Existenzgründung Gastronomie ohne ALG ALH

Hallo zusammen,

die Situation ist folgende; ich bin nun 21 Jahre jung und habe bisher erfolglos nach einem Ausbildungsplatz gesucht. Zig Bewerbungen, viele Absagen, dann auch Praktika und mündliche Zusagen die dann um „kurz vor zwölf“ widerrufen wurden. Richtig, mein Fehler, hätte es mir schriftlich geben lassen sollen!
Aktuell ist es so, dass ich nun seit dem 16 Lebensjahr durchweg in verschiedenen Bereichen der Gastronomie tätig war und viel Erfahrung sammeln konnte. Hinzu kommt dass bereits mein Vater und einige mehr aus der Familie Selbstständig waren (insgesamt 3, alle im Gastronomiebereich), es ist also mehr oder weniger Tradition bei uns :wink: Da dies nun aber einige Jahre her ist können genannte Personen mir keine ausreichenden Auskünfte geben, also wende ich mich nun hoffnungsvoll an euch.
Bis vor kurzem war ich „lediglich Ausbildungsplatzsuchend“, momentan habe ich eine geringfügige Beschäftigung. Also keinen Anspruch auf ALG etc., ist klar!
Nun möchte ich mich (nein, nicht „mal eben“) selbstständig machen. Es gibt hier ein Objekt, dass sich mehr als anbietet für unser Vorhaben. Gründen werde ich, allerdings wird es ein Familienbetrieb in dem dann auch mein Verlobter sowie meine Eltern mitwirken wollen.
Es geht natürlich in den Gastronomiebereich, das Konzept steht, hat Zukunft (Risiko ist natürlich immer dabei) und dadurch dass mein Verlobter quasi später „dazustösst“ ist es kein Problem (was ja eh Voraussetzung ist) wenn die ersten Monate oder länger nichts oder kaum „dabei rumkommt“. Das eigentliche Problem sehe ich eigentlich in der Finanzierung aus oben genannten Gründen, erschwerend kommt hinzu, dass ich keine Sicherheiten habe. Ich habe nun allerdings bereits was über die sog. „Haftungsfreistellung“ erfahren und einige andere Dinge… Ich frage euch nun erst einfach mal was euch dazu einfällt bzw. wie ich dieses am besten angehe! Wenn noch Fragen sind, nur her damit!

Lieben Gruß
und danke für jede Antwort

Mona

Hi Mona,

„Wer nichts wird wird Wirt“

ein altes Sprichwort, aber es fiel mir als erstes ein.

Nun im ernst:

Wer eine Gastronomie ohne Knebel- und Mindestumsatzgarantieverträgen will und dann noch „Szene-…“ will musss mindest 100 000 Euro cash investieren können.

Banken geben an Existenzgründer im Gastronomiebereich keine Kredite.
(Warum wohl)

Die Investition muss sich in 1 Jahr amortisiert haben. Ansonsten bezahlst du den Szeneladen jahrgang 2005 noch ab, wenn bereits 2006/2007/2008 bereits schon wieder vergangen und vergessen sind.

gruss
winkel

Deine Offenheit ehrt Dich - ist aber alles andere als geeignet, Investoren anzulocken. Mein Rat: vergiss es (ganz schnell)!