Existenzgründung zusammen mit Arbeitsuchenden

Hallo zusammen,

mir kreisen seit einiger Zeit Ideen im Kopf herum, die ich gerne umsetzen (lassen) würde. Hierbei handelt es sich um eine Dienstleistung im Internet, die mir - und somit auch vielen anderen - die tägliche Arbeit in meinem Hauptberuf ganz erheblich erleichtern würde.

Ich selbst habe kaum Ahnung von Design oder Programmierung, weiß jedoch ganz genau, wie eine solche Dienstleistung aufgebaut sein müsste, um einen gewissen Marktdurchsatz und somit wirtschaftlichen Erfolg zu haben.

Ich würde mich als Geldgeber zur Verfügung stellen und z.B. eigens für diesen Zweck eine GmbH gründen. Für die eigentliche Umsetzung würde ich mir drei oder vier arbeitsuchende Softwareentwickler (in meiner Stadt gibt es hiervon leider ausreichend viele davon) suchen, die dann unter meiner „Führung“ das Projekt erstellen.

Ich kann es mir wirtschaftlich nicht leisten, den Softwareentwicklern ab „Tag Null“ ein Gehalt zu bezahlen. Ich würde jedoch in verschiedenen Stufen Anteile an der GmbH (z.B. bei verschiedenen Milestones) an die Mitwirkenden abtreten. Ebenso würde ich bei den ersten Umsätzen (nach Kostendeckung) anfangen, Gehälter zu bezahlen.

Hierzu nun meine Fragen:
Kann ich das in dieser Form machen, ohne Gefahr zu laufen, gegen rechtliche Vorschriften zu verstoßen?
Verlieren Mitwirkende, die sich auf so ein Modell einlassen, Ansprüche auf Arbeitslosengeld?
Was habe ich sonst noch zu beachten?

Für die zahlreichen Rückantworten bereits vorab besten Dank.

Berndhard Ralf

Die Frage ist:

Warum willst du das mit Arbeitslosen machen und nicht mit berufstätigen?

Warum willst du nicht deine Mitstreiter geich von Anfang an mit Kapital und Knowhow als gleichwertige Partner einbinden?

Warum gründest du nicht eine GmbH und beantragst Existenzgründungsdarlehen und Darlehen für Arbeitsplatzschaffung aus denen du die MA bezahlen könntest?

Warum stellst du nciht langzeitarbeitslose ältere Programmierer ein, bei denen du bis zu 2 Jahre ca. 40-50% der Lohnkosten ersetzt bekomsmt?

Warum setzt du dich nciht mit einem Unternehmensberater zusammen, der dir vorgenannte Fragen klären kann?

gruss

Warum, wenn deine Idee so gut ist, scheust das Risiko der Investition vor Ertrag?

Die Frage ist:

Warum willst du das mit Arbeitslosen machen und nicht mit
berufstätigen?

Warum sollte ich nicht wenig Arbeitsuchenden die Möglichkeit geben, sich dauerhaft ihren Arbeitsplatz zu schaffen?

Warum willst du nicht deine Mitstreiter geich von Anfang an
mit Kapital und Knowhow als gleichwertige Partner einbinden?

Die Risikobereitschaft, vor allem jedoch auch das Kapital dürfte bei Arbeitsuchenden geringer vorhanden sein. Wenn ich mein Kapital hier zur Verfügung stelle … wo soll da der Nachteil sein? Im Gegenteil: Ich gebe mein Kapital und teile hinterher die GmbH.

Warum gründest du nicht eine GmbH und beantragst
Existenzgründungsdarlehen und Darlehen für
Arbeitsplatzschaffung aus denen du die MA bezahlen könntest?

Ich möchte für dieses Vorhaben keine Darlehen oder andere Fremdmittel aufnehmen. Über die Stammeinlage hinaus werden sich Banken sicherlich auch in meinem Privatvermögen Sicherungswerte suchen, auf die Sie die Finger legen können. Ich bin grundsätzlich risikobereit, nicht jedoch unbegrenzt.

Warum stellst du nciht langzeitarbeitslose ältere
Programmierer ein, bei denen du bis zu 2 Jahre ca. 40-50% der
Lohnkosten ersetzt bekomsmt?

Mit meinem Vorhaben, Arbeitsuchende einzubinden, spreche ich keine Präferenz für junge Menschen oder ähnliches aus. Bei Qualifikation können es durchaus auch Langzeitarbeitslose sein.

Warum setzt du dich nciht mit einem Unternehmensberater
zusammen, der dir vorgenannte Fragen klären kann?

Bevor ich das ganze Vorhaben in die Tat umgesetze wird das ganze sicherlich nochmals aus allen Blickwinkeln durchleuchtet. Sollte es ein Fehler gewesen sein, hier mal die Meinung anderer hören zu wollen? Sollte dies der Fall sein … entschuldigen Sie doch bitte die Störung und ignorieren Sie diesen Thread.

gruss

Warum, wenn deine Idee so gut ist, scheust das Risiko der
Investition vor Ertrag?

Ich gehe hauptberuflich einer ganz anderen Tätigkeit nach. Ist dann bei aller Risikobereitschaft (immerhin riskiere ich hier die Stammeinlage einer GmbH und somit € 25.000) eine gewisse Vorsicht so abnorm? Ich kann mir das Verbrennen von Geld nicht leisten.

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Hallo Bernhard,

Ich verstehe Dein Vorhaben so:
Du suchst Leute, die (zunächst) unentgeltlich für Dich tätig werden und ob sie überhaupt irgendwann einmal was für Ihre Arbeit erhalten, weiss man nicht (das kommt drauf an). Einen solchen „Freundschaftsdienst“ oder „unentgeltliches Engagement“ oder „Hobby“ kann/darf m. W. jeder grundsätzlich unbegrenzt machen, bei Arbeitssuchenden mit der Einschränkung, dass sie dem Arbeitsmarkt dennoch uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Wenn Du jemand findest, der sich darauf einlässt, informiere uns bitte . . . (Ich wäre persönlich an den Kontaktdaten dieses Menschen interessiert.) :wink:

Du hast mich ofensichtlich falsch gedeutet.

Wenn du die von mir gestellten Fragen dir selbst beantwortest führt dich das in deinen lanungen weiter.

Es sollte keine Kritik sein, sondern nur deine Sichtweise auf dein Vorhaben ergänzen/verändern/erweitern.

Wenn du alle angesprochenen Variationen ausschließt, ist das auch ok.
Wenn dich die eine oder andere auf neue Ideen bringt, wärs besser.

gruss

Hallo Ralf,

Ich würde mich als Geldgeber zur Verfügung stellen und z.B.
eigens für diesen Zweck eine GmbH gründen. Für die eigentliche
Umsetzung würde ich mir drei oder vier arbeitsuchende
Softwareentwickler (in meiner Stadt gibt es hiervon leider
ausreichend viele davon) suchen, die dann unter meiner
„Führung“ das Projekt erstellen.

Ich kann es mir wirtschaftlich nicht leisten, den
Softwareentwicklern ab „Tag Null“ ein Gehalt zu bezahlen. Ich
würde jedoch in verschiedenen Stufen Anteile an der GmbH (z.B.
bei verschiedenen Milestones) an die Mitwirkenden abtreten.
Ebenso würde ich bei den ersten Umsätzen (nach Kostendeckung)
anfangen, Gehälter zu bezahlen.

Hierzu nun meine Fragen:
Kann ich das in dieser Form machen, ohne Gefahr zu laufen,
gegen rechtliche Vorschriften zu verstoßen?

Man könnte den Gesellschaftervertrag so aufbauen, wie du es beschrieben hast. Die Leute würden dann als 1 EUR/Monat- Menschen arbeiten. Interessant wird die Frage bzgl. Berufsgenossenschaft.
Ich würde das Gehalt aber dauerhaft bei 1 EUR/Monat belassen und sowohl eine Umsatzbeteiligung (vielleicht 0,001 % je Mitarbeiter) und Gewinnbeteiligung (10 % je MA) festlegen. Dies beugt der Kostenfalle vor.
Weiterhin ist die Vorgehensweise bei vorzeitigen Ausstieg und nachträglichen Einstierg von MA zu klären.

Viel Glück für die Umsetzung dieses interessanten Modells.

Ciao maxet.

Du hast mich ofensichtlich falsch gedeutet.

Ich fürchte, Du hast Recht … bitte entschuldige.

Wenn du die von mir gestellten Fragen dir selbst beantwortest
führt dich das in deinen lanungen weiter.

Ich bin sicherlich für jeden Denkanstoss dankbar, ich habe Dich wirklich falsch/anders verstanden.

Es sollte keine Kritik sein, sondern nur deine Sichtweise auf
dein Vorhaben ergänzen/verändern/erweitern.

Habe ich jetzt verstanden. Danke.

Wenn du alle angesprochenen Variationen ausschließt, ist das
auch ok.
Wenn dich die eine oder andere auf neue Ideen bringt, wärs
besser.

Ausschließen würde ich nie etwas, das habe ich im Leben gelernt. Es gibt für den einen oderen anderen Punkt sicherlich positive, aber auch negative Aspekte.

gruss

Entschuldige bitte nochmals, sollte ich etwas zu pampig reagiert haben. Selbstverständlich bedanke ich mich für die Mühe, die Du Dir mit Deinem Beitrag gemacht hast.


Warum stellst du nicht langzeitarbeitslose, ältere
Programmierer ein, bei denen du bis zu 2 Jahre ca. 40-50% der
Lohnkosten ersetzt bekommst?

Den Hinweis solltest Du ernstnehmen: wir haben mit einer neugegründeten Gmbh das praktiziert und es war ziemlich einfach. Frag’ mal bei der für Deinen Ort zuständigen Arbeitsagentur nach. Dein Geldeinsatz läßt sich begrenzen, indem Du nur geringe Löhne zahlst, die dann auch noch subventioniert werden. Sicherheiten werden nicht verlangt.
Viel Erfolg!
Cu
scope

Ich find es gerade nicht, aber da steht Geldstrafe oder Knast drauf :smile:
und glaube min. 2 Jahre!

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