ich bin 20 Jahre alt und bin gelernter Fachinformatiker. Bin jetzt auch seit einem Jahr im Angestellten Verhältnis.
Ich spiel eigentlich schon seit meiner Ausbildung mit dem Gedanke mich selbständig zu machen. Doch dies soll sehr gut und sogfältig durchdacht sein.
Ich möchte Dienstleistung im kompletten IT Bereich anbieten (Netzwerksystem/Sicherheit/Support/Hardware/Software/usw.).
Jetzt warum ich mich dann an Euch wende. Was für Gedanke sollte ich mir machen. Welche Punkte sollten/müssen geplant werden. Welche Rechtsform soll das Unternehmen haben? Wie realisiere ich das. Wie gelang ich an Kapital?
Und wichtig wie kann ich meinen ersten wichtigen Kunden Aquirieren, wenn ich noch mein Arbeitsvertrag erfülle?
Kann mir jemand helfen bzw. Tipps geben wie ich das anpacken sollte.
Oder Links mit Infos geben?
Dank für die Hilfe.
Gruß
Andy
P.S.: Bitte keine Kommentare zur jetzigen Situtation am Neuen Markt bzw. in der Branche. Ich kenne Sie ;-]
Klar, ich hab hier auch Software, Hardware und solches Gramusel. Aber mich interessiert z. B. die Software einen Scheißdreck. Mich interessiert, was ich damit machen kann. Denn das, was ich mit der Software machen kann, ist eigentlich das gewünschte Ergebnis. Wenn mir also jemand Software verkaufen will, muß der Anbieter wissen, was ich brauche. Der Anbieter braucht also Kenntnisse meines Fachgebiets. Das gilt für alle Produkte und für alle Anwender. Das Netzwerk in der Maschinensteuerung erfüllt andere Anforderungen als das Netzwerk für Cash-Automaten einer Bank. Den Anwender einer Kontokarte am Geldautomaten kann man ohne weiteres ein paar Millisekunden warten lassen, während der laufenden Bearbeitung mit Bewegung mehrerer Achsen in einer Werkzeugmaschine hätte man binnen Millisekunden teuren Schrott produziert. Wer auf seinem PC die neuesten Videospiele laufen lassen möchte, braucht irrwitzige Verarbeitungsgeschwindigkeitender Hardware. Wer nur gelegentlich Lieferscheine schreiben will und seine Buchhaltung erledigt, hat viel niedrigere Anforderungen an die Geschwindigkeit, braucht aber für die Buchhaltung ein zuverlässiges Datensicherungssystem. Was ich wortreich zum Ausdruck bringen möchte: Dein berufsspezifisches Wissen ist nur ein Teil Deines Handwerkszeugs. Darüber hinaus brauchst Du Anwenderwissen. Nun kannst Du nicht gleichermaßen fit sein in Schweißrobotersteuerung, Banksoftware und hundert anderen Gebieten. Du brauchst vielmehr die Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe. Von den Aufgaben Deiner Zielgruppe mußt Du natürlich etwas verstehen.
Wenn Du Deine Zielgruppe kennst, ist es auch kein Problem mehr, an Kunden zu kommen: Du sprichst sie einfach an und bietest Deine Dienstleistung/Dein Produkt an. Das funktioniert, weil Du ihre Sprache sprichst, weil Du weißt, wie die Aufgaben und Probleme aussehen.
Von der Zielgruppe sind die zu erledigenden Aufgaben abhängig und damit auch Deine erforderliche Ausstattung sowie die fälligen Investitionen. Daraus wiederum und aus der Dauer der Auftragsbearbeitung ergibt sich Dein Kapitalbedarf.
Langer Rede, kurzer Sinn: Du ziehst Dein Geschäft von der Vertriebsseite auf, statt Dich selbständig zu machen und darauf zu warten, daß von irgendwoher zufällig irgendwelche Aufträge kommen. Der gezielte Blick auf DEIN Marktsegment ist dabei der Anfang.
Rechtsform: Personengesellschaft reicht immer für den Anfang.
Realisierung: Gewerbe anmelden
Kapital: sparen, denn ohne EK geht nix. du brauchst ungefähr soviel Geld, daß du deinen Lebensunterhalt für 6 - 12 Monate bestreitzen kannst, ohne das Firmenkapital anzugreifen. Existenzgründungsdarlehen wird es nicht geben, denn die Gründerbanken investieren nicht in Verdrängungsmärkte.
Und wichtig wie kann ich meinen ersten wichtigen Kunden
Aquirieren, wenn ich noch mein Arbeitsvertrag erfülle?
du willst also nicht nur erste, sondern gleich wichtige Kunden? Merke, man fängt klein an und nicht groß. Wenn dir das zu risikoreich oder umständlich ist, dann lass es. Mach ein paar Lehrgänge über Kundengewinnung/Akquisition bei der IHK oder der VHS.
Kann mir jemand helfen bzw. Tipps geben wie ich das anpacken
sollte.
Oder Links mit Infos geben?
Danke das du geantwortest hast.
Aber auf das Thema der Zielgruppe bin ich extra nicht näher eingegange. Da dies ein eigenes Thema für sich ist und ich hier nicht, dies auf 5 Seite beschreiben wollte. „(Netzwerksystem/Sicherheit/Support/Hardware/Software/usw.).“ War aus dem Handgelenk geschrieben. Mir ging es auch nicht um die definition der Zielgruppe. Das ist mir lang klar und die kenne ich auch.
Mir ging es eher um den ersten schritt zur Selbständigkeit. Wie !!könnte!! man sowas anpacken. Sag ich einfach meinem chef, tja ich kündige jetzt, da ich mich selbständig mach. Habe aber noch nicht einmal ein angemeldetes Gewerbe, geschweige denn einen Kunden.
So in diese Richtung ist mein Anliegen :-]
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Was für eine Personengesellschaft schlagen sie den vor?
Was soll ich vorschlagen? Ohne Infos ist jeder Vorschlag unnütz für dich! Es kommt auf die Kapitalausstattung, die persönlichen Verhältnisse, die Umnsatzerwartungen, die Ziele, die finanzierung etc. an.
Es gibt nur ein Gesellschafter oder meinten sie ein EU?
Nun Gesellschafter kann es geben soviel oder sowenig es sein sollen, das hat mit der Rechtsform der Firma nichts zu tun.
wie wäre es denn mit einem Existenzgründungsseminar bei der IHK?
chef, tja ich kündige jetzt, da ich mich selbständig mach.
Habe aber noch nicht einmal ein angemeldetes Gewerbe,
geschweige denn einen Kunden.
nur ganz kurz zu diesem satz meinen kommentar:
wenn es sich einrichten lässt, versuche es doch einfach zweigleisig: halbtags weiter als angestellter und nebenbei die firma aufbauen.
da du scheinbar nicht gleich eine riesenfirma aus dem boden stampfen möchtest und hunderttausende von euros umsatz erwirtschaftest, genügt wohl fürs erste eine einzelfirma. also einfach zur gemeinde gehen, gewerbe anmelden und loslegen.
wenn du auf die förderung vom arbeitsamt spekulierst, weiss ich jetzt ned, wie viele stunden du da weiter angestellt arbeiten darfst. müsstest dich informieren, wenn du diesen weg wählen möchtest.
mach dir einfach mal nen businessplan und lass dich bei der ihk beraten. kostet nix und wenn du dann ernst machst, hast du den stempel der ihk schon auf dem plan und kriegst die förderung vom arbeitsamt schneller.