Existenzgründung und Krankenkasse

Hallo Leute.

Ein 33jähriger Mann mit 2 minderjährigen Kindern möchte sich Selbständig machen (keine ICH-AG). Wo liegen die Vorteile und vor allem Risiken bei freiwilliger Kassenpatientenschaft gegenüber Privatversicherung.
Jeder bietet natürlich NUR Vorteile - wir wissen daß es nicht so ist :wink:

Bitte Eure Meinungen - und am liebsten Erfahrungen.

Danke

Hallo,

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Freiwillig kassenversichert ist ziemlich teuer, weil bei Selbstständigen ein Mindesteinkommen von annähernd EUR 2000/Monat angesetzt wird, auch wenn man überhaupt nichts verdient.

Private Krankenversicherungen werden im Alter extrem teuer, aber dann gibt es kein Zurück mehr.

Gruss Reinhard

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Ein 33jähriger Mann mit 2 minderjährigen Kindern möchte sich
Selbständig machen (keine ICH-AG). Wo liegen die Vorteile und
vor allem Risiken bei freiwilliger Kassenpatientenschaft
gegenüber Privatversicherung.

  1. Wenns schief geht, kannst du in der gesetzlichen sofort wieder versichert sein und das AA übernimmt dann die Beiträge.

  2. Familienversicherung ist inbegriffen bei privat musste jeden einzeln (die Kinder ab einem bestimmten Alter mitversichern. Rückkehr in die Gewetzliche nur bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nicht bei Arbeitslosigkeit/Erwerbslosigkeit.

Jeder bietet natürlich NUR Vorteile - wir wissen daß es nicht
so ist :wink:

Mit Familie immer GKV. Es sei denn du verdienst einmal unumstößlich mehr als 5000 im Monat und das garantiert bis 95.

gruss

Freiwillig kassenversichert ist ziemlich teuer, weil bei
Selbstständigen ein Mindesteinkommen von annähernd EUR
2000/Monat angesetzt wird, auch wenn man überhaupt nichts
verdient.

Wenn man überhaupt nichts verdient, dann braucht man die Beiträge der PKV nicht zahlen???

Beispiel mein Chef:

PKV Er und Sie und Kind und bald noch ein Kind.

Unterschied zwischen GKV (alle drin) und PKV (jeder einzeln drin) 50 Euro zugunsten der PKV. Gemessen an dem Risiko der Existenzgründung eher sollte diese Zukunftsinvestition sein. Wenn man mal fest im Sattel sitzt kann man immer ncoh PKV, Wenn der Sattel verkauft werden muss kann man aber nciht mehr einfach GKV.

gruss

Da gibt es noch die Möglichkeit der Teilzeitselbstständigkeit, gerade zu Anfang und wenn mann noch die Familie im Kreuz hat, dann werden Einkünfte von 805 Eu angenommen macht ca. 130 Eu KV (damit sind dann auch Familienangehörige mitversichert), später gibt es noch zwei Stufen bei denen Einkünfte von etwa 1300 Eu angenommen werden entweder mit Krankentagegeld oder ohne und da ist mann dann schnell bei 300 Eu (aber immer noch incl. Familienversicherung für Kinder u. ggf. Frau).
Gibts eigentlich eine Frau dazu?
Mir wurde in Exgründerseminaren bisher immer davon abgeraten, mich privat versichern zu lassen, auch wenn es prinzipiell möglich wäre, da ich auch keine Förderung krieg. Dazu kommt aber auch noch, dass ich bei einer Privaten wegen Vorerkrankungen gar nicht aufgenommen werde oder horrende Preise zahlen müsste. Wenn du übrigens eine Vorerkrankung nicht bei der Anmeldung zur privaten angibst und das fliegt auf oder du wirst wegen einer ähnlichen Sache nochmal krank oder du wirst so krank dass es sch für die Versicherung nicht rentiert, kann dich die private kündigen, die gesetzliche kannst nur du kündigen (vorrausgesetzt du zahlst die Beiträge).

Schöne Grüße Susanne

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Wenn man überhaupt nichts verdient, dann braucht man die
Beiträge der PKV nicht zahlen???

egal ob GKV oder PKV ob man was verdient oder nicht, wenn man nicht bezahlt bekommt man nach 3 Monaten die Kündigung und bekommt unter Umständen überhaupt keine KV mehr. Da gibts nämlich im Gesetz etliche Fallstricke, die niemand so genau kennt, bevor der Fall nicht eingetreten ist, z.bsp. wenn man paar Jahre im Ausland verbracht hat und hier keine Vorversicherungszeiten mehr nachweisen kann u.u.
also ein sehr sensibles Thema und absolut nicht zu vernachlässigen

LG
Mikesch

Hallo,

ich habe mich vor kurzen wieder selbständig gemacht und war überrascht von dem günstigen Angebot bei der GKV. PKVs hatte ich viele angeschrieben und bin auf Grund meiner Diabetes nicht angenommen worden, bzw. hätte richtig viel Beitrag zahlen müssen.
Bevor man sich mit PKV Vertretern rumschlägt, würde ich eine kurzen Besuch bei der derzeitigen GKV empfehlen und mich dann über die Beiträge der PKV informieren.
Wie die anderen schon beschrieben haben, ist der Weg zurück in die GKV schwierig, im Alter verschlossen. Auch steigen die Beiträge bei der PKV ab einem bestimmten Alter in eine Höhe die (trotz der großen Anpreisungen) nicht gerechtfertigt ist.

Gruß
Christian