Externer Speicher für Thin-Client

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit einen Thin-Client zugelegt, der lüfterlos betrieben wird. Ich hatte vor, als Festplattenspeicher eine Flash-Disk zu verwenden. Leider musste ich feststellen, dass diese, gerade wenn davon gebootet werden muss, doch sehr langsam, und natürlich auch nach über 10.000 Schreibzyklen nicht mehr zu gebrauchen ist.

Der Einbau einer internen Festplatte ist schon aus Platzgründen sehr schwierig. Eine 1,8"-Festplatte würde eventuell passen, allerdings müsste ich dann einen Adapter von ZIF auf IDE verwenden. Bis hier kein Problem, aber: Es gibt keine entsprechende Stromversorgung für eine solche Festplatte im Thin-Client. Diese wird aber doch bei einer 1,8"-Festplatte notwendig, oder? (Bei der Flash-Disc ging’s auch ohne)

Nun bin auf der Suche nach einem USB-Speicher, vorzugsweise einer USB-Festplatte, die von sich aus automatisch nach einer gewissen Zeit in einen Energiesparmodus oder Ruhezustand schaltet. Der Grund dafür liegt weniger in dem Sparen von Energie als vielmehr darin, einen vorzeitigen Verschleiß der Platte zu verhindern, da der Thin-Client im Dauerbetrieb als Server laufen soll.

Dabei würde sich mir auch die Frage stellen, ob dieser Modus auch dann aktiviert wird, wenn von dieser USB-Festplatte der Bootvorgang erfolgt ist.

Kennt jemand eine solche USB-Alternative oder hat jemand noch einen anderen Vorschlag, was man in diesem Fall für einen Speicher verwenden könnte?

Ich bin für jede Antwort dankbar!

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit einen Thin-Client zugelegt, der
lüfterlos betrieben wird. Ich hatte vor, als
Festplattenspeicher eine Flash-Disk zu verwenden. …

Hallo,

ein professioneller Thin Client sollte doch mit einem geeigneten Speichermedium geliefert werden. Die Software muss i.A. an dieses Speichermedium angepasst sein.

Hintergrund 1: Flash Speicher kann nur vernünftig eingesetzt werden mit einer speziellen BS-Version, die dafür sorgt, dass Updates von Speicherblöcken gleichmässig über den Speicher verteilt werden; sonst fällt der Bereich mit der Logdatei aus, obwohl auf dem Rest des Speichers nichts geschrieben wurde.

Hintergrund 2: normale BS (jedenfalls Windows und Linux) schreiben ständig auf den Speicher, der das BS enthält, eine Platte schaltet daher nicht ab. Sonst wie bei 1: lässt sich nur durch ein spezielles BS vermeiden.

Übliche Thin Clients haben z.B. ein spezielles Linux, das von Flash ins RAM geladen wird, eine RAM-Disk und einen speziellen CMOS-Ram-Speicher mit Batterie. Wenn man sich das selbst zusammenstricken will, muss man auch ein passendes Betriebssystem erstellen.

Gruss Reinhard

Moien

Hintergrund 1: Flash Speicher kann nur vernünftig eingesetzt
werden mit einer speziellen BS-Version, die dafür sorgt, dass
Updates von Speicherblöcken gleichmässig über den Speicher
verteilt werden; sonst fällt der Bereich mit der Logdatei aus,
obwohl auf dem Rest des Speichers nichts geschrieben wurde.

CF, SD und USB-Sticks machen das wear-leveling selbst. Das Betriebssystem muss dafür gar nix tun.

Hintergrund 2: normale BS (jedenfalls Windows und Linux)
schreiben ständig auf den Speicher, der das BS enthält, eine
Platte schaltet daher nicht ab. Sonst wie bei 1: lässt sich
nur durch ein spezielles BS vermeiden.

Zumindest Linux kann man mit ~10 Kommandos das ständige schreiben im Betrieb abgewöhnen.

cu

Vielen Dank für Eure Antworten.

Naja, wenn ich auf meinem Desktop-PC einstelle, dass die Festplatte nach 15 Minuten Inaktivität in den Energiesparmodus schalten soll, funtioniert das schon, obwohl Windows so gerne schreibt - wie auch immer. Es wurde zumindest schon Mal auf dem Thin Client der Index-Dienst abgeschaltet, als ich die CF-Karte noch in Betrieb hatte. Außerdem sollte man angeblich die Auslagerungsdatei abschalten, was natürlich das System stark ausbremst, aber die Schreibzugriffe weiter reduziert.

Gibt es denn keine Möglichkeit, soetwas mit Windows XP und einem externen Speicher zu realisieren?

Es gibt doch z.B. auch sogenannte PE-CDs (Preinstalled Environment) z.B. BartPE. Das ist eine Windows-Boot-CD, die in eine grafische Windows-Oberfläche startet, dabei auch RAM-Disk etc. anlegt und im Prinzip keine Festplatte benötigt. Ok, man kann hierbei natürlich keine Software installieren oder sonst etwas Größeres davon erwarten. Aber soetwas Ähnliches sollte doch auch irgendwie von einer USB-Disk hinzubekommen sein… (?)

Moien

Naja, wenn ich auf meinem Desktop-PC einstelle, dass die
Festplatte nach 15 Minuten Inaktivität in den Energiesparmodus
schalten soll, funtioniert das schon, obwohl Windows so gerne
schreibt

Das funktioniert weil in dem Modus die Logs weniger oft geschrieben werden.

Es wurde zumindest schon Mal auf
dem Thin Client der Index-Dienst abgeschaltet, als ich die
CF-Karte noch in Betrieb hatte. Außerdem sollte man angeblich
die Auslagerungsdatei abschalten, was natürlich das System
stark ausbremst

Swap abschalten bremst nur wenn man zuviele inaktive Services im Hintergrund laufen hat. Auf einem schlanken oder hochaktiven System macht swap erstaunlich wenig aus.

aber die Schreibzugriffe weiter reduziert.

Als nächstes müsste man auf FAT32 gehen (NTFS hat ein Journal => mehr Schreibarbeit) und atime abzuschalten (access time wird geändert auch wenn man die Datei nur liest).

Gibt es denn keine Möglichkeit, soetwas mit Windows XP und
einem externen Speicher zu realisieren?

Klar. Ist etwas Aufwand, aber es gibt keinen prinzipellen Grund weshalb das nicht gehen sollte.

Aber soetwas Ähnliches sollte
doch auch irgendwie von einer USB-Disk hinzubekommen sein…

Du kannst eine BartPE CD auf einen Stick kopieren, den Stick bootbar machen und das benutzen. Die Prozedur dafür findet sich auf Google.

Aber das sind doch thin clients. Gibts auch den passenden Server? Dann brauchst du nämlich kein aufwendiges Windows XP auf den Teilen. Nimm was kleines doofes und geh über Remotedesktop, VNC, X11,… irgendwas zum Server. Das ist unterm Strich immernoch schneller.

cu