ich bin grade dabei mich über die Besicherung von Existenzgründerdarlehen zu informieren.
Habe bereits Bücher zu dem Thema gelesen jedoch trotz guter Amazon Bewertungen finde ich keine genauere Erklärung auf meine speziellen Fragen zum „Thema Sicherheiten aus Bankensicht“.
Ich habe aus meiner Sicht ein recht schlüssiges Konzept. Ich habe viel Erfahrung in diesem Bereich und sehr sehr gute Kontakte zu wichtigen/führenden Personen meiner Branche.
Ich möchte eine Nische besetzen.
Für meine Idee benötige ich jedoch Kapital welches ich nicht besichern kann. Ich habe keinerlei Immobilien, keine Sparbriefe oder sonstige Wertsachen.
Ich verfüge über ein ,im Verhältnis zum benötigten Kapital, beträchtliches Barvermögen welches ich jedoch voll investieren will in meine Gründung.
Dazu benötige ich weitere ca. 150.000€.
Wenn ich meine normale Arbeitstätigkeit aufnehme, und in meiner Branche werden Leute gesucht, kann ich schlechtestens 5000 im Monat verdienen, normal waren bisher jedoch 8000-15000€, brutto versteht sich.
Ich möchte nun erfahren wie die Bank in der Regel eine Besicherung sieht. Klar dass die Banker alles mit 200% besichert haben wollen. Aber ich denke mir dass dies bei vielen Neugründungen nicht machbar ist.
Vielleicht hat jemand einen Buchtipp für mich. Oder Webseiten
Ich möchte nun erfahren wie die Bank in der Regel eine
Besicherung sieht.
„In der Regel“ gibt es ohne Sicherheiten kein Darlehen, aber Kreditentscheidungen sind Einzelfallentscheidungen.
Vielleicht hat jemand einen Buchtipp für mich. Oder Webseiten
Glaubst Du tatsächlich, es gäbe ein Buch oder eine Webseite, wo Du nachlesen kannst, wie Deine Bank Deine Erfolgsaussichten bewertet ?
Die klassischen Banksicherheiten kennst Du, Du hast sie aufgezählt, aber Du hast sie nicht. Du investierst beträchtliches eigenes Vermögen, für die Bank ist das ein gutes Zeichen. Allerdings sind 150 k€ auch kein Pappenstiel, da muß die Bank schon sehr großes Vertrauen in Dich haen, wenn sie Dir das ohne Sicherheiten gibt. Hast Du schon einmal an die öffentlichen Förderprogramme gedacht ? Vielleicht ist das etwas für Dich drin. Eine Existenzgründerberatung (z.B. IHK) ist sicherlich sinnvoll.
ich meinte öffentliche Förderprogramme (Blackout)
Hallo Nordlicht, Hallo alle anderen,
Ich ging von öffentlichen Mitteln aus. Ich würde für meinen Kapitalbedarf nur öffentliche Mittel (und darunter verstehe ich zB KFW Dienste etc) in Anspruch nehmen wollen.
Offenbar habe ich einen Blackout.
Das man Sicherheiten für einen Kredit benötigt ist verständlich. Meine Frage bezog sich mehr darauf hin dass jemand (niemand den ich kenne) diese Sicherheiten aufhrund meines Konzeptes übernimmt.
Eine Bürgschaftsbank zum Beispiel.
Mir ist selbstverständlich bewusst dass ich für den Kredit haften muss. Allerdings würde ich im Falle einer sichtbaren Unwirtschaftlichkeit ohne jedes zögern das Unternehmen schließen.
Sodaß der Schaden entsprechend minimiert ist.
Meine Frage zielt auf die Möglichkeiten Haftungsfreistellungen gegenüber der Bank, Bankbürgschaften und dergleichen zu bekommen. Und wie in einem Beispiel so etwas aussehen kann.
Der Ermessensspielraum einer Bank respektive der Banken und Sparkassen kann groß sein. Allerdings dachte ich man kann dies in Büchern nachvollziehen und sich die Chancen ausrechnen.
Wer unterstützt Existenzgründer durch Bürgschaften oder dergleichen bei der Beschaffung von Existenzgründerkapital. Und wie sieht die Unterstützung aus, vorallem unter dem Gesichtspunkt einer Gründung ohne eigene Sicherheiten sondern nur Eigenkapital und weiterem vorhandenem Kapitalbedarf in dieser Größenordnung
Und wie sieht die Unterstützung aus, vorallem unter dem
Gesichtspunkt einer Gründung ohne eigene Sicherheiten sondern
nur Eigenkapital
Du hast dich ganz schön auf die Sicherheiten fixiert. Was soll das? Viele Existenzgründer haben eben genau keine Sicherheiten. Wie denn auch?
Und du hast deinem Vernehmen nach großes Eigenkapital zur Verfügung. Das ist etwas, was die meisten der hier Fragenden sich wünschen würden.
Da schwirren immer so die 15% EK rum. Wenn du deutlich mehr als die hast, dann sollten deine Probleme doch halbwegs gering sein, so denn dein Konzept und der Business Plan überzeugend ist.
Mal neugierig nachgefragt (wenn es kein „Geheimnisverrat“ ist:wink:): Was möchtest du denn anbieten?
ich bin grade dabei mich über die Besicherung von
Existenzgründerdarlehen zu informieren.
Habe bereits Bücher zu dem Thema gelesen jedoch trotz guter
Amazon Bewertungen finde ich keine genauere Erklärung auf
meine speziellen Fragen zum „Thema Sicherheiten aus
Bankensicht“.
Hi Daniel,
geh mal auf : www.bmwi.de und auf bmwa.bund.de
Bei mbwi bestellst Du die Broschüre : Starthilfe (Mittelstandspolitik, Existenzgründungen, Dienstleistungen)
Bei bmwa.bund.de bekommst Du ebenfalls eine Broschüre, Titel : Wirtschaftliche Förderung (Hilfen für Investitionen und Arbeitsüplätze).
Bei entsprechendem Eigenkapital bekommst Du auch Dein Darlehen. Voraussetzung ist ein Business-Plan!! Ohne den bekommst Du nichts.
Gruß
wir alle rätseln ja nun über Deine zukünftige Branche
Die KfW-Bank übernimmt bis zu 80% (meiner Erinnerung nach) des Risikos als Ausfallbürgschaft für die Hausbank, wenn die Hausbank das Konzept absegnet. Suchst Du unter KfW-Mittelstandsbank, einfach mal 4-5 Stunden Zeit nehmen und alle Programme dort durchstöbern!
Wenn ich in der Branche wäre, wo es brutto 8-15 k€ gibt, würde ich es so machen:
Arbeit aufnehmen, Geld verdienen und noch mehr für den eigenen Traum zurücklegen. Erfahrungen sammeln, Erfahrungen sammeln, Erfahrungen sammeln. Gucken, ob der Arbeitgeber ein Guter/Verständiger/Fairer ist und mit diesem dann die Idee gemeinsam durchziehen. Wer es sich leisten kann, monatlich 15 k€ für einen Arbeitnehmer zu investieren, dürfte selber auch genügend Geld erwirtschaften, dass genügend zum Investieren übrig bleibt. Dann hast Du nicht nur einen Business-Angel an Board, sondern auch gleich noch jemanden, der das Risiko minimiert.
Ich hab gerade mal meinen B-N-Rechner angeschmissen - bei brutto 10k bleiben netto ~ 5,1 über - wenn Dein Lebensstil nicht mehr als 2k im Monat frisst, hast Du in zwei Jahren weitere 70 k zusammen …
ich müsste meinen Lebenstil extrem einschränken, was ich bei einer Selbstständigkeit auch müsste.
Ich sehe im Moment eine Marktlücke die ich aufgrund meiner Hobbytätigkeit bereits sofort schließen könnte. Und ich sehe wie andere den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.
Ich möchte aus diesem Grund sofort starten.
Mein Gehalt erwähnte ich weil ich denke dass ich durch diese ja nachweisbaren Zahlen der Bank mehr Sicherheit geben kann.
Das KFW fördert doch nur einen Teil der Summe, ich glaube 40%. Also sind 80% der 40% des gesamt Kapitals nur abgesichert.
Ich sehe im Moment eine Marktlücke die ich aufgrund meiner
Hobbytätigkeit bereits sofort schließen könnte. Und ich sehe
wie andere den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.
Ich möchte aus diesem Grund sofort starten.
Oder Du siehst den Fallstrick bei der Geschichte nicht, aber alle anderen
Mein Gehalt erwähnte ich weil ich denke dass ich durch diese
ja nachweisbaren Zahlen der Bank mehr Sicherheit geben kann.
Das KFW fördert doch nur einen Teil der Summe, ich glaube 40%.
Also sind 80% der 40% des gesamt Kapitals nur abgesichert.
Es gibt keinen allgemeingültigen Buchtipp!
Hallo …
es gibt hierzu keinen allgemeingültigen gescheiten Buchtipp, in dem das 1x1 des Bankverhaltens geschildert wird. Banken sind wirtschaftlich orientierte Unternehmen, die ihre Geschäftspolitik den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
Das kann bei kunjunkturell bedingten Ausschlüssen ganzer Branchen beginnen und bei einem launischen Kreditsachbearbeiter enden, der ein Engagement vor den Ferien ablehnt, weil er keine Lust mehr zur Bearbeitung hat, dazwischen gibt es eine Vielzahl an Ablehnungsgründen.
Um tatsächlich rauszubekommen, wie Banken ticken, muss man den Kontakt über Jahre pflegen, regelmäßig mit den zuständigen Leuten sprechen und selbst dann erfährt man nicht alles, insofern ist Ihr Ansinnen nicht erfüllbar.
Was die Sicherheiten angeht, so sollten Sie sich mit der für Sie zuständigen Bürgschaftsbank in Verbindung setzen, um eine entsprechende Ausfallbürgschaft zu beantragen, mit der Sie dann ein Bankdarlehen absichern können.
Dies ist vom schriftlichen Aufwand her relativ umfangreich, aber meist machbar. Je nach Höhe der Bürgschaft, hierzu müßte man die Höhe des noch nicht genannten Eigenkapitals wissen, kann man bei den meisten BB’s eine sogenannte „Bürgschaft ohne Bank“ bis 100.000€ beantragen, mit der man sich dann eine Hausbank sucht, darüber hinaus läuft das Antragsverfahren über die Hausbank.
Der Vorteil gegenüber einem KfW-Darlehen liegt in der höheren Absicherung, der Nachteil in den etwas höheren Zinsen, aber… die Hausbankl verdient daran mehr als bei einem KfW-Darlehen und von daher ist es leichter die Hausbank zu überzeugen.