Explodierende Glühbirnen

Hallo zusammen,

klar, dass mal eine Glühbirne etwas außergewöhnlich ihr Leben aushaucht, und dann ggf. mal ein Sprung im Glas ist, sich das Glas vom Gewinde löst, oder auch mal die Birne in Scherben geht. Aber was uns hier jetzt passiert ist, hat mich doch ins Grübeln gebracht:

Meine Holde schaltet das Licht im Flur ein und es gibt einen lauten Knall. Aus einer waagerecht in offener Schale unter der Decke befindlichen E14-Fassung wird der oberhalb der Schale befindliche Glaskörper so herausgeschossen/zerstört, dass hinterher in der großen Schale kein einziger Splitter mehr zu finden ist. Dafür ist der Boden in „Schussrichtung“ mit kleinen Splittern übersäht. Die Glühfadenhalterung (das massive Glasteil) findet sich später eine Etage tiefer unter der Treppe wieder und ist mehr oder weniger noch komplett aber vollkommen schwarz. Da hätte man wirklich nicht stehen mögen, wo das Ding hingeschossen worden ist.

Muss man dies unter dem Motto „Pech gehabt“ verbuchen, oder ist das eher ein Produktionsfehler (kann allerdings keinen Hersteller mehr benachrichtigen, der ließ sich nicht mehr rekonstruieren)?

Gruß vom Wiz

Ich glaube das fällt unter „Lebensrisiko“ Mir ist das Gleiche mal mit ner Halogenbirne passiert. 100% steckt auch der Hersteller nicht im Material drin.

Huhu!

100% steckt auch der Hersteller nicht im Material drin.

Na, das will ich doch schwer hoffen! :wink:

Oder verbauen die neuerdings Körperteile vom Hersteller da rein?!? *grusel*

*SCNR*

Gruß,
Sharon

aber lady,

gibs zu, du willst es doch auch *g*

http://www.artist-kunstmagazin.de/ausgaben/images/he…

schöne grüße
ann

Muss man dies unter dem Motto „Pech gehabt“ verbuchen, oder
ist das eher ein Produktionsfehler (kann allerdings keinen
Hersteller mehr benachrichtigen, der ließ sich nicht mehr
rekonstruieren)?

Klingt danach als wäre eine Glühbirne mit höherer Leistung eingeschraubt gewesen als für die Lampe zuläßt. Dann kommt es aufgrund der Überhitzung auch mal zu einem Splittern der Glühbirne. Ich würde beim nächsten Mal besser eine Glühlampe mit geringerer Wattzahl einsetzen.

Nee, Thomas,
wenn der Glasträger des Glühwendels unten total schwarz ist, hat da ein Kurzschluss der Zuleitungsdrähte im Schraubsockel der Glühbirne die Drähte verdampft =>schwarzer Metalldampfniederschlag.

Hallo Wiz,
in Deiner Glühbirne hat sich vermutlich der Kitt, mit dem die Glasbirne im Messingsockel festgeklebt ist gelöst, und beim Einschrauben der Glühbirne verdrehte sich die Glasbirne bezogen auf den Sockel, dabei wurden die Zuleitungsdrähte im Sockel überkreuzt.
Beim Einschalten floß Kurzschlußstrom (können über 100 A kurzzeitig sein), der verdampfte die Zuleitungsdrähte.
Das verdampfende Metall ist eine Explosion, die die beschriebenen Schäden anrichtet.
Gruß
WB

Hallo!

Muss man dies unter dem Motto „Pech gehabt“ verbuchen, oder
ist das eher ein Produktionsfehler (kann allerdings keinen
Hersteller mehr benachrichtigen, der ließ sich nicht mehr
rekonstruieren)?

Gruß vom Wiz

Naja, ist mir auch schon ein oder 2 mal passiert.
Es gab da einen hellen Blitz und einen Knall,
Das waren aber geschlossene Lampen…daher sind die Überreste nicht sonstwohin geflogen.

Ich selbst hatte da den Verdacht, dass in den Glaskörper Luft eingedrungen ist. Anders könnte ich mir die „Explosion“ nicht erklären.

Grüße, Steffen!

Hallo,

Ich selbst hatte da den Verdacht, dass in den Glaskörper Luft
eingedrungen ist. Anders könnte ich mir die „Explosion“ nicht
erklären.

Das klingt plausibel, denn die anderen Geschichten passen insoweit nicht, als dass die Birne schon eine ganze Weile dort im Einsatz war.

Gruß vom Wiz

Hallo,

Klingt danach als wäre eine Glühbirne mit höherer Leistung
eingeschraubt gewesen als für die Lampe zuläßt.

Nein, die Birne entsprach der Spezifikation und war auch schon seit geraumer Zeit in Betrieb.

Gruß vom Wiz

Hallo,

in Deiner Glühbirne hat sich vermutlich der Kitt, mit dem die
Glasbirne im Messingsockel festgeklebt ist gelöst, und beim
Einschrauben der Glühbirne verdrehte sich die Glasbirne
bezogen auf den Sockel, dabei wurden die Zuleitungsdrähte im
Sockel überkreuzt.

Nein, kann insoweit nicht sein, als die Birne schon eine ganze Weile im Einsatz war. Ich denke aber mal, dass die Sache mit dem Kit insoweit passen könnte, wie in der anderen Antwort der Hinweis auf eindringende Luft in den Kolben angesprochen wurde.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

Nein, kann insoweit nicht sein, als die Birne schon eine ganze
Weile im Einsatz war.

das kann sehr wohl sein.
Die Zuleitungsdrähte innerhalb des Sockels sind z.B fast schon verdrillt, berühren sich aber so eben gerade noch nicht, und der minimale Abstand ist ausreichend, dass es bei 230 V ~ noch nicht zu einem Überschlag kommt.
Jetzt tritt entweder eine kurzzeitige Spannungsspitze im Netz auf, die ausreicht um den minimalen Abstand per Überschlag zu überbrücken, oder durch Erwärmung / Abkühlung des Sockels dehnen sich / verkürzen sich die Zuleitungsdrähte innerhalb des Sockels, woraufhin sie sich berühren und es zum Kurzschluß kommt.

Gruß
WB