Extrasystolen

Hallo,

am Freitag wurde jemand mit Herzstolpern in eine Klinik eingeliefert. Bei einem Langzeit-EKG wurden 140 Extrasystolen innerhalb von 24 Stunden festgestellt.

Nun gab es in der Klinik vom gleichen Arzt 2 unterschiedliche Auskünfte: alles über 20 Extrasystolen / Stunde ist ok und 140 Extrasystolen sind zu viel.
a) was ist richtig?

Dann habe ich mich durch das Netz gegooglet und bin darauf gestoßen, daß man diese Extrasystolen wohl einstellen kann.
b) ist das richtig, womit und wie lange dauert das?

Die Person nimmt dauernd div. verschriebene Medikamente ein, hier wurden vom Arzt in der Klinik jedoch Extrasystolen als Nebenwirkung ausgeschlossen, zumal die Person diese Medikamente schon deutlich länger nimmt, als das Herzstolpern bekannt ist.

Gruss,
Little.

Moin,
an sich hat jeder Mensch Extrasystolen oder kleinere Aussetzer, das ist ‚normal‘. Die meisten merken sie nicht und haben auch sonst keine Probleme damit.

alles über 20 Extrasystolen / Stunde ist ok

versteh ich nicht- weniger wäre zu wenig? Kann es sein, da wurde was falsch verstanden?

b) ist das richtig, womit und wie lange dauert das?

Dazu werden meist Betablocker verwendet, der Arzt wird das allerdings mit den anderen Medikamenten abstimmen. Das ‚Einstellen‘ dauert idR nicht so lange - es wird mit niedriger Dosierung angefangen. Der Effekt tritt schnell ein.
Gute Besserung…lux

am Freitag wurde jemand mit Herzstolpern in eine Klinik
eingeliefert. Bei einem Langzeit-EKG wurden 140 Extrasystolen
innerhalb von 24 Stunden festgestellt.

Nun gab es in der Klinik vom gleichen Arzt 2 unterschiedliche
Auskünfte: alles über 20 Extrasystolen / Stunde ist ok und 140
Extrasystolen sind zu viel.
a) was ist richtig?

Beides ist falsch. 140 ES in 24 Stunden bedeuten 6 - 7 ES pro Stunde, das ist ohne zugrunde liegende spezielle Krankheit bedeutungslos.

Dann habe ich mich durch das Netz gegooglet und bin darauf
gestoßen, daß man diese Extrasystolen wohl einstellen kann.
b) ist das richtig, womit und wie lange dauert das?

Kann man. Es hängt von der Art der Extrasystolen ab. Daraus leitet sich dann die Notwendigkeit ab.
Man merke: Jedes Mittel, das Extrasystolen beseitigt, kann auch welche erzeugen - und den Menschen damit umbringen.

Die Person nimmt dauernd div. verschriebene Medikamente ein,

Schön, und wegegen werden diese Medikamente eingenommen?

Da kann ich nur voll und ganz zustimmen! :smile:

Hallo,

Hallo Little,

am Freitag wurde jemand mit Herzstolpern in eine Klinik
eingeliefert. Bei einem Langzeit-EKG wurden 140 Extrasystolen
innerhalb von 24 Stunden festgestellt.

ich verfmute also einmal, dass dieses Herzstolpern so ausgeprägt war, dass der Betreffende dieses gemerkt hat (evtl. sogar mit Kreislaufproblemen?) und dann beängstigt, einen Arzt (Klinik) aufgesucht hat…?

Nun gab es in der Klinik vom gleichen Arzt 2 unterschiedliche
Auskünfte: alles über 20 Extrasystolen / Stunde ist ok und 140
Extrasystolen sind zu viel.
a) was ist richtig?

Beides kann richtig sein! Die Materie ist aber auch wirklich kompliziert…Es gibt soviele krankengeschichtliche Ursachen, so dass die gemachten Angaben über das was normal ist und was nicht, zu relativieren sind. Auf die verschiedenen Arten der Extrasystolie will ich jetzt gar nicht einmmal eingehen, die sieht man aber im EKG. Ein z.B. junges, pubertierendes Mädchen kann durchaus eine gewisse Anzahl von Extrasystolen haben ohne krankhaften Hintergrund. Jemand mit anamnestischer Herzmuskelentzündung ist da schon anders zu bewerten. Bei (meist älteren) Leuten mit sehr unterschiedlichem und wechselnden Rhytmus kann eine sogenante „absolute Arrhythmie“ vorliegen. Und ob temporär durch was auch immer verursacht oder ständig, das sieht man am Besten im Langzeit-EKG.

Dann habe ich mich durch das Netz gegooglet und bin darauf
gestoßen, daß man diese Extrasystolen wohl einstellen kann.

Du meinst bestimmt Medikamente die den Herzrhytmus beeinflussen?

b) ist das richtig, womit und wie lange dauert das?

Ja, (ohne das jetzt weiter komplizieren zu wollen) und die Wirksammkeit ist bei akuter Notwendigkeit und i.V. Gabe, eine sehr Rasche. Pat. mit ausgeprägter Arrhythmie und entsprechender klinischen Symptomatik, werden sicherlich Kandidaten für einen Schrittmacher sein. Je nach Indikation, also Ursache der Erkrankung, gibt es verschiedene Medikamente in oraler Form, die nicht so schnell wirken. Ziel ist es dann aber auch, einen bestimmten Wirstoffspiegel und somit Wirkungsgrad, zu erreichen.

Die Person nimmt dauernd div. verschriebene Medikamente ein,
hier wurden vom Arzt in der Klinik jedoch Extrasystolen als
Nebenwirkung ausgeschlossen, zumal die Person diese
Medikamente schon deutlich länger nimmt, als das Herzstolpern
bekannt ist.

Keiner weiss das hier und jetzt besser, als der behandelnde Arzt dort in der Klinik…

Gruss,
Little.

Gruss,
rollifern

„absolute Arrhythmie“

vorliegen.

Eine absolute Arhythmie hat nicht das geringte mit Extrasystlen zu tun. Man kann bei einer sochen ES haben, diese ist aber nicht zwingend und vor allem nicht causal.

Und ob temporär durch was auch immer verursacht
oder ständig, das sieht man am Besten im Langzeit-EKG.

denkste! Schön wärs, aber spielen tun sie es nicht.

Pat. mit ausgeprägter Arrhythmie und
entsprechender klinischen Symptomatik, werden sicherlich
Kandidaten für einen Schrittmacher sein.

Eine Extrasystolie mit einem Schrittmacher behandeln? Auf diese Idee bin ich noch nie gekommen.

Je nach Indikation,
also Ursache der Erkrankung, gibt es verschiedene Medikamente
in oraler Form, die nicht so schnell wirken. Ziel ist es dann
aber auch, einen bestimmten Wirstoffspiegel und somit
Wirkungsgrad, zu erreichen.

Gilt dies nicht für jedes Medikament?

Keiner weiss das hier und jetzt besser, als der behandelnde
Arzt dort in der Klinik…

Das ist so ziemlich der einzige Satz, den ich unterschreiben kann.

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Hallo Priamos,

„absolute Arrhythmie“

vorliegen.

Eine absolute Arhythmie hat nicht das geringte mit
Extrasystlen zu tun. Man kann bei einer sochen ES haben, diese
ist aber nicht zwingend und vor allem nicht causal.

Wo bitte schön, habe ich geschrieben, dass eine zwingende Causalität besteht? Habe ich nicht von Exrasytolie und Arrhythmie geschrieben? Und unterstelle mir jetzt nicht, ich habe es so gemeint…

Und ob temporär durch was auch immer verursacht
oder ständig, das sieht man am Besten im Langzeit-EKG.

denkste! Schön wärs, aber spielen tun sie es nicht.

Ich denke, du reißt hier Dinge absichtlich aus dem Zusammenhang…

Pat. mit ausgeprägter Arrhythmie und
entsprechender klinischen Symptomatik, werden sicherlich
Kandidaten für einen Schrittmacher sein.

Eine Extrasystolie mit einem Schrittmacher behandeln? Auf
diese Idee bin ich noch nie gekommen.

Wie bitte??? So, und nun nur für dich; ich schrieb, Zitat:
… Pat. mit ausgeprägter Arrhythmie und entsprechender klinischen Symptomatik, werden sicherlich Kandidaten für einen Schrittmacher sein.
Also, wo steht da etwas von Exrasystolie? Naa…siehst du, da steht Arrhythmie!

Je nach Indikation,
also Ursache der Erkrankung, gibt es verschiedene Medikamente
in oraler Form, die nicht so schnell wirken. Ziel ist es dann
aber auch, einen bestimmten Wirstoffspiegel und somit
Wirkungsgrad, zu erreichen.

Gilt dies nicht für jedes Medikament?

Nein! Muss ich jetzt wirklich auf den Unterschied von i.v. injezierten, i.m ,s.c., s.l., oral (incl. retard) us.w. aplizierten Medikamenten und deren Wirkungsart/zeit eingehen?

Keiner weiss das hier und jetzt besser, als der behandelnde
Arzt dort in der Klinik…

Das ist so ziemlich der einzige Satz, den ich unterschreiben
kann.

Danke, ich fühle mich geehrt!

Lieber Priamos1, gestatte mir bitte folgende Fragen:
Glaubst du, dass es dir jemand übel nimmt, wenn du deine Postings hier mit Begrüßungs- und Abschiedsfloskel - nur so aus Höflichkeit - beginnst und endest?
Glaubst du, das du, wenn du deine Anrede so wie in diesem Forum üblich nicht mit „du“, sondern in „Sie“ Form gestaltest (um andere bei einer Ansprache an dich, sie ebenfalls zum „Sie“ zu nötigen?), dir einen Zacken aus der Krone brichst?
Letzte Frage: warum kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du mit einer gewissen Arroganz behaftet bist? Warum nur?

Und als allerletztes: wenn der behandelnde Arzt vor Ort, aus welchem Grund auch immer gesagt hat:"…alles über 20 Extrasystolen / Stunde ist ok und 140 Extrasystolen sind zu viel" dann würde ich nicht, ohne alle Zusammenhänge zu kennen, aus weiter Entfernung behaupten: „Beides ist falsch“! Das ist noch nicht einmal kompromittierend, sondern klugsch…risch!

Gruß,
rollifern

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