr schwierige Situation - ich weiss nicht wirklich wie ich mich verhalten soll) erzählte sie mir dann erst, das der 10-jährige Onkel sie an der „Schnecke“ gekitzelt habe und das weh getan habe.

Direkt danach erzählte sie dann, das sie mit dem „Opi“ (erst seit ca. 2 1/2 Jahren in der Familie - der Lebensgefährte ihrer Oma) allein gewesen sei, allerdings sehr detailliert (dieser habe den Zaun gestrichen, Oma war arbeiten, Onkel waren schwimmen) - und danach hätte ihre Vagina weh getan. Wieso allerdings hat sie nicht gesagt - angedeutet jedoch das es mit der Schaukel zu tun habe (runtergefallen, dagegen gelaufen - keine Ahnung).

Nun habe ich insgesamt also 5 Geschichten, warum sie an der Vagina blutete.

Sie benimmt sich ansonsten normal, schläft ruhig, tollt herum wie immer - nichts deutet nach aussen auf so etwas hin. Andererseits hat sie in ihrem Leben schon viel mitgemacht (Krankenhausaufenthalte, Trennung der Eltern usw.) deshalb frage ich mich ob sie in dem Alter schon so abgehärtet sein kann nach aussen hin nichts zu zeigen?

Ich weiss nicht was ich von dem Ganzen halten soll - war da etwas, war da nichts? Wieso 6 verschiedene Geschichten - evtl. um drum herum zu kommen die Wahrheit zu sagen? Das Problem dabei ist auch, das meine Ex-Frau nicht ohne weiteres zu ihrer Mutter gehen kann ohne Gefahr zu laufen, den grössten Streit vom Zaum zu brechen - und da wir getrennt sind, sind auch mir vorerst die Hände gebunden bzw. weiss ich nicht wie ich jetzt reagieren soll. Zumindest ist uns beiden klar, das unsere Tochter vorerst keinen Kontakt mehr zu diesem „Haushalt“ haben wird.

Für mich liegt die Möglichkeit nahe, dass dieser „Opi“ - den ich leider nicht persönlich kenne, ihr diese Schaukel-Geschichte eingebleut hat, aber sicher bin ich nicht, wie auch…

Hallo CitizinX

Ich bin etwas verzweifelt und suche auch auf diesem Wege Hilfe
oder Info´s bzw. die objektive Meinung eines Dritten.

Ich habe deinen Beitrag durchgelesen und finde eure Situation wirklich ziemlich schwierig.

Am selben Tag ging meine Tochter mit einer Freundin Ihrer
Mutter spazieren - und erzählte dieser dann das man die Vagina
nicht mit Mund oder Fingern berühren dürfe -

Das ist schon ein bisschen merkwürdig. Aber du weißt doch sicher, dass in dem Alter (4-5) sowas wie Doktorspiele völlig normal sind. Da kann es auch sein, dass ein Kind auf solche Gedanken kommt. Allerdings empfinde ich es nicht als in Ordnung, wenn ein 10-jähriger mit einer 5-jährigen Doktorspiele macht, wie man nach dem Folgenden vermuten könnte:

Nachdem ich dann nachgefragt habe und ihr nochmal versichert
habe, das sie mir vertrauen könne und ich nicht sauer mit ihr
wäre usw. (es ist für mich eine sehr schwierige Situation -
ich weiss nicht wirklich wie ich mich verhalten soll) erzählte
sie mir dann erst, das der 10-jährige Onkel sie an der
„Schnecke“ gekitzelt habe und das weh getan habe.

Aber ich würde nicht vermuten, dass sowas sooo schlimm ist, wenn es wirklich so war, wie sie sagt. Wenn sie es aussprechen kann, und sagen kann, dass es unangenehm war, dann macht sie es ja vielleicht das nächste Mal nicht mehr mit.

Ansonsten denke ich, dass es nicht hilft, sie evtl. noch weiter auszufragen. Selbst wenn man noch etwas erfahren sollte, was macht man dann mit dem Wissen?

Ihr könntet ja evtl. vorsichtshalber eine gute Kinderpsychologin hinzuziehen. Die sollte eigentlich herausfinden können, ob das Kind durch irgendetwas belastet ist.

Viele Grüße
Thea

Nachdem ich dann nachgefragt habe und ihr nochmal versichert
habe, das sie mir vertrauen könne und ich nicht sauer mit ihr
wäre usw. (es ist für mich eine sehr schwierige Situation -
ich weiss nicht wirklich wie ich mich verhalten soll) erzählte
sie mir dann erst, das der 10-jährige Onkel sie an der
„Schnecke“ gekitzelt habe und das weh getan habe.

Aber ich würde nicht vermuten, dass sowas sooo schlimm ist,
wenn es wirklich so war, wie sie sagt. Wenn sie es aussprechen
kann, und sagen kann, dass es unangenehm war, dann macht sie
es ja vielleicht das nächste Mal nicht mehr mit.

Erstmal danke für die schnelle Antwort - allerdings sehe ich es als SEHR schlimm an, wenn sie aufgrund eines Doktorspiels blutet… Auch wenn der Junge erst 10 ist, wo soll das hinführen? Wobei das seltsame ja ist, das sie ausgerechnet am selben Tag aus heiterem Himmel diese Mund/Finger-Bemerkung macht und mir 5 grundverschiedene Geschichten erzählt. Ich weiss nicht weiter, mein Gefühl sagt mir das was nicht stimmt. Noch mehr Meinungen? Danke…

Hallo

Erstmal danke für die schnelle Antwort - allerdings sehe ich
es als SEHR schlimm an, wenn sie aufgrund eines Doktorspiels
blutet…

Ach so, ich bin dann davon ausgegangen, dass das Bluten nicht daher kommt. Wenn doch, dann hast du allerdings wohl recht.

Auch wenn der Junge erst 10 ist, wo soll das
hinführen? Wobei das seltsame ja ist, das sie ausgerechnet am
selben Tag aus heiterem Himmel diese Mund/Finger-Bemerkung
macht und mir 5 grundverschiedene Geschichten erzählt.

Ich weiss nicht weiter, mein Gefühl sagt mir das was nicht
stimmt.

Ich glaube doch, dass ihr dann dringend eine professionelle Hilfe hinzuziehen solltet. Wenn man sich nämlich solche Sorgen macht und andererseits auch nichts unternimmt, weil man nicht weiß, was, alleine damit kann man ein Kind sehr stark verunsichern.

Ansonsten gibt es auch ein kostenfreies Elterntelefon vom Kinderschutzbund 0800 1110550. Das sind immerhin ausgebildete Leute, die man da an die Leitung bekommt.

Viele Grüße
Thea

3 „Gefällt mir“

Da Ihr Euch anscheinend nicht sicher seit, was geschehen ist bzw. was Ihr glauben sollt würde ich sofort (hätte schon vor Tagen geschehen müssen) zum Arzut gehen. In der Regel erkennen die sehr wohl welche Ursache die Verletzungen haben. Da das Blus offensichtlich war hätte man das dem Kind auch sehr gut erklären können und es nicht in einen Gewissenskonflikt gebracht. Noch ist es nicht zu spät. Sollte es sich herausstellen, dass sie wirklich gegen die Schaukel gelaufen ist ist alles gut und Ihr seit Euch sicher. Niemand wird Euch verurteilen, wenn Ihr wegen Verletzungen zum Arzt geht.

Gruß Dobbs

Hallo CiticenX

…Oma (mütterlicherseits) verbrachte. In diesem Haushalt
leben die ca. 45-jährige Grossmutter meiner Tochter, deren
Lebensgefährte sowie zwei Kinder, beide Jungen (10 und 14
Jahre)

Zu wem gehören die beiden Jungen?

Für mich liegt die Möglichkeit nahe, dass dieser „Opi“ -
den ich leider nicht persönlich kenne, ihr diese
Schaukel-Geschichte eingebleut hat, aber sicher bin
ich nicht, wie auch…

Ich weiss nicht, wie Euer aktuelles Verhältnis zur
Oma ist (seid ihr irgendwie abhängig?), aber wenn
kein Vertrauen da ist, könnte ich mein Kind nicht
einen Tag besagter Konstellation an_vertrauen_.

Da diesmal alles glimpflich abgelaufen ist,
das Kind offensichtlich keinen (weiteren)
Schaden davongetragen hat - könnte dies als
Warnung dienen, keinesfalls das Kind noch
einmal längere Zeit diesem Umfeld auszusetzen.

Oder wie die Polynesier sagen: ‚tapu‘.

Da kann die Oma zetern wie sie will,
verantwortlich für das Kind sind die
Eltern.

Grüße

CMБ

Hi Citizen,

wenn sie an der Vagina blutet, solltet Ihr mit Ihr zum Arzt gehen, und zwar SOFORT - das hätte also umgehend geschehen sollen. Ich finde es ehrlich gesagt völlig unverständlich, wieso weder die Mutter noch Du auf diese Idee gekommen sind!

Der Arzt hätte die Ursache dann sehen können. Ob er es jetzt noch kann, ist allerdings fraglich. Dennoch würde ich den Arztbesuch unbedingt nachholen!

Dann könnt Ihr erst einmal seine Diagnose abwarten, ohne Anschuldigungen anstellen zu müssen.

Je nachdem, was der Arzt sagt, müßt Ihr dann weiter tätig werden. Ich finde, die Situation klingt schon recht bedrohlich…

Liebe Grüße,
Nike

Hi Nike!
Das Problem für mich bestand darin, das ich davon erst 2 Tage später erfahren habe. Ihre Mutter rief mich an und wollte meine Tochter sprechen ; die sie dann fragte wie es ihr ginge.

Als ich dann stutzig wurde und mir den Hörer gegriffen haben hat mich meine Ex darüber informiert (was ich wiederum nicht begriffen hab ist das sie das nicht mal freiwillig vorher erzählt hat - aber sie weiss auch nicht so richtig wie sie damit umgehen soll)

Das Telefongespräch war Samstag abends um 22.00 Uhr - und es war auch keine Verletzung mehr zu sehen (die Sache war ja nun schon 3 Tage her…)

Hi CMБ!

Zu wem gehören die beiden Jungen?

Die gehören zu der Oma - sind Halbbrüder meiner Ex.

Ich setze mich auf alle Fälle dafür ein, dass meine Tochter vorerst nicht mehr in Kontakt mit dieser Familie kommt - darüber sind ich und meine Ex uns einig. Zumindest solange, wie dieser Vorfall ungeklärt ist - und dann auch nicht mehr ohne das meine Ex dabei ist. Ich selbst habe keinen Kontakt mehr zu dieser Familie seit der Trennung (ca. 4 Jahre) und kenne die momentane Situation sowohl den „Opi“ nicht.

Was mich wundert ist die Unbekümmertheit meiner Tochter - die nach aussen hin keine Zeichen gibt (vielleicht sehe ich die auch nicht?) Sie etwas anhänglicher als sonst, sah mich davor aber auch zwei Wochen garnicht.

Hallo CiticenX

Ich setze mich auf alle Fälle dafür ein, dass meine Tochter
vorerst nicht mehr in Kontakt mit dieser Familie kommt -
darüber sind ich und meine Ex uns einig.

Daher meine Frage: Ist der Einfluss der Oma auf sie groß?

Zumindest solange, wie dieser Vorfall ungeklärt ist

  • und dann auch nicht mehr

Wenn ich das richtig verstehe, ist die einzige
Chance, das ganze noch „zivilisiert“ zu lösen,
vertan worden, in dem man nicht sofort bei
Bekanntwerden die Oma einschaltete und auf
Lösung bzw. Aufklärung mit ihrer Hilfe
drängte.

Wie wäre dann jetzt die „Begründung“, wenn
die Oma fragt, warum Kind nicht mehr länger
dableiben soll?

ohne das meine Ex dabei ist. Ich selbst habe keinen Kontakt
mehr zu dieser Familie seit der Trennung (ca. 4 Jahre) und
kenne die momentane Situation sowohl den „Opi“ nicht.

Schade. Kommunikation ist immer gut und
erlaubt oft, sich ein adäquateres Bild zu
machen. Nun ja, es ist wie es ist.

Was mich wundert ist die Unbekümmertheit meiner Tochter - die
nach aussen hin keine Zeichen gibt (vielleicht sehe ich die
auch nicht?) Sie etwas anhänglicher als sonst, sah mich davor
aber auch zwei Wochen garnicht.

OK. Wenn es für Deine Tochter „nicht so schlimm“ war
und sie keine Verhaltensauffälligkeiten zeigt, solltest
Du es meiner Meinung nach dabei belassen und
das Kind nicht jetzt noch mit Dingen belasten, die am
Ende sowohl für das Kind, als auch für Deine Frau
als auch für die Grosseltern überproportional
belastend werden könnten - ohne dass dann vielleicht
tatsächlich ein konkretes Verschulden vorliegt.

Letztlich hat Deine Frau die Entscheidung
bereits gefällt - und das musst Du wohl oder
übel akzeptieren.

Deine Frau hat entschieden, am Samstag(?), als
sie der Sache gewahr wurde, diese zunächst auf
sich beruhen zu lassen und keinen einzuweihen.
Dass sie Dich später „einweihte“, ist ja
(nach dem gelesenen) mehr oder weniger ein
Zufall. Oder sehe ich das falsch?

Deine Frau „wollte keinen Ärger“ mit
der Mutter? Mit dem „Stiefvater“?
Wieso nicht? Wie siehst Du das?

Grüße

CMБ

1 „Gefällt mir“

Achtung!!!
Hallo,
bitte sei vorsichtig beim Befragen Deiner Tochter!
Denn:
Ein Kind mit 5 Jahren kann viel erzählen, was nicht unserer Realität entspricht.
Ich meine nicht, dass das Kind lügt, aber es können sich Wahrheiten im Kindskopf bilden, die so nicht passiert sind, für das Kind aber echt wirken. Die Phantasie ist in dem Alter unbegrenzt und von den Kindern nicht immer von der Wirklichkeit zu trennen.

Daher evtl. die vielen Unfallversionen.

Was ich weiter meine:
wenn Du sie fragst, dann suggerier auf keinen Fall etwas. Frag niemals: Hat Dir der Opa weh getan? Hat Dich der Opa an der Vagina angefasst?
Sie könnte es bejahen, ohne dass es stimmt!

Leite sie also nicht in eine bestimmte Antwortrichtung.
Kinder spüren auch manchmal, was der Erwachsene gern hören würde. Und da Kinder prinzipiell mit den Eltern gern einvernehmlich sein wollen, antworten sie evtl. etwas „falsches“.

Ich denke nicht, dass Deine Tochter derart abgehärtet ist (durch Krankenhausaufenthalte…). Ein mißhandeltes Kind in dem Alter wird eher bettnässen und/oder sich im Verhalten ändern, … als dass es falsche Tatsachen zum Besten gibt. Das können wir Erwachsenen besser. (Vielleicht wissen da auch die Psychologen im entsprechenden Brett etwas.)

Achte darauf (Du oder die Mutter), ob Deine Tochter weiterhin unbeschwert zum Opa und den Jungs geht. Hat sich da etwas im Verhalten Deiner Tochter geändert?

Versucht, möglichst ohne Vorbehalte zu beobachten! Und macht die Tochter nicht weiter verrückt, indem Ihr auf dem Thema herumreitet. Meidet auch nicht plötzlich den Opa. Vielleicht hat der nichts getan! Und/oder die Jungs haben sie im Spiel aus Versehen an der Vagina verletzt. Beim Herumrennen, -toben…
Du schreibst, dass Eure Tochter weiterhin fröhlich ist,…
Sie könnte durch Euer Verhalten sonst Angst bekommen und dann wißt Ihr gar nichts mehr…

Ansonsten:
Das Blut könnte von einer Platzwunde sein (Arzt!), die tatsächlich bei einem Sturz (im Spiel) auf etwas hartes entstehen kann.

beste Grüße
Claudia

Hiho,

Das Problem für mich bestand darin, das ich davon erst 2 Tage
später erfahren habe. […]

Ich wollte Dir auch keinen Vorwurf machen! Nur generell feststellen, daß man sofort hätte zum Arzt gehen müssen.

Beim nächsten Mal solltet ihr das auf jeden Fall tun, falls es ein nächstes Mal geben sollte. :confused:

Alles Gute,
Nike

Hallo Citizen,

erstmal möchte ich dir sagen, dass ich es gut finde, wie du bisher mit der Situation umgegangen bist und dass du es geschafft hast vor deiner Tochter Ruhe zu bewahren, obwohl du so besorgt bist.
Und das solltest du weiterhin…Ruhe bewahren.

Selbst in dem schlimmsten Falle, dass ein Missbrauch stattgefunden hat, ist ein für deine Tochter guter Umgang damit möglich.
Ich bin aber KEINESFALLS der Meinung, dass Nicht-mehr-darüber-reden und wird-schon-nichts-gewesen-sein ein guter Weg ist, sondern das DANN psychologische Hilfe erforderlich ist.

Sie hat aber ganz offensichtlich kein klares Bild(mehr!)von dem, was auch immer geschehen da ist. Und da deine Ex-Frau, ihre Freundin und du so beunruhigt sind, wird sie es, selbst wenn nichts weiter passiert ist, als irgendwie merkwürdig, bedrohlich, verwirrend abspeichern.

Auch wenn sie nur gestürzt ist und die Verwandten ihr aus Angst vor falschen Beschuldigungen alle möglichen Geschichten „angeboten“ haben(was ich für nicht unwahrscheinlich halte)sollte das im Interesse des Kindes aufgeklärt werden. Verwirrt, zumindest was ihre Wahrnehmung angeht, ist sie ja schon. Das ist jetzt nicht so wahnsinnig schlimm wie ein Missbrauch, aber unnötig.

Meine Vermutung ist ja eher, dass sie sich verletzt, aus der Vagina geblutet hat und derjenige der gerade anwesend war(Opi?) einen Riesenschreck bekommen hat und aufgrund der Lokalität der Wunde keinen normalen Umgang damit hinbekommen hat(untersuchen, Blut stillen, waschen etc.)
Vielleicht waren die beiden Jungs dabei oder haben später noch irgendwelche Bemerkungen dazu gemacht, vielleicht wurde auch allgemein über sexuellen Missbrauch geredet(machen Erwachsene ja manchmal…reden und vergessen, dass Kinder zwar Ohren, aber oft noch nicht die Fähigkeit haben, das Gesagte einzuordnen), wie leicht man da beschuldigt wird, also lieber gar nix sagen, Verhältnis zur Tochter ist eh schwierig usw.

Ich glaube nicht, dass im Falle eines harten Missbrauchs inklusive Penetration die Vertuschung des Geschehens so schlampig geschehen wäre, bzw. es dem Kind überlassen worden wäre, die Geschichte zu erzählen. Aber das ist alles nur meine Einschätzung.

Ich würde auf jeden Fall einen Arzt, der ihr und dein Vertrauen hat auf die Verletzung gucken lassen.
Unabhängig davon, wie sie sich verletzt hat, könnte es zu Vernarbungen kommen, die irgendwann Probleme bereiten können.

Dann würde ich die Verwandten doch mal so beläufig fragen, warum sie es nicht für nötig gehalten haben, die Mutter über eine Verletzung ihrer Tochter zu informieren.
Wenn mein Kind bei einem Besuch z.B. in eine Glasscherbe getreten wäre und keiner hätte mir beim Abholen etwas davon gesagt, wäre ich sehr, sehr, sehr sauer.
Schließlich will ich wissen, ob/wie die Wunde versorgt wurde, ob erhöhte Infektionsgefahr bestand(wegen Tetanus und so)und ob jemand mein Kind richtig getröstet hat.

Mal unabhängig davon, was da passiert ist, finde ich das Verhältnis deiner Ex-Frau zu ihrer Mutter verbesserungswürdig, da würde ich mein Kind auch nicht mehr hinlassen.

Alles Gute
Anna

Auf die Frage woher das gekommen sei, erzählte meine Tochter
sie sei auf einen Stein gefallen.

Hallo,
ich würde erst mal die Familie der Grossmutter befragen(aber alle zusammen). Wenn die Kleine so doll gefallen ist ,dass sie blutet, hat sie sicher geschrien und geweint.
Was sagen sie dazu? An ihrer Reaktion wirst Du merken ,was los ist. Ein 5 jähriges Kind kann nicht solange unbeaufsichtigt sein, dass es so doll fällt und es keiner mitbekommt.

Gruß
Miss
Piggy

… nimm die Sache auf jeden Fall ernst.
Hallo,

das Kind wird nicht formulieren können, was passiert ist.
Ich hatte auch einen Onkel. Ich war 6 und keiner hat was bemerkt…

Lange habe ich es verdrängt. Weit nach der Pubertät kam alles wieder hoch - und das war nicht schön…

Sprich auch nicht mit der „verdächtigten“ Person darüber - er wird eh alles abstreiten. Rede mit dem Kinderarzt darüber (ohne Beisein deiner Tochter)

Grüsse
Chrisma

Vielen Dank!!!
Hallo!

Vielen Dank für die vielen Reaktionen und Antworten.
Mittlerweile hat sich glücklicherweise herausgestellt, das es wohl falscher Alarm war.

Meine Tochter hat meiner Ex-Frau beim Einkaufen die Stelle gezeigt, an der es passiert ist und wie - also diese Stange von der sie herunter fiel. Anscheinend hat sie darauf herum geturnt sich beim herunterrutschen diese Verletzung zugezogen.

Allerdings gibt es für mich immer noch kleine Ungereimtheiten - denn dieses „kitzeln“ des 10-jährigen Onkels hat sie so glaubhaft erzählt, dass da meines Erachtens nach trotzdem ein Gespräch mit der betreffenden Familie nötig ist. Die Verletzung stammt aber wohl nicht daher und ist bereits seit zwei Tagen verheilt.

Ich habe mich die ganze Woche über gefragt, ob meine Reaktion vielleicht etwas zu heftig war - bin aber zu dem Schluss gekommen, dass man eigentlich nicht vorsichtig genug sein kann. Ich denke, das gerade diese Vorsichtigkeit helfen kann, vieles zu verhindern - und das ist mein Tip für alle Eltern: Lieber etwas zuviel nachgeschaut als das was passiert. Das hat weder was mit schwarzmalen noch mit Überempfindlichkeit zu tun und braucht niemandem peinlich zu sein.

Mit Blick auf Belgien/Lüttich, das nur 120 km von hier entfernt ist, zeigt sich zu welchen Taten Menschen fähig sind - auch wenn es unter Zehntausenden nur einen Täter gibt.

Seid wachsam.

Mein Vorschlag wäre…
Hallo X!
Lass das Kind gynäkologisch untersuchen. Anhand der Ergebnisse hast Du mehr „Spielraum“, wenn ich mich so ausdrücken darf.
Ich wünsche Dir viel Einfühlsvermögen und daß alles gut wird!
Schöne Grüße
Helena