Exchange: POP oder MX?

Hallo,

ich stehe vor folgendem Szenario:

Kleines Windows 2008 SBS Netzwerk mit 10 Usern und 15 E-Mail Adressen.

Es ist eine ADSL Leitung mit fester IP Adresse vorhanden, die allerdings eine Bandbreite von nur ca. 1 MB Downstram und 128 KB Upstream hat.

Zur Zeit holen sich die Clients die E-Mails per Imap direkt vom Provider.

Nun besteht die Möglichkeit eine VDSL Leitung mit amtlicher Bandbreite, jedoch ohne feste IP zusätzlich zu bekommen.

Es ist gewünscht, die Emails künftig über den Exchange Server laufen zu lassen.

Möglichkeit 1:

Man lässt diese über MX zustellen und nutzt hierfür ausschließlich die langsame Verbindung. Senden würde man über die VDSL Leitung. Hierfür würde man die langsame Leitung direkt mit der zweiten LAN Karte des Servers verbinden. Als default Gateway würde man die VDSL Leitung einrichten, so dass Internet und ausgehende Mails über VDSL laufen. Ein klar erkennbarer Nachteil wäre hier, dass alle Mails inkl. Spam zugestellt würden und evtl. die Bandbreite sprengen würden.

Möglichkeit 2:

Man lässt den Exchange Server die in diesem Fall bereits vom Provider auf Spam geprüften E-Mails über den integrierten POP3-Connector (oder ein Fremdprodukt? Welches?) vom Provider abholen und spart sich die VDSL Leitung und einen eigenen Spam Filter.

Mir ist durchaus bekannt, dass POP3 nicht ganz unproblematisch ist und der Mailserver peinlichst genau konfiguriert werden muss, damit keine Mails verloren gehen. Ich habe im Internet verschiedene Meinungen zum POP3-Connector gelesen. Ich habe das aber so verstanden, dass dies nur bei einer größeren Anzahl von Mails/Empfängern zu wirklichen Problemen führt. Andererseits ist der Vorteil, dass das Spam Filtering bereits beim Provider stattfindet, man somit den eigenen Spamfilter spart, was nicht nur mehr Sicherheit sondern auch eine deutliche geringere Auslastung der Bandbreite bedeutet.

Wer hat hier Tipps, Anregungen, Erfahrungenfür mich?

Danke

Gruß

S.J.

Hei Steve!

Aus eigener Erfahrung (so ihr keine Mega-emails verschickt): du zerbrichst dir den Kopf über nix.

Ich hab 22 User mit rund 40 email-Adressen an einer normalen DSL 2000-Leitung, email-Server arbeitet mit KEN.
Wir laden alles runter und filtern lokal. Dennoch git es keine spürbare Verzögerung im normalen Betrieb, so aus’m Bauch raus würde ich den email-Traffic auf deutlich unter 10% vom Gesamtaufkommen einstufen. Auch beim Upload gibt’s keine nennenswerten Verzögerungen, obwohl mittlerweile vermehrt auch emails mit Anhängen im MegaByte-Bereich verschickt werden.

Ich musste lediglich die email-Clients so konfigurieren, das sie ab acht MB eine Warnung ausspucken, weil hin und wieder mal einer meiner DAUs auf die Idee kam, ein Video von 200 - 300 MB zu verschicken . . .

Kleines Detail am Rande: der email-(KEN)-Server) ist immer noch ein Pentium I mit sagenhaften 166 MHz und 128 MB Arbeitsspeicher . . . ich denke, das sagt alles.

lg, mabuse