Hallo,
Dabei setzt Du voraus, daß der ganze Rest der Eizelle keine
zusätzlichen Informationen trägt. Kannst Du das beweisen?
Nein, beweisen kann ich das nicht! Es ist aber gängige wissenschaftliche Praxis, vom einfachst möglichen Modell auszugehen, das alle Erkenntnisse korrekt berücksichtigt. Erst neue Beobachtungen, die mit dem aktuellen Modell unvereinbar sind, sind auslöser einer Modifikation, Erweiterung oder gar kompletten Änderung des Modells. Wir haben noch keine Hinweise auf eine solche „plasmatische Vererbung“ von Erbfaktoren, die nicht an die DNS von Organellen gebunden ist. Alle bekannten Erbgänge (bes. die erblich bedingten Krankheiten) lassen sich tadellos mit dem bestehenden Modell erklären.
Natürlich _kann_ es sein, daß es gänzlich andere Erbträger gibt und/oder die Vererbung teilweise gänzlich anders verläuft, als wir es kennen - aber wie gesagt: solange wir keine Phänomene beobachten, die mit dem aktuellen (einfacheren) Modell erklärbar sind, braucht man das nicht mal als Arbeitshypothese.
Daß wir keinen weiteren Informationsträger kennen, bedeutet
nicht, daß es keine anderen gibt.
Ja, das stimmt grundsätzlich schon (s.o.).
Wir sind also weit davon entfernt abschließende Urteile
über die Träger der Erbinformation zu fällen.
Da stimme ich voll zu.
Beste Grüße,
Jochen