F. Engels - Ein Leben voller Gegensätze?

Hallo, ich muss in Geschichte eine Facharbeit über Friedrich Engels schreiben. Wobei das ich sein Leben auf „voller Gegensätze“ untersuchen muss.
Dabei sind mir drei Kernfragen vorgegeben worden:

  • Unternehmersohn aus Wuppertal
  • Kritiker der sozialen Missstände
  • Ideologe des Merkismus
    Diese drei Unterpunkte soll man als Einheit betrachten; Als Ende sollte ich zur Schlussfolgerung kommen, ob die Frage „Leben voller Gegensätze?“ gerechtfertigt ist oder nicht.

Ich denke jetzt bereits eine Woche nach und schaue im Internet auch immer wieder nach, leider ohne richtigen Erfolg. Ich soll am Montag dem Lehrer eine Gliederung abgeben. Ich habe aber leider noch nichts herausfinden können. Kann mir vielleicht jemand helfen eine GLiederung zu erstellen, nach der ich dann auch die Facharbeit schreiben könnte?

Dabei sind mir drei Kernfragen vorgegeben worden:

  • Unternehmersohn aus Wuppertal
  • Kritiker der sozialen Missstände
  • Ideologe des Merkismus
    Diese drei Unterpunkte soll man als Einheit betrachten; Als
    Ende sollte ich zur Schlussfolgerung kommen, ob die Frage
    „Leben voller Gegensätze?“ gerechtfertigt ist oder nicht.

Ich denke jetzt bereits eine Woche nach und schaue im Internet
auch immer wieder nach, leider ohne richtigen Erfolg. Ich soll
am Montag dem Lehrer eine Gliederung abgeben. Ich habe aber
leider noch nichts herausfinden können. Kann mir vielleicht
jemand helfen eine GLiederung zu erstellen, nach der ich dann
auch die Facharbeit schreiben könnte?

Hallo Perdo,

hast Dui im Netz schon mal nach einer Biogrsphie von Engels gesucht?
Dieser hier beispielsweise:

http://www.nb.shuttle.de/nb/engelsgymnasium/biograph…

Wenn Du die Stichwörter Friedrich Engels, Biographie eingibst, bekommst Du über 41.000 Einträge.

Also kannst Du die erste Vertrautheit herstellen, indem Du dich mnit den Lebensdaten, seinem Werdegang, seiner Freundschaft mit Karl Marxbeschäftigst.

Dann werden Dir die Gesichtspunkte zum Leben voller Gegensätze von selber einfallen: Unternehmersohn aus Wuppertal (also aus ziemlich reichem Hause) unterstützt den Verfasser des kommunistischen Manifests, und zwar nicht nur einmal, sondern regelmäßig. Warum?

Du hast noch den ganzen Sonntag, da kannst Du eine Menge lesen.

Gruß - Rolf

Hallo,

schau Dir mal seine Biographie an:
Der Mann war ja auf recht vielen gebieten aktiv (u.a. auch auch als Offizier in der badischen Revolutionsarmee 1848/49). Er hat sich üner militärische Dinge ausgealssen (u.a. über die Kriege Caesars), hat sich mit der Menschwerdung beschäftig „Die Rolle der Arbeit bei der Menschwerdung des Affen“, er hat sich zusammen mit Amrx mit polit-ökonomischen fragen befaßt, auch mit Gesellschaftskritik (kritik der Sozlademokratie) … bei weitem nicht alles davon war nur Stuß. Schon da sind alle möglichen und recht wiedersprüchliche Themen.
Und wenn einer im 19. Jahrhundert als Unternehmer klebt und gleichzieitig die Ausbeutung in ähnlichen Unternehmen kritisiert - also das ist echt ein Wiederspruch in sich.
Eigentlich braucht man für so ein Thema echt Zeit, weil da so viel Material ist, das man sichten müßte - aus dem Stehgreif geht da nichts.

Gernot Geyer

hallo gernot,

ich muß das hier mal erwähnen, weils so schön ist auch wenn es mit dem thema gar nix zu tun hat.

Die Rolle der Arbeit bei der Menschwerdung des Affen

( bzw DER ANTEIL der arbeit an der menschwerdung…:smile: )

als ich seinerzeit ( vor 1989 ) in berlin-hauptstadt der ddr im " internationalen buch " gearbeitet habe, kam ein kunde aus dem kapitalistischen ausland ( davon kamen ja viele, weil die bücher ja so günstig waren )in die abteilung gesellschaftswissenschaften und fragte nach dem buch von f. engels " wie der affe zur arbeit ging ". rat mal, welches er meinte :wink:!!!

jetzt ein kleiner beitrag zum thema: nicht er selbst war unternehmer ( hat nur eine kaufmännische ausbildung ), sondern er kam aus einem unternehmerischen elternhaus. das prädestinierte ihn sogar dafür, einsichten in die materie zu gewinnen. ein widerspruch wäre es nur dann, wenn er sich gegen unternehmerische praktiken gewandt hätte, die er für sich als falsch erkannt hat, die er aber selber anwendet. das hat er aber nicht getan! es ist für mich kein gegensatz, sich nicht wie die meisten menschen mit ähnlicher biografie zu entwickeln, sondern es ist höchstens ungewöhnlich. darum wird es wahrscheinlich schwierig, gegensätze in seinem leben herauszuarbeiten, die es gar nicht gibt! es gibt nur die gesetzmäßigkeit, das der kapitalistische unterhemer am profit orientiert ist ( mit den bekannten negativen begleiterscheinungen ). aber er selbst hat die unternehmerische laufbahn ja nicht eingeschlagen und schon gar nicht die kapitalistische. somit würde ich sein leben nicht mit " voller gegensätze " sondern eher als " ein ungewöhnliches " beschreiben.

grüße,

susanne

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Hallo Susanne,

sicher - er selbst war nicht Unternehmer.
Andererseits soll aber laut Ausgangsposting ein Beitrag über Gegesätze herauskommen bei der Sache, wobei ich zugeben muß, daß ich Engels eigentlich ja als direkt gegensätzlichen Menschen nicht in Erinnerung habe, weil sich ja in seinem Leben alles einigermaßen logisch herleiten läßt.
Da aber bekanntlich ein Lehrer, der solche Aufgaben verteilt, auch ein Ergebnis haben muß, müssen halt Gegensätze her - und wenn sie denn an den Haaren herbeigezogen sind.

Gernot Geyer

Korrektur
Hallo susanne!

nicht er selbst war
unternehmer ( hat nur eine kaufmännische ausbildung ), sondern
er kam aus einem unternehmerischen elternhaus.

Das stimmt nicht ganz. In Bremen war er wohl noch ein Lehrling, aber in Manchester 1842-1844 hieß sein Posten ein „general assistent“ bei „Ermen & Engels“. Genauso arbeitete er in Barmen 1844-1845 bei „Ermen & Engels“. Dann alerdings nicht mehr. :smile:

Gruß

Noch was, was keinen interessiert und was

Ich bin aufgewachsen als Sohn
Wohlhabender Leute. Meine Eltern haben mir
Einen Kragen umgebunden und mich erzogen
In den Gewohnheiten des Bedientwerdens
Und unterrichtet in der Kunst des Befehlens. Aber
Als ich erwachsen war und um mich sah
Gefielen mir die Leute meiner Klasse nicht
Nicht das Befehlen und nicht das Bedientwerden
Und ich verließ meine Klasse und gesellte mich
Zu den geringen Leuten.

Bert Brecht, Verjagt mit gutem Grund

hallo Susanne,

jetzt ein kleiner beitrag zum thema: nicht er selbst war
unternehmer ( hat nur eine kaufmännische ausbildung ), sondern
er kam aus einem unternehmerischen elternhaus. das
prädestinierte ihn sogar dafür, einsichten in die materie zu
gewinnen…

so isses !
Aber es gibt Fälle, wo das anders gesehen wird:
Was etwa Marx und zahlreiche andere Autoren jüdischer Herkunft über
das Judentum schrieben, wird heute auf „Selbsthass“ zurückgeführt.

darum wird es wahrscheinlich schwierig, gegensätze in seinem leben
herauszuarbeiten, die es gar nicht gibt!

Dem Pedro ist dieses Ziel ja nicht vorgegeben -> Fragezeichen.
Allerdings ist zu vermuten, dass der Lehrer die Klischeevorstellung
ausgearbeitet sehen möchte, dass es ein Widerspruch sei, wenn ein
Kapitalist (und Engels lebte nun mal nicht von Arbeit, sondern von
Kapitalerträgen und unterstützte mit ihnen - ausgerechnet - Karl
Marx) den Kapitalismus kritisiert und für ein Stadium der
menschlichen Entwicklung hält, dessen Ende es tatkräftig zu
beschleunigen gilt.

Pedro, wenn Du Deinen Lehrer nicht für hoffnungslos prokapitalistisch
vernagelt hältst und einer etwas tiefer gehenden Behandlung des
Themas zugänglich, könntest Du den genannten Aspekt etwas ausarbeiten
und erspartest Dir so das mühsame Suchen nach biographischen Details,
die zu oberflächlichen „Gegensätzen“ hingebogen werden können.

Gruss
Nescio

Moin zusammen,

sicher - er selbst war nicht Unternehmer.

Das ist doch -laut Marx- egal.
Er entstammt der Kapitalistenklasse.
Also gehört er -laut Lenin- aufgehängt.

Lästernde Grüße

Jake

Hallo

das stimmt so nicht.
Leinin spricht von der Liquidierung der Ausbeuter als Klasse - nicht als einzelnes Individuum. er woööte sie also nur enteignen, aber nicht umbringen. Was dann Stalin daraus gemacht hat, ist ne andere Frage.

Gernot Geyer

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