Exchange mit Spamfilter und Datensicherung

Hallo,

Ich habe zwei Themen:

Thema Exchange:
In meinem Firmennetzwerk gibt es mehrere Server (1 bis 5) sowie auch drei virtuelle Server. Auf dem Server 2 läuft Exchange 2003 und auf einem virtuellen Server (alle Server Windows Server 2003) läuft der NoSpamProxy.

Da unser Admin ausgeschieden ist, soll ich mir jetzt mal einen Überblick erzeugen.
Ich würde nun gern ein wenig ausmisten und z.B. den virtuellen NoSpamProxy-Server löschen und den Spam-Filter direkt auf den Server 2 installieren, auf dem auch bereits Exchange läuft. So spart man sich doch Umwege und außerdm ist es in meinen Augen leichter zu pflegen. Oder wie seht ihr das, hat das Vor-/Nachteile?

Die gefilterten E-Mails werden ja jetzt vom Spam-Filter an den Server 2 weiterleleitet (SRV 2 Port 25). Was muss ich hinterlegen wenn sich der Spam-Filter schon auf dem Server 2 befindet? Die müssen ja dann vom SpamFilter auf dem Server 2 an den Exchange auf dem Server 2 weitergeleitet werden. Aber wie?

Thema Datensicherung:
Außerdem haben wir in unserem Netz einen extra Datensicherungsrechner mit einem Bandlaufwerk, der jede Nacht 200GB durchs Netz zieht (dauert knapp 13 Stunden). Auf dem Datensicherungsrechner (WinXP) läuft sonst nichts.
Würde es nicht Sinn machenm, wenn ich die Datensicherungssoftware (Backup Exec) auf einen Server installiere, auf dem die größten Datenmengen vorhanden sind? Dann würde die Sicherung sicherlich schneller laufen und die Netzwerklast wird geringer. Was denkt ihr?

Gruß
AXL

Ein paar schnelle Schüsse ins Halbdunkel:

den Proxy/Spam Filter auf einem eigenen Server zu haben hat fast nur Vorteile: Du kannst den Proxy einfach warten und notfalls leicht umgehen, an der Netzwerkverbindung zwischen den Servern kann man leicht paketorientierte Diagnose mit einem Sniffer ansetzen, und Du hast das von Dir schon angerissene Port-Problem nicht: eingehende Mails werden immer auf Port 25 zugestellt, und bei einem Mischmaschserver aus Proxy und Exchange kann nur einer von den beiden auf Port 25 lauschen, und das muss der Proxy sein --> Du musst den SMTP Dienst des Exchange Servers auf einen anderen Port umlegen.

Ein virtuellen Server kannst Du leicht sichern, wiedeherstellen oder auf andere Hardware verschieben, hast keine Treibersorgen, und hast nicht den Energie- und Platzverbrauch eines richtigen Servers. Man würde aus diesen Gründen oft sogar gerne den ganzen Mail-Server wie auch viele andere Dienste in eine VM setzen, wäre da nicht die relativ schlappe Performance, besonders beim Festplatten-IO. Den Spam Filter stört das wenig, den Exchange Server mit seiner Datenbank samt Active Directory dagegen schon.

„Aufräumen wollen“ wäre mir ein wenig zu dünn als Argument, hier etwas zu veränden. Ich denke, dass das Ergebnis der Aufräumaktion schlechter ist als die bisherige Konstellation. Ich würde die Konstellation, zumindest was Mail betrifft, wohl so lassen wie sie ist.

…Armin