Extremwerte und Krümmungen

Ich habe eine generelle Frage, die sich mit Extremwerten beschäftigt. Es ist klar, dass man diese durch Vorzeichenwechsel von f’(x) berechnen kann oder durch das Betrachten von f’’(x). f’’(x) zeigt ja generell die Veränderung der Steigung an.
Ich dachte mir jetzt folglich immer, dass z.B. wenn die 2. Ableitung an einem Extremwertpunkt positiv ist, die Kurve ein Minimum ist, weil man mit Hilfe der 2. Ableitung sozusagen vorhersagen kann, das f’(x) ansteigen wird.
Ist die Überlegung erst einmal richtig?

Nun bezeichnet man f’’(x) >0 auch als linksgekrümt, was logisch ist. Betrachtet man jedoch f(x)=x^4 so ist ja hier die 2. Ableitung auch null im Punkt x=0.

Meine Frage ist jetzt, wie man das erklären kann, dass die 1. und 2. Ableitung null ist und trotzdem die Funktion ab 0 streng monoton steigt? Auf jeden Fall müßte man doch für Linkskrümmung als notwendige Bedingung f’’(x)>=0 sagen, wobei f’’(x) >0 hinreichend ist, oder?

Genaugenommen muss man der hinreichenden Bedingung noch etwas hinzufügen: Wenn f’ an der untersuchten Stelle 0 ist, kommt es auf f’’ an, usw. bis zur ersten Ableitung die nicht 0 ist. Ist diese erste Ableitung die nicht Null ist eine gerade Ableitung (also die 2.,4.,usw) dann liegt ein Extremum vor (aus dem Vorzeichen leitet man ab welche Art)
Wenn es eine ungerade Ableitung ist (die 2n+1 Ableitung, also 3.,5. usw) handelt es sich um einen Wendepunkt.
Beim Beispiel x^4 sind alle Ableitungen für x=0 gleich 0 außer der 4.: f’’’’(0)=24 > 0
Also liegt ein Minimum vor bei x=0.

ciao
Hendrik

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