Hi,
Er ist deshalb relevant, weil er den von Dir so wehement
geforderten Kontext von jähzornigem Verhalten und einer
Krankeit (Du weißt schon, Krankheit -> Arzt und so) herstellt,
auch wenn diese Bezugnahme von mir Deinerseits ebenso wehement
bestritten oder ignoriert wird.
Wo?
Du verdrehst hier die
Tatsachen. Wahrscheinlich gefällt Dir der Sachverhalt nicht,
dass ich quasi im selben Atemzug auch eine mögliche
strafrechtliche Begebenheit (Staatsanwalt) einwerfe.
Jähzorn ist nicht strafbar. Es ist auch nicht strafbar in einem Wutanfall Sachen zu zerstören, sofern es sich nicht um fremdes Eigentum handelt. Glaubst Du ein Staatsanwalt interessiert sich dafür wenn ich vor Wut mein Geschirr kaputt schlage?
Ein Fall für den Staatsanwalt wird es erst dann, wenn ich andere gefährde und selbst dann muß erst eine Anzeige gemacht werden. Wird das Verhalten nicht angezeigt, wird auch kein Staatsanwalt tätig.
Nur tust Du das nicht.
Tu ich schon. Habe ich schon mehrfach erklärt. Du verdrehst
erneut die Tatsachen.
Nein, tue ich nicht, was Du wüsstest, würdest Du die verlinkten Artikel lesen.
Doch. Wie kann Person A dulden, dass sie von Person B auf die
Zwölf gehauen bekommt oder an den Haaren durch die Wohnung
gezerrt wird?
Dafür kann es die verschiedensten Gründe geben. Aber Du setzt häusliche Gewalt, in der es dem schlagenden Partner darum geht Macht auszuüben, mit Jähzorn gleich. Beides ist Gewalt, beides ist falsch und beides ist nicht entschuldbar.
Aber im Gegensatz zur häuslichen Gewalt, die regelmäßig stattfindet, ist es bei Jähzorn nicht so. Zornausbrüche finden nicht regelmäßig statt und sie finden in unterschiedlichen Dimensionen statt. Wutausbrüche meines Opas gab es weder täglich, noch monatlich, noch jährlich. Handgreiflich wurde er „nur“ 2 oder 3 x. Auch das ist unentschuldbar deswegen nur in „“.
Und meine Großeltern sind eine andere Generation, in dieser GEneration war und ist es unüblich sich zu trennen.
Doch höchstens indem Person B das Geschehen als
Symptom einer Krankheit akzeptiert.
Vielleicht wußte sie schlicht nicht wohin, mit 3 kleinen Kindern? Vielleicht hat sie ihren Mann trotzdem geliebt und ist bei ihm geblieben. Wer sagt Dir, das sie es akzepiert hat, weil sie es als Symptom einer Krankheit gesehen hat?
Dies kann Person A tun,
muss sie aber nicht. In jedem Fall dürfte aber das Maximum an
Akzeptanz ausgereizt sein.
Bei Dir, bei mir vermutlich auch, bei ihr aber scheinbar nicht.
Ich sag es IHM ja nicht.
Warum ihm nicht? Wem sonst? Wer außer ihm sollte etwas gegen seine Krankheit tun?
In meinem Satz befindet sich ein das
Wort ‚von‘. Dieses ist sinnveränderlichend. Bitte genau lesen!
Andernfalls verdrehst Du erneut die Tatsachen.
Nein tue ich nicht.
Der Weg zur Erkenntnis das etwas nicht „normal“ ist dauert in
der Regel länger.
Mag sein. Wer sagt, dass es nicht auch sofort gehen kann?
Dir ist die Bedeutung von „in der Regel“ bekannt? Es mag Fälle geben, wo es sofort gehen kann, das der Betroffene die Erkenntnis erlangt sein Verhalten wäre Behandlungsbedürftig. Hättest Du die Links gelesen, wüsstest Du aber, daß dem in den meisten Fällen aber nicht so ist.
Ich habe in meinem Antwortposting ausdrücklich geschrieben:
Ohne zu beanspruchen, dass es sich hierbei um einen medizinischen Rat handelt, kann ich Dir mal mitteilen, was ich (persönlich) in so einer Situation tun würde, wenn sie wieder auftritt: …
Somit verdrehst Du die Tatsachen.
Das möchtest Du vermutlich so sehen, weil Du Deinen Rat nicht überdacht hast und Dir etwaige Konsequenzen nicht klar sind.
Wie ich schon schrieb, ich finde Deinen Rat falsch und habe auch begründet warum.
Diese Chance besteht bei einem Wutausbruch in dieser Form
nicht. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Man hat keine
Kontrolle über sich, was nützt es jemanden, der sich nicht
kontrollieren kann, den Spiegel vorzuhalten?
Es ist eine Behauptung von Dir, dass es nie und niemalsnie
gehen kann.
Um den „Spiegel“ erkennen zu können, muß man in der Lage sein, ein gspiegeltes Verhalten zu erkennen. In einem extremen Wutausbruch, wie er vom UP beschrieben wurde, kann man das aber nicht:
http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Symptom…
Man hat keine Kontrolle über sich selbst, man ist nicht herr seiner Sinne, wie soll ich da erkennen können, das mir jemand einen Spiegel vorhält?
Das wäre dann möglich, wenn es sich um einen „leichteren“ Wutanfall handelt, aber nicht in Extremsituationen.
Schon mal hiervon gehört:
http://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatische_Belast…
Ja. Und?
Ja und was? Du sagst ich verwende es als „Entschuldigung“. Das tue ich nicht. Mittleweile gilt es als bewiesen, das solche Erlebnisse eine post. Belastunsstörung hervorrufen können. Heute werden Soldaten, sofern sie dazu bereit sind, behandelt. Früher gab es das nicht. Das hat nichts mit Ausrede zu tun, es ist so.
Kinder, die das Jähzornige Verhalten eines Elternteiles
miterlebt haben, neigen in vielen Fällen dazu, selbst auch
Jähzornig zu werden.
Jetzt verstehe ich. Dein Opa ist jähzornig wegen dem Krieg,
Deine Mutter wegen Deinem Opa und Du wegen Deiner Mutter. Das
hättest Du aber wirklich auch gleich sagen können.
Das sage nicht ich, das sagen Menschen, die sich beruflich mit diesen Aspekten auseinandersetzen. Ob Dir das passt oder nicht, ist dabei völlig unerheblich.
Ok und Du bist ein Held.
Danke. Aber warum?
Weil Du groß im Worte schwingen bist.
Alle Menschen sind gleich.
Nein. Sicher nicht. Eine derart gesicherte Tatsache bedarf nun
wirklich keiner Erklärung.
Ach und warum gestehtst Du dann Deinem Opa zu aufgrund seiner Erlebnisse eine Krankheit namens Depression bekommen zu haben, während Du meinem Opa die Krankheit post. Belastungsstörung aberkennst. Meinst Du jeder, der schreckliches erlebt hat muß eine Depression bekommen oder können durch diese Erlebnisse nicht auch unterschiedliche Erkrankungen hervorgerufen werden?
Tja, zunächst mal nicht viel. Aber mit einer Depression ist es
so, dass man sich Hilfe mindestens holen SOLLTE. Bei
Jähzornigkeit ist es eher so, dass man sie sich beschaffen
MUSS. Sonst geht womöglich irgendwann die Oma drauf!
Niemand kann zu einer Behandlung gezwungen werden.
Verstehe. Die Belegung einer geschlossenen Abteilung ist wohl
höchstfreiwillig da.
Es gibt durchaus Patienten, die sich freiwillig in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen. Dann gibt es auch die Zwangseinweisung, diese setzt voraus, das die Einzuweisende Person sich oder andere gefährdet. Die Zwangseinweisung kann, soweit ich mich erinnere, bei Gefahr im Verzug sofort veranlasst werden, es muß aber innerhalb von 24 h ein Richter über die Zwangseinweisung entscheiden.
Das alles setzt aber wiederum voraus, das es jemanden gibt, der das Verhalten anzeigt.
Möchtest du hierzu näheres Wissen, müsstest Du im Rechtsbrett posten.
Fakt ist, das Nachbarn im Fall meines Großvaters auch mal die Polizei riefen, Fakt ist auch, daß er nie zwangseingewiesen wurde.
Richtig. Aber was willst Du tun, wenn der Betroffene nicht zum
Arzt geht?
Ich habe bereits erklärt, was ich tun würde.
Auf welcher Grundlage?
Mein Opa ist fast 90 Jahre alt, er ist schon rein körperlich
nicht mehr in der Lage auch nur einer Fliege etwas zu leide zu
tun.
Ist das die Lösung? Einfach warten, bis tickende Zeitbomben zu
alt sind um irgendetwas anzustellen?
Bist Du immer unfehlbar? Ich liebe meinen Opa, auch wenn er manchmal nicht einfach war. Aber dafür war er in anderen Situationen immer für uns da. Glaubst Du jemand der Jähzornig ist hat nur schlechte Seiten und ist nicht liebenswert?
Mir ist
dabei vollkommen egal, ob er das krankheitsbedingt, aus einer
krminellen Energie heraus oder aus sonst welchen Gründen
macht. Ich lass mich nicht an den Haaren durch die Wohnung
ziehen. Ob Dir das passt oder nicht.
Ich würde mir das auch nicht gefallen lassen, aber es bringt
nichts zurückzuschlagen, man muß die Situation verlassen.
So wie Deine Oma die Situation ganz einfach hätte verlassen
sollen, als sie an den Haaren durch die Wohung gezerrt wurde?
Ein Zornausbruch schaukelt sich auf. Es hätte ihr geholfen, wenn sie die Situation gleich zu Beginn verlassen hätte, aber das wußte sie ja nicht.
Du hast mich beleidigt ider wie soll ich das verstehen?
Du schriebst:
Welche Gefährlichkeit? Statt beleidigend zu werden, hättest Du
Dir das von mir geschriebene durchlesen sollen.
und hast mir damit vorgeworfen, beleidigend geworden zu sein.
Als Beleidigung habe ich das markierte aufgefasst:
Hat es eigentich einen bestimmten Grund, dass Du Dich
hier im Forum trotz Deiner „Jähzorn“ und deiner von Dir selbst
erwähnten potentiellen Gefährlichkeit unter dem Nick
„Engelchen“, und dies auch noch mit einem Ausrufezeichen
versehen, zu erkennen gibst?
Wie kommst Du darauf, ich wäre potentiell Gefährlich? Noch nie hat sich meine Wut gegen Menschen gerichtet, noch nie habe ich einen Menschen verletzt.
Wut an sich ist etwas völlig normales. Jähzorn passiert dann, wenn der Betroffene unter großer Anspannung steht, dann ist der Zorn ein Ventil um „Dampf“ abzulassen. Auch das ist an für sich nichts verkehrtes, nur ist das Wutpotential eben größer als bei einer normalen Wut. In meinem Fall ist es eben so gewesen, das ich Türen geschlagen, mal einen Teller o. ä. auf den Boden geschmissen, Besen zerschlagen oder mit der Faust gegen die Wand geschlagen oder mit dem Fuß gegen die Wand getreten zu haben.
Heute ist es so, daß wenn ich an einen gewissen Punkt komme, bei dem ich weiß, es könnte jetzt gefährlich werden, die Situation verlasse und anderweitig „Dampf“ ablasse. Ich lasse Dampf ab, indem ich mich körperlich betätige, also im schnellen Tempo ums Dorf gehe, bis ich ausgepowert bin.
Momentan bin ich aber jähzorn frei. D. h. ich habe seit ca. 4 Jahren keinen derartigen Anfall mehr gehabt.
Dissoziative Identitätsstörung?
Nein, nur Spaß!
Wie witzig. Nenn Dich doch um in Komiker.
Gruß
Tina