Examen - wo bleibt die Motivation?

Die Situation ist folgende:

3 Monate Zeit habe ich insgesamt, um meine Examensarbeit zu schreiben. Mir bleiben knapp 5 Wochen bis zur Abgabe! Und bis dato habe ich eine ganze Seite verfasst. EINE! Insgesamt!!! Eine einzige…

Es ist nicht so, als fände ich mein Thema besonders schwer oder als wäre es nicht interessant, aber ich kann mich einfach nicht aufraffen und ich kann es mir auch nicht erklären!

ich sitze täglich 10 Stunden vorm PC und schaffe effektiv NULL! (Abgesehen vom Solitär spielen, Emails schreiben, das Web durchforsten, Serien auf DVD gucken usw. natürlich)
Es gibt 1 MIO Dinge, mit denen ich mich lieber ablenke.

Dabei ist es nicht so, als wäre mir die Ernsthaftigkeit nicht bewußt! Das ist sie wirklich!!!

Es ist auch nicht so, als fühle ich mich der Sache nicht gewachsen! Ich habe bisher immer gute Arbeiten abgegeben - die habe ich zwar alle auch unter Zeitdruck geschrieben, aber da ging es um maximal 25 Seiten. Jetzt muss ich mehr als das Doppelte schreiben und die Zeit wird auch dafür langsam richtig knapp!

Woher kommt diese unfassbare Motivations-abstinenz??

Ich nehme jetzt schon seit 2 Wochen zur Konzentrationsförderung ein Ginko-Präparat (Ginkobil) und fühle mich zwar dadurch schon irgendwie wacher, aber ich kann mich immer noch nur schwer für längere Zeit auf meine Arbeit konzentrieren.

Kann mir jemand helfen? Tipps geben? Geht’s euch ähnlich? Allmählich krieg ich Panik!

Danke euch - LOLA

mir bitte auch :smiley:

Die Situation ist folgende:

3 Monate Zeit habe ich insgesamt, um meine Examensarbeit zu
schreiben. Mir bleiben knapp 5 Wochen bis zur Abgabe! Und bis
dato habe ich eine ganze Seite verfasst. EINE! Insgesamt!!!
Eine einzige…

Hey, ich hab schon 5 Seiten :smile:
und wenn ich da noch 1,5fachen Zeilenabstand drauf gebe, wirds sogar mehr. aber inhaltlich isses eben nur der beginn. Einleitung und Begriffsdefinitionen.

Es ist nicht so, als fände ich mein Thema besonders schwer
oder als wäre es nicht interessant, aber ich kann mich einfach
nicht aufraffen und ich kann es mir auch nicht erklären!
ich sitze täglich 10 Stunden vorm PC und schaffe effektiv
NULL! (Abgesehen vom Solitär spielen, Emails schreiben, das
Web durchforsten, Serien auf DVD gucken usw. natürlich)
Es gibt 1 MIO Dinge, mit denen ich mich lieber ablenke.

Ich auch, ich auch :frowning:
ich hab schon meine TAN-liste weggeschlossen, damit ich garnicht in Versuchung komme, weiter online shoppen zu gehen bzw geld überweisen zu können ^^

Es ist auch nicht so, als fühle ich mich der Sache nicht
gewachsen! Ich habe bisher immer gute Arbeiten abgegeben - die
habe ich zwar alle auch unter Zeitdruck geschrieben, aber da
ging es um maximal 25 Seiten. Jetzt muss ich mehr als das
Doppelte schreiben und die Zeit wird auch dafür langsam
richtig knapp!

geht mir auch so. ich wollt eigenlich auch schon vor nem monat fertig sein *hüstel*

Ich nehme jetzt schon seit 2 Wochen zur
Konzentrationsförderung ein Ginko-Präparat (Ginkobil) und
fühle mich zwar dadurch schon irgendwie wacher, aber ich kann
mich immer noch nur schwer für längere Zeit auf meine Arbeit
konzentrieren.

Kann mir jemand helfen? Tipps geben? Geht’s euch ähnlich?
Allmählich krieg ich Panik!

tja also wie du unschwer erkennst, mir gehts ähnlich. muss sogar noch etwas mehr schreiben :frowning:
ich hab jetzt einen festen Tagesablauf eingeführt. morgens wecker, 1h mittag, 1h tv sehen am nachmittag, 2h am abend dazwischen eben am pc sitzen.
die dummen windowsgames interessieren mich nicht - meine restlichen spiele hab ich komplett deinstalliert bis auf eins, wo der frustfaktor nach 30min da ist und ichs für 2 tage nich mehr anrühr.

Oft wird gesagt, dass man sich sozusagen ‚belohnen‘ soll, wenn man n Abschnitt geschafft hat. was tolles kaufen oder worauf man sonst lust hat… konzert o.ä.
hilft bei mir aber nicht ^^

Ich weiß, was bei mir das problem ist: ich schreib gern eine Seite so fertig, dass ich nichts mehr dran ändern muss. Seite fertig = wirklich fertig. Rechtschreibung, Ausdruck etc. und wenn mir ein Satz nicht gefällt, wird eben so lang rumgedoktort, bis er gefällt. leider verschlingt das enorm viel motivation, wenn man 10min drüber nachsinnt, wie man z.B. „auf diesen Flächen wird Sand aufgeschüttet“ umschreibt, damit nicht 2x auf drin vorkommt…
schrecklich, oder?

schnellschreiber tippen vieles so runter, wie es ihnen in den sinn kommt und fummeln nachher alles zu 'nem konkreten text zusammen. scheint manchmal effektiver zu sein…

hm. also wenn wer tipps hat, ich will sie auch hören.
(„melde internet ab, wirfs modem ausm fenster“ zählt nicht. und: „zieh zu deinen eltern“ auch nicht. da würd ich noch weniger schaffen…)

Gruß

Tipps
Hi,

irgendwoher kenne ich das … aber woher … *lol*

Nein, mal im Ernst:

Was ich mache (bzw. versuche):

Ich habe zwei „Lern/Arbeitszeiten“: von 9 - 13 Uhr und von 16 - 20 Uhr. Dazwischen kannste mich einsargen und ich bekomme nichts gebacken.

Nun hab ich seit kurzem folgendes gemacht (hab bei einer Arbeit das gleiche Problem gehabt - und im Semester sowieso), dass ich mir im Moment immer mein Handy auf 20 (heute mach ich 25) Minuten stelle, mich hinsetze und weiß, in 25 Minuten kann ich aufhören und was anderes machen. Und nach 25 Mins klingelt es und ich mach 10 Mins Pause … dabei aber komplett was anderes!!! Am besten Blumen gießen, Abwaschen oder was zeichnen usw. (vielleicht das Handy auf 10 Min einstellen???) und dann nochmal 25 Min usw. so nehme ich mir den Druck raus, 4 h am STück oder 1 h am Stück was zu machen. Im Moment funktioeniert es (wenn ich nicht gerade hier hocke *lol*).

Klingt zwar sehr wenig, aber lieber 25 Mins effektiv was gemacht haben, als 10 h garnix, oder???

Und immer einen Zettel für die GeDanken daneben legen, die so in deinem Kopf rumspucken - dafür ist in der Pause Zeit.

Vielleicht hilft dir/euch das ja weiter …

schreibt mir mal, obs geklappt hat (wenn ihr es versucht). Die ZEit ist selbstverständlich individuell einstellbar (15 Mins - da bring ich allerdings kaum was zu stande, weil es zu kurz ist).

Viel Erfolg euch beiden!
Chris

Hallo Lola,

tja, also als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, hab ich natürlich souverän jeden Tag voller Disziplin bis zu 12 Stunden hochkonzentriert am Computer geschrieben und war natürlich schon 4 Monate vor der Abgabefrist fertig. Mist - warum wird meine Nase auf einmal so lang? Hiiiilfeeeeeeeeeeeee *kreisch*

Nein, natürlich hab auch in der Nacht vor der Abgabe noch panische Druckaktionen gestartet, zwei Wochen vorher der Totaldatenverlust war das Ende der Welt und ich hab in der Zeit viiiiel gespielt und tausend tolle andere Sachen gemacht :wink: Das geht glaub ich jedem so, der Trick ist nur, das auf ein vernünftiges Mass runterzuschrauben, so dass Du am Tag x das entsprechende Werk abgeben kannst.

Mir hilft’s immer, wenn ich mir eine Liste von den Sachen mache, die ich noch tun muss. Also sowas wie

  • Bilder aus Buch_1 einscannen
  • Quellenangaben durchnummerieren
  • Danksagung schreiben
  • Theorieteil überarbeiten
  • wegen x-Versuch nachfragen
  • Buch_2 nochmal ausleihen
  • Zusammenfassung schreiben
    Und dann guckste, was potentiell lange dauern könnte, weil Du auf andere Leute warten musst. In dem Fall vielleicht „Buch_2 ausleihen“ weil das möglicherweise in der Bibliothek gerade nicht verfügbar ist oder so. Diese Punkte kriegen einen roten Punkt. Die Punkte, die Du noch nicht machen kannst (z.B. die Zusammenfassung solltest Du als letztes schreiben) kriegen einen grünen Punkt. Alle anderen bleiben wie sie sind.

Sodele, dann nimmst Du Dir mal den am wenigsten übel aussehenden roten Punkt vor und taperst also bleistiftsweise in die Bibliothek und holst bzw. bestellst Buch. Je nachdem wird der Punkt dann entweder durchgestrichen (Buch da) oder grün (kann noch nicht erledigt werden). In letzterem Fall musst aber drauf achten, dass Du das Abholdatum aufschreibst.

Damit warst Du schonmal ganz brav und darfst Dir eine TAN aus dem Tresor holen *fg* Als nächstes nimmst Dir einen der normalen Punkte vor, der einfach und nicht so aufwendig klingt. Einscannen ist doch das richtige, da kann man auch nebenher ein bisserl Musik hören. Und schwupps - wieder ein Punkt weniger.

Natürlich wächst die Liste gleichzeitig, weil Dir vielleicht auffällt, dass die Bilder aus Buch_1 doch nicht so gut sind und Du deshalb die eine oder andere Skizze selber zeichnen musst oder von woanders einscannen oder nachbearbeiten oder, oder, oder…

Zu einem grossen Punkt wie zum Beispiel „Theorieteil schreiben“ helfe ich mir immer mit einer extremst detaillierten Gliederung. Leider schreibst Du so gar nicht, um welches Thema es denn so gehen soll, darum kann ich Dir da nix spezielles anbieten. Aber vielleicht ist sowas für Dich umzumodeln:

  1. Einführung
    Ansätze nach Autor_1, Autor_2 und Autor_3.
    Vorteile jeweils
    Nachteile jeweils
    Beschreibung eigener Ansatz
    Erläuterung Unterschied zu Autoren_1 bis _3

Defintion genaues Thema, Schwerpunkte etc.

Generelle Annahmen, Voraussetzungen, Begriffe, die Du in Deiner Arbeit triffst bzw. verwendest. Definitionen.

zu jedem dieser Punkte schreibst Du dann ein paar Stichworte. Zwar im richtigen Word-Dokument aber völlig unformatiert. Eventuell entsprechend markierte wörtliche Zitate, die Du abtippst/reinkopierst. „die blafasel ist definiert als die labersülz der quasselei [1]“

Das schiebst Du dann solange umeinander, bis Du zu jedem Unterpunkt was schlaues stehen hast und inhaltlich alles drin steht, was Du gerne drin hättest.

Nun ist wieder ne TAN fällig *fg*

Je nachdem wie das mit Deinem Betreuuer läuft, kannst ihm ja diese Gliederung mal geben zwecks Absegnen. Ist das nicht realistisch, dann formulierst das gleich aus. Jetzt wirst Du sicherlich die eine oder andere Gliederungsüberschrift wieder rausnehmen. Punkt 1.2.4.6.1.9 ist doch etwas lächerlich in einer 50-seitigen Arbeit :wink: Der ist nur für die erste Gliederung hilfreich. Im fertigen Werk ist das dann nur ein Absatz.

*wink* und viel Erfolg

Petzi

du hast die falschen freunde. meine haben mir erzählt, ich bräuchte 6 wochen zum schreiben. also hab ich solche angst bekommen, dass ichs in unter 3 wochen schrieb.

ohne druck allerdings wird das nix. ich denke, du wirst erst so 2 wochen vorher richtig aufwachen. aber bedenke, dass du in diesen 2 wochen dann nicht schlafen wirst:smile:

mfg:smile:
rene

Hallo,

Die Situation ist folgende:

3 Monate Zeit habe ich insgesamt, um meine Examensarbeit zu
schreiben. Mir bleiben knapp 5 Wochen bis zur Abgabe! Und bis
dato habe ich eine ganze Seite verfasst. EINE! Insgesamt!!!
Eine einzige…

Nunja, du hast also noch etwa 1/3 der Zeit übrig. Für die Ausarbeitung sollte es an für sich reichen.
Ich weiß zwar nicht wie es bei euch so ist, aber bei meiner Diplomarbeit (im Bereich Informatik -> 6 Monate) geht man von 1-2 Monaten Materialsuche, 3-4 Monate Programmierarbeit und den Rest für die Ausarbeitung aus.

Es ist nicht so, als fände ich mein Thema besonders schwer
oder als wäre es nicht interessant, aber ich kann mich einfach
nicht aufraffen und ich kann es mir auch nicht erklären!

Setz dich einfach einmal hin und pack dir ein Teil des Themas und schreibe einfach herunter, was du dir gerade dazu einfällt.
Danach gehst du alles noch einmal durch und fängst an es ordentlich zu formulieren und besser auszuarbeiten.
Du wirst sehen, wenn du einmal angefangen hast vergeht die Zeit sehr schnell und plötzlich hat man einen ordentlichen Text zusammen.

ich sitze täglich 10 Stunden vorm PC und schaffe effektiv
NULL! (Abgesehen vom Solitär spielen, Emails schreiben, das
Web durchforsten, Serien auf DVD gucken usw. natürlich)
Es gibt 1 MIO Dinge, mit denen ich mich lieber ablenke.

Natürlich muß zwischendurch ein wenig Ablenkung sein - das Hirn schmort sonst im warsten Sinne des Wortes durch.

Es ist auch nicht so, als fühle ich mich der Sache nicht
gewachsen! Ich habe bisher immer gute Arbeiten abgegeben - die
habe ich zwar alle auch unter Zeitdruck geschrieben, aber da
ging es um maximal 25 Seiten. Jetzt muss ich mehr als das
Doppelte schreiben und die Zeit wird auch dafür langsam
richtig knapp!

Glaub mir, das ganze ist wirklich nicht so wild. Bei mir hieß es damals zwischen 50 und 100 Seiten. Und als ich den Text einigermaßen fertig hatte und die Endkontrolle anfing, Bilder eingefügt habe, Einleitung geschrieben, Inhaltsverzeichnis, Tabellenverzeichnis, usw. angelegt hatte - war ich schon hat an der Grenze nach oben.
Fang am besten mit den Grundlagen und einleitend zu erklärenden Begriffen an. Das sind alles thematisch nur eine Aufarbeitung bekannter Fakten und Methoden, die als Grundlage zum Verständnis der Arbeit benötigt werden.
Darauf basierend kann dann leicht - wenn man einmal in der Schreibwut steckt - der Teil eigener Arbeit/Forschung/Anwendung/Folgerung geschrieben werden.

Woher kommt diese unfassbare Motivations-abstinenz??

Bei mir kam irgendwann ein Tief mit dem Bewußtsein, daß mein Studium mit der Arbeit dann zuende ist. Und ich da nicht wirklich wußte, wie ich wo was wann weitermachen werde.

Ich nehme jetzt schon seit 2 Wochen zur
Konzentrationsförderung ein Ginko-Präparat (Ginkobil) und
fühle mich zwar dadurch schon irgendwie wacher, aber ich kann
mich immer noch nur schwer für längere Zeit auf meine Arbeit
konzentrieren.

Es hilft nichts wenn du länger wach bleibst, dafür dich nicht konzentrieren kannst!
In dem Fall einer Abschlußarbeit sollte DEFINITIV Qualität über Quantität gehen.
Der beste Rat an dieser Stelle ist einfach: Finde heraus, wann du gut arbeiten kannst.
Bei mir war es früh morges und in der Nacht. Folglich bin ich früh aufgestanden, habe bis Mittags gearbeitet, nen Nickerchen gemacht, bis zum Nachmittag mich mit anderen Dingen des alltäglichen Lebens beschäftigt und ab ca. 17 Uhr bis 22 Uhr oder später (je nach Tagesform) wieder an der Arbeit geackert.
Mein Schema wird sich wohl kaum auf dich anwenden lassen. Aber du solltest dich mit den komplizierten Themenbereichen genau dann beschäftigen, wenn du wirklich wach bist.

Kann mir jemand helfen? Tipps geben? Geht’s euch ähnlich?
Allmählich krieg ich Panik!

Panik schieben lohnt sich nicht wirklich. Kann aber ein guter Motivationsschub sein.

Allgemein kann ich nur raten (und teilweise von meinen Vorrednern wiederholen):

  • Auflisten, was zu tun ist und Punkt für Punkt abarbeiten.
  • Ausreichend schlafen und nicht zu viel auf „Jück“ sein und mit Freunden abhängen (die müssen auch verstehen, daß das Examen an dieser Stelle vorgeht).
  • Ausreichend Zeit für die Endkontrolle (Rechtschreibung, Formatierung, Formulierungen) und Druck einplanen. Bei mir war das ca. 1 Woche Arbeit für 96 Seiten - nur so als Richtwert.
  • Lass auch Komilitonen vom Fach wie auch Laien aml deine Arbeit lesen. Es kommt nicht wirklich darauf an, daß sie alles verstehen und nachvollziehen können. Jedoch werden sie hilfreiche Hinweise zu Formulierungen, logischen Brüchen, etc. geben können. Nachdem man selber lange Zeit an der Arbeit gesessen hat - wird man (leider) ziemlich blind für solcherlei Fehler.

Ich wünsche dir einfach mal viel Erfolg und hoffe, dir etwas geholfne zu haben.

Grüße

Björn
(der noch die endgültige Note seine Diplomarbeit abwarten muß :wink: )

Hi

In was schreibst du denn?
Ich hab zwar bisher nur Hausarbeiten am Hals aber das Problem ist ja ähnlich :wink:
Außerdem bin ich Geisteswissenschaftlerin, dann läuft’s natürlich anders ab als wenn du irgendetwas technisches machst.

Aber grundsätzlich wenn’s eng wird mach ich das so:
Literatur hat man sich ja schon vorher beschafft (sonst wär schlecht XD)
Jeden Tag ein Buch mit Bleistift durchackern, das Unterstrichene dann mit eigenen Worten in einem Exzerpt zusammenstellen.
Dabei kann man in einem extra Dokument ja schonmal die Literaturliste anfertigen. Dinge, die du zitieren willst gleich farblich markieren.

Ist das getan, die Exzerptteile themenspezifisch zusammenfassen, Beispiel Mysterienkulte:

  • Römische Geschichte
  • Kaiserkult
  • Mysterienkulte an sich
  • Münzsystem
  • Hauptthema: Münzen als Beweis für die Teilnahme des Kaisers an Mysterienkulten.

Schritt 3: Denke an das was du gelesen hast und formuliere deine Thesen/Experimente/Feldforschungsergebnisse etc. pp am besten auch schematisch.

Dann backst du dir ein hübsches Konzept und arbeitest pro Tag (oder pro x-Tage bei ner Diplomarbeit…) einen Themenbereich auf.

Schritt 5: Alles nochmal durchlesen und auf logische Fehler, falsche Thesen, Missverständnisse überprüfen und schauen ob deine Arbeit wirklich ein ERGEBNIS liefert, der mit dem Argumentationshergang übereinstimmt. (und nicht „Wenn man Tomaten mit Eiern mischt war Helmut Kohl ein Kommunist“)

Schritt 6: Formulierungen, Grammatik und Rechtschreibung kontrollieren.

Mit dieser Variante des „Puzzlens“ also erst Teile fertig machen (am besten in Tageseinheiten), sich konzentrieren, das ganze nochmal wiederholen und dann zu einer Einheit zusammenfügen komme ich einigermaßen klar, bin sonst leider ne faule Socke -_-

lg
Kate

Hallo Chris,

ja… dieses Problem kennen wir doch Alle…

bei mir plätschert das auch immer so dahin…

Ziel: So und heute fleissig 8h- alle 2h Pause…

Realität:
20min. arbeiten 30 min. Zigarette Rauchen, rumdösen und dann diese fiesen Frühlingsgefühle :wink:
Wissenschaftliche Arbeiten verstärken das Ganze um das Vielfache…

Ich werde Deinen Tip auch mal ausprobieren.

Es ist gut zu wissen- dass man nicht der Einzige ist.
Lieber 3h produktiv und beim Dösen gedanklich das ganze durchspielen, als den ganzen Tag irgendwas dahinquetschen…

Wie sagt Arnie immer:
„Man muss sich ab und zu zwingen etwas zu machen!“

Grüße Erich

Hallo Lola,

das kenn ich ein wenig von meiner Diplomarbeit. Mein Problem ist: bei mir steht und fällt alles mit dem ersten Satz. Ich hab manchmal 2-3 Tage vor der leeren Seite gesessen und gegrübelt, wie ich den Abschnitt anfangen soll. Ich wusste alles was ich da erzählen wollte, aber mir fiel kein Anfang ein. War der Satz dann da (die Idee kam meist genau dann, wenn man nicht vorm Rechner saß) dann gings ruckzuck bis dann eben das nächste Thema kam.

Ich würd dir raten ne Gliederung zu machen und die einzelnen Überschriften auch schonmal hinzuschreiben. So Sachen wie Einleitungen und Zusammenfassung sind immer knifflig. Würd ich mir für den Schluss aufheben.

Dann würde ich mir zu jeden Gliederungspunkt Stichpunkte schreiben. Was willst du in diesem Abschnitt erklären und zwar schon so, dass es eine logische Reihenfolge gibt.

Wenn du, wie du schreibst, gern schon Sachen ausformulierst, wirds dir wie mir gehen. Die ersten 2-3 Punkte sind wirklich noch Stichpunkte, aber danach schreibt man fast nur noch vollständige Sätze. Ich hab dann ohne Flachs, als ich meine Stichpunkte in echten Text umwandeln wollte, nur noch die Anstriche löschen müssen und schon hatte ich einen ausformulierten Absatz. Oft ist es wirklich nur der Anfang. Einen roten Faden für den Abschnitt finden und es geistig logisch durchgehen. Dann schreibt es sich wie von allein. Aber man muss erstmal anfangen.

Die ersten paar Punkte die man aufschreibt klingen immer doof, aber man muss den Gedanken weiter verfolgen und dann wirds auch sprachlich besser. Wenn du in einem Abschnitt z.B. viele Bilder hast, kann es auch helfen die schonmal einzufügen und sich dann von Bild zu Bild zu hangeln.

Vielleicht hilft es auch, wenn du dir nen Freund ranholst, der von dem Thema nicht so viel Ahnung hat und ihm mal einen Abschnitt erklärst, so dass er es auch versteht. Wenn du deine Gedanken mal so strukturiert wiedergeben musstest, ist es auch nicht mehr so schwer sie aufzuschreiben.

Viel Erfolg,
Seraphim.