Experimentplanung

Hallo alle Zusammen.
Ich habe in der Schule eine Aufgabe bekommen ein Experiment zu planen und wuerde mich sehr ueber hilfe ratschlaege oder tips das experiment betreffend freuen!

Die AUfgabe:

Wenn ein gebaude von einem Blitz getroffen wird , kann das Result dramatisch sein: der Strom in den Ziegelsteinen des Gebauedes kann dazu fuehren, dass sich die Steine erhitzen und deshalb ausdehnen und die Hausstruktur kollabiert. Erstelle ein Experiment das den Effekt von Hitze auf den Widerstand enes Ziegelsteins modelliert. Es darf dabei bloss Schullaborinventar benutzt werden. Es werden keine genauen antworten sondern bloss Vorraussagen und ein Experiment zur Datengewinnung verlangt.
Es muessen Temperaturen zwischen 20 und 800 grad celsius verwendet werden.
Der widerstand muss entlang der langen Seite des Ziegelsteins (QP) gemessen werden. Der Ziegelstein, hat am unteren und oberen Ende einkerbungen!

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P | __________/ | Q
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Wichtig ist:

  • Wie man KAebel an den Stein anbringt und es ermoeglicht ihn zu erhitzen (Ofen???)
    -Wie man einen messbaren Strom durch den Ziegelstein bekommt(hat ein Ziegelstein einen spezifischen Widerstand)
    -wie man den Ziegelstein erhitzt
    -wie man die temperatu messen kann
  • sicherheitsmassnahmen
  • die exactheit und accurataet des ergebnisses ueberpruefen

hi rundell32,

ich finde die aufgabenstellung etwas ungenau:

Wenn ein gebaude von einem Blitz getroffen wird , kann das
Result dramatisch sein: der Strom in den Ziegelsteinen des
Gebauedes kann dazu fuehren, dass sich die Steine erhitzen und
deshalb ausdehnen und die Hausstruktur kollabiert. Erstelle
ein Experiment das den Effekt von Hitze auf den Widerstand
enes Ziegelsteins modelliert.

die letzte anweisung ist klar, aber was hat das mit steine-ausdehenen-häuser kollaps zu tun? (ich glaube nicht an den kollpas…zumindest bei halbwegs fähigem architekten…häuser sollten doch immer etwas schwingung / längenänderung ertragen können…) der strom von dem hier die rede ist, ist sicher nicht der, den du im versuch erzeuigen wirst…beim blitz würde ich nämlich von einem ofl.-strom ausgehen, dessen wirkung ist abh. v.d. ofl…

Es darf dabei bloss
Schullaborinventar benutzt werden. Es werden keine genauen
antworten sondern bloss Vorraussagen und ein Experiment zur
Datengewinnung verlangt.
Es muessen Temperaturen zwischen 20 und 800 grad celsius
verwendet werden.
Der widerstand muss entlang der langen Seite des Ziegelsteins
(QP) gemessen werden. Der Ziegelstein, hat am unteren und
oberen Ende einkerbungen!

also, dein bild - sicher mit viel mühe gemalt, sagt mir net viel…aber ich kanns mir vorstellen…

  • Wie man KAebel an den Stein anbringt und es ermoeglicht ihn
    zu erhitzen (Ofen???)

es gibt hitzebeständige legierungen (mit zb. iridium etc.), die würden das mitmachen, ich vermute, sowas habt ihr nicht…aber evtl. pt (platin)?

guck dir mal in materialtabellen die schmelzpunkte gängiger metalle / kabelmaterialien an; vielleicht findest du was, was 800 °C aushält UND bei euch im labor ist…abkürzung: habt ihr platin, dann nimm das (afaik)!

ich sehe das hauptsächliche problem i.d kontaktstelle kabel-stein…löten ist da sicher keine lösung…

spontan würde o.g. ich hitzebeständige legierungen vergessen, zwei hitezbeständige keramikrohre nehmen, ein metall, dass möglichst früh schmilzt, ‚wenig‘ giftig ist und einen niedrigen dampfdruck (sonst verdunstetst dir unter den fingern…:wink: (gallium zb. bei s.pkt. 30 ° oder so…)

dann die beiden keramikrohre mit dem metall innen an den stein, das ganze so i.d. ofen, dass du von aussen el. leitenden zugang hast…

-Wie man einen messbaren Strom durch den Ziegelstein
bekommt(hat ein Ziegelstein einen spezifischen Widerstand)

ok, du brauchst einen widerstandsteiler, such mal unter wheatstonesche brückenschaltung; dein problem ist, dass du sehr hohe spannungen brauchen wirst (bei niedrigen temps), um überhaupt einen strom messen zu können.

-wie man den Ziegelstein erhitzt

im ofen! :wink:
versuche dafür zu sorgen (umluft etc.), dass überall im ofen gleiche temps* herreschen, sonst bekommst du nämlich therm.-mechan. spannungen im material die dein ergebenis verfälschen…

du wirst dich wundern um wieviel grad die temp. handelsübliche laboröfen in ihrem inneren schwanken…

-wie man die temperatu messen kann

pt100 (so weit ich mich erinnere kannst du das bis 800 °C benutzen): das ist ein thermoelement, das die abhängigkeit des el. widerstand von Pt zur temp.bestimmung nutzt…auch ‚thermofühler‘ genannt…ich erinnere mich, dass es bei conrad sogar welche gibt, die du über funk ansteuern kannst; das würde ein weiteres problem teil-lösen vor dem jeder ex-physiker steht:
wer misst, misst verkehrt…:wink:
will sagen: durch deine messungen beeinflöusst du das ergebnis, ein tehromfühler nebst zuleitungen verändern die temp.

  • sicherheitsmassnahmen

also, ich habe während meiner diss mit 100 kV-generatoren gearbeitet, übelste keramiken gekocht…sicherheitsmassnahmen sind - genauso wie backups - für weicheier :wink:

  • die exactheit und accurataet des ergebnisses ueberpruefen

das wird man erst anhand des letztendlichen versuchsaufbaus analysieren können:

  • miss die temp-verteilung im ofen
  • schau dir die wärmekapazität des steines an und überleg dir, wie lange du ihn auf konst. temp halten musst, damit der ganze stein diese temp dann hat.
  • kontaktwiderstand stein- metall…
  • diese liste ist imnmer endlos!

guck mal bei der BAM (bundesamt für materialfoschung) vorbei, die machen sowas nämlich ‚ernsthaft‘…

wenn dein englisch ausreicht findest du fast alles, was dieses universum an bereits erforschten material-parametern hat bei: http://www.nist.gov/

hth,

stefan

Hallo,
das Grundprinzip eines physikalischen Versuches ist immer, die einzelnen Effekte zu trennen. Sonst weiß man hinterher nicht, was nun durch was bewirkt wurde. In Eurem Fall solltet ihr also trennen:

  • Stromleitung durch den Ziegelstein
  • Ausdehnung durch Erwärmung

Im ersten Teil solte sich ein Widerstand in Abhängigkeit der Feuchtigkeit des Ziegelsteines ergeben, wobei zwischen einer feuchten Oberfläche und einem komplett durchfeuchteten Stein zu trennen wäre. Die Kontaktierung solle großflächig sein, z.B. mittel einer Alufolie und einem feuchten Schwamm (-> Moosgummi, Mousepad) an den Stirnseiten des Steins.

Im zweiten Teil sollte die Erwärmung möglichst den kompletten Stein erfassen, also wäre der Brennofen im Kunstraum ein Gedanke wert. Jeweils aufheizen, eine Weile warten, bis die Wärme imm Stein verteilt ist, dann Stein entnehmen und sofort seine Länge feststellen. Die Wertepaare (Temperatur/Länge) sollten dann eine Ausdehnungekurve in Prozent der Länge ermöglichen.

Sicherheit: überlegt Euch halt, wo es gefährlich sein könnte (Temperatur, hohe Spannung) und was man zur Sicherheit der ‚Laboranten‘ für Maßnahmen vorsehen sollte.

Zusätzliche Informationen über Maximale Spannungen und Ströme eines Blitzes sowie seine Dauer (und damit Energieabgabemenge) bekommt man durch google.

Und am Schluß nachdenken, was die Ergebnisse zusammengenommen für eine Wand / ein Gebäude bedeuten.

Viel Spaß mit der Physik
Axel

hallo,

das Grundprinzip eines physikalischen Versuches ist immer, die
einzelnen Effekte zu trennen. Sonst weiß man hinterher nicht,
was nun durch was bewirkt wurde.

Da hast du recht, aber nach

  • Ausdehnung durch Erwärmung

fachidiotisch ‚dilatometrie‘ war / ist nach meinem verständnis nicht gefragt, lediglich nach dem widerstand. da es auch ‚widerstand‘ und nicht etwa ‚spez. widerstand‘ heisst ist diese ausdehnung für den versuch egal - oder?

Im ersten Teil solte sich ein Widerstand in Abhängigkeit der
Feuchtigkeit des Ziegelsteines ergeben, wobei zwischen einer
feuchten Oberfläche und einem komplett durchfeuchteten Stein
zu trennen wäre.

ich würde die feuchte in 1. näherung nicht berücksichtigen…wenn du mit sowas anfängst musst du dir zb. auch gedanken über die porosität / innere ofl. des steines, deren zugänglichkeit, deren bedeckungshöhe mit wasser, dem chemismus des wassers dort (gelöste ionen, beweglichkeit…), deren beitrag zum stromtransport etc. pp. machen. das kann man nicht verlangen!

Die Kontaktierung solle großflächig sein,
z.B. mittel einer Alufolie und einem feuchten Schwamm (->
Moosgummi, Mousepad) an den Stirnseiten des Steins.

alufolie ist extrem scheisse beim widerstandmessen weil du immer eine AlO-Schicht auf dem Al hast - du erzeugst dir damit dann eine weiteren kontaktwiderstand…ausserdem vermute ich mal, dass der widerstand von Al/AlO selbst einen beträchtlichen temp. abhängigen beitrag zum gesamtwiderstnd hat, den du (s. o. ‚die einzelnen Effekte zu trennen‘) nicht mehr herausrechnen kannst.

und irgendwie scheinen wir unterschiedl. vorstellungen vom versuch zu haben…bei mir verbrutzelt der schwamm gerade bei 200 °C, die Al-Folie wird bei 2 mins bei zb. 300 °C reines AlO werden…und seine stabilität verlieren etc. pp.

zur kontaktierung: ich rate vom anpressen ab; dazu müsste gewährleistet sein, dass der anpressdruck über das ganze temp.spektrum konstant bleibt…ausserdem ist da der kontaktwiderstnd gross, und keiner weiss, wie gross genau…

am besten finde ich aufdampfen einer metallschicht, mit einer entsprechenden maske wäre die kontaktfläche genau definiert.

Im zweiten Teil sollte die Erwärmung möglichst den kompletten
Stein erfassen, also wäre der Brennofen im Kunstraum ein
Gedanke wert. Jeweils aufheizen, eine Weile warten, bis die
Wärme imm Stein verteilt ist, dann Stein entnehmen und sofort
seine Länge feststellen. Die Wertepaare (Temperatur/Länge)
sollten dann eine Ausdehnungekurve in Prozent der Länge
ermöglichen.

auch davon würde ich abraten, dilatometers sind deswegen so teuer weil es verdammt schwierig ist bei den meisten materialien die tempausdehung zu messen: sie ist sehr klein…und herausnehmen kann gerade bei 800 °C therm. spannung bis zur bruchgrenze erzeugen…sprich, der stein bricht…abgesehen davon, dass ich einer solchen messung nicht vertraue, da wäre es schon ein erfolg, wenn sich eine ‚realistisch-ausehende‘ kurve ergeben würde.

damit wir über realistische grössenordnungen reden: es sind hier keine prozents der länge, allenfalls promille!

Viel Spaß mit der Physik

genau… & nicht abschrecken lassen!

stefan

Hallo,

fachidiotisch ‚dilatometrie‘ war / ist nach meinem verständnis
nicht gefragt, lediglich nach dem widerstand. da es auch
‚widerstand‘ und nicht etwa ‚spez. widerstand‘ heisst ist
diese ausdehnung für den versuch egal - oder?

Nein. Ausgangspunkt war die ‚Sprengung‘ eines Gebäudes durch einen Blitz. Wenn man wirklich was wissen will, sollte man auch über den Tellerrand schauen und rauszufinden versuchen, ob das überhaupt passieren kann. Und dann ist die Längen- und Breitenausdehnung schon interessant, oder?

ich würde die feuchte in 1. näherung nicht
berücksichtigen…wenn du mit sowas anfängst musst du dir zb.
auch gedanken über die porosität / innere ofl. des steines,
deren zugänglichkeit, deren bedeckungshöhe mit wasser, dem
chemismus des wassers dort (gelöste ionen, beweglichkeit…),
deren beitrag zum stromtransport etc. pp. machen. das kann man
nicht verlangen!

So? Wie, wenn nicht durch Feuchtigkeit, leitet denn ein Ziegelstein? Und wie willst Du Deine Widerstandsmessung am nächsten Tag nachmessen, wenn Du wichtige Randbedingungen einfach weglässt?

Die Kontaktierung solle großflächig sein,
z.B. mittel einer Alufolie und einem feuchten Schwamm (->
Moosgummi, Mousepad) an den Stirnseiten des Steins.

alufolie ist extrem scheisse beim widerstandmessen weil du
immer eine AlO-Schicht auf dem Al hast - du erzeugst dir damit
dann eine weiteren kontaktwiderstand…ausserdem vermute ich
mal, dass der widerstand von Al/AlO selbst einen
beträchtlichen temp. abhängigen beitrag zum gesamtwiderstnd
hat, den du (s. o. ‚die einzelnen Effekte zu trennen‘) nicht
mehr herausrechnen kannst.

Eine bessere Idee wäre hilfreicher als Vermutungen…

und irgendwie scheinen wir unterschiedl. vorstellungen vom
versuch zu haben…bei mir verbrutzelt der schwamm gerade bei
200 °C, die Al-Folie wird bei 2 mins bei zb. 300 °C reines AlO
werden…und seine stabilität verlieren etc. pp.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil - ich schrieb doch:
‚Das Grundprinzip eines physikalischen Versuches ist immer, die einzelnen Effekte zu trennen.‘ Welchen Sinn hat es Deiner Meinung nach, den Widerstand des Ziegelsteins in heißem Zustand zu messen?

zur kontaktierung: ich rate vom anpressen ab; dazu müsste
gewährleistet sein, dass der anpressdruck über das ganze
temp.spektrum konstant bleibt…ausserdem ist da der
kontaktwiderstnd gross, und keiner weiss, wie gross genau…

s.o.

am besten finde ich aufdampfen einer metallschicht, mit einer
entsprechenden maske wäre die kontaktfläche genau definiert.

Maske? Aufdampfen? Genau definiert?
Ich dachte, es ginge um ein Schulexperiment? Und schriebst Du nicht selber oben, ‚Du würdest nicht verlangen…‘ und ‚kann man vernachlässigen‘? Was denn nun?

Im zweiten Teil sollte die Erwärmung möglichst den kompletten

sollten dann eine Ausdehnungekurve in Prozent der Länge
ermöglichen.

auch davon würde ich abraten, dilatometers sind deswegen so
teuer weil es verdammt schwierig ist bei den meisten
materialien die tempausdehung zu messen: sie ist sehr
klein…

Ach - das ist zu schwierig, aber Metall audampfen…
Ich wiederhole mich.
Klar ist das eine kleine Ausdehnung. Aber warum sollte man sie nicht zu messen VERSUCHEN?

und herausnehmen kann gerade bei 800 °C therm.
spannung bis zur bruchgrenze erzeugen…sprich, der stein
bricht…

Das wäre dann doch auch ein Ergebnis, oder?

abgesehen davon, dass ich einer solchen messung nicht
vertraue, da wäre es schon ein erfolg, wenn sich eine
‚realistisch-ausehende‘ kurve ergeben würde.
damit wir über realistische grössenordnungen reden: es sind
hier keine prozents der länge, allenfalls promille!

Viel Spaß mit der Physik

genau… & nicht abschrecken lassen!

Tja, irgendwie habe ich den Eindruck, daß Du genau das versuchst.
Es geht hier doch darum, daß Schüler sich mit Physik befassen. Natürlich ist eine Messung manchmal schwierig, und manchmal mit den vorhandenen Messmitteln unmöglich. Aber auch das ist dann eine Erkenntnis! Lass doch die Schüler mal ein wenig mit dem Thema herumspielen! Es kommt doch gar nicht so sehr darauf an, daß sie hinterher genau vorhersagen können, daß ein Blitz mit einer Mindestenergie von… benötigt wird, ein Haus der Größe… zu sprengen. Die Erkenntnis darüber, was wissenschaftliches Vorgehen ist, ist doch mindestens so wichtig! Und genau das willst Du ihnen verbieten (Randbedingungen weglassen, das ist nicht gefragt, das kann man nicht messen,…).
Finde ich nicht in Ordnung.
Gruß
Axel

Hallo! (Hoffe alle hatten ein schoenens Ostern)
Herzlichen Dank speziell an Stefan und Axel fuer die vielen guten Ideen und Ratschlaege zum Experiment!
Natuerlich werde ich dieses Experiment nie wirklich durchfuehren koennen, aber ich werde fuer die Planung und Abwegung von Probblemen bewertet und ihr habt mich auf jede Menge aufmerksam gemacht. Ich werde jetzt nochmal gruendlich ueber alle probleme im Net nachforschen und dann warscheinlich ne endgueltige entscheidung treffen. Habe mir vorgenommen spaeter meine Experimentplanung dann hier zu posten und bin jetzt schon gespannt was ihr davon haltet!
gruss rundell32

Ps. In dem Experiment geht es eigentlich wirklich hauptsaechlich um die abhaenigkeit des widerstandes eines ziegels von der temperatur, was das mit der aufgabenstellung(blitz etc) zu tun hat weiss wohl bloss der aufgabensteller…

Was mich am meisten verwundert! Glaubt ihr, dass der Widerstand des Ziegels mit der temperatur abnimmt? Das ware doch seltsam!

pss. Der Tread ist schon so alt, dass ich einen neuen AUfmachen werde mit ein paar weiteren interssanten fragen zum Thema!

hi axel,

fachidiotisch ‚dilatometrie‘ war / ist nach meinem verständnis
nicht gefragt, lediglich nach dem widerstand. da es auch
‚widerstand‘ und nicht etwa ‚spez. widerstand‘ heisst ist
diese ausdehnung für den versuch egal - oder?

Nein. Ausgangspunkt war die ‚Sprengung‘ eines Gebäudes durch
einen Blitz. Wenn man wirklich was wissen will, sollte man
auch über den Tellerrand schauen und rauszufinden versuchen,
ob das überhaupt passieren kann. Und dann ist die Längen- und
Breitenausdehnung schon interessant, oder?

ja, aber es war nicht direkt gefragt (s.u. was ich im ausgangstext als aufgabe gelesen habe, bin aber kurzsichtig…:wink: und da die frage eh’ schon komplex ist…

ich würde die feuchte in 1. näherung nicht
berücksichtigen…wenn du mit sowas anfängst musst du dir zb.
auch gedanken über die porosität / innere ofl. des steines,
deren zugänglichkeit, deren bedeckungshöhe mit wasser, dem
chemismus des wassers dort (gelöste ionen, beweglichkeit…),
deren beitrag zum stromtransport etc. pp. machen. das kann man
nicht verlangen!

So? Wie, wenn nicht durch Feuchtigkeit, leitet denn ein
Ziegelstein?

bei 100 °C und normaldruck ?!?!

Und wie willst Du Deine Widerstandsmessung am
nächsten Tag nachmessen, wenn Du wichtige Randbedingungen
einfach weglässt?

eben da unterscheiden wir uns, für mich ist die feuchte bei R(T) für T > 100 °C irrelevant

Die Kontaktierung solle großflächig sein,
z.B. mittel einer Alufolie und einem feuchten Schwamm (->
Moosgummi, Mousepad) an den Stirnseiten des Steins.

alufolie ist extrem scheisse beim widerstandmessen weil du
immer eine AlO-Schicht auf dem Al hast - du erzeugst dir damit
dann eine weiteren kontaktwiderstand…ausserdem vermute ich
mal, dass der widerstand von Al/AlO selbst einen
beträchtlichen temp. abhängigen beitrag zum gesamtwiderstnd
hat, den du (s. o. ‚die einzelnen Effekte zu trennen‘) nicht
mehr herausrechnen kannst.

Eine bessere Idee wäre hilfreicher als Vermutungen…

die habe ich, die geräte hats aber nicht in den schulen, vermute ich: aufdampfanlagen!
für mich war es immer hilfreich, wenn mir leute auch ohne bessere idee sagen konnten was definitiv NICHT geht, und Al so wie hier beschrieben geht definitiv nicht!

und irgendwie scheinen wir unterschiedl. vorstellungen vom
versuch zu haben…bei mir verbrutzelt der schwamm gerade bei
200 °C, die Al-Folie wird bei 2 mins bei zb. 300 °C reines AlO
werden…und seine stabilität verlieren etc. pp.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil - ich schrieb doch:
‚Das Grundprinzip eines physikalischen Versuches ist immer,
die einzelnen Effekte zu trennen.‘ Welchen Sinn hat es Deiner
Meinung nach, den Widerstand des Ziegelsteins in heißem
Zustand zu messen?

au backe…ich hatte gehofft dass man / wir auf solcherlei polemik verzichten kann / können, aber apropos lesen, ich habe im ausgangsartikel als ‚Aufgabe‘ gelesen (und tue dies immer noch:smile:
’ Erstelle ein Experiment das den Effekt von Hitze auf den Widerstand eines Ziegelsteins modelliert.’
nix feuchte (wäre auch zu schwierig! es ist doch ein schulversuch…)

am besten finde ich aufdampfen einer metallschicht, mit einer
entsprechenden maske wäre die kontaktfläche genau definiert.

Maske? Aufdampfen? Genau definiert?
Ich dachte, es ginge um ein Schulexperiment? Und schriebst Du
nicht selber oben, ‚Du würdest nicht verlangen…‘ und ‚kann
man vernachlässigen‘? Was denn nun?

ok, und was denn nun bei dir, soll ich konstruktiv das sagen was mir einfällt, oder selbst zensieren wenn sich das, was mir einfällt in schullabors nicht findet oder aber möchtest du dich einfach besser, intelligenter etc. fühlen als ich?
-> darfst du gerne, jederzeit und überall!

Im zweiten Teil sollte die Erwärmung möglichst den kompletten

sollten dann eine Ausdehnungekurve in Prozent der Länge
ermöglichen.

auch davon würde ich abraten, dilatometers sind deswegen so
teuer weil es verdammt schwierig ist bei den meisten
materialien die tempausdehung zu messen: sie ist sehr
klein…

Ach - das ist zu schwierig, aber Metall audampfen…
Ich wiederhole mich.

stimmt. ich kann nur vermuten warum…(s.o., s.u.)

Klar ist das eine kleine Ausdehnung. Aber warum sollte man sie
nicht zu messen VERSUCHEN?

weil die zu erwartende ausdehung unter dem rauschen das durch simple vibration der messappartur nebst probenhalterung verschwinden wird. lösung ist ein, (ich widerhole mich, rate mal warum…) schwingungsgedämpfter tisch, der sich widerum nicht in schullabors finden wird…

und herausnehmen kann gerade bei 800 °C therm.
spannung bis zur bruchgrenze erzeugen…sprich, der stein
bricht…

Das wäre dann doch auch ein Ergebnis, oder?

und zwar welches? steht das im bezug zur aufgabenstellung?

Tja, irgendwie habe ich den Eindruck, daß Du genau das
versuchst.
Es geht hier doch darum, daß Schüler sich mit Physik befassen.
Natürlich ist eine Messung manchmal schwierig, und manchmal
mit den vorhandenen Messmitteln unmöglich. Aber auch das ist
dann eine Erkenntnis! Lass doch die Schüler mal ein wenig mit
dem Thema herumspielen! Es kommt doch gar nicht so sehr darauf
an, daß sie hinterher genau vorhersagen können, daß ein Blitz
mit einer Mindestenergie von… benötigt wird, ein Haus der
Größe… zu sprengen. Die Erkenntnis darüber, was
wissenschaftliches Vorgehen ist, ist doch mindestens so
wichtig! Und genau das willst Du ihnen verbieten

ich kann auch von verboten nichts in meinen ausgangsbeiträgen lesen.
dass ich dies auch noch will ist eine unterstellung.

(Randbedingungen weglassen, das ist nicht gefragt, das kann
man nicht messen,…).

hier weiss ich nicht, ob du dich oder mich zitierst; ich denke, dass man bezgl. jener RBs halt eine güterabwägung treffen muss, welche sind physikal. wichtig, welche kann ich messen oder wenigstens kontrollieren, wie kann ich die bedingungen so anpassen dass nicht-genau-genug messbares wenigstens konstant ist…

Finde ich nicht in Ordnung.

OK.
damit werden der fragesteller, du und ich, sowie alle mit und ohne berücksichtigung von randbedingungen leben.

stefan

Hallo Stefan,
offensichtlich habe ich was anderes hinter der Fragestellung vermutet als Du. Ebenso offensichtlich bin ich an einigen Stellen über das Ziel hinaus geschossen - dafür entschuldige ich mich! Hoffentlich hast Du in meinem Post keinen persönlichen Angriff gesehen, das war von mir nicht beabsichtigt.

Im neuen Thread hat Rundell32 ja nochmal klargestellt, was er wollte. Nach der Einleitung im ursprünglichen Thread bin ich auf ganz andere Teilfragen gekommen. Damit lag ich offensichtlich schief.

Es gibt ja immer drei Arten von Meinung:

  • die richtige
  • die falsche
  • die massgebende
    Meine ist hier offensichtlich nicht die massgebende.

Gruß
Axel