EVU stellt die Stromlieferung ein

Hallo!

Ich habe ein hypothetisches Problem und würde gerne dazu eure Meinung wissen:

Person A ist der Mieter einer Werkstatt. Diese Person A hat mit der Vermietung abgesprochen, das der Strom durch selbige umgemeldet wird. Hierfür sandte die Vermietung folgendes Schreiben an die Stadtwerke:

Kundennummer: 123456 Musterstraße 12, 12345 Musterstadt (Mietungsanschrift)

Sehr geehrte Damen und Herren, für o.a. Kundennummer / Mietung melden wir hiermit wie folgt um:

Bis 01.12.2009: Mustervermögensverwaltung bla bla

Ab 02.12.2009: Person A, Musterplatz 98, 12345 Musterstadt

Zählernummer: 654321 Zählerstand: 456 kWh

MfG, …

Soweit, so gut. Die Ummeldung ist erfolgt, die Rechnung sollte an die Adresse „Musterplatz 98“ gehen.

Anfang Juli wurde dann jedoch auf einmal der Strom abgestellt, obwohl nie eine Rechnung oder Mahnung geschweige denn überhaupt ein Vertrag bei A am „Musterplatz 98“ angekommen ist.

Stattdessen wird behauptet, das die Rechnungen/Mahnungen an die Adresse Musterstraße 12 gesendet wurden, !weil dies im Schreiben angeblich so gewünscht wurde!.

In der Musterstraße 12, welche in einem Industriegebiet im Hinterhof liegt, gibt es zwar einen uralten Briefkasten, an dem sich aber kein Namensschild befindet, ebenso gibt es sonst auch keines. Als der Strom abgestellt worden war, wurde der Hausmeister, die einzigste Person die einen Schlüssel für diesen Kasten hat, gebeten selbigen zu leeren.

In dem Kasten befand sich nur die Abstellbenachrichtigung, welche vom Handwerker direkt eingeworfen worden war. Auch hier sind also nie Rechnungen oder Mahnungen bzw. Verträge angekommen, obwohl sie auch nicht unzustellbar zurück gingen.

Es ist natürlich klar, das ausstehende Abschlagszahlungen beglichen werden.

Person A ist jedoch nicht damit einverstanden, die horrenden Kosten für das an- und abstellen des Stromes zu bezahlen, da ja nie Rechnung oder Mahnungen angekommen sind.

Wer ist wäre in dieser Situation im Recht?

-Die Stadtwerke, welche meinen man hätte sich wundern und nachfragen müssen, weil keine Rechnungen kamen und weil außerdem in dem Schreiben angeblich gewünscht worden war, das die Rechnungen an die Musterstraße 12 gehen sollen, was wohl kaum so ist.

oder

-Person A, weil die Stadtwerke die Rechnungen an die falsche Adresse gesandt haben, wo sie zusätzlich nichtmal angekommen sind und weil die Stadtwerke unfähig sind, einen einfachen Brief zu lesen.

Ist durch bloße Stromentnahme überhaupt ein Vertrag zustande gekommen?

Entschuldigt den langen Text, aber ich wollte den Hypothetischen Fall möglichst detailliert ausführen.

Danke im Vorraus,
Alex

Hallo Alex,

was es mit der verwirrenden Anschrift auf sich hat, kann man selbst aus dieser Schilderung eigentlich nicht nachvollziehen. Da steht also irgendwo ein alter unbenutzter Briefkasten herum, der aus irgendeinem Grund in der Ummeldung genannt wird…

Dass der Strom, den man da offenbar über einen längeren Zeitraum verbraucht hat, nicht kostenlos war, dürfte ebenfalls bekannt gewesen sein.

Da der Kunde also wissentlich untätig geblieben ist, während er dem Stromlieferanten nur einen Irrtum vorwerfen kann, dürfte er selbst eher in Erklärungsnot geraten.

Gruß!

Horst