hi axel,
fachidiotisch ‚dilatometrie‘ war / ist nach meinem verständnis
nicht gefragt, lediglich nach dem widerstand. da es auch
‚widerstand‘ und nicht etwa ‚spez. widerstand‘ heisst ist
diese ausdehnung für den versuch egal - oder?
Nein. Ausgangspunkt war die ‚Sprengung‘ eines Gebäudes durch
einen Blitz. Wenn man wirklich was wissen will, sollte man
auch über den Tellerrand schauen und rauszufinden versuchen,
ob das überhaupt passieren kann. Und dann ist die Längen- und
Breitenausdehnung schon interessant, oder?
ja, aber es war nicht direkt gefragt (s.u. was ich im ausgangstext als aufgabe gelesen habe, bin aber kurzsichtig…
und da die frage eh’ schon komplex ist…
ich würde die feuchte in 1. näherung nicht
berücksichtigen…wenn du mit sowas anfängst musst du dir zb.
auch gedanken über die porosität / innere ofl. des steines,
deren zugänglichkeit, deren bedeckungshöhe mit wasser, dem
chemismus des wassers dort (gelöste ionen, beweglichkeit…),
deren beitrag zum stromtransport etc. pp. machen. das kann man
nicht verlangen!
So? Wie, wenn nicht durch Feuchtigkeit, leitet denn ein
Ziegelstein?
bei 100 °C und normaldruck ?!?!
Und wie willst Du Deine Widerstandsmessung am
nächsten Tag nachmessen, wenn Du wichtige Randbedingungen
einfach weglässt?
eben da unterscheiden wir uns, für mich ist die feuchte bei R(T) für T > 100 °C irrelevant
Die Kontaktierung solle großflächig sein,
z.B. mittel einer Alufolie und einem feuchten Schwamm (->
Moosgummi, Mousepad) an den Stirnseiten des Steins.
alufolie ist extrem scheisse beim widerstandmessen weil du
immer eine AlO-Schicht auf dem Al hast - du erzeugst dir damit
dann eine weiteren kontaktwiderstand…ausserdem vermute ich
mal, dass der widerstand von Al/AlO selbst einen
beträchtlichen temp. abhängigen beitrag zum gesamtwiderstnd
hat, den du (s. o. ‚die einzelnen Effekte zu trennen‘) nicht
mehr herausrechnen kannst.
Eine bessere Idee wäre hilfreicher als Vermutungen…
die habe ich, die geräte hats aber nicht in den schulen, vermute ich: aufdampfanlagen!
für mich war es immer hilfreich, wenn mir leute auch ohne bessere idee sagen konnten was definitiv NICHT geht, und Al so wie hier beschrieben geht definitiv nicht!
und irgendwie scheinen wir unterschiedl. vorstellungen vom
versuch zu haben…bei mir verbrutzelt der schwamm gerade bei
200 °C, die Al-Folie wird bei 2 mins bei zb. 300 °C reines AlO
werden…und seine stabilität verlieren etc. pp.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil - ich schrieb doch:
‚Das Grundprinzip eines physikalischen Versuches ist immer,
die einzelnen Effekte zu trennen.‘ Welchen Sinn hat es Deiner
Meinung nach, den Widerstand des Ziegelsteins in heißem
Zustand zu messen?
au backe…ich hatte gehofft dass man / wir auf solcherlei polemik verzichten kann / können, aber apropos lesen, ich habe im ausgangsartikel als ‚Aufgabe‘ gelesen (und tue dies immer noch:smile:
’ Erstelle ein Experiment das den Effekt von Hitze auf den Widerstand eines Ziegelsteins modelliert.’
nix feuchte (wäre auch zu schwierig! es ist doch ein schulversuch…)
am besten finde ich aufdampfen einer metallschicht, mit einer
entsprechenden maske wäre die kontaktfläche genau definiert.
Maske? Aufdampfen? Genau definiert?
Ich dachte, es ginge um ein Schulexperiment? Und schriebst Du
nicht selber oben, ‚Du würdest nicht verlangen…‘ und ‚kann
man vernachlässigen‘? Was denn nun?
ok, und was denn nun bei dir, soll ich konstruktiv das sagen was mir einfällt, oder selbst zensieren wenn sich das, was mir einfällt in schullabors nicht findet oder aber möchtest du dich einfach besser, intelligenter etc. fühlen als ich?
-> darfst du gerne, jederzeit und überall!
Im zweiten Teil sollte die Erwärmung möglichst den kompletten
…
sollten dann eine Ausdehnungekurve in Prozent der Länge
ermöglichen.
auch davon würde ich abraten, dilatometers sind deswegen so
teuer weil es verdammt schwierig ist bei den meisten
materialien die tempausdehung zu messen: sie ist sehr
klein…
Ach - das ist zu schwierig, aber Metall audampfen…
Ich wiederhole mich.
stimmt. ich kann nur vermuten warum…(s.o., s.u.)
Klar ist das eine kleine Ausdehnung. Aber warum sollte man sie
nicht zu messen VERSUCHEN?
weil die zu erwartende ausdehung unter dem rauschen das durch simple vibration der messappartur nebst probenhalterung verschwinden wird. lösung ist ein, (ich widerhole mich, rate mal warum…) schwingungsgedämpfter tisch, der sich widerum nicht in schullabors finden wird…
und herausnehmen kann gerade bei 800 °C therm.
spannung bis zur bruchgrenze erzeugen…sprich, der stein
bricht…
Das wäre dann doch auch ein Ergebnis, oder?
und zwar welches? steht das im bezug zur aufgabenstellung?
Tja, irgendwie habe ich den Eindruck, daß Du genau das
versuchst.
Es geht hier doch darum, daß Schüler sich mit Physik befassen.
Natürlich ist eine Messung manchmal schwierig, und manchmal
mit den vorhandenen Messmitteln unmöglich. Aber auch das ist
dann eine Erkenntnis! Lass doch die Schüler mal ein wenig mit
dem Thema herumspielen! Es kommt doch gar nicht so sehr darauf
an, daß sie hinterher genau vorhersagen können, daß ein Blitz
mit einer Mindestenergie von… benötigt wird, ein Haus der
Größe… zu sprengen. Die Erkenntnis darüber, was
wissenschaftliches Vorgehen ist, ist doch mindestens so
wichtig! Und genau das willst Du ihnen verbieten
ich kann auch von verboten nichts in meinen ausgangsbeiträgen lesen.
dass ich dies auch noch will ist eine unterstellung.
(Randbedingungen weglassen, das ist nicht gefragt, das kann
man nicht messen,…).
hier weiss ich nicht, ob du dich oder mich zitierst; ich denke, dass man bezgl. jener RBs halt eine güterabwägung treffen muss, welche sind physikal. wichtig, welche kann ich messen oder wenigstens kontrollieren, wie kann ich die bedingungen so anpassen dass nicht-genau-genug messbares wenigstens konstant ist…
Finde ich nicht in Ordnung.
OK.
damit werden der fragesteller, du und ich, sowie alle mit und ohne berücksichtigung von randbedingungen leben.
stefan