Hallo Leute,
ich hatte mich vor einiger Zeit schon mit dem gleichen Thema gemeldet, aber bin leider nicht weitergekommen. Die Lage ist wie folgt: Seit Januar geht es gesundheitlich nur noch bergab. Angefangen hat alles mit Gelenkschmerzen. Die Knie sind am meisten betroffen und wirklich schlecht (ich bin 23 Jahre alt und habe Probleme damit, längere Zeit zu stehen), aber auch in den Handgelenken (zwischendurch war es sehr schlecht, aber jetzt geht es so weit, dass ich Krafttraining machen kann, allerdings nicht mit 100%). Ich habe MRT an beiden Knien gemacht bekommen und dort wurde nichts gefunden, von den Bildern her gesunde Knie. Bluttests beim Rheumatologen haben nichts gezeigt.
Was allerdings viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass ich seit Anfang März immer wieder unter extremer Müdigkeit leide. Es kam zuerst vereinzelt, hat sich dann aber recht schnell breit gemacht und wurde über den Lauf der Zeit immer schlimmer, sodass die extreme Müdigkeit mittlerweile ein täglicher Begleiter ist. Ich schlafe jeden Tag 8 Stunden (habe es auch mal mit mehr probiert, aber hat nichts gebracht), habe einen geregelten Rhytmus und ernähre mich nach bestem Wissen und Gewissen (viel Obst, viel Gemüse, keine Süßigkeiten etc.). Ich mache 3x die Woche Sport, d.h. Oberkörpertraining im Fitnessstudio, da leider alles, was irgendwie die Beine braucht (und das ist so gut wie alles) wegen den Knien leider nicht möglich ist.
Hier eine Liste der vollständigen Symptome, die ich momentan habe in der Reihenfolge, wie sie sich entwickelt haben:
- Gelenkschmerzen (Knie)
- extreme Müdigkeit
- neblige Gedanken, d.h. Schwierigkeiten, klare Gedanken zu fassen oder teilweise überhaupt zu denken
- teilweise Probleme mit der Sicht (selten)
- kein Sexualtrieb
- Antriebslosigkeit
- Emotionslosigkeit (hierzu zählt zB auch, dass Essen oft nach nichts schmeckt)
- keine Freude an sozialen Kontakten
Ehrlich gesagt ist mein Leben ziemlich im Eimer grade. Ich war natürlich beim Arzt und es wurde eine Blutuntersuchung gemacht. Hier sind die Ergebnisse:
http://imageshack.us/photo/my-images/155/blutbild1.jpg/
http://imageshack.us/photo/my-images/811/blutbild2.jpg/
Da nichts unauffällig war, wurde ich mit Depressionen als Diagnose zum Psychologen geschickt, wo ich nun auch in Therapie bin. Wenn man sich die Symptome anschaut, hört sich das vielleicht gar nicht so falsch an und ich möchte es auch nicht unbedingt ausschließen. Aber wenn ich mir die ganze Entwicklung anschaue, bekomme ich Zweifel und fühle mich etwas abgespeist. Ich habe mich Ende letzten Jahres noch wirklich großartig gefühlt. Dann kamen die Gelenkschmerzen und irgendwann eine extreme Müdigkeit. Wenn man erstmal die oberen Symptome hat und keine Ahnung, warum, finde ich es nicht allzu verwunderlich, wenn sich die unteren entwickeln. Ich möchte nicht mal sagen, dass die Diagnose Depression unbedingt falsch ist, aber ich würde dennoch gerne mehr untersuchen lassen oder auch selbst herausfinden. Ich war dazu bei einem anderen Arzt, aber habe (fälschlicherweise ?) von den Ergebnissen meines ersten Arztes erzählt. Der zweite Arzt hat sich dann einfach angeschlossen.
Ich frage mich nun, was ich überhaupt unternehmen kann. Weiß jemand, was man in dem Fall noch ausprobieren und untersuchen kann? Kann ich da überhaupt etwas selbst in die Hand nehmen oder bin auch auf einen Hausarzt angewiesen, der da Sachen veranlasst?
Ich bin momentan leider wirklich am Verzweifeln.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
ruden