Hallo Lola,
tja, also als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, hab ich natürlich souverän jeden Tag voller Disziplin bis zu 12 Stunden hochkonzentriert am Computer geschrieben und war natürlich schon 4 Monate vor der Abgabefrist fertig. Mist - warum wird meine Nase auf einmal so lang? Hiiiilfeeeeeeeeeeeee *kreisch*
Nein, natürlich hab auch in der Nacht vor der Abgabe noch panische Druckaktionen gestartet, zwei Wochen vorher der Totaldatenverlust war das Ende der Welt und ich hab in der Zeit viiiiel gespielt und tausend tolle andere Sachen gemacht
Das geht glaub ich jedem so, der Trick ist nur, das auf ein vernünftiges Mass runterzuschrauben, so dass Du am Tag x das entsprechende Werk abgeben kannst.
Mir hilft’s immer, wenn ich mir eine Liste von den Sachen mache, die ich noch tun muss. Also sowas wie
- Bilder aus Buch_1 einscannen
- Quellenangaben durchnummerieren
- Danksagung schreiben
- Theorieteil überarbeiten
- wegen x-Versuch nachfragen
- Buch_2 nochmal ausleihen
- Zusammenfassung schreiben
Und dann guckste, was potentiell lange dauern könnte, weil Du auf andere Leute warten musst. In dem Fall vielleicht „Buch_2 ausleihen“ weil das möglicherweise in der Bibliothek gerade nicht verfügbar ist oder so. Diese Punkte kriegen einen roten Punkt. Die Punkte, die Du noch nicht machen kannst (z.B. die Zusammenfassung solltest Du als letztes schreiben) kriegen einen grünen Punkt. Alle anderen bleiben wie sie sind.
Sodele, dann nimmst Du Dir mal den am wenigsten übel aussehenden roten Punkt vor und taperst also bleistiftsweise in die Bibliothek und holst bzw. bestellst Buch. Je nachdem wird der Punkt dann entweder durchgestrichen (Buch da) oder grün (kann noch nicht erledigt werden). In letzterem Fall musst aber drauf achten, dass Du das Abholdatum aufschreibst.
Damit warst Du schonmal ganz brav und darfst Dir eine TAN aus dem Tresor holen *fg* Als nächstes nimmst Dir einen der normalen Punkte vor, der einfach und nicht so aufwendig klingt. Einscannen ist doch das richtige, da kann man auch nebenher ein bisserl Musik hören. Und schwupps - wieder ein Punkt weniger.
Natürlich wächst die Liste gleichzeitig, weil Dir vielleicht auffällt, dass die Bilder aus Buch_1 doch nicht so gut sind und Du deshalb die eine oder andere Skizze selber zeichnen musst oder von woanders einscannen oder nachbearbeiten oder, oder, oder…
Zu einem grossen Punkt wie zum Beispiel „Theorieteil schreiben“ helfe ich mir immer mit einer extremst detaillierten Gliederung. Leider schreibst Du so gar nicht, um welches Thema es denn so gehen soll, darum kann ich Dir da nix spezielles anbieten. Aber vielleicht ist sowas für Dich umzumodeln:
- Einführung
Ansätze nach Autor_1, Autor_2 und Autor_3.
Vorteile jeweils
Nachteile jeweils
Beschreibung eigener Ansatz
Erläuterung Unterschied zu Autoren_1 bis _3
Defintion genaues Thema, Schwerpunkte etc.
Generelle Annahmen, Voraussetzungen, Begriffe, die Du in Deiner Arbeit triffst bzw. verwendest. Definitionen.
zu jedem dieser Punkte schreibst Du dann ein paar Stichworte. Zwar im richtigen Word-Dokument aber völlig unformatiert. Eventuell entsprechend markierte wörtliche Zitate, die Du abtippst/reinkopierst. „die blafasel ist definiert als die labersülz der quasselei [1]“
Das schiebst Du dann solange umeinander, bis Du zu jedem Unterpunkt was schlaues stehen hast und inhaltlich alles drin steht, was Du gerne drin hättest.
Nun ist wieder ne TAN fällig *fg*
Je nachdem wie das mit Deinem Betreuuer läuft, kannst ihm ja diese Gliederung mal geben zwecks Absegnen. Ist das nicht realistisch, dann formulierst das gleich aus. Jetzt wirst Du sicherlich die eine oder andere Gliederungsüberschrift wieder rausnehmen. Punkt 1.2.4.6.1.9 ist doch etwas lächerlich in einer 50-seitigen Arbeit
Der ist nur für die erste Gliederung hilfreich. Im fertigen Werk ist das dann nur ein Absatz.
*wink* und viel Erfolg
Petzi