Ich möchte über Kurvenextrapolierung die Kosten in den späten Phasen eines Lebensyklus berechnen. Leider sind die einzigen Daten, die ich hab die Kosten aus den ersten 2 von 5 Phasen (x=1, x=2) und der Standardverlauf einer Kostenkurve (http://www.gkp-online.de/kostenverlauf.gif, die blaue Kurve). Kann ich nun irgendwie den restlichen Verlauf der Kurve aus den mir bekannten Daten extrapolieren?
Ich hab nach intensiver Suche leider nicht einmal einen Ansatz gefunden, auf dem ich aufbauen könnte, darum belästige ich euch hier mal damit.
Hallo erstmal.
Ich möchte über Kurvenextrapolierung die Kosten in den späten
Phasen eines Lebensyklus berechnen. Leider sind die einzigen
Daten, die ich hab die Kosten aus den ersten 2 von 5 Phasen
(x=1, x=2) und der Standardverlauf einer Kostenkurve
(http://www.gkp-online.de/kostenverlauf.gif, die blaue Kurve).
Kann ich nun irgendwie den restlichen Verlauf der Kurve aus
den mir bekannten Daten extrapolieren?
Also wenn man den Verlauf einer sog. logistischen Regression annimmt, vielleicht. Aber es wird wohl ein Fehler übrigbleiben… Vor allem, weil man mehr Stützpunkte bräuchte und die ebengenannte Funktion ihr Maximum bei 1 hat.
Oder man unterteilt die Kurve in Intervalle und verwendet geeignete(re) Interpolationsverfahren. Aber auch hier fehlen genug Stützpunkte…
HTH
mfg M.L.
Ein Fehler wäre im Rahmen von ±30% akzeptabel, da meine Prognose zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Produktlebenszyklus ansetzt. Könnten Sie mir die logistische Regression erläutern oder zumindest Literaturhinweise geben? Mit dem Thema müsste ich mich dann nämlich sehr bald und sehr zügig auseinandersetzen.
Hallo Jan.
Ich möchte über Kurvenextrapolierung die Kosten in den späten
Phasen eines Lebensyklus berechnen. Leider sind die einzigen
Daten, die ich hab die Kosten aus den ersten 2 von 5 Phasen
(x=1, x=2) und der Standardverlauf einer Kostenkurve
Gibt es diesen Standardverlauf nur grafisch, oder hast Du auch eine Berechnungsvorschrift? Wenn Du eine Formel fuer die Kurve hast, dann kannst Du die darin enthaltenen Parameter an die gegebenen Daten anpassen. Das geht zB mit Excel oder gnuplot.
Wenn Du keine Berechnungsvorschrift hast, dann musst Du diese zuerst aus der Theorie hinter Deinem Problem ermitteln. Dazu koennte sich ein Besuch in der Bibliothek lohnen…
Gruss,
klaus
Ein Fehler wäre im Rahmen von ±30% akzeptabel, da meine
Prognose zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Produktlebenszyklus
ansetzt. Könnten Sie mir die logistische Regression erläutern
oder zumindest Literaturhinweise geben?
Ich persönlich halte derartige Rechnungen für unseriös - die Kurve stellt ja kein Naturgesetz dar, sondern einen Erfahrungswert, dh bei vielen Projekten ist es so. Sie dient IMHO weniger zur quantitativen Abschätzung irgendwelcher Kosten als zur Verdeutlichung, wie wichtig der „richtige Beginn“ bei einem Entwicklungsprojekt ist - die aufgelaufenen Kosten sind noch gering, konzeptuelle Fehler können mit wenig Aufwand korrigiert werden. Später in einem Projekt vernichtet man damit uU Millionen.
Ob man diese Kurve überhaupt für eine Extrapolation verwenden kann müssten diverse Lehrbücher zur Betriebswirtschaft angeben.
LG
Stuffi
Hallo nochmal.
Ein Fehler wäre im Rahmen von ±30% akzeptabel, da meine
Prognose zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Produktlebenszyklus
ansetzt.
Wenn das mal keine Fehlprognose wird…
Könnten Sie mir die logistische Regression erläutern
oder zumindest Literaturhinweise geben?
Von statistischer Literatur mal abgesehen, kann das hier weiterhelfen: http://de.wikipedia.org/wiki/Logistische_Funktion -> http://de.wikipedia.org/wiki/Logistische_Regression
mfg M.L.
Im Bereich der Lifecyclecosts belaufen sich in den Lehrbüchern die Angaben leider zum großen Teil nur auf Philosophien wie TCO. Konkrete Methoden oder Hinweise zur Anwendung werden keine gegeben. Da bleibt fast nur, Prognoseverfahren für Investitionsentscheidungen auf Produktideen zu übertragen. Leider ist das auch nicht unbedingt eine perfekte Lösung.
Keine Fehlprognose … eine frühzeitige Prognose, die nur dazu dient, den ungefähr möglichen Erfolg eines Produkts abzuschätzen, noch bevor es eigentlich produziert wird. Zu so einem frühen Zeitpunkt kann man einfach nicht mit einer höheren Genauigkeit bei der Prognose rechnen.
Danke für die Links. Ich werd mir das genau ansehen.
Nein, eine Berechnungsvorschrift habe ich nicht. Das würde das Problem doch sehr erleichtern
die Bibliothek ist seit Wochen bereits mein zweites Zuhause. Diplomarbeit sei Dank.
Der Weg der logistischen Regression aus einer der anderen Antworten scheint mir bisher der erfolgversprechendste zu sein. Da werde ich mal tiefer nachforschen.
Eins noch zur Seriösität. Die von mir zu erstellende Prognose wird auch einer Standardkurve basieren. Dass damit nicht alle möglichen Fälle abgedeckt sind, sollte jedem mehr oder weniger versierten Analysten klar sein. Jedoch bleibt in der Regel kein anderer Weg offen als dieser, wenn die vorhandenen Informationen nicht ausreichen, um detaillierte Prognosen mit bspw. einer Kosten-Kapazitäts-Funktion vorzunehmen.
Die von mir zu erstellende Prognose
wird auch einer Standardkurve basieren.
Aus welchen Daten wurde bzw. wird die Kurve ermittelt?
Die von mir zu erstellende Prognose
wird auch einer Standardkurve basieren.Aus welchen Daten wurde bzw. wird die Kurve ermittelt?
Aus jahrelangen Erfahrungswerten aus der BWL. Anhand dieser Erfahrungswerte und diverser Berechnungen (die ich im Detail nicht überblicke) wurde ein Standardkostenverlauf in Form der obigen Kurve ermittelt.
Die von mir zu erstellende Prognose
wird auch einer Standardkurve basieren.Aus welchen Daten wurde bzw. wird die Kurve ermittelt?
Aus jahrelangen Erfahrungswerten aus der BWL.
Das ist leider keine brauchbare Antwort. Was sind das für Erfahrungswerte? Du hast oben beispielsweise etwas von 5 Phasen erzählt und daß Du aus den ersten beiden Phasen auf die folgende Entwicklung schließen willst. Da ist es sehr wichtig, ob auch Erfahrungswerte von Produkten in die Standardkurve einfließen, die gar nicht über die ertsten beiden Phasen hinaus gekommen sind (und wenn ja, wie) oder ob nur Erfahrungswerte von Produkten berücksichtigt werden, die alle 5 Phasen durchlaufen haben. Davon hängt entscheidend ab, ob Deine Extrapolation überhaupt zulässig ist.
Ich weiß leider nicht auf Basis welcher Produkte diese Kurve erstellt wurde. Diese Kurve (Lebenszyklus) wurde lange vor meiner Geburt von einem sicherlich sehr schlauen BWL-Professor (Wildemann) erstellt und innerhalb von Jahrzehnten dann als Standard etabliert. Für spezielle Fälle (einzelne Unternehmen) kann diese Kurve logischerweise vom Standardverlauf abweichen. Das kann ich in einer allgemeingültigen Analyse aber leider nicht beachten.
Hallo an dieser Stelle.
Diese Kurve (Lebenszyklus) wurde lange vor
meiner Geburt von einem sicherlich sehr schlauen BWL-Professor
(Wildemann) erstellt und innerhalb von Jahrzehnten dann als
Standard etabliert.
Also besagte Kurve sieht i.A. so aus: http://www.mum-management-solution.de/uebersicht/Leb…
Und da kommt schon eher die Gauss’sche Glockenkurve in Frage
HTH
mfg M.L.
Ich weiß leider nicht auf Basis welcher Produkte diese Kurve
erstellt wurde.
Dann darfst Du sie auch nich so einfach für Deine Zwecke verwenden.
Diese Kurve (Lebenszyklus) wurde lange vor
meiner Geburt von einem sicherlich sehr schlauen BWL-Professor
(Wildemann) erstellt
Dann such’ Dir die entsprechenden Publikationen. Da steht sicher drin, welchen Gültigkeitsbereich die Kurve hat.
und innerhalb von Jahrzehnten dann als
Standard etabliert
Standard wofür? Das ist doch die spannende Frage. Für alle Produkte oder nur für Produkte, die alle Phasen durchlaufen und nicht etwa vorher vom Markt genommen wurden (oder den Markt gar nicht erreichen), weil ihre Kostenentwicklung beispielsweise dramatisch von der Erwartung abweicht? Wenn die Kurve nur für Produkte gültig ist, die sich am Markt bewähren, dann darfst Du sie für Dein Vorhaben nicht einfach verwenden, weil Du vor der Markteinführung ja noch gar nicht weißt, ob das für Dein Produkt zutreffen wird.
Für spezielle Fälle (einzelne Unternehmen)
kann diese Kurve logischerweise vom Standardverlauf abweichen.
Das kann ich in einer allgemeingültigen Analyse aber leider
nicht beachten.
Darum geht es mir auch nicht. Ich möchte nur sicherstellen, daß Du Dich ünberhaupt im Gültigkeitsbereich der Gesetzmäßigkeit bewegst, auf die Du Dich berufen willst.
Davon abgesehen scheint die Kurve von mehr als nur zwei Parametern abzuhängen. Das bedeutet, daß Du mit nur zwei Werten nicht genügend Informationen hast, um sinnvoll extrapolieren zu können.
Nachdem ich in der englischen Fachliteratur leider eher dürftige Informationen gefunden habe, hab ich doch noch eine wichtige Frage zu der Formel der logistischen Funktion bei Wikipedia:
Was ist k in dieser Formel?
Wenn ich das weiß, hab ich nur noch das Problem, dass ich G nicht kenne -.- So wie es aussieht, hab ich für eine mathematische Fundierung der Prognose einfach wirklich zuwenig Daten
Ich werd mich wohl doch auf die Konzeption einer standardisierten Ausgabenstruktur beschränken müssen.
Das ist die Gewinnkurve im Lebenszyklus. Die Kostenkurve sieht etwas anders aus (s.o.). Während der Stilllegung fallen noch einmal hohe Kosten für das Unternehmen an, jedoch kaum Umsätze (außer durch Einzelteilverkauf). Darum fällt der Gewinn in der Stilllegung ab, während die Kosten konstant bleiben oder sogar noch steigen.
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wichtige Frage zu der Formel der logistischen Funktion
Was ist k in dieser Formel?
k ist eine Geschwindigkeitskonstante