Excel: Einer programmiert, einer macht Vertrieb

Guten Abend!

Folgender Sachverhalt sei gegeben:
Ein freiberuflich Tätiger Programmierer erstellt im Auftrag eines Kunden ein Tool in Excel (Professional-Suite, das ist also erlaubt), das dessen Arbeitsabläufe massiv vereinfacht.

Der Kunde betreibt ein Vertriebsunternehmen und hat dem Programmierer folgendes angeboten:

Er kennt „einige Leute, die auch Interesse an dem Programm haben“. Er würde das Programm gerne weiterverkaufen und der Programmierer und der Vertriebler würden dann jeweils die Hälfte des erzielten Kaufpreises erhalten.

Der Programmierer würde die Möglichkeit gerne ergreifen, ist sich aber unsicher, wie er sicherstellen kann, dass er auch wirklich bei jedem Verkauf des Programms seinen Anteil erhält. Denn eine Excel-Datei ist sehr leicht zu kopieren und der Programmierer hat keinen Einblick in die Vertriebskontakte des Vertrieblers.

Was kann der Programmierer tun?

Servus,

am besten ist, wenn er vor lauter Mißtrauen gegenüber seinem Partner das Angebot ausschlägt. Dann weiß er wenigstens genau, dass er nichts dafür bekommt.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

Der Programmierer würde die Möglichkeit gerne ergreifen, ist
sich aber unsicher, wie er sicherstellen kann, dass er auch
wirklich bei jedem Verkauf des Programms seinen Anteil erhält.
Denn eine Excel-Datei ist sehr leicht zu kopieren und der
Programmierer hat keinen Einblick in die Vertriebskontakte des
Vertrieblers.

Was kann der Programmierer tun?

Der Programmierer ist sich unsicher? *staun*
Rein pragmatisch würde ich den VB / VBA-Code mittels sicherem Passwort verschließen.
Eine Weitergabe wird so nicht unterbunden - wird sie gegenwärtig auch nicht. Ein Anpassen des Tools wird somit erschwert bzw. unmöglich.

vG 2011muc

Der Kunde betreibt ein Vertriebsunternehmen und hat dem
Programmierer folgendes angeboten:

Er kennt „einige Leute, die auch Interesse an dem Programm
haben“. Er würde das Programm gerne weiterverkaufen und der
Programmierer und der Vertriebler würden dann jeweils die
Hälfte des erzielten Kaufpreises erhalten.

Eine Beteiligung von 50% ist sehr hoch. Üblich sind 5-25% des Reingewinns als Verkaufsprovision. Der Programmierer hat nämlich Kosten, die von seinen 50% runtergehen, der Vertriebsprofi nicht.

Der Programmierer würde die Möglichkeit gerne ergreifen, ist
sich aber unsicher, wie er sicherstellen kann, dass er auch
wirklich bei jedem Verkauf des Programms seinen Anteil erhält.

Der Programmierer scheint sein Geld nicht wert zu sein. Er möge sich über Verschlüsselungs- und Aktivierungsmechanismen informieren. Wenn der Kunde das Softwareprodukt unverschlüsselt und ohne jeden Zwang zur Aktivierung erhält, ist der Programmierer bald Pleite.

Gruß
Jens

Servus,

welche Leistung welchen Preis wert ist, hängt vom Markt ab. Im gegebenen Fall wäre der Entwickler offenbar gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass sich noch mehr Leute für seine Entwicklung interessieren könnten, und er hat sein Honorar für diese Entwicklung so kalkuliert, dass das für ihn einen auskömmlichen Ertrag brachte.

In diesem Fall ist 50:50 durchaus plausibel.

Wir erinnern uns: Am Anfang des internationalen Handels standen Gastgeschenke.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

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Hallo,

der Programmierer sollte sich fragen, was unter dem Strich die Alternativen sind: Entweder er vertraut diesem Menschen, und er streicht ein nettes Sümmchen ein, oder er vertraut ihm nicht und verzichtet auf das Geld, denn offenbar ist er selbst nicht in der Lage einen ähnlichen Vertrieb zu organisieren. Das Nähere sollte ein Vertrag regeln, der z.B. Einsichtnahmerechte in die Buchführung, … vorsieht.

Gruß vom Wiz

Gegenfrage
Hallo,

erfahrungsgemäß gibt es keine Software die a) fehlerfrei und b) idiotensicher ist.

Wer soll den Support für die User machen? Dies könnte a) ein Kostenfaktor werden (Risiko!) und b) dem Entwickler einen Einblick verschaffen wer die Software einsetzt (Chance!).

Generell sehe ich ein 50:50-Teilung nicht kritisch, Vertrieb ist auch Arbeit. Allerdings sollten die Punkte Gewährleistung, Support, Weiterentwicklung (bekommen die User kostenlose neue Versionen oder müssen sie dafür zahlen, gibt es Wartungsverträge, usw.) einfach Bestandteil einer solchen Regelung für Zusammenarbeit sein.

Viele Grüße
Lumpi

Hallo,

der Programmierer sollte aber nicht vergessen, eine Vermögensregreßhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Gruß Merger