Evolutionsdiät!?

Hallo zusammen,

ich möchte mich zukünftig mit wenig bis fast gar keinen Kohlehydraten und mit ausreichend viel Fleisch (bis max. 600 gr./Woche sind gesund?), – so, wie unsere Vorfahren! Grund: in meiner Familie, Ahnenschaft …, gibts sehr viele Krebstodesfälle, Diabetes … Da ich nicht auch Opfer dieser Zivilisations-/Wohlstandskrankheiten werden möchte, möchte ich endlich meinen nicht geplanten Ernährungsplan umstellen!

Ich möchte genügend Power für meinen Kraft- und Ausdauersport haben (ich trainiere mind. zwei Mal wöchentlich im Fitnessstudio Muskelaufbautraining und gehe regelmäßig joggen und Fahrrad fahren!). Leistungen sollten sich eher verbessern, wenn möglich! Aber nicht unbedingt verschlechtern, wobei ich beim Hanteltraining eher auf weniger Leistung verzichten könnte, als beim Ausdauertraining! Ziel ist Fettabbau/-verbrennung beim Sport i. V. m. der Ernährung! Ich wiege bei 171 cm Körpergröße stolze 85 kg. Noch vor fünf Jahren (damals noch aktiver Fußballer und im dem Sinne kein „Pumper“) wog ich noch 20 kg weniger! Nicht wieder 65 kg, sondern irgendwo dazwischen möchte ich landen! Ich habe deutlich an Kraft und Muskelmasse zugelegt, aber, wie ihr euch sicherlich denken könnt, auch an Fettmasse! :frowning:

Darüber hinaus sollten Heißhungerattacken komplett ausgeschlossen werden (können)!
Aber, was machen, wenn man doch eine bekommt?

Fisch esse ich überhaupt nicht. Ich mag einfach keinen Fisch! Ganz selten mal Fischstäbchen ok, aber sonst …

Ich esse ohnehin nicht viele verschiedene Dinge (Was der Bauer nicht kennt …!).
Grund: ich verlor vor zehn Jahren aufgrund eines Autounfalls meinen Geruchssinn und somit ist seitdem auch leider mein Geschmackssinn beeinträchtigt. Aromen kann ich nicht wahrnehmen, nur die vier Grundgeschmacksrichtungen über die Geschmacksknospen auf der Zunge.

Die Gerichte sollten möglichst täglich anders sein, müssen aber nicht, da es mir fast nichts ausmacht, auch mehrere Tage hintereinander dasselbe in der gleichen Reihenfolge zu essen!

Wann sollte ich am Tage was zu mir nehmen, um o. g. zu erfüllen?

Welche Speisen kämen für mich i. R. einer solchen Evolutionsdiät infrage?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

GUS

PS: Natürlich sollte die Diät ausgewogen sein. Ich möchte also nicht auf der einen Seite erfolgreich Fett verbrennen und abbauen, dafür aber an einer anderen Stelle Mangelerscheinungen aufbauen!

Hallo,

die Evolution des Menschen und seine Eßgewohnheiten wurden inzwischen gründlich untersucht. Es gibt dazu viele Meinungen, doch die generelle Tendenz geht dahin, daß die Menschen sich nicht überwiegend von Fleisch ernährten (Hinweise: es fehlen uns die Eck- bzw. Reißzähne wie z.B. bei Wolf und Tiger usw.), sondern die Nahrung zum größten Teil aus Pflanzen, Samen, Beeren usw. (Backenzähne = Mahlzähne) bestand. Ein weiterer Hinweis scheint der beim Menschen sehr lange Dünndarm zu sein, der die Nährstoffe verarbeitet und über die Darmwand absorbiert.

Und selbst Fleischfresser wie Wölfe, Löwen, Tiger fressen die Eingeweide ihrer pflanzenfressenden Opfer - d.h. sie fressen das vorverdaute Grünzeug dieser Tiere. Also zusätzlich zum Fleisch auch vegetarische Kost!

Vielleicht solltest du dich diesbezüglich noch genauer informieren, bevor du dich zu einer vermeintlichen Evolutionskost entscheidest. Schau dir auch mal die Auswirkungen der Kost nach Dr.Schnitzer, Dr. Bruker, Dr. Pirlet, an und vergleiche das mit der von dir ausgewählten Evolutionskost.

Gruß,
p+p

Das beste, was du tun kannst, um Krankheiten vorzubeugen ist:

  • gesund und abwechslungsreich essen:
    -> Also viel Gemüse und Salat sowie etwas Obst - das liefert viele Vitamine und vor allem die wichtigen sekundären Pflanzenstoffe, die z.T. auch krebspräventive Wirkungen haben. Außerdem enthalten sie viele Ballaststoffe, die auch unverzichtbar sind.

-> Außerdem ausreichend Eiweiß - tierisches und auch pflanzliches - aus Fleisch, (Fisch), Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen

-> gesunde und hochwertige Fette und Öle: Rapsöl, Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Leinsamen, Walnüsse, Butter

-> wenig Alkohol, nicht rauchen und keine Drogen

Das ganze kalorienangepasst.

Dazu ausreichend Bewegung, wenig Stress und eine positive Lebenseinstellung.

Damit tust du alles, was in DEINER Macht steht. Ständige Angst vor … schwächt ggf. das Immunsystem.

Alles, was einseitig ist, ist nicht empfehlenswert.

Gruß Maren

Ich bin der Meinung, dass viele Krankheiten wie z.B. Darmkrebs erst durch übermäßigen Fleischgenuss hervor gerufen werden.

Möchte gar nicht wirklich wissen, mit was für Präparaten, Pillen, Vitamincocktails, Aufbau- und Aufputschmitteln, Impfungen und was weiß ich noch alles die Tiere gequält werden.

Und so wie es hier auch schon geschrieben wurde: Die Mischung machts!
Von allem etwas aber nie zu viel, damit liegt man immer richtig!

Alles Gute für Dich!

LM

Hallo,

ich möchte mich zukünftig mit wenig bis fast gar keinen
Kohlehydraten und mit ausreichend viel Fleisch (bis max. 600
gr./Woche sind gesund?), – so, wie unsere Vorfahren!

welche Vorfahren meinst du?
Frühmenschen - gegebenenfalls. Menschen aus manchen Regionen - auch (deren Lebenserwartung aber zumeist unter unserer liegt, auch dürften da ggf. genetische Anpassungen mit reinspielen (bei Inuits vermutet)).

Dich tatsächlich wie Vorfahren (aus den letzten paar 1000 Jahren) zu ernähren, erreichst du aber mit viel Fleisch nicht - ganz im Gegenteil, viele Leute dieser Zeit haben Fleisch selten gegessen (häufig war das noch bei unserer Großelterngeneration der Fall).

Grund: in
meiner Familie, Ahnenschaft …, gibts sehr viele
Krebstodesfälle, Diabetes … Da ich nicht auch Opfer dieser
Zivilisations-/Wohlstandskrankheiten werden möchte, möchte ich
endlich meinen nicht geplanten Ernährungsplan umstellen!

Das ist sinnvoll. Aber: Da wäre es angebrachter, sich vollwertig und abwechslungsreich zu ernähren, wenig zugesetzter Zucker, wenig Weißmehl, wenig Fett, weniger bis keine vorverarbeiteten Lebensmittel und stattdessen möglichst viel selbst zubereiten, moderater Fleischkonsum, hochwertige Lebensmittel (achte auf ihre Herkunft) und entsprechende Zubereitung etc.
Das entspricht dann auch eher einer Ernährung vergleichbar unserer Vorfahren.

Viele Grüße,
Nina

Hallo,

ganz genau!

Auch - soweit man dies vergleichen kann - bei vielen heutigen „Naturvölkern“, die auf die Jagd gehen, fällt dies auf:
Es wird zwar möglichst täglich Jagdbeute nach Hause gebracht, die auf den Schultern der Jäger durchaus üppig wirkt.

Jedoch wird diese - logischerweise - auf viele Menschen verteilt, besitzt bei weitem nicht den Fettgehalt und die Muskelmasse heutiger Masttiere, und wird zusammen mit einem hohen Anteil an Beeren, Früchten, Wurzeln, Nüssen… verzehrt. Der Fleischanteil und Anteil tierischer Fette an der Ernährung liegt hierbei unter dem der Ernährung vieler heutiger Europäer. Auffällig wird hier auch der Vergleich zwischen aufgenommenen Kalorien und körperlicher Betätigung.

Relativ deutliche Ausnahme bzgl. des Fleischanteils an der Ernährung sind da die Inuit, die jedoch auch nicht ohne pflanzliche Nahrung auskommen.

Viele Grüße,
Nina

Ich bin der Meinung, dass viele Krankheiten wie z.B. Darmkrebs
erst durch übermäßigen Fleischgenuss hervor gerufen werden.

Das wurde inzwischen durch zahlreiche Studien widerlegt.
Ein Zusammenhang konnte nur in wenigen Studien nachgewiesen werden - und auch nur für rotes Fleisch. Dort ging es dann um Studien aus den USA, wo sich die Haltung und Zucht (z.B. Hormone erlaubt) und Zubereitung deutlich von unserer unterscheidet. Auch wird dort deutlich weniger Gemüse etc. dazu gegessen - was das Risiko weiter erhöht. Für weißes Fleisch wurde nie ein Zusammenhanf belegt.

Möchte gar nicht wirklich wissen, mit was für Präparaten,
Pillen, Vitamincocktails, Aufbau- und Aufputschmitteln,
Impfungen und was weiß ich noch alles die Tiere gequält
werden.

Deswegen empfehle ich auch im Bereich Fleisch wirklich Bio-Qualität. Auch zum Wohle der Tiere.

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Ich finde deinen Beitrag alles in allem gut. Nur den Nachsatz mit den Vorfahren sollte man sich schenken.

Die ‚früher war alles besser‘-Romantik ist zwar putzig, aber täuscht darüber hinweg, dass große Teile der Bevölkerung chronisch mangelernährt waren.

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Hallo Zerschmetterling,

Die ‚früher war alles besser‘-Romantik ist zwar putzig, aber
täuscht darüber hinweg, dass große Teile der Bevölkerung
chronisch mangelernährt waren.

du hast mich hier eindeutig falsch verstanden:

Ich meinte da rein gar nichts naiv und romantisch a la „früher war alles besser“ - ich meinte es als Tatsache;
die Leute konnten sich schlichtweg nicht x mal täglich Fleisch leisten (zur Verdeutlichung: eben nicht nur „nicht x Mal am Tag“, sondern teils nie!), Fertignahrung gab es kaum etc.
Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass sie dies aus irgendeinem Gesundheitsbewusstsein heraus getan haben - ich bezog mich einzig und allein auf die Tatsache, dass ihre Ernährung anders zusammengesetzt war als heutzutage typische.
Somit kann eine „Ernährung wie bei den Vorfahren“, wie vom Threadersteller gewünscht, nunmal nicht aus viel Fleisch und Fett und Zucker bestehen.
Ich schrieb desweiteren:

Das entspricht dann auch eher einer Ernährung vergleichbar unserer
Vorfahren.

Da steht „eher“ und „vergleichbar“ - ich habe nirgendwo geschrieben „exakt so haben sich unsere Vorfahren ernährt“. Und aufs „eher“ und „vergleichbar“ läuft das sehr wohl hinaus.

Dass auch Mangelernährung bestand, ist mir bewusst! Es ist mir keine ferne Welt - auch ich habe/hatte Großeltern, Urgroßeltern…
Hättest du wirklich gemeint, ich sähe das so blauäugig a la „alle fit und munter“?

Viele Grüße,
Nina

Huhu

ich ernähre mich auch seit einiger Zeit Kohlenhydratarm ( Low Carb ).

Es ist zwar anfangs eine Umstellung, aber so moderat, dass man „Heißungerattacken“ in den Griff bekommen kann.

Hier mal ein Link mit ein paar Rezepten

http://www.chefkoch.de/rs/s0o8/low+carb/Rezepte.html

ansonsten einfach mal in der Suchmaschine deines Vertrauens nach „low carb“