Expedia - sicherer Anbieter?

Hallo, habe im Internet bei Expedia ein Angebot für unseren geplanten USA Urlaub gefunden, der knapp 1000 Euro billiger ist als unser Reisebüro. Hat jemand da schon mal gebucht oder was darüber erfahren. Ist das ein zuverlässiger Anbieter? Welche Gesellschaft steht denn dahinter?

Gruß Dine

Hi Dine,

grundsätzlich ist Expedia seriös und o.k. Bitte beachte allerdings, dass viele Preise nur deswegen so günstig sind weil keine Beratungsleistung geboten wird. Benötigst Du diese nicht ist es o.k., hast Du diese bei Deinem Reisebüro bereits ausgiebig in Anspruch genommen solltest Du Dir Gedanken machen.

Wenn Du Lust hast kannst Du ja mal eine Preisgegenüberstellung Reisebüro/Expedia machen. Würde mich und manch andere sicherlich interessieren.

Bye
Rolf

1000 € für 15 Minuten Schnellabfertigung?
Hi Dine,

geht es um einen Linienflug? Da würde ich mich völlig blind drauf verlassen, habe es aber speziell bei Expedia noch nie probiert, sondern nur bei Airline Direct, die aber inzwischen in der Qualität stark nachgelassen haben. Das hat allerdings weitaus einwandfreier funktioniert als in manchem Reisebüro, besonders als in Reisebüros ohne IATA-Zulassung, wo man dann noch mehrmals hinlatschen muß. Tipp: Probier’s auch mal auf Opodo, manchmal hat der eine noch ein günstiges Angebot mehr als der andere.

Hi Rolf,

also - grundsätzlich stimme ich Dir zu, daß es zt auch an der fehlenden Beratung liegt, daß Expedia so günstig ist. (Soweit ich weiß, wäre telefonische Beratung allerdings durchaus möglich, und man kann schließlich alles in Ruhe nachlesen, ohne daß hinter einem 10 Kunden und vor einem 1 genervter Mitarbeiter warten.)

Derartige Preisunterschiede müssen aber auch noch ganz andere Gründe haben, zumal ja bei Linienflügen sowieso kaum Spielraum drin ist für die Reisebüros, bis auf die (meist heimlich eingerechneten) 10 Euro Servicegebühr und ein paar Cent von den Airlines.

Man muß sich schon fragen, wie die es schaffen, mit Steuern und Gebühren oft unter dem im Reisebüro genannten Preis zzgl. Steuern liegen können. Ich denke, es liegt auch oft daran, daß eine Maschine einfach mehr abwegige Möglichkeiten findet als ein Mensch, der einiges übersieht (zb. habe ich mich vorher bei Expedia+Opodo informiert und habe dann einen BMI-Flug (op by LH) nach London gefunden, 13 Euro günstiger als der identische LH-Flug, der mir im Reisebüro genannt wurde. Als ich die Mitarbeiterin darauf hinwies, kam sie auf den gleichen Preis).

Oder das Reisebüro verkauft lieber einen Nettotarif, um mehr Provision zu kriegen oder weil Amadeus die ungeschulte Mitarbeiterin überfordert, auch wenn ein IATA-Tarif vielleicht günstiger ist.

Und ganz sicher haben sie einfach besser ausgehandelte Tarife, besonders, wenn es kurz vor Abflug ist und die Reisebüros nur noch Business verkaufen können, während expedia, l’tur und co. Last-Minute-Preise machen können.

Wenn die traditionellen Reisebüros sich ständig darauf verlassen, daß die Leute „wegen der Beratung“ schon kommen werden, müssen sie entweder

  1. den Bach runtergehen,
  2. auch wirklich gute Beratung bieten oder
  3. zweigleisig fahren: Billigflüge effizient rausfinden (auch damit kann man Geld machen, wenn man es richtig angeht), aber auch 4-Wochen-Mauritiusurlaube mit Fullservice buchen.

Das jetzige Konzept, daß jeder seine ineffizienten kleinen Brötchen bäckt und - wie in manchen Reisebüroketten „von oben“ vorgeschrieben - jeden Kunden in 25 Minuten abfertigt, dabei noch superschlechte Qualität liefert (ist ja klar, in 25 Minuten kann ich ja kaum eine richtige Bedarfsanalyse machen), muß ja dazu führen, daß die Kunden von einem zum nächsten gehen und letztlich doch im Internet buchen, weil’s billiger ist. Was habe ich denn heutzutage davon, im Reisebüro zu buchen??? (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn Du mir diese Frage beantworten kannst, bekehrst Du mich vielleicht.

Sorry, ist schon spät, hoffentlich war es jetzt nicht allzu konfus!

ciao,
erik

Das gibt jetzt nen Roman :wink:
Hi Erik,

also - grundsätzlich stimme ich Dir zu, daß es zt auch an der
fehlenden Beratung liegt, daß Expedia so günstig ist. (Soweit
ich weiß, wäre telefonische Beratung allerdings durchaus
möglich, und man kann schließlich alles in Ruhe nachlesen,
ohne daß hinter einem 10 Kunden und vor einem 1 genervter
Mitarbeiter warten.)

Jau, aber die Hotline von Expedia solltest Du mal anrufen *grusel*. Im Selbstversuch hab ich relativ schnell aufgegeben. Die wussten wirklich nix, garnix, nada, niente :smile:

Derartige Preisunterschiede müssen aber auch noch ganz andere
Gründe haben, zumal ja bei Linienflügen sowieso kaum Spielraum
drin ist für die Reisebüros, bis auf die (meist heimlich
eingerechneten) 10 Euro Servicegebühr und ein paar Cent von
den Airlines.

Yepp, drum hab ich auch gefragt um welche Reisekomponenten es sich dreht. Der Preisunterschied kann verschiedene Gründe haben. Wenn 5 Personen reisen hätten wir € 200,-- Preisunterschied pro Person. Das kann neben dem Flug auch eine Reiseversicherung (die sind mittlerweile sehr teuer) oder eine Flex-Rate beim Camper sein die sich seit der Anfrage im Reisebüro geändert hat.

Ausserdem, und das ist zur Zeit der Casus Knacktus, werden die Flugpreise von den jeweiligen Anbietern gnadenlos subventioniert. Das geht eine Weile gut und dann sind wir wieder pari.

Man muß sich schon fragen, wie die es schaffen, mit Steuern
und Gebühren oft unter dem im Reisebüro genannten Preis zzgl.
Steuern liegen können. Ich denke, es liegt auch oft daran, daß
eine Maschine einfach mehr abwegige Möglichkeiten findet als
ein Mensch, der einiges übersieht (zb. habe ich mich vorher
bei Expedia+Opodo informiert und habe dann einen BMI-Flug (op
by LH) nach London gefunden, 13 Euro günstiger als der
identische LH-Flug, der mir im Reisebüro genannt wurde. Als
ich die Mitarbeiterin darauf hinwies, kam sie auf den gleichen
Preis).

Hmhm, umgekehrt wird ein Schuh draus. Wir machen es z.B. so: Wir lassen die Internetsuchmaschinen für uns suchen (speziell bei neuralgischen Terminen) und sehen uns die Ergebnisse an. Meist haben wir dann aber bei der „Handsuche“ was besseres. Besser im Sinne von: Besseres Preis- Leistungsverhältnis. Aber: Wer frei von Sünde ist…auch bei uns passiert mal was.

Oder das Reisebüro verkauft lieber einen Nettotarif, um mehr
Provision zu kriegen oder weil Amadeus die ungeschulte
Mitarbeiterin überfordert, auch wenn ein IATA-Tarif vielleicht
günstiger ist.

Dann ist es ein schlechtes Reisebüro. Reisebüro wechseln!

Und ganz sicher haben sie einfach besser ausgehandelte Tarife,
besonders, wenn es kurz vor Abflug ist und die Reisebüros nur
noch Business verkaufen können, während expedia, l’tur und co.
Last-Minute-Preise machen können.

Da sprichst Du von Non-IATA. Ein IATA-RB kann jederzeit, auch einen Tag vor Abflug noch Tickets ausstellen wenn viele Onlineanbieter bereits dicht machen weil die Versendung zu unsicher wäre. Die Tarife können eigentlich nicht besser sein. Ein Graumarkthändler wie AER oder DERTOUR macht ein vielfaches an Umsatz bei z.B. Delta wie Opodo oder Expedia.

Wenn die traditionellen Reisebüros sich ständig darauf
verlassen, daß die Leute „wegen der Beratung“ schon kommen
werden, müssen sie entweder

  1. den Bach runtergehen,
  2. auch wirklich gute Beratung bieten oder
  3. zweigleisig fahren: Billigflüge effizient rausfinden (auch
    damit kann man Geld machen, wenn man es richtig angeht), aber
    auch 4-Wochen-Mauritiusurlaube mit Fullservice buchen.

Richtig! Dann will ich als Reisebüro aber auch eine faire Chance und meine Beratungsleistung, die ich gerne erbringe, bezahlt haben indem der Kunde dann auch bei mir bucht. Weisst Du, es kann schon deprimierend sein wenn der Kunde nach einem intensiven Beratungsgespräch nicht mehr wieder kommt und man erfährt dass er wegen einer Preisdifferenz von € 50,-- online gebucht hat. Kunststück mit den Infos die er vorher erhalten hat.

Ausserdem werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Die Anfrage nach einem Nonstop-Flug nach Los Angeles wird pflichtbewusst beantwortet und hinterher der LH/UA-Preis mit einer Horrorkombination aus KLM/NW über Amsterdam/Denver verglichen. Dass da Preisunterschiede bestehen ist eigentlich logisch.

Das jetzige Konzept, daß jeder seine ineffizienten kleinen
Brötchen bäckt und - wie in manchen Reisebüroketten „von oben“
vorgeschrieben - jeden Kunden in 25 Minuten abfertigt, dabei
noch superschlechte Qualität liefert (ist ja klar, in 25
Minuten kann ich ja kaum eine richtige Bedarfsanalyse machen),
muß ja dazu führen, daß die Kunden von einem zum nächsten
gehen und letztlich doch im Internet buchen, weil’s billiger
ist.

Da gebe ich Dir völlig recht. Die grossen Ketten rudern auch alle wieder zurück. Diese Zahlen gab es m.E. aber auch nie in der Form. Sie geisten durch die Gegend seit uns die LH vorrechnen wollte dass man ein Ticket in 20 Minuten verkaufen kann und wir deshalb nur noch 5 % Provision kriegen da diese ausreichend für den Vertrieb seien. Das war für viele der Anfang vom Ende.

Was habe ich denn heutzutage davon, im Reisebüro zu
buchen??? (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn Du mir diese
Frage beantworten kannst, bekehrst Du mich vielleicht.

Wenn Du einen Nurflug für eine Strecke brauchst die Du schon 100 Mal geflogen bist, brauchst Du kein Reisebüro. Wenn Du mit dem Tickets dastehst weil es Dein Hund zerkaut hat und nichts mehr leserlich ist, wenn Dein Ticket bei einem Autounfall verbrannt ist, wenn Du 10 km vor dem Flughafen im Stau stehst und Deine Maschine fliegt in 20 Minuten. DANN brauchst Du vielleicht ein Reisebüro. Wegen eines Lost-Tickets 2 Stunden am Ticketschalter der Airline zu stehen kostet Dich nämlich unterm Strich wesentlich mehr als die € 10,-- Preisdifferenz.

Die Alternative: Buche im Internet und bei Problemen gehst Du ins Reisebüro. Rege Dich dann aber nicht auf wenn die Bearbeitung einen saftigen Betrag ausmacht („wieso soll ich für mein Vietnam-Visum € 10,-- zahlen?“ „Weil Sie den Flug nicht bei uns gebucht haben.“)

Bei Pauschalreisen ist es oft noch griffiger. Im Reisebüro schaut sich der Kunde den Katalog an. Er lässt sich beraten und stellt gewisse Ansprüche. Dafür erhält er eine Beratungsleistung und ein Angebot und zieht von Dannen. Im Internet bucht er dann ein Hotel/Ferienhaus etc. mit EINEM Foto bei einer Privatperson die er rechtlich u.U. nicht belangen kann und freut sich tierisch darüber dem Reisebüro ein schnippchen geschlagen zu haben. Das kann wunderbar funktionieren. Wenn das Haus dann aber überbucht ist oder überhaupt nicht vorhanden. Dann frag ich mich ob sich die Aktion gelohnt hat. Natürlich kann das bei Reisebürobuchungen auch passieren aber dann hab ich wenigstens Rechtssicherheit und einen Ansprechpartner.

Bei all diesen Fällen gehe ich natürlich nicht von der Klitsche um die Ecke aus sondern von einem gescheiten Laden. Da selektiert mir der Kunde zu wenig. Wer heute in ein türkisches Reisebüro geht und nach einer Asienreise fragt braucht sich hinterher nicht zu beschweren wenn die Beratung nicht gut war :wink:

Sorry, ist schon spät, hoffentlich war es jetzt nicht allzu
konfus!

Ich lieeebe diese Diskussionen.
Rolf

Der sich jetzt an eine klasse Reise macht: Round the World in LH-Firstclass mit Stationen in Delhi, Kathmandu, Bangkok, Hongkong, Los Angeles New York. Von dort mit der QE2 nach Southhampton und Dückflug nach D. In USA dann noch ne kleine Rundreise gefällig? No Problem. Da will ich Expedias Callcenter mal sehen wenn sogar das Super-Duper-Amexco-Vielfliegercenter versagt hat *ggg*

2 „Gefällt mir“

Ich hab’s ja gewußt…
…lieber Rolf, daß Du da natürlich sofort zurückschießen mußt. Kampfeslustigerweise habe ich es natürlich trotzdem geschrieben! Und aus dem gleichen Grund antworte ich auch wieder!

Klar, Du hast schon recht, es ist hochfrustrierend, wenn die Leute nach der Beratung einfach weggehen („Ich muß nochmal mit meinem Mann reden, ich komme dann morgen wieder“) oder - nachdem sie bei l’tur gebucht haben - vom Reisebüro einen Katalog haben wollen, wo sie mal schauen können, wo sie eigentlich gebucht haben.

Meine Kernaussage, daß sehr viele Reisebüros - auch größere, nicht nur Klitschen um die Ecke - jedoch einfach inkompetent sind (bin während meines Praktikums zb. nach drei Wochen „Berufserfahrung“ während der Mittagspause der Azubine allein gewesen, der Inhaber (der einzige, der halbwegs Ahnung hatte) war fast nie da), aber trotzdem glauben, ein Anrecht auf „Beratungsgebühren“ zu haben, bleibt jedoch bestehen. Du wirst mir sicher zustimmen. Und: Für einen unerfahrenen Kunden ist oft nicht gleich ersichtlich, ob er gut beraten wird. Er glaubt einfach, was der Mitarbeiter aus seinem kryptischen Computerprogramm abliest und wird nie feststellen können, ob es ein besseres (nicht nur günstigeres) Angebot gegeben hätte. (Verhaltensunsicherheit!)

Und auch in sonst ganz guten Reisebüros ist man oft überrascht, daß die Beratung so schlecht ist. Es wird einfach zu wenig Zeit für Sonderwünsche genommen. (Bsp. 10 Tage statt 7 Tage).

Ich glaube, es geht hauptsächlich darum, dem Kunden all das, was Du erwähnst (Sicherheit, Zuverlässigkeit etc.) zu signalisieren und ihm klarzumachen, wofür er die Extraeuros bezahlt. Dann bucht er vielleicht sogar. Wenn ein Reisebüro ihn nicht davon überzeugen kann, scheint entweder der Bedarf für den Zusatznutzen nicht da zu sein (dann muß man den Mut haben, in den Kunden („ich wollt mal fragen, was es über Pfingsten an Last-Minute für Mallorca gibt, vier Sterne, Strandnähe, bis zu 300 € pro Woche“) bewußt wenig Mühe zu stecken) oder es hat versagt, weil der angebliche Zusatznutzen eben nicht da ist und nur als Lippenbekenntnis existiert.

Und hat man ihn einmal, hat man die Chance, ihn immer wieder zu kriegen. Es gibt sicher genug Leute, denen diese Sachen wichtig sind, um viele Reisebüros bestehen zu lassen.

Und warum sollte es Euch besser gehen als anderen internetbedrohten Branchen (Buchhandel etc.) Es gibt inzwischen einfach zu viele Substitutionsmöglichkeiten. Und die Tante-Emma-Läden haben es mit ihrer „Beratung“ wegen eben auch nicht geschafft.

Ausserdem, und das ist zur Zeit der Casus Knacktus, werden die
Flugpreise von den jeweiligen Anbietern gnadenlos
subventioniert. Das geht eine Weile gut und dann sind wir
wieder pari.

Das mag natürlich sein. Hast Du dafür Belege? Kann es nicht einfach auch daran liegen, daß die Airlines selbst mit beteiligt sind und sich die Provision und Abrechnerei sparen oder einfach horizontale Preisdifferenzierung zugrunde liegt (Reisebürokunden = preisunempfindlicher?)

Meist haben wir dann aber bei der „Handsuche“ was besseres.
Besser im Sinne von: Besseres Preis- Leistungsverhältnis.
Aber: Wer frei von Sünde ist…auch bei uns passiert mal
was.

Das glaube ich Dir einfach nicht. Umgekehrt wirst Du die Möglichkeit mit dem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis auch bei Expedia und Opodo finden, Du mußt dann eben Deine Suchkriterien einschränken (bestimmte Airlines, Abflugzeiten, max. Transfers)

Da sprichst Du von Non-IATA. Ein IATA-RB kann jederzeit, auch
einen Tag vor Abflug noch Tickets ausstellen wenn viele
Onlineanbieter bereits dicht machen weil die Versendung zu
unsicher wäre. Die Tarife können eigentlich nicht besser sein.

Bei l’tur bekomme ich einen Flug für morgen unter dem regulären Preis, während ich im Reisebüro ein paar Tausend € zahlen muß, wenn ich es gewagt habe, die Vorausbuchungsfrist zu unterschreiten!! Die Tickets hole ich einfach am l’tur-Schalter ab.

Ausserdem werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Die
Anfrage nach einem Nonstop-Flug nach Los Angeles wird
pflichtbewusst beantwortet und hinterher der LH/UA-Preis mit
einer Horrorkombination aus KLM/NW über Amsterdam/Denver
verglichen. Dass da Preisunterschiede bestehen ist eigentlich
logisch.

Entschuldigung, wenn ich bei Expedia buche, dann will ich sparen. Und wenn ich wirklich sparen will, sind mir doch die paar Stunden Aufenthalt in Denver wurscht, wenn ich 100€ sparen kann! (Im Gegenteil, ist mir sogar lieber, weil ich gern fliege). Das ist aber genau das Problem: Der Mitarbeiter nimmt einfach mal pauschal an, daß der Kunde das nicht will, zb. mit Aeroflot fliegen. Dabei würde doch ein kurzer Hinweis reichen: „Mit Umsteigen würden Sie sich erheblich Geld sparen“.

Außerdem ging es bei den meisten bisherigen Vergleichen hier im Forum um den jeweils identischen Flug.

Da gebe ich Dir völlig recht. Die grossen Ketten rudern auch
alle wieder zurück. Diese Zahlen gab es m.E. aber auch nie in
der Form.

Da, wo ich mein anderes Praktikum gemacht habe, wird das immer noch so verkauft. Und zwar in genau dieser Form.

Wegen eines Lost-Tickets 2 Stunden
am Ticketschalter der Airline zu stehen kostet Dich nämlich
unterm Strich wesentlich mehr als die € 10,-- Preisdifferenz.

Ein Visum, das der Mitarbeiter vergessen hat zu besorgen oder ein Flug, den der Mitarbeiter versehentlich auf der Queue vergessen hat, kann Dich aber genauso viel Geld und Ärger kosten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß so etwas im Internet passiert. Und über die Reisebestimmungen kann ich mich über einen Link wunderbar informieren.

Bei Pauschalreisen ist es oft noch griffiger. Im Reisebüro
schaut sich der Kunde den Katalog an. Er lässt sich beraten
und stellt gewisse Ansprüche. Dafür erhält er eine
Beratungsleistung und ein Angebot und zieht von Dannen. Im
Internet bucht er dann ein Hotel/Ferienhaus etc. mit EINEM
Foto bei einer Privatperson die er rechtlich u.U. nicht
belangen kann und freut sich tierisch darüber dem Reisebüro
ein schnippchen geschlagen zu haben.

Jetzt vergleichst DU Äpfel mit Birnen. Wer bucht denn bitte bei Privatpersonen? (Das MUSS ja billiger sein, weil man den Reiseveranstalter ausschließt, so wie es in Deutschland ja auch viel billiger ist, sein Hotel selbst zu organisieren, wenn man keinen Expedientenrabatt kriegt.) Es ging hier um Expedia & Co. Es gibt bei l’tur zb. zahlreiche Fotos, viele Hotels kann man sich ja auch auf der eigenen Homepage ansehen. Da gibt es keinen Unterschied. Klar - ein Katalog ist angenehmer anzuschauen, s.o.

Und von RECHTSSICHERHEIT zu sprechen, wenn ein fehlender Pool gerade mal ein paar Prozent Reiseminderung erwirtschaftet - obwohl der Urlaub vielleicht verdorben ist, weil man sich gerade auf den Pool gefreut hat - und das Risiko, den Prozeß zu verlieren, riesig ist, ist ja wohl der beste Witz.

Der sich jetzt an eine klasse Reise macht: Round the World in
LH-Firstclass mit Stationen in Delhi, Kathmandu, Bangkok,
Hongkong, Los Angeles New York. Von dort mit der QE2 nach
Southhampton und Dückflug nach D. In USA dann noch ne kleine
Rundreise gefällig? No Problem. Da will ich Expedias
Callcenter mal sehen wenn sogar das
Super-Duper-Amexco-Vielfliegercenter versagt hat *ggg*

Daran verdient ein Reisebüro aber auch kräftig :smile:, ganz abgesehen von der Investition in die Kundenbeziehung bei einem anscheinend vermögenden Kunden :smile:)) Neben der Provision (bei First kommt da wohl auch bei IATA was zusammen, oder?) noch Ticketgebühr und vielleicht noch Individualarrangementgebühr von 75€?? Oder was verlangst Du?

*grins* naja, ich bin sicher auch manchmal sehr kritisch. Aber Du ja auch…

ciao,
erik

Hi Erik, Hi Rolf,

wie gesagt, ich hab ja jahrelang selbst im Reisebüro gearbeitet, auch beim Reiseveranstalter und bin jetzt ganz normal im Büro.

Aber: Definitiv: Ich kanns, was da verlangt wird.
Aber: Ich weiß auch, wie ich was im Internet finde und wieweit ich den Angeboten trauen kann.

Ganz ehrlich: Wenn die Reisebüros so schlecht wären - warum buche ich immer die Flüge letztendlich doch dort - nachdem ich recherchiert habe? Weil ich weiß, was es gibt, was frei ist und was vergleichbar ist. Und dann kann das Reisebüro gut mithalten - ich hab bisher immer was zumindest preisgleiches bekommen. MEIN Reisebüro ist froh, wenn jemand informiert kommt - das spart denen eine Menge Arbeit! Die müssen mir nämlich nicht erklären, daß das Supertolle Sonderangebot leider nur für 2 Plätze zur verfügung steht und schon seit Monaten ausgebucht ist - das hab ich schon selbst mitgekriegt.

Mietwagen kosten im Internet selten wirklich weniger als im Reisebüro, gerade in USA kann man sogar ziemlich auf die Nase fallen, wenn man vor Ort bucht - denn Versicherungen sind da nie inklusive!

Hotels habe ich schon online gebucht - wenn es mir als zuverlässig und sicher erschien. Das kann sich lohnen - beispielsweise in Las Vegas oder wenn man B & B haben will - aber oft sind gerade Stadthotels in den Katalogen der Reiseveranstalter deutlich günstiger! Da muß man halt auch vergleichen.

Wenn ich eine Dititalkamera kaufen will, informiere ich mich doch auch selbst und verlange nicht vom Fotohändler, zu wissen, wo sie am billigsten ist. Warum soll eigentlich immer das Reisebüro wissen, was am billigsten für meinen jeweiligen Fall ist. ICH muß mich informieren!

Grüße

Wendy

Roman - ist schon ne Serie!
Hi Wendy!

*seufz*

da hast Du mich glatt überholt, während ich an meinem Artikel geschrieben habe!

Ganz ehrlich: Wenn die Reisebüros so schlecht wären - warum
buche ich immer die Flüge letztendlich doch dort - nachdem ich
recherchiert habe? Weil ich weiß, was es gibt, was frei ist
und was vergleichbar ist. Und dann kann das Reisebüro gut
mithalten - ich hab bisher immer was zumindest preisgleiches
bekommen.

Hast Du dann - tschuldige - vielleicht nicht intensiv genug recherchiert? Es kommt oft genug vor, daß identische Sitzplätze unglaublich viel billiger sind, gerade kurz vor Abflug (nach Ende der Vorausbuchungsfrist). Oft muß man dann aber auf verschiedenen Seiten schauen.

Mietwagen kosten im Internet selten wirklich weniger als im
Reisebüro, gerade in USA kann man sogar ziemlich auf die Nase
fallen, wenn man vor Ort bucht - denn Versicherungen sind da
nie inklusive!

Für die USA mag das zutreffen, ist ja auch weithin bekannt, für Südeuropa ganz, ganz sicher nicht.

Hotels habe ich schon online gebucht - wenn es mir als
zuverlässig und sicher erschien. Das kann sich lohnen -
beispielsweise in Las Vegas oder wenn man B & B haben will -
aber oft sind gerade Stadthotels in den Katalogen der
Reiseveranstalter deutlich günstiger! Da muß man halt auch
vergleichen.

Das Problem bei Stadthotels ist, daß die Auswahl einfach zu gering ist. Ibis etc. wird z.B. gar nicht erst angeboten, sondern nur irgendwelche 3-Sterne-Hotels mitten im Zentrum zu völlig überteuerten Preisen, die auch bei direkter Buchung viel zu teuer wären. Bei meiner letzten Rheinreise war die Auswahl in den Reisekatalogen wirklich grottenschlecht, und für meine Londonreise in 2 Wochen zahle ich im ETAP etwa ein Drittel des günstigsten Kataloghotels, das dann wahrscheinlich verranzt ist.

Wenn ich eine Dititalkamera kaufen will, informiere ich mich
doch auch selbst und verlange nicht vom Fotohändler, zu
wissen, wo sie am billigsten ist. Warum soll eigentlich immer
das Reisebüro wissen, was am billigsten für meinen jeweiligen
Fall ist. ICH muß mich informieren!

Der Fotohändler - wenn Du schon zu ihm gehst - wird aber hoffentlich in der Lage sein, die günstigste Kamera für Dich zu finden. Wenn ich mich schon im Internet informiert habe, kann ich dort auch gleich einkaufen. Wozu brauche ich dann noch das Reisebüro?

Naja, ich habe halt extreme Ansichten. Die ewige Lobhudelei auf die achsotollen Reisebüros, die immer nur ausgenutzt werden (von bösen Leuten, die es wagen, SPAREN oder aber fehlende Leistungen nicht bezahlen zu wollen), kann ich einfach nicht mehr hören!

ciao,
erik

Hochinteressant
Hi Erich,

eigentlich brauchenw wir garnicht zu diskutieren. So wie ich Dich über Deine Beiträge bisher kennengelernt habe gehen wir sowieso ziemlich konform.

Der einzige Unterschied ist, dass Du der Meinung bist das Internet sei das bessere Medium um Reisen zu buchen und ich bin der Meinung (logischerweise *g*) dass das Reisebüro besser sei.

Lass uns doch mal, vielleicht auch für die FAQ, eine Faktensammlung beginnen. Alle Mitleser sind herzlich eingeladen Ihre Beiträge zu Leisten.

Tatsachen sind:

pro Internet:

  • Flugpreise sind im Internet zum Teil massiv günstiger als im Reisebüro.
  • Das Internet hat immer geöffnet
  • Im Internet ist die Auswahl größer

pro Reisebüro:

  • „intuitive“ Beratung. Wünsche werden eruiert und erkannt
  • Erfahrung der Mitarbeiter, Ortskenntnis, Rechtskenntnis
  • Ansprechpartner vor Ort
  • Know How allgemein

contra Internet:

  • keine „Beratung“ im eigentlichen Sinne. Der Kunde muss wissen was er will
  • Zeitaufwendig für den Laien da er sich die Infos zuerst zusammensuchen muss.
  • noch nicht alle Leistungen sind buchbar

contra Reisebüro:

  • manchmal höhere Preise
  • persönliche Animositäten. Wenn der Kunde nicht mit dem Verkäufer kann ist das Geschäft von vornherein geplatzt.
  • inkompetenz

Ich lass das hier mal so stehen und stelle darüber hinaus noch folgende Thesen in den Raum:

Markensteuerung

…wird oft nur Reisebüros vorgeworfen, passiert aber online genauso massiv. Nur wer bei einer bestimmten Airline oder einem Reiseveranstalter Umsätze kummuliert bekommt erhöhte Provisionen. Somit wird in vielen RB´s und Internetreisebüros gesteuert ohne auf die Bedürfnisse des Reisenden Rücksicht zu nehmen.

Preise

Der Vertrieb über Reisebüros ist zwar teuer (Katalogpoduktion und Buchungsprovisionen), aber auch ungeheuer effektiv. Ungleich schwerer ist der Onlinevertrieb da die Kunden schwerer erreicht werden können. Die Werbung für ein Reiseportal ist wahnsinnig teuer. Ausserdem haben sich die Onlineunternehmen kräftig verschätzt. Das sog. Fullfillment (Produktion von Tickets, eintüten, Reiseplan drucken, verschicken) macht den Löwenanteil an einem Ticket aus - und das muss bei beiden Vertriebsschienen gemacht werden.

Die Spanne bei einem Flugticket beträgt im Reisebüro zwischen € 10,-- und € 50,–, jeh nach Reisepreis. Die prozentuale Erlösberechnung ist dabei in der Auflösung begriffen. Es werden Fixbeträge je nach Aufwand berechnet. Vergleicht man diese Beträge mit der Zeit die ein Onlinebucher vor dem Computer verbringt so sind sie meist gerechtfertigt.

Recht

Vor einigen Tagen habe ich mit Proffessor Führich von der FH Kempten gesprochen. Er ist Reiserechtsexperte (http://www.reiserecht-web.de/) und macht auf ein ganz neues Problem aufmerksam: Reisebüros sind bei Buchung z.B. dazu verpflichtet, auf Reiserücktritts- und Krankenversicherungen hinzuweisen. Sie müssen über die Pass- und Einreisebestimmungen informieren und sind regresspflichtig wenn sie das nicht tun.
Bei Onlinebuchungen ist das zur Zeit noch nicht so. Auch ein pauschaler Hinweis, sich beim Arzt, Passamt und der Botschaft zu erkundigen wird in der Zukunft nicht mehr ausreichend sein.
Der Aufwand, hinter die einschlägigen Buchungsmaschinen aktuelle Informationen zu hinterlegen wird beträchtlich sein. Mal gucken wie das geregelt wird.
Ansonsten sind Infos aus dem Netz nunmal oft nicht verifizierbar. Regressansprüche gegen einen amerikanischen Hotelbuchungsmaschinenbetreiber durchzusetzen wird wesentlich schwieriger als gegen einen deutschen Reiseveranstalter.

Im Übrigen wundert mich nur warum Du so ein Sendungsbewusstsein hast. Du kennst Dich sehr gut aus und kannst sicherlich ein Schnäppchen übers Internet machen. Ein bisschen erinnerst Du mich allerdings an meinen www-Freund Sebastian Niehaus der einem WIN-User immer sein geliebtes LINUX andrehen will. Wer umfassende Beratung wünscht, sich nicht stundenlang im Netz herumtreiben will, den persönlichen Kontakt sucht und auf persönliche Empfehlungen nicht verzichten will der wird ins Reisebüro seines Vertrauens gehen, wer das nicht braucht der wird in Zukunft das Web bemühen. So what?

Bye
Rolf

Habe unseren USA-Flug kürzlich…
bei Expedia gebucht…

Hallo Dine;

ich hatte nach 3 Tagen meine Tickets und da wir mit zwei Kleinkindern reisen, wollte ich bezüglich Sitzplatzreservierung sicher sein. Also Hotline Expedia! Das war absolut problemlos. Um sicher zu sein, ob die Plätze von dem „Expedia-Call-Center“ richtig eingebucht wurden, habe ich drei Tage später bei der Airline selbst angerufen; es war alles ok!
Achja, gespart habe ich auch noch. Nicht nur den Gang zum Reisebüro, sondern auch noch ca. 550€. Die Kohle wurde von meinem Kreditkartenkonto abgebucht, kein Problem.
Bei den Mietwagen bekam ich beim ADAC günstigere Preise, Hotels sind bei Expedia teilweise auch sehr günstig, aber da wir unseren Routenverlauf immer erst vor Ort und kurzfristig planen, suchen wir uns die Unterkünfte erst vor Ort. Aber da bekommt man auch sehr gute Preise; man muß nur nicht immer gleich im erst besten Hotel/Motel absteigen. Und Motel6 ist immer ok

Gruß J.

PS: Wenn du bei Expedia 1000€ günstiger bist, hast du aber einen sehr miesen Preis im Reisebüro bekommen. Also bei Explorer sind die Unterschiede nicht so krass, eben die 550€. Oder fahrt ihr mit 8 Personen?
Wann und wohin fährst du?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Rolph

Hi Erich,

grrrrrrr… Erikkkkkk :wink:

Der einzige Unterschied ist, dass Du der Meinung bist das
Internet sei das bessere Medium um Reisen zu buchen und ich
bin der Meinung (logischerweise *g*) dass das Reisebüro besser
sei.

*grins* schon möglich… allerdings finde ich, daß ein konzeptionell verändertes Reisebüro (ich würde ja zu gern mal bei Dir buchen!) durchaus eine interessante Alternative sein kann… ich war selbst immer ganz beeindruckt von der unglaublichen Ortskenntnis der Mitarbeiter.

pro Internet:

  • Flugpreise sind im Internet zum Teil massiv günstiger als im
    Reisebüro.
  • Das Internet hat immer geöffnet
  • Im Internet ist die Auswahl größer

Finde ich genauso, vielleicht noch, daß man sich ein bis zwei Wege spart (Beratung, Buchung, Abholung, was vergessen).

pro Reisebüro:

  • „intuitive“ Beratung. Wünsche werden eruiert und erkannt
  • Erfahrung der Mitarbeiter, Ortskenntnis, Rechtskenntnis
  • Ansprechpartner vor Ort
  • Know How allgemein

Vielleicht noch „angenehme Atmosphäre“ - viele Leute, die gerade einmal jährlich in den Urlaub fahren und dafür mehr als ein Monatsgehalt ausgeben, brauchen einfach das „Heute ein König“-Gefühl und wollen nicht einfach eine Nummer sein, sondern so richtig bedient werden. (Daher finde ich, daß kurz angebundene, unfreundliche Mitarbeiter das Schlimmste für ein Reisebüro sind). Und: Auf Papier sieht ein Hotel schon ganz anders, viel appetitlicher aus als aur einer Website.

contra Internet:

  • keine „Beratung“ im eigentlichen Sinne. Der Kunde muss
    wissen was er will
  • Zeitaufwendig für den Laien da er sich die Infos zuerst
    zusammensuchen muss.
  • noch nicht alle Leistungen sind buchbar

Ja, das stimmt - gerade bei Jugend- und Studententarifen ist man oft verloren!

contra Reisebüro:

  • manchmal höhere Preise
  • persönliche Animositäten. Wenn der Kunde nicht mit dem
    Verkäufer kann ist das Geschäft von vornherein geplatzt.
  • inkompetenz

… und man weiß eben nicht immer, ob man auch wirklich das optimale Angebot hat oder ob ein oder zwei Punkte unterschlagen worden sind, weil Verkaufsdruck besteht oder weil der Kunde falsch eingeschätzt wurde.

Markensteuerung

…wird oft nur Reisebüros vorgeworfen, passiert aber online
genauso massiv. Nur wer bei einer bestimmten Airline oder
einem Reiseveranstalter Umsätze kummuliert bekommt erhöhte
Provisionen. Somit wird in vielen RB´s und Internetreisebüros
gesteuert ohne auf die Bedürfnisse des Reisenden Rücksicht zu
nehmen.

*grins* da, wo ich war, ist das ganz massiv betrieben worden. Neckermann und FTI wurden nur im größten Notfall (d.h. Kunde fragt spezifisch nach) verkauft. Aber - das passiert einem ja in vielen beratungsintensiven Branchen.

Preise

Der Vertrieb über Reisebüros ist zwar teuer (Katalogpoduktion
und Buchungsprovisionen), aber auch ungeheuer effektiv.
Ungleich schwerer ist der Onlinevertrieb da die Kunden
schwerer erreicht werden können. Die Werbung für ein
Reiseportal ist wahnsinnig teuer. Ausserdem haben sich die
Onlineunternehmen kräftig verschätzt. Das sog. Fullfillment
(Produktion von Tickets, eintüten, Reiseplan drucken,
verschicken) macht den Löwenanteil an einem Ticket aus - und
das muss bei beiden Vertriebsschienen gemacht werden.

Hm, das stimmt. Andererseits spart man sich auch die teilweise extrem hohe Miete und Randarbeiten wie Ladendekoration, Katalogbestellung und -sortierung, personelle Überkapazitäten (wegen der direkten Integration des Kunden, um keine Wartezeit entstehen zu lassen). Und: Können Dinge wie das Fulfillment nicht recht gut immer weiter automatisiert werden, wenn entsprechende Umsatzgrößen erreicht werden?

Die Spanne bei einem Flugticket beträgt im Reisebüro zwischen
€ 10,-- und € 50,–, jeh nach Reisepreis. Die prozentuale
Erlösberechnung ist dabei in der Auflösung begriffen. Es
werden Fixbeträge je nach Aufwand berechnet. Vergleicht man
diese Beträge mit der Zeit die ein Onlinebucher vor dem
Computer verbringt so sind sie meist gerechtfertigt.

Hihi, das stimmt - ich brauch immer ewig, macht mir aber auch Spaß! Aber im Reisebüro sitzen macht auch Spaß, außer man muß lange warten :wink: Als ich meinen Londonflug buchen wollte, dachte ich, hm, gehst Du ins Reisebüro, Arbeitsaufwand ist ja gering, da ich meinen Flug schon weiß, und ein paar € Umsatz sind besser als nix. Pustekuchen: Ausgerechnet bei meinem Ticket streikt der blöde Drucker und die brauchen zu zweit eine Stunde, um ihn wieder flott zu kriegen! (Fieserweise hat er aber ans System gemeldet, daß die Tickets schon gedruckt sind!)

Bei Onlinebuchungen ist das zur Zeit noch nicht so. Auch ein
pauschaler Hinweis, sich beim Arzt, Passamt und der Botschaft
zu erkundigen wird in der Zukunft nicht mehr ausreichend sein.
Der Aufwand, hinter die einschlägigen Buchungsmaschinen
aktuelle Informationen zu hinterlegen wird beträchtlich sein.
Mal gucken wie das geregelt wird.

Bei Expedia kann man schon auf die Reisebestimmungen klicken - ob die aktuell sind, weiß ich nicht.

Im Übrigen wundert mich nur warum Du so ein
Sendungsbewusstsein hast. Du kennst Dich sehr gut aus und
kannst sicherlich ein Schnäppchen übers Internet machen.

*grins* ich bin halt so extrem sparsam! Und es freut mich, wenn Bekannte und Freunde auch sparen können. Einfach um des Sparens willen. Die 13 gesparten Euro für den BMI-Flug freuen mich dann viel mehr als der Urlaub an sich! (Natürlich bei gleicher Leistung). Und außerdem macht mir einfach das Diskutieren in dieser Branche - meinem Traumberuf - und gerade zu diesem Thema Spaß. Schließlich will ich mich nächstes Jahr bewerben, da muß ich ja ne Meinng haben :smile: Wenn ich Dich nerv, hör ich sofort auf!

Na gut, Rolf, schon mal vielen Dank für Deine Antworten immer!

ciao,
erik

Hi Erik,

grins… nein, ist bin ja auch nicht mehr im Reisebüro und will zudem auch nicht mehr Geld ausgeben als unbedingt nötig.

Ich habe auch schon etliches online gebucht und die günstigen Etap-Hotels und sogar die Premiere Classse in Frankreich kenne ich und buche sie auch gern.

Ich arbeite unsere aufwendigen Rundreisen auch immer aus und plane sehr genau, was ich wo nehme, vor allem, nachdem online oft die Stornobedingungen sehr viel kundenfreundlicher sind, als es einem die Veranstalter bieten können - oft kann man ja bis 24 Stunden vor Anreise kostenlos ein Hotelzimmer stornieren - das geht über das Reisebüro eigentlich nie.

Bei Flügen zweifle ich auch nicht, daß gerade Last Minute viel und sehr günstig geht.

Dennoch denke ich, nach wie vor haben Reisebüros eine Berechtigung und sind auch nicht zwingend teurer. Aber sie müssen zum einen wirklich gut ausgebildete Leute haben (ich hab mich auch schon furchtbar geärgert - reine Katalog-Ausgeber brauchen sich nicht wundern, wenn die Kundschaft ausbleibt).

Standard-Sachen lassen sich immer besser online buchen - aber wenns vertrackt wird, ist ein Reisebüro Gold wert, vor allem, wenn man selbst nicht so fit ist und seine Rechte vor Ort durchsetzen kann.

Und wenn ich gesehen habe, wie Reisebüros schlecht gemacht werden und ihnen ein frühes Ende prophezeit wird, im Gegenzug aber einige Internet-Portalen so viel Geld in den A… geblasen bekommen haben, daß sie mehr Geld für Werbung ausgeben konnten, als sie UMSATZ im Jahr gemacht haben, dann frag ich mich schon. KEIN normaler Gewerbetreibender ist von Geldgebern so gepusht worden, wie die Internet-Shopping-Bubble… und jetzt ist das Heulen und Zähneklappern da groß.

Grüße

Wendy

1 „Gefällt mir“

Huhu Wendy :wink:

Und wenn ich gesehen habe, wie Reisebüros schlecht gemacht
werden und ihnen ein frühes Ende prophezeit wird, im Gegenzug
aber einige Internet-Portalen so viel Geld in den A…
geblasen bekommen haben, daß sie mehr Geld für Werbung
ausgeben konnten, als sie UMSATZ im Jahr gemacht haben, dann
frag ich mich schon. KEIN normaler Gewerbetreibender ist von
Geldgebern so gepusht worden, wie die
Internet-Shopping-Bubble… und jetzt ist das Heulen und
Zähneklappern da groß.

Willst Du mich heiraten?

*ggg*

Rolf

Mein erster Heiratsantrag… juchu :wink:

Wendy

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]