Mit einer guten Bekannten bin ich kürzlich darüber ins Gespräch gekommen, ob der Begriff „leistbar“ existiert. Ich war (und bin) mir eigentlich relativ sicher, dass der Gebrauch des Wortes zumindest in der Schriftsprache durchaus üblich ist, z.B. im Sinne von: „Die Nennung jedes einzelnen Mitarbeiters ist an dieser Stelle nicht leistbar.“
Google zeigt mir 103.000 Ergebnisse zu dem Begriff an. Irren hier die jeweiligen Autoren, meine Bekannte oder ich?
(Im Übrigen wäre analog „durchführbar“ mit 608.000 Treffern zu nennen - das dürften schon wieder mehr kennen.)
Ja, den Begriff gibt es und er ist auch grammatisch durchaus korrekt, weil „leisten“ ein transitives Verb ist. Und nur mit solchen ist das Suffix „-bar“ eigentlich korrekt verbindbar, also zu verbinden.
Deswegen ist ja auch das „unverzichtbar“ Sprachpest und der Anfang vom Untergang des Abendlandes.
Gruß - Rolf
Deswegen ist ja auch das „unverzichtbar“ Sprachpest und der
Anfang vom Untergang des Abendlandes.
Du meinst, weil es kein Wort „unverzichten“ gibt? Muss es aber auch gar nicht:
Aus „verzichten“ und „-bar“ wird „verzichtbar“.
Aus „Verzichtbar“ und „un-“ wird „unverzichbar“
http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Der…
Wo ist das Problem?
Gruß,
Max
Hallo,
Nein, des Rolfs Problem ist, denke ich, dass „verzichten“ kein transitives Verb ist, sondern ein Präpositionalobjekt verlangt. Demnach sollte es nicht mit „-bar“ derivierbar sein.
Das sagt die Theorie. Offenbar deckt sie nicht alle Möglichkeiten der Wortbildung ab… und Fehler hin oder her — heute ist „unverzichtbar“ ein korrektes deutsches Wort.
Gruß,
2 „Gefällt mir“
Danke, André, für die Interpretation!
Aber das ist wirklich nicht mein Problem! Ich finde diesen Ausdruck - korrekt hin oder her - einfach nur scheußlich.
Gruß - Rolf
Hallo Andre!
Nein, des Rolfs Problem ist, denke ich, dass „verzichten“ kein
transitives Verb ist, sondern ein Präpositionalobjekt
verlangt. Demnach sollte es nicht mit „-bar“ derivierbar sein.
Achso, darum geht es. Naja … da finde ich Konstruktionen wir unkaputtbar deutlich lästiger. 
Gruß,
Max
Wo bleibt der Humor / die Lässigkeit
Mir dessen bewusst, keinen konstrukiven Beitrag zu leisten, muss ich dennoch dem Wort „leistbar“ eine voll atzende Schwerfälligkeit bescheinigen, dem Wort „unkaputtbar“ eine leichtwiegige und hoffentlich flüchtige Scherzhaftigkeit und dem Wort „unverzichtbar“ eine wichtige, geradezu unverzichtbare Notwendigkeit.
In diesem Sinne, Zoelomat
Vielen Dank für die kompetente Antwort! Ich persönlich halte „unverzichtbar“ für einen selbst dem Sprachästheten durchaus zumutbar(!)en Begriff. 
„unkaputtbar“ hingegen - DAS ist scheußlich.
Das sagt die Theorie. Offenbar deckt sie nicht alle
Möglichkeiten der Wortbildung ab…
Hallo André,
den unabsteigbaren Fussballverein wohl auch nicht.
Gruss Reinhard