Hallo,
wir wohnen in einer größeren Wg. Jetzt kam kürzlich von der Ewag ein Zettelchen zum Ausfüllen des Stromzählers. Ich habe das gemacht und nun kam der Schock, wir müssen fast 2000 € nachzahlen. Nach dem Anruf stellte sich heraus, dass die Ewag das letztemal im Jahr 2000 tatsächlich den Zähler abgelesen hat, alle monatlichen Abschläge seitdem beruhen auf ihren Schätzungen, die natürlich falsch waren. Das bedeutet wir haben Jahresabschlussrechnungen mit falschen Schätzungen, weil niemand den Zählerstand abgelesen hat. Und dieses Jahr haben wir eine Jahresabschlussrechnung über den 3-fachen Betrag wie üblich. Was ja definitiv so nicht stimmt, da der Mehrverbrauch über die letzten 4 Jahre entstand und nicht im letzten Jahr.
Das Problem ist, dass einige von uns z.B. ich erst seit 1 Jahr hier wohnen, d.h. wir müssten evtl. das Geld von den Vormietern anfragen, was zu ziemlichen Chaos würde.
Nun die Frage: Darf die Ewag nach 4 Jahren Schätzung einfach das Geld verlangen mit dem „Trick“ die jeweiligen Jahresverbräuche komplett falsch zu veranschlagen? Wie sollen wir uns verhalten?
Für Tipps sehr dankbar, sam
Hallo,
wir wohnen in einer größeren Wg.
Nun die Frage: Darf die Ewag nach 4 Jahren Schätzung einfach
das Geld verlangen mit dem „Trick“ die jeweiligen
Jahresverbräuche komplett falsch zu veranschlagen? Wie sollen
wir uns verhalten?
Für Tipps sehr dankbar, sam
Hallo sam,
die Nachforderung an sich ist natürlich richtig und kein Trick,denn es wurde ja offentsichtlich zu wenig bezahlt,die Leistung aber genutzt.
Du bist zwar erst ein Jahr in der WG,aber die anderen hätten wissen müssen,dass jährlich die Zähler abgelesen werden.Wenn der Ableser
nie in die Wohnug gelassen wird ,erhält man dieses Kärtchen zum ausfüllen.Das wurde offentsichtlich ebenfalls nicht gemacht.Dann muss eben gschätzt werden.Was für eine WG!Gibt es einen Verantwortlichen
in dieser WG? Einer der gegenüber dem z.B.Vermieter oder anderen,wie
Handwerkern auftritt?Wenigstens er hätte sich darum kümmern müssen.
Nun muss es gerecht aufgeteilt werden,also Dir nur das eine Jahr
berücksichtigen.Aber es muss bezahlt werden.Ein Lehrgeld für die,
die sich um notwendige Dinge einfach nicht kümmern.In WG´s gibt es
manchmal solch Probleme,dass keiner sich für was verantwortlich fühlt.
Gruss Gerhard
Hallo Gerhard,
es ist nicht so dass niemand den Ableser reingelassen hat, sondern es kam kein Ableser!
Und ja es wurde zu wenig bezahlt, aber weil die Ewag über Jahre falsche Schätzungen hatte.
Die Nachbar WG hatte letztes Jahr dasselbe Problem und daraufhin die Ewag gebeten, dass jedes Jahr ein Ableser kommt. Nachdem dieses Jahr weder ein Ableser noch ein Kärtchen kam, haben sie es selber aufgeschrieben und per Brief geschickt.
Das bedeutet die Ewag kümmert sich nicht darum, bei uns 4 Jahre lang, geht von falschen Schätzungen aus und tut dann so als sei der Mehrverbrauch im letzten Jahr gewesen und nicht innerhalb der letzten 4 Jahre.
Und wir haben schon eine Lösung gefunden, wie wir das gemeinsam angehen, wenn das wirklich rechtlich so ist, dass wir das in vollem Umfang zahlen müssen, aber das genau kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Ciao
Hallo Gerhard,
es ist nicht so dass niemand den Ableser reingelassen hat,
sondern es kam kein Ableser!
Die Nachbar WG hatte letztes Jahr dasselbe Problem …
Ciao
Hallo sam,
na gut,dann seit ihr wirklich nicht schuld daran.
Die offene Rechnung bleibt allerdings.
Ich würde also wie die Nachbar-WG der EWAG etwas Druck machen.
Dasselbe habe ich meinem Stromanbieter angetan als ich vor vielen Jahren auf das Lastschriftverfahren gewechselt hatte.Nach der Rechnung
habe ich sofort überwiesen,wie immer,und einige Zeit später das Lastschriftverfahren unterschrieben.Wie zu erwarten hatten diese dann
in diesem Monat zu meiner Überweisung auch noch eine Lastschrift getätigt.Ich hatte doppelt bezahlt.Ich bestand darauf dies nicht wie sie vorgeschlagen haben im nächsten Monat zu verrechnen,sondern bar auszuzahlen.Für sie mehr Arbeit aber auch eine Lexion.
Gruss Gerhard