Existenzzurückgründung (analog zurückbauen) LANG!

Hallo, Kundige.

Ich betreibe seit 1992 ein nebenberufliches Gewerbe (Schulung, Beratung, Hard- und Software). Angefangen hat das damit, dass mein AG mich als Feierabend- Dozent gebrauchen konnte und ich mir überlegte, wie ich die notwendigen Anschaffungen steuerlich eintüten könnte. Im Hinterkopf hatte ich durchaus den Gedanken, den Absprung in die Selbständigkeit später zu wagen. Es ließ sich auch nicht ganz schlecht an : ich war mit Aufträgen zwar nicht zugeschmissen, aber doch ganz hübsch beschäftigt. Nach und nächer kamen auch Kunden außerhalb der ursprünglichen Sphäre auf mich zu wg. Hardware- Anschaffung, Software- Beratung und -entwicklung … der Umsatz überschritt aber nie die Grenze, bei der ich gesagt hätte : „spring ins kalte Wasser und schwimm“.

Inzwischen ist mir eigentlich die Geschäftsgrundlage weggebrochen (diverse Kunden sind pleite - und zwar NICHT wegen meiner Forderungen!; mein Arbeitgeber beschäftigt keine internen Referenten mehr; die Margen im Hardwarebereich sind weg bzw. mit den Massenverkäufern kann ich absolut nicht mithalten). Außerdem bin ich mit meinem „Hauptberuf“ gut aus- und tw. überlastet.

Kurz und gut, ich möchte dieses Buch zuschlagen. Allerdings habe ich noch einiges, das andere vielleicht weiterverwenden können, wie Grafiken, Logos, Schulungsskripts, selbstentwickelte Programmodule u.a.

Frage 1 : Welchen Weg empfehlt ihr mir für die abschließende Vermarktung o.g. Werte?
Frage 2 : Wann ist der Zeitpunkt am günstigsten, das Gewerbe abzumelden? Bevor der Umsatz gegen Null geht? Oder besser noch ein, zwei Jahre Verlust schreiben?

Im Voraus besten Dank für alle Anregungen und Ratschläge.

Gruß kw

Frage 1 : Welchen Weg empfehlt ihr mir für die abschließende
Vermarktung o.g. Werte?

bei einem berufsbildungswerk bspw sind deine wissen stets willkommen.
ruf mal an oder sende mir ne mail, dann koennen wir weiter
diskutieren. du kennst mich ja persoenlich von KS,
also, ich zieh dir nicht das fell mit dem telefon ueber die ohren. die 0800-er nummer hast du ja wohl noch, oder ?
evtl kann ich mnich auch selber dafuer erwaermen.
mal sehen.
wir ziehen allerdings nach rheinland pfalz.
und deine kundschaft duerfte wohl eher in deiner region sein.

ne andere idee ist, dort mal etwas intensiver aufzutauchen;
denn NUR WER SEIN GESICHT ZEIGT, der macht das geschaeft.

man laesst bestehende kunden NIEMALS so einfach sausen.
besonders in der heutigen ‚engen‘ zeit nicht!!!
selbst dein haupt-job… ist der 120% sicher ?

Frage 2 : Wann ist der Zeitpunkt am günstigsten, das Gewerbe
abzumelden? Bevor der Umsatz gegen Null geht? Oder besser noch
ein, zwei Jahre Verlust schreiben?

mit dem verlust ist das so eine sache…
hast du so viel uebrig, dass du dir das leisten kannst
und moechtest- wohl kaum einer von uns…:smile:

du, oki, das ist vollkommen egal.
du kannst das auch ‚stehen‘ lassen,
allerdings solltest du dann bescheid sagen,
dass deine umsaetze (mwst, gewst, …) null sein werden.
dann sparst du die steuern und die ihk.
der admin aufwand ist beim abmelden und stehen lassen
wohl der selbe.
beim abmelden kannst du spaeter dann nix mehr an telefon,
reisen usw absetzen. also wenns mal wieder auflebt,
dann hastes einfacher.

gruss - digi aus ffm, am we in leipzig, mo zu hause
und auf dem weg von BS nach FFM…