Es stimmt zwar, dass du zuerst einmal Wärme zuführen musst, aber wenn die Reaktion erst einmal angelaufen ist, dann läuft sie unter weiterer Energie- (Wärme-)abgabe weiter. Das kannst du dir so ähnlich vorstellen wie beim Verbrennen von Kohle oder Holz. Von alleine entzündet sich das Holz nicht. Erst nachdem du mit einer Zündquelle (Feuerzeug) nachgeholfen hast verbrennt der ganze Haufen und gibt - wer will es bestreiten - Wärme ab = exotherme Reaktion.
Die Zufuhr von Wärme, die eine Reaktion in Gang setzt, sagt noch nichts über einen exothermen oder endothermen Verlauf aus. Dazu benötigt man die Bildungsenthalipen aller beteiligten Stoffe. Daraus kann man die Reaktionsenthalpie berechnen. Ist der Wert negativ handelt es sich um eine exotherme Reaktion.
Was du anfangs an Energie „hinzugibst“ dient nur zur Überwindung der Aktivierungsenergie einer Reaktion. Mit dieser Thematik beschäftigt sich die Thermodynamik und die Reaktionskinetik - für den Fall das du dich da weiter einarbeiten möchtest…
Hat dir das geholfen? Ansonsten melde dich nochmal.
Gruß und schönes Wochenende
Sven
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Wenn man die Reaktion in einem Kalorimeter durchführt, stellt man wahrscheinlich fest, daß man weniger Energie hineinsteckt (“erhitzt man ein Kupferblech … “ = endotherm) als man herausbekommt („ … so glüht das Blech rot auf …“ = exotherm). Summa summarum läuft die Reaktion dann exotherm.