in einem, bitte nicht lachen, religiösen Forum argumentiert ein bibeltreuer Gläubiger, daß die Evolutionstheorie heutzutage wegen vieler unauflöslicher Widersprüche MEHR ALS UMSTRITTEN sei.
Angeblich gäbe es Wissenschafter, die sich bereits von der Evolutionstheorie abgewendet hätten ohne Ersatz dafür gefunden zu haben oder solche, die es für wahrscheinlicher halten, daß ALLE existierenden Arten gleichzeitig spontan auf der Erde aufgetaucht wären (sprich, Gott schnippte mit den Fingern ).
Nun bin ich keine Spezialistin, und ich bezweifle ja auch nicht, daß es grundsätzlich Wissenschafter gibt, die dieses oder jenes annehmen, aber ich bezweifle doch das Ausmaß dieses angeblichen Expertenstreits.
Könnte mir einmal jemand, der vielleicht ein bißchen mehr über Naturwissenschaften liest und weiß, als ich, mitteilen, wie denn der aktuelle Stand der Wissenschaft in der Frage nach der Entstehung des Lebens auf der Erde ist.
Ich meine jetzt nicht im Detail - mir ist schon klar, daß sich die Evolutionstheorie seit Darwin verändert haben wird. Mir geht es nur darum: Was glaubt der Großteil - langsame Entwicklung (durchaus auch mit spontanen Mutationen) oder Fingerschnipp Gottes, oder etwas ganz anderes?
Ich möchte nämlich eigentlich nicht einfach behaupten, daß das, was dieser Mensch behauptet, Quatsch ist, ohne mich ein bißchen näher informiert zu haben.
ich bin leider kein Spezialist, sondern kenne die Diskussion auch nur aus der Perspektive des interessierten Laien. Liest Du Englisch? Falls ja, eine sehr schöne (ich weiß nicht, ob es nicht vielleicht auch noch bessere gibt) Website zum Thema ist
heutzutage wegen vieler unauflöslicher
Widersprüche MEHR ALS UMSTRITTEN sei.
Die „Wissenschaftlichen“ Kreationisten werden nicht müde, unterschiedliche Strömungen innerhalb der Evolutionstheorie gegeneinander auszuspielen. Diese streitenden Experten würden aber nie die Evolution an sich in Frage stellen, sondern disputieren beispielsweise über die letztlich für sie verantwortlichen Mechanismen.
daß ALLE
existierenden Arten gleichzeitig spontan
auf der Erde aufgetaucht wären (sprich,
Gott schnippte mit den Fingern ).
Jou, und es gibt aus diesem Lager auch durchaus (sonst) nicht dumme Leute, die Dir vorrechnen, wie von jeder Art ein Paar in der Arche Platz finden konnte.
Ich möchte nämlich eigentlich nicht
einfach behaupten, daß das, was dieser
Mensch behauptet, Quatsch ist, ohne mich
ein bißchen näher informiert zu haben.
Es IST Quatsch, aber es ist erfahrungsgemäß gar nicht so einfach, in einer Diskussion mit einem hartgesottenen Kreationisten zu bestehen (siehe auch dazu das talk.origins Archiv)
Angeblich gäbe es Wissenschafter, die
sich bereits von der Evolutionstheorie
abgewendet hätten ohne Ersatz dafür
gefunden zu haben oder solche, die es für
wahrscheinlicher halten, daß ALLE
existierenden Arten gleichzeitig spontan
auf der Erde aufgetaucht wären (sprich,
Gott schnippte mit den Fingern ).
Im Archiv findest Du einen Thread zu dem Thema - der ist mal aus dem Para-Forom hier ruebergeschwappt.
Mal kurz mein Eindruck zu dieser Frage:
Wissenschaftler die einen (serioesen) Ruf zu verlieren haben lehnen die Evelotutionstheorie fast nie komplett ab. Es geht eher um Dinge, die Laien als Details erscheinen moegen. Dass ALLE existierenden Arten auf einmal auf der Erde aufgetaucht waeren habe ich in wissenschaftlichem Zusammenhang noch NIE gehoert oder gelesen (naja, in naturwissenschaftlichem Zusammenhang um genau zu sein).
Die These laesst sich zwar durchaus verteidigen, als Naturwissenschaftliche Theorie kann sie aber kaum gelten. Wenn Du in einer Diskussion mit Kreationisten bestehen willst, solltest Du Dich mit Erkenntnistheorie und Wissenschaftsphilosophie wappnen. Du kannst die These zwar nicht leicht wiederlegen, Du kannst aber zeigen, dass sie als Naturwissenschaftliche Theorie nicht taugt (siehe z.B. Occams Razor). Eins der besten Argumente gegen theistische Kreationisten ist uebrigens das Theodizee-Problem.
Es IST Quatsch, aber es ist
erfahrungsgemäß gar nicht so einfach, in
einer Diskussion mit einem hartgesottenen
Kreationisten zu bestehen (siehe auch
dazu das talk.origins Archiv)
Vielen Dank, genau so eine Website hab’ ich gesucht. Und zum Quatsch - meine Meinung, danke, aber ich wollte sie begründen können.
theistische Kreationisten ist uebrigens
das Theodizee-Problem.
Danke, wäre eine Erklärung oder ein Link
dazu auch noch drin?
Sorry, war gerade faul
Also Link ist nicht drin, aber eine der besten Suchmaschienen im Netz ist momentan http://www.google.com , wenn Du da Theodizee eingibst, sollte sich was brauchbares finden.
Erklaerung:
theistische Kreationisten sind Leute, die an Gott und Schoepfung glauben (ok, wusstest Du vermutlich, steht halt auch in dem Fragment, dass Du zitiert hast.
Theodizee (ganz kurz): Gott ist ja bekanntlich Allmaechtig, Allwissend und Allguetig. Da er allguetig ist wird er die beste moegliche Welt geschaffen haben (bei der ganzen Geschichte geht es ja schliesslich nur um die Erloesung des Menschen), was er, da er Allmaechtig ist, ja auch locker hinkriegt. So, und jetzt sehen wir uns mal um und wundern uns - das ist also die beste aller moeglichen Welten *hust*
Das Gegenargument wird sein: Die Wege des Herrn sind unergruendlich (das ist IMMER das Gegenargument ;-> ). In diesem Zusammenhang heisst das, dass der Mensch halt nicht erfassen kann, was denn nun der Sinn der Schoepfung ist. Ein anderes Gegenargument ist die Sache mit der Freiheit: Der Mensch soll frei sein (Willensfreiheit besitzen). Und fuer den Rest ist er dann selbst verantwortlich.
Ein anderes witziges Argument, diesmal wieder fuer Deinen Standpunkt: Wenn Gott allmaechtig waere, muesste er einen Stein schaffen koennen, der so schwer (oder was auch immer) ist, dass er ihn selbst nicht heben koennte. Gaebe es aber einen Stein, den Gott nicht heben koennte, waere er nicht allmaechtig. Dazu ist mir kein Gegenargument bekannt - Paradoxa koennen echte Killer sein
zufällig habe ich gerade in „Nature“, einer renomierten Wissenschaftszeitung, eine weitere Bestätigung der Evolutionstheorie gelesen. Es geht dabei um die sogenannte Endosymbiontentheroie, dernach die höheren Organismen (Eukaryonten) aus den niederen (Prokaryonten) hervorgegangen sind. Wissenschaftler haben einen „missing-link“ gefunden, mit dem der Beweis der Theorie näher rückt.
H. Weigt
(Anmk.: In Amerika sind die Kreationisten gerade mal wieder dabei, die Evolutionstheorie aus dem Biologie Schulunterricht zu verbannen)
in einem, bitte nicht lachen, religiösen
Forum argumentiert ein bibeltreuer
Gläubiger, daß die Evolutionstheorie
heutzutage wegen vieler unauflöslicher
Widersprüche MEHR ALS UMSTRITTEN sei.
Ein einfaches umstritten reicht, würde ich sagen
Angeblich gäbe es Wissenschafter, die
sich bereits von der Evolutionstheorie
abgewendet hätten ohne Ersatz dafür
gefunden zu haben oder solche, die es für
wahrscheinlicher halten, daß ALLE
existierenden Arten gleichzeitig spontan
auf der Erde aufgetaucht wären (sprich,
Gott schnippte mit den Fingern ).
NIcht meine Meinung
Könnte mir einmal jemand, der vielleicht
ein bißchen mehr über Naturwissenschaften
liest und weiß, als ich, mitteilen, wie
denn der aktuelle Stand der Wissenschaft
in der Frage nach der Entstehung des
Lebens auf der Erde ist.
Also. ich hab mal gelesen, dass alles aus einem Hyperzyklus entstanden ist. Das sind Moleküle, die sich gegenseitig helfen. Irgendwann sind die dann für immer und ewig ZUsammengewachsen. Durch immer neue chaotische Zwischenfälle entstanden dann immer neue Formen und die Selektion schlug knallhart zu. = Evolution.
Dies soll alles übrigens auch eine Frage sein, denn ich bin mir bei dem ZEugs auch nicht ganz sicher! Wär nett wenn mir jemand den Hyperzyklus näher erklären kann…
Ich meine jetzt nicht im Detail - mir ist
schon klar, daß sich die
Evolutionstheorie seit Darwin verändert
haben wird. Mir geht es nur darum: Was
glaubt der Großteil - langsame
Entwicklung (durchaus auch mit spontanen
Mutationen) oder Fingerschnipp Gottes,
oder etwas ganz anderes?
Mein kleiner Teil zumindest glaubt an eine langsame evolutionäre Entwicklung (ist eigentlich Blödsinn, da evolution ja Entwicklung heißt)
.
Ich möchte nämlich eigentlich nicht
einfach behaupten, daß das, was dieser
Mensch behauptet, Quatsch ist, ohne mich
ein bißchen näher informiert zu haben.
Danke
Danke nochmal an alle, ich habe viele Tipps bekommen, die mir zwar nichts nützen werden gegen DIESEN Kreationisten (danke auch für dieses Wort), der ist ZU bibeltreu, aber auf jeden Fall bin ich ein wenig gefestigter in meiner Argumentation.
Die Frechheit, einfach Dinge zu behaupten, von denen ich zuletzt vor 10 Jahren in der Schule gehört hab’, hab’ ich halt nicht.