existenzgründung dtp-bereich

hallo,

ich würde gerne wissen, wie es rechtlich aussieht, wenn man sich im dtp-bereich selbstständig machen will.
gibt es da auch so etwas wie eine meisterpflicht? wie z. b. im elektrobereich.
oder kann diese dienstleistung jeder anbieten?
es geht um die angebotspalette satz, grafik, belichtung, farblaserdruck und nebenher evtl. netzwerktechnik.

ich möchte einfach gerne wissen, ob mich die konkurrenz dann kaputtklagen kann.

schon mal danke für eure antworten
beccy

hallo,

ich würde gerne wissen, wie es rechtlich aussieht, wenn man
sich im dtp-bereich selbstständig machen will.
gibt es da auch so etwas wie eine meisterpflicht? wie z. b. im
elektrobereich.
oder kann diese dienstleistung jeder anbieten?
es geht um die angebotspalette satz, grafik, belichtung,
farblaserdruck und nebenher evtl. netzwerktechnik.

ich möchte einfach gerne wissen, ob mich die konkurrenz dann
kaputtklagen kann.

schon mal danke für eure antworten

es kann ggf. Probleme mit dem Lehrberuf des Druckvorlagenherstellers geben. Im Zweifel würde ich mich bei der Handwerkskammer (Druck) mal erkundigen, wo die Stolperstellen liegen.

beccy

hi,
ich hatte ein beichtungsstudio und kaum schwierigkeiten mit
der handwerkskammer. man bekommt (in bayern) eine art ausnahme-
genehmigung.
allerdings kam ich trotz der heftigsten versuche nicht aus der
zwangsmitgliedschaft bei der berufsgenossenschaft raus. wenn
du dein gewerbe gründest, wirst du’s sehen: das ist das schlichtweg
irrste ding, das sich unser beamtenstaat hat einfallen lassen.
zwangsbeitrag, regelmässige fragebögen mit absolut abwegigen
fragen und sturköpfe, die sich wie staatsanwälte aufführen.
z.b. gibt es eine berechnungsformel für die beiträge bzw. ansprüche,
bei der ein faktor auf ein dutzend stellen hinter dem koma
(ja, koma, kein schreibfehler *grins*) ausgerechnet wird,
rückfragen werden nicht oder völlig anders als die frage
beantwortet u.v.a.m.

ich hatte an die 300 tdm investiert und mit der sache nix als
ärger. beispielsweise erwies sich bei lohnbelichtungen die ver-
fallzeit der chemikalien als kritisch. hast du nicht genügend
aufträge, geht sie kaputt. es gibt viel mitbewerber. du solltest
kunden zusatzservices bieten (z.b. abholung, zustellung), was
aber ins geld geht. beim layout will kein kunde deinen stunden-
mäßigen aufwand bezahlen, weil er sich den gar nicht vorstellen
kann usw.

wenn du kein wirklich durchdachtes konzept/kalkulation und treue
kunden hast: lass es bleiben.

viel glück!
scope

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hallo,

ich würde gerne wissen, wie es rechtlich aussieht, wenn man
sich im dtp-bereich selbstständig machen will.
gibt es da auch so etwas wie eine meisterpflicht? wie z. b. im
elektrobereich.
oder kann diese dienstleistung jeder anbieten?
es geht um die angebotspalette satz, grafik, belichtung,
farblaserdruck und nebenher evtl. netzwerktechnik.

ich möchte einfach gerne wissen, ob mich die konkurrenz dann
kaputtklagen kann.

schon mal danke für eure antworten
beccy

hi,
ich hatte ein beichtungsstudio und kaum schwierigkeiten mit
der handwerkskammer. man bekommt (in bayern) eine art
ausnahme-
genehmigung.
allerdings kam ich trotz der heftigsten versuche nicht aus der
zwangsmitgliedschaft bei der berufsgenossenschaft raus. wenn
du dein gewerbe gründest, wirst du’s sehen: das ist das
schlichtweg
irrste ding, das sich unser beamtenstaat hat einfallen lassen.
zwangsbeitrag, regelmässige fragebögen mit absolut abwegigen
fragen und sturköpfe, die sich wie staatsanwälte aufführen.
z.b. gibt es eine berechnungsformel für die beiträge bzw.
ansprüche,
bei der ein faktor auf ein dutzend stellen hinter dem koma
(ja, koma, kein schreibfehler *grins*) ausgerechnet wird,
rückfragen werden nicht oder völlig anders als die frage
beantwortet u.v.a.m.

Mir scheint, Du hast nicht begriffen, zu was die Berufsgenossenschaft da ist! Auch ich bin kein Freund von Zwangsmitgliedschaften, doch sowohl bei der IHK als auch bei der BG bin ich ausnahmsweise anderer Meinung!

BG: Lasse Dir mal ausrechnen, ich unterstelle, Du bist auch vesichert, was eine private Unfallversicherung bei gleicher Leistung kostet! Nun gut, es mag sein, daß ich in einer günstigeren Klasse bin. Aber ich müßte für eine solche Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung einen wesentlich höheren Betrag bezahlen, als ich bei der BG an Beitrag zahle.

Nachdem Du nicht bei der Handwerkskammer Mitglied bist, notiere ich für die Anderen einen kurzen Hinweis zur IHK, bei der ich Zwangsmitglied bin. Ich nutze die Informationsmöglichkeiten nur sehr wenig, doch wenn ich sie brauche, dann haben sie mir sogar geholfen. In einem Fall einem Mandanten, ich hatte so ein gewisses Gefühl, daß da einer einen betrügen will, hat die Auskunft, die ich mir geben ließ, einen Millionenschaden vermieden. Der Ganoven, dem ich nicht traute, wurde ein halbes Jahr später über XY gesucht! Die IHK wußte bereits, daß da was faul ist. Glück? Nun, ich hatte nur rechtzeitig bei der IHK nachgefragt, „ist das was?“

ich hatte an die 300 tdm investiert und mit der sache nix als
ärger. beispielsweise erwies sich bei lohnbelichtungen die
ver-
fallzeit der chemikalien als kritisch. hast du nicht genügend
aufträge, geht sie kaputt. es gibt viel mitbewerber. du
solltest
kunden zusatzservices bieten (z.b. abholung, zustellung), was
aber ins geld geht. beim layout will kein kunde deinen
stunden-
mäßigen aufwand bezahlen, weil er sich den gar nicht
vorstellen
kann usw.

wenn du kein wirklich durchdachtes konzept/kalkulation und
treue
kunden hast: lass es bleiben.

viel glück!
scope

Mir scheint, Du hast nicht begriffen, zu was die
Berufsgenossenschaft da ist! Auch ich bin kein Freund von
Zwangsmitgliedschaften, doch sowohl bei der IHK als auch bei
der BG bin ich ausnahmsweise anderer Meinung!

erstmal ist es ziemlich anmaßend, jemandem zu unterstellen, er hätte was nicht begriffen (und das auch noch mit „!“). ich habe das sehr gut und tiefgreifend begriffen. zweitens war mein posting schon ziemlich off-topic, deins ist es allemal.

BG: Lasse Dir mal ausrechnen, ich unterstelle, Du bist auch
vesichert, was eine private Unfallversicherung bei gleicher
Leistung kostet! Nun gut, es mag sein, daß ich in einer
günstigeren Klasse bin. Aber ich müßte für eine solche
Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung einen wesentlich
höheren Betrag bezahlen, als ich bei der BG an Beitrag zahle.

drittens geht es nicht um die höhe irgendwelcher beiträge, sondern um die kosten-leistungs-relation zu denselben. und die ist sowohl bei der BG wie auch bei der IHK nach meinen erfahrungen, also völlig subjektiv gesehen, aber auch erlebt, miserabel. merkwürdigerweise ist das argument der kostengünstigkeit das einzige, das übrigbleibt, wenn man mit den herrschaften mal ausgiebiger über ihren sinn und zweck diskutiert. dabei ist es das nur der beitragshöhe nach. reine abzockerei. punkt.

Nachdem Du nicht bei der Handwerkskammer Mitglied bist,
notiere ich für die Anderen einen kurzen Hinweis zur IHK, bei
der ich Zwangsmitglied bin.

schön, daß du so tolle erfahrungen mit der IHK gemacht hast. ich hatte auch welche, und die waren nicht gut. z.b. wurde ich erst beraten, nachdem ich mitglied wurde. dann noch sehr inkompetent: bei mir wurde zwar kein millionenschaden vermeiden (was für ein deal war das denn, den du da eingehen wolltest? *grins*), aber es ist einer entstanden, wie er im üblichen umfang eines dtp-dienstleisters eben entstehen kann.
nebenbei: ich bin mit zwei firmen zahlendes mitglied.

worauf ich hinaus will: man muß sich klar sein, daß man sich mit einer gewerbeanmeldung dieser art zwangsmitgliedschaften einfängt, die folgende eigenschaften *haben*…:

  • sehr viel arbeit, immer wieder,
    „für nix“ als arbeitsbeschaffungsmaßnahme der einrichtungen
  • extrem hoher aufwand im leistungsfall
  • eine art ‚entmündigung‘, eben eine „zwangsmaßnahme“
    weil man sich gegen den schrott nicht wehren kann
  • man ernährt einen völlig überzogenen verwaltungswasserkopf,
    beide institutione sind zum selbstzweck geworden
  • vorteil:
    spaßfaktor durch formularfragen, verwaltungsirrsinn usw.
    … und *haben können*:
  • keine gegenleistung
  • inkompetenz
  • gefahr, dass man auf „fachleute“ vertraut, die keine sind
    (eine gefahr, die imho auch bei wer-weiss-was.de latent ist.)

nicht umsonst kursiert das thema seit ca. einem jahrzehnt durch die presse.
scope