Evolutionstheorien

Guten Morgen,

momentan nehemn wir Evolution im Biologieunterricht durch. Jetzt wollte ich mich mal vergewissern, ob dass was ich lerne auch richtig ist. Könnt ihr mir helfen und mich verbessern wenn ich etwas falsch mache oder eventuell noch weitere Informationen hinzufügen.

Also, es gibt nach meinen Kenntnissen 5 Theorien.

  1. Schöpfungstheorie:
    Die Schöpfungstheorie geht immer davin aus,dass ein gottesänliches Wesen Welt und Lebewesen erschaffen hat, die bis heute unverändert sind.

  2. Kathastrophentheorien
    Katasrophentheorien gehen davon aus, dass durch Umweltkatastrophen Lebewesen ausgestorebn sind und andere enstanden sind.

  3. Lamarckismus:
    Lamarck sagte, adss die Tiere ein Produkt der Natur sind, dass heißt dass sie sich der Umwelt anpassen. Wenn zb ein Fisch im Tümpel lebt, der aber austrocknet, bekommt er statt Flossen Beine.
    Oder, eine Giraffe muss ihren Hlas strecken, damit sie an nahrung komment, sich durch Training sich der Hals langsam streckt und er an Nahrung gelangt.
    Er sagte, dass die Veränderungen vererbar ist. Die Tiere sollen sich solange entwickeln bis sie nicht mehr das Bedürfnis haben sich zu verändern.
    Nicht gebrauchte Organe verkrümmen und gebrauchte Organe führen zu Verbesserung.

4.Cuviertheorie (heißt die so?)
Cuvier sagt, dass man von einem Organ auf das andere schließen knn, zum Beispiel wenn ein Tier Hufe und Hörner hat geht man davon aus, dass es ein Gebiss eines Pflanzenfressers hat.
Er hat due Tiere in 4 Bauplänen eingeteilt:
Wirbeltiere, Rädertire,Gliedertiere und Weichtiere

Über die Fossilien sagt er,dass Sinnfluten (auch andere Kathastrophen?) alle Organismen geötet wurden und Gott dann wider nach den 4 Bauplänen erschaffen hat.
Er sagte außerdem noch,dass Tiere sich nicht weiterentwickeln können, sie bleiben für immer in der gleichen Form.

  1. Darwinismus:
    Charls Dawin sgat, dass es eine große Nachkommenzahl der Lebewesen agb, die zu einem Konkurenzkampg führte.(Kampf ums Dasein) Es überlebeten nur die best angepassten Tiere.Nur diese vermehreten sich, woraus eine allmähluche Umbildung der Arten folgt.

Eine zusätzliche Frage.
Wie kann man mit Darwins Kenntnis die Enstehung vom Australopitheaus Afarensis beschreiben?

Vielen Dank
Verena

Guten Morgen Verena

Also, die angeblichen Theorien 1 - 4 sind unbewiesene Dogmen, welche hauptsächlich von den unterschiedlichsten Glaubensrichtungen in die Welt gesetzt und unterstützt wurden und schon gegenseitig im Widerspruch stehen.

Da bliebe also nur noch Darwin mit seinem wissenschaftlichen Werk über die „Entstehung der Arten“. Die jedoch von allen Glaubensrichtungen seit Bestehen dieser Theorie hart attackiert wurden. Als dann Darwin noch ein Werk über den Anteil der Regenwürmer bei der Fruchtbarmachung des Bodens schrieb, wurde ihm nachgesagt, nun sei er restlos durchgeknallt.
Um den letzten Beweis anzutreten, machte sogar Alexander von Humbold eine erfolgreiche Reise nach Mittel- und Südamerika. Heute unterhält sich keiner mehr über das Thema „Regenwürmer“, da Allgemeinwissen.

Anders bei der „Entstehung der Arten“. Noch vor ca 50 Jahren fand in den USA ein Gerichtsprozess statt, in dessen Folge es in einigen Staaten der USA zum „Verbot“ der Lehre dieser Theorie an Schulen kam und bis heute gültig ist.

Ich empfehle dir, dich mal bei http://www.wissen.de kundig zu machen und einfach mal in die dortige Editorzeile „Darwin“ eintragen. Weiterhin kannst du eine Suchmaschine aufrufen, zum Beispiel http://de.vivisimo.com/ und dort in die Suchzeile „Affenprozess“ eingeben. Beides wird dir sicher weiterhelfen.

einen schönes Wochenende wünscht dir
der Hinterwäldler

Hi,

Also, die angeblichen Theorien 1 - 4 sind unbewiesene Dogmen,
welche hauptsächlich von den unterschiedlichsten
Glaubensrichtungen in die Welt gesetzt und unterstützt wurden
und schon gegenseitig im Widerspruch stehen.

Vielleicht sind nicht alles wissenschaftliche Theorien, aber es sind Konzepte/Modelle zur Beschreibung der Evolution - Dogmen wurden da erst später draus…

Und beweisen kann man den Darwinismus auch nicht, er scheint aber relativ nah an der Realität zu liegen…

Ich hab noch ein paar Links aus meinen Bookmarks:
http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie

zur menschlichen Evolution:
http://www.willighp.de/

mfg

Sebastian

Hallo Vera,

Sebastian hat Dir ja schon gute Links gegeben, deshalb einfach zur Ergänzung:

Also, es gibt nach meinen Kenntnissen 5 Theorien.

Es gibt viel mehr Theorien, diese 5 sind mit die wichtigsten des 18-19.Jh, was die damalige wissenschaftliche Diskussion angeht (Naja, Herrn Haeckl würde ich wegen seiner Bedeutung als Nummer 6 in die Liste aufnehmen)
Insofern war es wohl eher eine Stunde zur Geschichte der Biologie und weniger zur modernen Biologie. Dieser Ausflug in die Geschichte ist wichtig, sonst versteht man den späteren (und auch modernen) Diskurs und die Auswirkungen auf Philosophie und Religion nicht - und die Auswirkung auf andere naturwissenschaftliche Fächer sieht man (z.B. Geologie) genausowenig.
Die heutige Forschung sucht nach molekularen Ursachen, Erklärungen und Spuren der Evolution. (Molekularbiologischer Darwinismus wäre z.B. Dawkins „das egoistische Gen“, wobei Dawkins nicht ganz unumstritten ist.)
Ciao R.

Hallo

Und beweisen kann man den Darwinismus auch nicht, er scheint
aber relativ nah an der Realität zu liegen…

Der „Darwinismus“ ist imho eine Ideologie, die sich
mit der Evolution von Lebewesen befasst. Diesen (-ismus)
kann man nicht beweisen oder widerlegen.

Das Wirken der Evolution gemäß der Evolutionstheorie
kann man nicht allgemein- und end-gültig „beweisen“, wohl
aber (durch Experimente) auf Falschheit testen. Und eine
solche „Widerlegung“ ist noch nicht „geglückt“. Insofern
„stimmt“ die heutige biologische genetische Evolutionstheorie.
(http://vir.sgmjournals.org/cgi/content/full/80/10/2535)

Grüße

CMБ

Dogma DNA?
Hallo,

Das Wirken der Evolution gemäß der Evolutionstheorie

welche Theorie? Da gibt es viele :wink:. Es gibt nicht „die“ Evolutionstheorie, sondern es gibt viele Evolutionstheorien.

kann man nicht allgemein- und end-gültig „beweisen“, wohl
aber (durch Experimente) auf Falschheit testen. Und eine
solche „Widerlegung“ ist noch nicht „geglückt“. Insofern
„stimmt“ die heutige biologische genetische Evolutionstheorie.
(http://vir.sgmjournals.org/cgi/content/full/80/10/2535)

hmm, nur mal so als Einwurf: Vielleicht wird man einmal über die heutige Zeit vom Zeitalter der DNA-Molekularbiologie (auch wenn es jetzt in dem Artikel um RNA geht) sprechen. Was ich sagen will: Wer weiss, welche Denkblockaden wir zur Zeit haben. Vielleicht übersehen wir etwas wesentliches, wenn wir die DNA/Gene als einzige Informationsträger sehen? Wir fangen ja gerade erst an, die Regelkreise innerhalb der Zelle zu untersuchen. Vielleicht muss man ja Systeme als Ganzes betrachten. Schliesslich sagt ein einzelnes Bauteil eines Regelkreises wenig über das Verhalten des gesamten Regelkreis aus.
Insofern: Es wird spannend bleiben.

Ciao R.

Charls Dawin sgat, dass es eine große Nachkommenzahl der
Lebewesen agb, die zu einem Konkurenzkampg führte.(Kampf ums
Dasein) Es überlebeten nur die best angepassten Tiere.Nur
diese vermehreten sich, woraus eine allmähluche Umbildung der
Arten folgt.

Eine zusätzliche Frage.
Wie kann man mit Darwins Kenntnis die Enstehung vom
Australopitheaus Afarensis beschreiben?

Hallo Verena!

A.afarensis konnte entstehen, weil diese Form die perfekte Anpassung an seinen Lebensraums war. Er konnte sowohl gut klettern und als auch einigermassen aufrecht gehen. Sein Lebensraum war eine parkähnliche Baumsavanne. Er ernährte sich von Früchten genauso wie von Wurzeln, fiel etwas Fleisch ab, nahm er´s auch mit (v.a. Insekten, Aas). Ein klassischer Opportunist also, der lange Zeit alle Wandlungen der Landschaft mitmachen konnte, bis er wieder von besser angepassten Hominiden ersetzt wurde (Homo/Australopithecus habilis bzw. rudolfensis).

VG
Christian

Danke
Vielen Dank, ihr habt mir wirklich sehr viel wieter geholfen. Danke dafür. Ich hoffe ich bin jetzt gerüstet für die morgige Arbeit :smile:

Schönen Sonntag
LG
Verena

Vielleicht übersehen wir etwas wesentliches, wenn wir
die DNA/Gene als einzige Informationsträger sehen?

Das würden wir nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher. Es ist schließlich bekannt, daß Information auch durch plasmatische Verebung weitergegeben wird.

Nicht nur das. Man kann ja auch die Frage stellen, wie die Wechselwirkung (Koevolution?) zwischen DNA, RNA und Proteinen (Enzyme) war/ist. In einer rezenten Zelle ist es jedenfalls so: Ohne DNA keine Information und keine Proteine, ohne Proteine keine Transkription/Translation usw. Was war also zuerst da? Oder braucht man alles zusammen? Was kann man bei einer Zelle weglassen?

Anders gesagt: Kann man ein Lebewesen nur mit Kenntnis der Sequenz (und der Sequenz dermitochondrialen DNA) rekonstruieren, ohne sonstiges Wissen um das „drumherum“ aus RNA und Proteinen zu benötigen? (Anders ausgedrückt: Enthält die DNA die gesamte Information zum Aufbau einer Zelle/eines Organismus oder fehlt etwas wichtiges) Wenn das nicht geht, greifen letztlich auch Konzepte der molekularen Evolution nicht, bei denen nur die Evolution der DNA-codierten Gene betrachtet wird.

Ciao R.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!
hab gerade deinen Thread gelesen, genau das selbe hab ich auch gesucht. Schreib in zwei Wochen nämlich 5 stunden bio zum thema evolution. :smile:

Dir viel glück morgen!!

bis dann, Bernhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Was war also zuerst da?

Autokatalytische RNS.

Oder braucht man alles zusammen?

Nicht unbedingt.

Was kann man bei einer Zelle weglassen?

Das kommt darauf an, welche Ansprüche man stellt.

Kann man ein Lebewesen nur mit Kenntnis der
Sequenz (und der Sequenz dermitochondrialen DNA)
rekonstruieren, ohne sonstiges Wissen um das
„drumherum“ aus RNA und Proteinen zu benötigen?

Heute noch nicht, aber das ist das Ziel der Genetiker. Der Trick würde darin bestehen, daß man die genaue Funktion des „drumherum“ erforscht. Wenn die vollständig bekannt wäre, dann würde die DNS tatsächlich genügen.

Enthält die DNA die gesamte Information zum
Aufbau einer Zelle/eines Organismus oder fehlt etwas
wichtiges

Das kann man wohl heute schon beantworten: Ohne die Maschinerie, die zum Ablesen dieser Information benötigt wird, ist die DNS wertlos. Da diese „Zusatzinformation“ aber innerhalb der einzelnen Organismengruppen nahezu identisch ist, könnte man irgendwann möglicherweise trotzdem aus der DNS einen kompletten Organismus rekonstruieren.

Wenn das nicht geht, greifen letztlich auch
Konzepte der molekularen Evolution nicht, bei denen nur die
Evolution der DNA-codierten Gene betrachtet wird.

Das würde nur gelten, wenn es da keine Zusammenhänge geben würde. Das ist aber sehr unwahrscheinlich.

Ciao R.

Ich bedanke mich auch für die Hilfe, denn auch ich schreibe in gut 2 Wochen eine (glaube ich) 2-stündige Biologie-Klausur über Evolution…

Viel Glück bei der Klasur euch beiden!

Enthält die DNA die gesamte Information zum
Aufbau einer Zelle/eines Organismus oder fehlt etwas
wichtiges

Das kann man wohl heute schon beantworten: Ohne die
Maschinerie, die zum Ablesen dieser Information benötigt wird,
ist die DNS wertlos. Da diese „Zusatzinformation“ aber
innerhalb der einzelnen Organismengruppen nahezu identisch
ist, könnte man irgendwann möglicherweise trotzdem aus der DNS
einen kompletten Organismus rekonstruieren.

Genau darauf wollte ich hinaus. Es geht um die Frage, inwieweit es auch ohne das Wissen über andere Organismen (also das Wissen um den prinzipellen Bauplan geht).

Das würde nur gelten, wenn es da keine Zusammenhänge geben

würde. Das ist aber sehr unwahrscheinlich.

Vorsicht. Es reicht nicht den Informationsspeicher eines Regelkreises zu kennen, auch wenn dort Baupläne für die einzelnen Komponenten zur „Ersatzteilherstellung“ gespeichert sind. Man muß schon auch wissen, wie man den Plan ausliest, d.h. wie die Information codiert ist. Auch dieses Wissen um die Codierung ist Information.
Insofern ist es schon ein Unterschied, ob es nur eine Evolution der Gene oder eine Evolution des gesamten Systems - also Koevolution von in der DNA gespeicherter Information und die Information über den Bauplan (Struktur) (dieser Bauplan wird ja ebenfalls bei jeder Zellteilung weitergegeben). Die heutige Zuordnung von Codon zu Aminosäure muß beispielsweise nicht immer so gewesen sein. Es kann verschiedene genetische Codes gegeben haben, die zueinander in Konkurrenz waren. Hier hätten wir es mit einer Evolution des grundlegenden Prinzips und nicht mit einer Evolution einzelner Gene zu tun.

Ciao R.

Es reicht nicht den Informationsspeicher eines
Regelkreises zu kennen, auch wenn dort Baupläne für die
einzelnen Komponenten zur „Ersatzteilherstellung“ gespeichert
sind. Man muß schon auch wissen, wie man den Plan ausliest,
d.h. wie die Information codiert ist. Auch dieses Wissen um
die Codierung ist Information.

Die Tatsache, daß auch die Baupläne für den Mechanismus zum Ablesen der DNS in der DNS codiert sind, bedeutet doch aber, daß es hier einen Zusammenhang gibt. Für die Evolution spielt es eine untergeordnete Rolle, ob sich eine Änderung des Genotyps direkt (z.B. durch den Austausch einer Aminosäure durch ein geändertes Triplett) oder indirekt (durch den Einbau einer anderen Aminosäure bei gleich Triplett infolge eines anderen Translationsmechanismus) auf den Phänotyp auswirkt. Entscheidend ist nur, daß der geänderte Genotyp zu einem anderen Phänotyp führt und welche Folgen das für die Reproduktionsfähigkeit des Organismus hat.

Es betsteht zwar theoretisch die Möglichkeit, daß sich nur der Ablesemechanismus ändert und die DNS unverändert bleibt, aber das ist so extrem unwahrscheinlich (weil z.B. die Ablesung der alten DNS mit dem neuen Mechanismus auch zur Reproduktion dieses neuen Mechanismus führen müßte), daß es nicht notwendig ist, dies in einer Theorie zu berücksichtigen. Falls soetwas tatsächlich einmal beobachtet wird, dann behandelt man es sinnvoller als exotischen Sonderfall.

Die
heutige Zuordnung von Codon zu Aminosäure muß beispielsweise
nicht immer so gewesen sein.

Sie war ganz sicher nicht immer so. Einige Archae-Bakterien haben beispielsweise noch heute einen anderen genetischen Code als wir.

Hier
hätten wir es mit einer Evolution des grundlegenden Prinzips
und nicht mit einer Evolution einzelner Gene zu tun.

Wie ich oben bereits schrieb, sehe ich keinen Grund, diese beiden Fälle zu unterscheiden.

Plasmatische Vererbung?

Wenn du damit das meinst, was ich denke, das du meinst, dann ist das auch gebunden an DNA (i.e., des Genom der Plastiden und Mitochondrien).

Bleibt DNA als derzeit einzig bekannter Erbinformationsträger.

Vielleicht aber weißt du mehr?

Gespannte Grüße,

Jochen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich weiß, es ist wohl für die Arbeit zu spät, aber trotzdem wichtig:

Schau mal in http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie.

Darus habe ich mal Wichtiges zusammengestellt. Zuvor jedoch die Definition des Begriffs „Theorie“, damit wir wissen, über was wir reden:

Eine Theorie bezeichnet in den Wissenschaften ein Konzept zur Beschreibung der Welt.
Und dann etwas konkreter:

_Evolution (aus dem Lateinischen evolvere abwickeln) bezeichnet allgemein eine langsame, kontinuierlich fortschreitende Entwicklung.
Allgmeiner: Evolution ist ein spezifischer Prozess, der Bestehendes einem ständigen Wandel unterwirft.

Im Rahmen der Evolutionstheorie der Biologie versteht man unter Evolution, die langsame, kontinuierliche Entwicklung von lebloser Materie zu der heutigen Vielfalt des Lebens._

Der Wickipedia-Eintrag beginnt mit:

Evolutionstheorien versuchen, Ursprung, Entwicklung und Vielfalt des Lebens auf der Erde zu beschreiben und zu erklären. Neben der Rekonstruktion des tatsächlichen Verlaufs der Evolution beschäftigen sich Evolutionstheorien besonders mit den Mechanismen, die den Evolutionsprozess bewirken.
Also, eine Evolutionstheorie muß Mechanismen der Evolution vorschlagen, nicht Mechanismen zur Entstehung der Arten _ohne_ Evolution. Schöpfungsgeschichten bzw. Kreationistische Theorien sind keine _Evolutions_theorien i.e.S. - sondern eher ihr Gegenteil.

Die Theorie von Cuvier ist eigentlich eine Katastrophentheorie, allerding eine kreationistische, denn Cuvier behauptete, daß es Katastrophen gab, die Gott zur Neuerschaffung neuer, anderer Arten nutze. Also _keine_ Evolution, sondern de novo Schöpfung.

Jean Baptiste Lamarck stellte eine echte Evolutionstheorie vor, die auf dem zentralen Drang zur Vervollkommnung basiert. Der Begriff der „Vererbung“ war Lamarck noch nicht bekannt, er hat eine Art „Vererbung“ postuliert, damit erworbene Eigenschaften über die Generationen hin bestand haben und sich überhaupt „entwickeln“ können.

Charles Darwin modifizierte diese Theorie durch die Einbeziehung von Varianz und Selektion als Triebfeder der Evolution. Darwin kannte wie Lamark auch noch keine Vererbungslehre.

Diese Theorie ist der Kern aller heute bekannten „Evolutionstheorien“. Ich habe das Wort in Gänsefüßchen gesetzt, weil es eigentlich nor Modifikationen und keine eigenen Theorien sind.

Die Verbindung der Evolutionstheorie mit neueren Erkenntnissen der vererbungslehre (die Darwin wie gesagt noch unbekannt war), wird oft als „synthetische Theorie der Evolution“ bezeichnet. Wenn man so will, ist es die dritte Evolutionstheorie, aber wie gesagt, auch nur eine Weiterentwicklung von Darwins Konzept:

Ernst Mayr gilt zusammen mit Theodosius Dobzhansky als Begründer und als bis heute führender Vertreter der modernen synthetischen Theorie der Evolution, die Darwins Konzept der Selektion mit den Erkenntnissen der modernen Genetik in Einklang brachte.
Schließlich flossen auch Erkenntnisse aus Systemtheorie, Chaostheorie und Synergetik ein. Diese Weiterentwicklung nennt sich nun „Systemtheorie der Evolution“. Eigentlich auch keine neue Theorie, aber wenn man so will, wär’s die vierte.

  1. Schöpfungstheorie:
    Die Schöpfungstheorie geht immer davin aus,dass ein
    gottesänliches Wesen Welt und Lebewesen erschaffen hat, die
    bis heute unverändert sind.

Das ist eben keine _Evolutions_theorie. Weiterhin gibt es auch nicht nur eine Schöfungstheorie, sondern sehr, sehr viele! Denk an die alten Griechen, an die Germanen und Kelten, Ägypter und Atzteken, an die Indianer(stämme), die Aboriginies, die Eskimos (entschuldigung: Inuit), die Perser und die Hindus, …

Vielleicht gab es darunter sogar auch _Evolutions_theorien. Die Christliche Schöpfungsgeschichte hat mit biologischer Evolution aber sicher nichts zu tun. Etwas anders sieht’s mit der Entstehung der Welt als solche aus, denn die wirs ja aus dem Nichts schrittweise „entwickelt“.

  1. Kathastrophentheorien
    Katasrophentheorien gehen davon aus, dass durch
    Umweltkatastrophen Lebewesen ausgestorebn sind und andere
    enstanden sind.

Wären es _Evolutions_theorien, würden sie versuchen zu erklären, wie und warum nach Katastrophen andere Arten entstanden sind.

  1. Lamarckismus:
    Lamarck sagte, …

jup.

4.Cuviertheorie (heißt die so?)
Cuvier sagt, …

jup.
jup. Ist eber eben auch keine _Evolutions_theorie, weil:

Er sagte außerdem noch,dass Tiere sich nicht weiterentwickeln
können, sie bleiben für immer in der gleichen Form.

  1. Darwinismus:
    Charls Dawin sgat, …

Einen Wichtigen Punkt hast du vergessen: Die Nachkommen unterscheiden sich alle zufällig (->Variation).

Eine zusätzliche Frage.
Wie kann man mit Darwins Kenntnis die Enstehung vom
Australopitheaus Afarensis beschreiben?

Ich bin mir nicht sicher, in welchem Detail ihr das behandelt, aber das grundlegende Merkmal waren die Becken- und Beinknochen, die einen aufrechten Gang nahelegen. Also muß man erklären, warum Australopithecus afarensis aufrecht ging. Ein weiterer Punkt ist die Zwischenstellung des Gebisses (zw. Mensch und Menschenaffe). Es änderte sich also die Nahrung. Hat das Nahrungsangebot in der Steppe die Affen aus dem Wald gelockt? War dort der aufrechte Gang von Vorteil? Dann ist vielleicht noch bemerkenswert, daß die Finger- und Zehenknochen gekrümmt und proportional länger sind als beim Menschen. Ein Detail, daß dem aufrechten Gang hinderlich ist. Evolutionärer Ballast oder Chance zum Rückzug in den Wald? Weiterhin ist auch interessant, daß sich die Menschwerdung beim Australopithecus eine Pause von fast 1 Mio Jahre gegönnt hat. Alleine nach Darwin würde man eine kontinuierlichere Entwicklung erwarten. Da kommen wir dann auf den „Punktualismus“ (englisch Punctuated equilibrium), eine von den amerikanischen Paläontologen Niles Eldredge und Stephen Jay Gould erstmals 1972 vorgestellte Theorie zur Erklärung makroevolutionärer Phänomene, die mit dem Entstehen und der Entwicklung größerer Organismengruppen zusammenhängen. Nach punktualistischer Sicht müssen auch nicht-adaptive Mechanismen wie genetische Drift und Spandrelbildung in Betracht gezogen werden, um die Entstehung neuer Arten (und bes. neuer Familien, Gattungen und Ordnungen) zu erklären. Das konnte Darwin noch nicht berücksichtigen.

Grüße,
Jochen

Vielen Dank Jochen, das war wirklich hilfreich,zwar wie gesagtfür die Arebit zu spät doch ich möchte mich ja weiterbilden. Irgenwann wérde ich es schon anweden können.
Ich würde dir jetzt gerne ein Sternchen geben,aber ich bin noch keine 2 Monate mit diesem Nick aktiv. Tut mir lied.

LG
Verena

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Hallo Verena,

… doch ich möchte mich ja
weiterbilden. Irgenwann wérde ich es schon anweden können.

Na, das ist doch mal ein ehrenwertes Motiv! Ich freue mich sehr über diese Rückmeldung und wünsche Dir viel Spaß beim Entdecken Deiner Welt, viele spannende Einsichten und Aha-Erlebnisse und auch die Möglichkeit der einen oder anderen Anwendung, wobei die konzeptionelle Anwendung wichtiger sein wird als die konkrete.

Jedenfalls geb ich Dir ein Sternchen, für die Hoffnung, die Du mir gibst (daß bei den Schülern nicht Hopfen und Malz verloren sind :wink:), und damit du motiviert bleibst, weiter Fragen zu stellen!

Liebe Grüße,
Jochen

Plasmatische Vererbung?

Wenn du damit das meinst, was ich denke, das du meinst, dann
ist das auch gebunden an DNA (i.e., des Genom der Plastiden
und Mitochondrien).

Dabei setzt Du voraus, daß der ganze Rest der Eizelle keine zusätzlichen Informationen trägt. Kannst Du das beweisen?

Bleibt DNA als derzeit einzig bekannter Erbinformationsträger.

Daß wir keinen weiteren Informationsträger kennen, bedeutet nicht, daß es keine anderen gibt. Mit der plasmatische Vererbung habe ich ja schon darauf hingewiesen, daß bei der Reproduktion sehr viel mehr als nur RNS und DNS an die Nachkommen weitergegeben wird und niemand kann ausschließen, daß sich da noch weitere Informationsträger vergerben. Momentan verstehen wir gerade einmal die Funktion eines kleinen Prozentsatzes der DNS (und zwar die codierenden und ein paar regulatorische Sequenzen, wie Promotoren, Splice-Sites, Enhancer usw.). Der größte Teil der DNS ist uns bislang völlig unverständlich und wurde bis vor kurzem sogar für nutzlosen Datenmüll gehalten (was angesichts des hohen Anteils konservierter Sequenzen aber sicher nicht der Fall ist). Wir sind also weit davon entfernt abschließende Urteile über die Träger der Erbinformation zu fällen.