Existengründung zur Taschengeld aufbesserung

Guten Tag,

Da der Arbeitsmarkt derzeit ja nicht so Rosig aussieht, das Geld knapp ist, und es doch noch Leute gibt die für gewisse Dinge ihre Kohle ausgeben, habe ich mir gedacht ein „Mini-Unternehmen“ zur Überbrückung meiner Arbeitslosigkeit zu gründen!

Natürlich habe ich einige Fragen :wink:

Und zwar würde ich gerne wissen ob das denn so „einfach“ soetwas für 1-x Monate zu machen?

Ich möchte ganz einfache Dinge verkaufen die zum Menschlichen Konsum (keine Nahrung) gedacht sind.

Beispielsweise kaufe ich mir von Produkt A 100 Stück

Im Einkauf kostet es 3350€ auf 100Stück
Mein Verkaufspreis wäre 4390€ auf 100Stück
Der Internetshop kommt mit einer Miete von 20,00€/Monat dazu
Geschäfftskontogebühren ~25€/Monat
(Habe ich was vergessen?)

Dh ich würde ich dieses Produkt nun 100x verkaufen würde ich knapp ~1000€ „Im Monat Umsatz“ machen.

Wie berechne ich mir jetzt die Abgaben ans Finanzamt? (Keine da kein Jahresumsatz von xxx€?) Wie läuft das mit der Buchhaltung? Mal angenommen ich verkaufe nur „ein Produkt“ dann reichen doch die Händler/+Meine Rechnungen/ggf Kontoauszüge aus um alles zu belegen? Dh ich brauch jetzt in Sachen Buchhaltung kein 2Jahres Kurs ablegen?

Lagerräume/Büroräume/Computer/Internetanschluss+Telefon

ist alles „Privat“ in der eigenen Mietwohnung vorhanden.

Vielleicht kann mir jemand bei diesen Ansätzen etwas weiter helfen.

:wink: Denn ich würde nun am liebsten Morgen ein gewerbe Anmelden, Großhändlerpreise einholen (Ohne Gewerbeschein ist da nichts ja nichts los), Shop anmieten, Zur Bank laufen Geschäfftskonto und nen Kredit von 5000€ beantragen und hoffen das ich ihn bekomme (zwecks Wareneinkauf), und dann Fleißig Sachen verkaufen.

Wahrscheinlich alles wieder viel zu voreilig.

Bin auf eure Antworten gespannt.

Grüße

Hallo, die Frage ist ob es sich lohnt, das für nur 1-x Monate zu machen, denn nebenher versucht man ja eigentlich was anderes zu bekommen (wenn ich recht verstanden hab). BEides kann man nicht nebenher mit dem selben Elan machen wie entweder das eine oder das andere.

Im Einkauf kostet es 3350€ auf 100Stück
Mein Verkaufspreis wäre 4390€ auf 100Stück
Der Internetshop kommt mit einer Miete von 20,00€/Monat dazu

ok, ein Onlineshop ist allerdings nichts für 1-x Monate, allein wegen der VErtragslaufzeit. Dann kommt noch hinzu dass er gestaltet werden will und mit Wasserdichten AGBs ausgestattet und auch du solltest dir einen Kopf machen wie du welche Abläufe machst und wie du an dein GEld kommst wenn deine kunden nicht so nett sind, etc.

Geschäfftskontogebühren ~25€/Monat

Geschäftskonto muss man für den Anfang nicht gleich haben, wenn sich die Buchungen mengenmässig im RAhmen halten, dann geht das auch erst mal übers normale Giro.
(Habe ich was vergessen?)
HAftpflichtversicherung, denn wer haftet wenn das Päckchen nicht ankommt, oder etwas kaputt geht oder sich der Kunde am Papier schneidet oä.
Und was ändert sich bei dir in der Krankenkasse, dort musst du dich freiwillig versichern, macht so bummelig 170 Eu im Monat, für den Einstieg im HAusfrauentarif (bei 15 Stunden Selbstständigkeit/ Woche und einem netten BErater), steigt dann aber bald auf gut 350 Eu/ Monat oder mehr.
GEwerbeschein sind einmalig ca. 30 Eu,lohnt also auch nicht unbedingt für einen Monat. Wenns mehr wird dann schon.

Dh ich würde ich dieses Produkt nun 100x verkaufen würde ich
knapp ~1000€ „Im Monat Umsatz“ machen.

NEin du würdest ca. 1000 Eu GEWINN machen, Umsatz ist was anderes (4390,-). Dein GEwinn sind deine Einnahmen/dein Einkommen, auf die am Ende Einkommenssteuer zu zahlen sind.
Dann gibts noch die Umsatzsteuer, besser bekannt als MEhrwertsteuer, von der kannst du dich ggf. befreien lassen, was aber nur bei bestimmten Kundenkreises was bringt, da du dann weniger MArge nehmen kannst, um dennoch was zu verdienen. Und dann ist noch die Frage, was für einen STeuersatz dein Produkt hat.

Und da du verkaufst, noch dazu recht hochpreisig, will evtl die IHK auch noch ihre GEbühren. Auch da kommts auf den Umsatz an.

Beim Umsatz gibts auch noch die Grenze für Kleinunternehmer, die dann nicht nur nicht Umsatzsteuerpflichtig sind, sondern die dann auch nur eine Einnahme/Überschußrechnung machen müssen. Doch wenn du schon Umsatz und GEwinn nicht unterscheiden kannst wäre ein Buchhaltungskurs sicher nicht verkehrt (die gibts auch in Kurzfassung)

Und … jetzt hab ich vergessen was noch kam.

Am besten machst du erst mal ein Existenzgründerseminar mit, wo du all diese Fragen loswerden kannst. BEi der IHK gibts das kostenlos, dort gibts auch Infomaterial, ebenso beim Bundeswirtschaftsministerium ( www.existenzgruender.de )

Gruß Susanne

Hallo!

Beispielsweise kaufe ich mir von Produkt A 100 Stück
Im Einkauf kostet es 3350€ auf 100Stück
Mein Verkaufspreis wäre 4390€ auf 100Stück
Der Internetshop kommt mit einer Miete von 20,00€/Monat dazu
Geschäfftskontogebühren ~25€/Monat
(Habe ich was vergessen?)

Da fällt mir so spontan ein 30 Kunden schicken dir die Ware geöffnet
zurück und wollen ihr Geld zurück, die kannst du dann gegebenenfalls
nicht mehr als neu verkaufen!

24 Monate Sachmängelhaftung für dich ist auch nicht zu unterschätzen.

Was für Produkte sollen das denn sein?

Gruß
Stefan

Hallo,

Beispielsweise kaufe ich mir von Produkt A 100 Stück
Im Einkauf kostet es 3350€ auf 100Stück
Mein Verkaufspreis wäre 4390€ auf 100Stück

Ergänzung zu bereits gesagtem:

Hast du berücksichtigt, wie teuer/billig die Konkurrenz dieses Produkt verkauft? Kannst du es zu diesem Preis überhaupt loswerden, finden sich genügend Käufer? Gibt es Anbieter, die es vielleicht zu 3.450 Euro anbieten?

Wie hoch wären dann noch die Porto- und Versandkosten, die der Kunde zahlen müsste und es für den Kunden teurer machen würde? Wie hoch sind die bei der Konkurrenz?

Gruß,
Cantate

Hallo,

ich möchte an Susanne anknüpfen. Du kannst Dir beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Broschüre bestellen „Starthilfe“.

Man kann sie auch auf CD per Mail bestellen oder runterladen. Musst Dich mal durchklicken Service-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:ublikation und dann Suchwort „Starthilfe“ eingeben.

http://www.bmwi.de

Weiter solltest Du mal in´s Archiv schauen, dort sind ähnliche Fragen schon oft gestellt worden und viele gute Tipps.

Viel Erfolg!

Gruß Volker

Hallo!

Wenn du denkst, ein Gewerbe anzumelden, sei eine einfache Sache, kann dir nur Recht geben.

Das Problem ist der Verkauf. Es GIBT Produkte, die man mit so viel Gewinn verkaufen kann. Aber die zu finden, ist das Problem.

Bist du sicher, dass du so ein Produkt gefunden hast? Hast du einen Verkaufstest gemacht? Verkauf erstmal EIN Stück, selbst wenn du dabei Verlust machst, um zu testen, ob sich das verkaufen läßt.

Grüße

Andreas

das ist nämlich die Sache,

Da ich ja derzeit ALG2 beziehe weiss ich nicht wie das mit dem „testen“ funktionieren soll.

Ich würd ehrlich gesagt auch einfach nur mal für 30Tage den Spaß mit machen um zu sehen was da am Ende bei rum kommt!

Wilde Rechnungen anstellen kann fast jeder … Aber obs dann hinterher auch so kommt?

Kann ich ohne Probleme mit dem Arbeitsamt zu bekommen ein „Kleingewerbe“ anmelden um mal zu „schnuppern“? Denke man muss einfach mal selbst die Erfahrungen „machen“? Und so den Finanziellien ruin sollte das auch nicht nach sich ziehen, hoffe ich!

Zu den Fragen meiner Vorposter:

Es handelt sich derzeit um ein „Trend-Produkt“ was in anderen „Shop`s“ für 4390€ Angeboten wird (bezieht sich auf 100Stück Menge)

Da ich aber nicht bei den „Großhändlern“ nach Preisen gucken kann, habe ich mich mit dem „Mengen-Rabbat“ eines ganz Normalen Händlers gerechnet und bin bei „100Stück“ auf 3390€ gekommen. Ich denke bei Großhändlern wird es noch besser aussehen? DH angenommen 2900€ einkauf, 3900€ Verkauf? z.B

Versand beläuft sich auf „Einschreiben Einwurf“ in Luftpolster umschlägen (3,90€)

Grüße und danke für die Antworten

Hallo!

Um es mit einem Einzelstück zu testen, brauchst du kein Gewerbe.

Wenn ich sehe, dass du 5.000,- Euro Kredit aufnehmen willst, dann klingeln bei mir die Alarmglocken.

Konkurrenz gibt es schon, und es wird bestimmt noch mehr, denn wo man das schnelle Geld machen kann, steigen immer schnell viele Leute ein, das weiß ich aus Erfahrung.

Kauf dir EIN Stück, egal wie teuer, und verkaufe es.

Oder noch besser: Verkaufe es erst, und kaufe es danach. Das geht auch, mache ich auch oft so.

DANN kannst du immer noch ein Gewerbe anmelden.

Grüße

Andreas

„Mini-Unternehmen“ zur Überbrückung meiner Arbeitslosigkeit zu gründen!

Wenn das mal so einfach wäre !!

und nen Kredit von 5000€ beantragen und hoffen das ich ihn

Als ALG2 Empfänger ? Ich glaube nicht, dass das was wird.

Guten Tag,
bei Deiner Formulierung hört es sich so an, dass Dir jemand schnelles Geld verspricht, Du das natürlich gut findest und jetzt loslegen willst. Solltest Du noch dafür in Deiner misslichen Lage (Arbeitslos) einen Kredit nehmen müßen, würde ich es mir zweimal überlegen ob ich das mache. Erst recht, wenn es: „Die einmalige Chance hier und jetzt gleich ist!!“ So, oder so ähnlich wurde es vielleicht Dir schmackhaft gemacht. Das schnelle Geld macht der Andere, nämlich jetzt und gleich.

[MOD] Komplettzitat gelöscht